Beiträge von Hundundmehr

    oder z. B. eine Art instinktiver Mechanismus in Gang gesetzt wird, das verletzte Individuum zu töten, weil es die Gruppe gefährdet.

    Kannst du mal bitte Belege aus seriöser Quelle der Canidenforschung bringen, bei denen ein Nachweis für die Existenz eines solchen "Instinktverhaltens" erbracht wurde?

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    In meiner Jugend hat ein Schäferhund - den ich damals regelmäßig führte, auch auf dem Platz - mal bei passender Gelegenheit, als ich beim langen Waldspaziergang im Gebüsch meine Notdurft verrichtete, eine Analkontrolle gemacht.

    Hat mich überrascht, aber nicht geängstigt, sondern eher amüsiert.

    Bin halt ein Mädchen :ka:

    Dann kläre mich "Schwachsinn-Redenden" Menschen mal auf,

    Das habe ich und werde es kein zweites Mal tun - denn deine Reaktionen darauf sind wieder pseudo-argumentativ und nicht belegte Behauptungen. Auf dieser Endlosspirale fernab eines argumentativen Austausches begebe ich mich nicht, weil es Taubenschach ist.

    Vielleicht überlegst du ja selber noch einmal, was du mit dieser Behauptung:

    , kommt da der Instinkt durch. Und der sagt in dem Moment: du bist krank, alt, gefährlich für uns, du musst weg.

    Hunden als genetisches Verhaltensinventar andichtest...

    Kleiner Tipp: Wenn dies tatsächlich stimmen würde, dürfte kein Mensch sich je in Gegenwart seines Hundes verletzen, oder einen Unfall/eine Krankheit erleiden, die ihn - auch zeitlich begrenzt, was der Hund ja nicht weiß - zu einem kranken Individuum macht.

    Denn dann würde der Hund seinen Menschen "weg machen" ...

    Zumal mit dieser drastisch gestiegenen Hundedichte natürlich auch der Anteil an "seltsamen" Hundehaltern gestiegen ist.

    Das wirkt sich noch mal verstänkernd* aus hinsichtlich des Ansteigens der nicht-öffentlichkeitskonformen Vorkommnisse.


    *bewusster freudscher Verschreiber ...

    kommt da der Instinkt durch. Und der sagt in dem Moment: du bist krank, alt, gefährlich für uns, du musst weg.

    Das ist verhaltensbiologisch völliger Unsinn.

    Ich kenn das echt so gar nicht und die Vorstellung fällt mir schwer, dass ungefähr jeder Hund dann sofort ins "aussortieren" des Schwachen übergeht.

    Ich kenne das nicht nur nicht, es ist verhaltensbiologisch - wie schon oben erwähnt - auch völliger Unsinn.

    Wölfe zählen zu den hochsozialen Tieren, die Familiengefüge bilden und in diesen leben. Dass alte, schwache, kranke Mitglieder dieses Gefüges - welches sich bei Wölfen Rudel nennt - mitversorgt und gepflegt werden, ist kennzeichnend für diese Spezies.

    Vor Allem diese Komponente konnte den Haushund zu dem werden lassen, was er heute ist: Ein hochsozialer Partner des Menschen.

    Möglicherweise kann "Kreischen" einen Schalter umlegen; Beutetiere in Todesangst "kreischen" beispielsweise; Möglicherweise gibt es (rasse-)spezifische Eigenschaften, die das "Umlegen dieses Schalters" forcieren.

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    Statt solche Schwachsinnshypothesen zu verbreiten - vielleicht bleibt man ja doch lieber bei den bekannten Fakten, als da wären:

    - Bei den an dem Vorfall beteiligten Hunden handelte es sich um bis zu 8 Hunde, die nicht in einem Haushalt zusammenleben. Diese willkürlich - und unter beruflichen Aspekten gebildete - Gruppe ist kein gefestigtes Sozialgefüge, und erst Recht kein Rudel.

    - Welches "Festigung" dieses Zweckgefüge hatte, also ob die Hunde schon lange zu dieser Dogwalkinggruppe gehören, sich schon lange kennen, immer gut zusammen geführt werden konnten, ist unbekannt.

    - Die Erfahrung/Qualifikation der Dogwalkerin ist unbekannt

    - Der Auslöser ist unbekannt

    - Mindestens einer der zu dieser Gruppe gehörenden Hunde hatte Verhaltensauffälligkeiten, die als "Erziehungsprobleme, aber bisher ohne jegliches Auftreten von Aggression" beschrieben wurden.

    Das einzige Fazit, welches ich daraus ziehen kann, ist:

    So viele, nicht zu einem Sozialverband gehörende Hunde auszuführen, ist äußerst risikoreich. Für mein Empfinden zu risikoreich.

    Des Weiteren ist es absolut ratsam, sich als Mehrhundehalter gut zu überlegen, wie viele und auch welche Hunde man gut und öffentlichkeitskonform gemeinsam führen kann.

    Bevor Letzteres als Kritik ankommt: Gerade hier bei diesem Thema haben sich ja einige Mehrhundehalter geäußert, und genau diese Sorgfalt beschrieben, die sie selber an den Tag legen im Umgang und beim Führen ihrer Hunde.

    Genau diese Sorgfalt sollte auch jemand walten lassen, der beruflich (aber auch ehrenamtlich) Hunde anderer HH ausführt.

    Spoiler anzeigen

    Ich schrieb: Die Meisten - das umfasst selbstverständlich nicht alle.

    Warum du dich jetzt "verurteilt" fühlst, ist mir ein Rätsel - denn du schreibst ja selber, bei all deinen Fähigkeiten gibt es bei dir auch eine Grenze, und die wird einfach durch die Physik bestimmt.

    Zumal ich sicher nicht irgendjemanden verurteil habe...

    Ein nur mit halber Kraft agierender 50 kg Hund ist einfacher zu halten, als ein mit aller Macht agierender 25 kg Hund.

    Mich macht so etwas einfach nur noch wütend ... und mittlerweile gebe ich zwar gebremst - also höflich -, aber doch sehr klar meine Meinung zum Ausdruck bei Besitzern solcher Hunde.

    Werden diese unhöflich ... werde ich es auch.

    Ich habe da in der letzten Zeit für mich eine völlig neue Grenze kennengelernt, die ich sehr deutlich setze.

    Was ist das für ein seltsamer, verurteilender Kommentar? Was tut hier mein Gewicht zur Sache?

    Ich habe meine zwei Hunde (insgesamt 46 kg, mit dem Opido noch 52 kg) körperlich im Griff. Ich kann sie auch tobend halten. Wir hatten die Situation leider schon, also ja, wirklich.

    Das wirst du mir wohl glauben müssen.

    Da ich meine beiden Hunde aber jetzt nicht beide an langer Leine nicht wie gewünscht im Griff hätte, würde ich so nicht mit beiden Gassi gehen.

    Nein, das ist schlichtweg nicht möglich, wenn der Hund denn wirklich will. Physik halt.

    und dazu noch diese Aussage von dragonwog:

    Glaub daran liegt es. An der Vehemenz die dahinter liegt. Ist es nur bisserl pöbeln oder macht der Hund wirklich ernst und verfolgt sein Ziel, komme was wolle.

    Ich hab irgendwie nicht das Gefühl, dass einige noch nie einen wirklich ernsthaft eskalierenden 20 kg an der Leine hatten. Natürlich kann man einen Hund zu guten Teilen über "mentale" Kontrolle führen usw. aber physisch sind einem doch die meisten bereits mittelgroßen Hunde als Frau schon überlegen.

    Den Beiträgen von dragonwog stimme ich zu.

    Die allermeisten User hier dürften noch nie einen Hund an der Leine gehabt haben, der wirklich bewusst und unbewusst nur ein Ziel verfolgt, komme was wolle.

    Dabei ist es weniger "mentale Kontrolle", sondern vor Allem das auch für den Hund unbewusste Konkurrieren gegensätzlicher Motivationen.

    Wir leben und lernen gemeinsam mit unseren Hunden.

    Den meisten Usern hier geht es doch grundsätzlich um einen Vertrauensaufbau mit ihrem Hund, und der gelingt den meisten.

    Das führt dazu, dass (die meisten) Hunde nicht willentlich ihrem Menschen Schaden zufügen wollen - und das führt dazu, dass (die meisten) Hunde eben nicht mit aller Vehemenz in der Leine hängen, weil unterbewusst diese "Hemmung" der Schadensbegrenzung/vermeidung dem eigenen Menschen gegenüber da ist.

    Diese unterbewusst abgespeicherte Motivation konkurriert dann mit der durch ein äußeres Ereignis/einen äußeren Reiz entstandenen Motivation, möglichst schnell und unbedingt ein Ziel zu erreichen - sei es der Hase, oder ein Fremdhund, oder ein aufwirbelndes Blatt...

    Diese unterbewusste Hemmung verhindert, dass der Hund sich mit aller Kraft in die Leine schmeißt, weshalb es sehr vielen - auch leichtgewichtigen - Menschen gelingt, auch schwerere Hunde "zu halten".

    Ohne diese innere, unbewusste Hemmung wirkt einfach "die Physik" - und die besagt nun mal, dass Masse mal Geschwindigkeit die Kraft ergibt, mit der ein Körper auf etwas einwirkt - den Menschen am anderen Ende der Leine z. B.

    Hätten meine Jungs nicht diese "innere Hemmung", dann hätte ich keine Schnitte, sie zu halten wenn sie mit aller Vehemenz in die Leine gehen. Ich würde dann übrigens mitgeschleift, und mir vermutlich die Schulter auskugeln oder das Handgelenk brechen, weil ich in Fällen, wo ich mir wirklich sicher sein will dass mir die Leine nicht versehentlich aus der Hand rutscht, diese rutschsicher ums Handgelenk wickel.

    Ich vertraue aber meinen Hunde, vertraue auf ihre Verlässlichkeit, auch im Umgang mit mir.

    Aber ich lebe auch mit ihnen zusammen, weiß was sie können (und nicht können - nobody's perfect), und wir sind ein "eingespieltes Team" in dem jeder seinen Platz hat und kennt.

    Trotzdem besteht immer die Gefahr, dass beim Eintreffen mehrerer unglücklicher Faktoren Reaktionen hervorgerufen werden können, bei denen auch ich durch meine Hunde zu Schaden kommen kann.

    Aber eben nicht willentlich, dazu ist die Motivation meiner Hunde, mir keinen Schaden zufügen zu wollen, zu groß.

    Bei mir übrigens auch.

    Diese Gedanken helfen jetzt aber auch nicht dabei, Licht ins Dunkel der Ursachen für diesen schrecklichen Vorfall mit der Dogwalkerin zu bringen.

    Eine "Hellseherin und Lebensberaterin", die Besitzerin eines Leonbergers namens Shiva ist, und die schon Erziehungsprobleme mit diesem Hund hatte (weshalb sie damit in einer Fernsehsendung war) ... kurbelt allerdings mein Kopfkino gehörig an... :mute: ... weshalb ich mich diesbezüglich auf die Finger setze xD