Beiträge von Hundundmehr

    Er ist schon jagdlich motiviert, hat es aber immer vorher angezeigt und und hat es sich verbieten lassen. Auf den Wegen habe ich ihn auch immer Schnüffeln lassen. Er durfte nur nie die Wege verlassen.

    Du schreibst ja selber, du wärest mit dem Kopf völlig woanders gewesen - möglicherweise hat er wie üblich angezeigt, evtl. sogar mehrfach, und deine Nicht-Reaktion als "ok" fürs Jagen aufgenommen.

    Shit happens, aufstehen, Krone richten, Schlepp dran - und weiter gehts :bussi:

    Lass deine Knochen erst mal wieder zur Ruhe kommen, es dauert halt auch bei dir etwas, bis du diesen Schock verarbeitet hast.

    Es ist nichts passiert - und manchmal sind Fehler gut, um noch mal den eigenen Fokus zu intensivieren, und diesen Fehler nie wieder zu machen.

    @Cindychill Danke für deine ausführliche Beschreibung, sie hat mir noch mal einen völlig anderen Fokus gegeben, den ich vorher nicht so, bzw. nicht so stark auf dem Schirm hatte.

    Dann ist hier wohl mein Platz - denn Entspanntheit bringe ich doch reichlich mit.

    Leider beschränkt sich diese Entspanntheit derzeit nur auf den Freilauf, und das wird wohl auch erst mal so bleiben.

    Leif benötigt an der Leine meine 100%ige Aufmerksamkeit, aber das ist schwierig geworden, wenn Vasco dabei ist, weil sich bei Vasco eine "Alterssturheit" zeigt, die eben auch meiner Aufmerksamkeit bedarf...

    Deshalb gehe ich im Wald angeleinten Hunden weiträumig aus dem Weg, was gut geht.

    Aber auch hier hat sich die Zeit sehr rasant gewandelt - während noch bis vor 2-3 Jahren mindestens jede 2. Hundebegegnung leinenlos war, ist es jetzt (gefühlt) nur noch jede 5. Begegnung.

    Begegnungen im Freilauf dagegen sind äußerst entspannt; Je nach Hund(en) bin ich da "die Oberaufseherin", die am Rande das Geschehen verfolgt und bei Bedarf ein wenig mitmischt, was aber sehr leicht und mit wenig Aufwand machbar ist.

    Mobber halte ich von meinen Hunden fern, entweder schon vor einem Aufeinandertreffen, oder ich beende ein Treffen sehr zügig.

    Da brauchen meine Hunde nicht selber aktiv werden, weil ich weiß: Weder meine Hunde noch ich haben irgendeinen "erzieherischen" Einfluss auf Hunde, die das Mobben für sich entdeckt haben, und da gebe ich keinen meiner Hunde her, damit andere Hunde an diesem ihr "Hobby" ausleben können.

    Sunti Meine Hunde bekommen - bzw. würden - einen auf den Sack, wenn sie Tendenzen zeigen einen anderen Hund zu mobben. Mobben ist eine Eigenschaft, die mir zutiefst zuwider ist. Ich will überhaupt nicht, dass meine Hunde lernen, sich gegen solche Mobber zur Wehr zu setzen, sie sollen lernen, Mobbern aus dem Weg zu gehen.

    Zunächst einmal würde ich einen Tracker an den Hund dran machen.

    Das nimmt dir deine Ängste (die dir sicher auch noch in den Knochen stecken), dass du deinen Hund nicht wiederfindest.

    Der Tracker ist jetzt nicht dazu da, den Hund weiter sorglos laufen zu lassen, weil er ja wieder auffindbar ist - nicht, dass das jetzt missverstanden wird!

    Aber gerade bei solchen Erlebnissen, wo man die weichen Knie noch Tage oder gar Wochen später spürt, helfen solche "Absicherungen" einem selbst, sich nicht noch mehr unnötige Sorgen zu machen (wie z. B.: "Hoffentlich rutscht mir die Schleppleine nicht aus der Hand - denn dann ist der Hund wieder weg :shocked:" ).

    Solche Gedanken machen einen selbst unsicher - und gerade diese Unsicherheit braucht mensch mal so gar nicht, wenn ein Training erfolgreich sein soll.

    Das eigentliche Training beginnt damit, dass du deinen Hund erst mal nicht mehr von der Leine lässt - Kurzleine, wo es angebracht ist, Schleppleine, wo es sinnvoll und möglich ist.

    Mit dem so gesicherten Hund trainierst du dann die Signalworte, die du im Freilauf zwingend benötigst, neu und sehr konsequent.

    Bei uns wäre das z. B. das Aufmerksamkeitssignal, das Sitz auf Distanz, und der Rückruf.

    Zu der Ursache, warum dein Hund das jahrelang noch nie gemacht hatte, und jetzt auf einmal dieses Verhalten gezeigt hat, kann auch ich nur spekulieren... :ka:

    Möglicherweise bist du aufgrund der jahrelangen Verlässlichkeit vielleicht doch unaufmerksamer und inkonsequenter geworden?

    Ich weiß es nicht, habe aber selber die Erfahrung machen "dürfen", dass eine intensive Trainingszeit, in der ich meine Konsequenz meinen Hunden gegenüber noch mal nachhaltig beweise, hier "Wunder" gewirkt hat.

    Und statt sich hier im Kreis zu drehen, könnte man auch einfach zum Thema zurück kommen...

    Na gut, beenden wir diese Kreisdiskussion, indem wir der Liste der theoretischen Überlegungen, warum Hunde gefährlich sind, noch den Punkt: "Instinkt/instinktiver Mechanismus, der Hunde auf einen bestimmten Reiz hin dazu bringt, auch ihre Sozialpartner zu töten" hinzu.

    Gute Nacht.

    Phonhaus Ich hatte keine Endlosdiskussion mit dir geführt, sondern eine einfach Frage an dich gerichtet:

    oder z. B. eine Art instinktiver Mechanismus in Gang gesetzt wird, das verletzte Individuum zu töten, weil es die Gruppe gefährdet.

    Kannst du mal bitte Belege aus seriöser Quelle der Canidenforschung bringen, bei denen ein Nachweis für die Existenz eines solchen "Instinktverhaltens" erbracht wurde?

    ...........

    Statt einer Antwort kam dann dieser lange Beitrag ... der dann direkt erst mal mit einer persönlichen Diskreditierung beginnt:

    Sag doch einfach, dass auch du keine Belege aus seriösen wissenschaftlichen Quellen hast, die auf die Möglichkeit der Existenz eines solchen "instinktiven Mechanismus zur Tötung eines Sozialpartners" hinweist :ka:

    Suuuper ärgerlich, aber eine OP um einen im Darm steckenden Fremdkörper zu entfernen ist nochmal teurer und deutlich kritischer.

    Ob es mit einer OP tatsächlich teurer geworden wäre - wie auch corrier schon schrieb - weiß ich nicht.

    Aber es war in jedem Fall so wesentlich schonender für Amigo, der zu dem Zeitpunkt schon "angeschlagen" war.

    Die operierende Tierärztin ist tatsächlich nach der OP raus zu uns gekommen (wir standen draußen im überdachten Außenbereich, zum Rauchen); Sie kam mit ausgestreckten Arm auf uns zu, und präsentierte auf dem Handteller den zu einer festen Scheibe kompressierten Pappbecher.

    Dass der nach der Kotzspritze nicht rausgekommen ist, wundert nicht.

    Der wäre auch nicht aus einer anderen Körperöffnung rausgekommen, dass hätte einen Verschluß gegeben.

    Richtig ärgerlich war, dass wir den Jungs eigentlich etwas Gutes gönnen wollten ... und dann endete das mit diesem ätzenden Ergebnis.

    Am nächsten Tag gab es für die Jungs noch mal ein Eis - diesmal im Hörnchen, das durften dann alle 3 gefahrlos mit verspeisen.

    Der Hund hat das Vanilleeis mit Becher heruntergeschlungen.

    Weil es so schnell ging - er hatte nur wenige Sekunden dafür benötigt in seiner Gier - ging es erst zum nächsten TA, der gab eine Kotzspritze.

    Raus kam das Eis - ohne Becher.

    Dafür musste Amigo dann noch eine Insusion bekommen, weil sein Kreislauf absackte.

    In der Zeit haben die Arzthelferinnen rumtelefoniert, welche der Kliniken in einigermaßen erreichbarer Nähe um die Uhrzeit noch eine Magenendoskopie machen würde, um den Becher rauszuholen.

    Die Klinik in Hofheim - knapp 1 Stunde Fahrt von unserem Urlaubsort entfernt - sagte dann, sie würden das noch machen.

    Beim Tierarzt haben wir dann knappe 200,-- Euro gelassen, die haben für uns zu Dritt eine Überstunde gemacht.

    In Hofheim haben wir dann für das Rausholen des Eisbechers - ging natürlich nur mit Narkose - noch mal knapp unter 1.000 Euro bezahlt.

    Das war vermutlich der teuerste Hundeeisbecher der Welt...