Beiträge von Hundundmehr

    Also das ist schon arg vermenschlicht. Ich bin weder Partner noch Freund für meinen Hund. Ich bin diejenige, die ihn füttert und sagt was er tun und lassen soll. Natürlich berücksichtige ich seine Bedürfnisse dabei.

    Das kannst du gerne so handhaben wie du es möchtest; Wenn du dich entscheidest, deinem Hund weder Partner noch Freund zu sein, ist das ganz alleine deine Entscheidung.

    Meine Entscheidung als "Vermenschlichung" bezeichnen, ohne dafür Gegenargumente zu bringen für die, die ich als Argumente angebracht habe ... ist eine etwas seltsame Argumentation.

    Ein Totschlagargument, um es genau zu nehmen; "Du vermenschlichst" ist eine Argumentation, die keinen wirklichen Austausch mehr ermöglicht.


    Das ist meiner Meinung nach Augenwischerei. Es ist egal wie man es nennt, im Grunde bleibt es das Gleiche.

    Kooperation und Dominanz sind das Gleiche?

    Betreibst du da nicht Augenwischerei?

    Dominanz unterdrückt, Autorität lebt vor.

    Dominanz wird völlig überbewertet, wer die Beziehung zu (s)einem Hund auf eine reine Dominanzbeziehung beschränkt, wird dem Wesen von Hunden absolut nicht gerecht.

    Mir reitet Baumann nicht nur in diesem Artikel, sondern auch ansonsten, viel zu sehr auf Dominanz rum.

    Aber auch Autorität ist, wenn auch wünschenswert, so doch ein zweischneidiges Schwert - denn was nutzt Autorität, wenn sie nicht wahrgenommen oder anerkannt wird?

    Meine Hunde sind mir Partner und Freund.

    Als Partner bin ich mit ihnen auf "Augenhöhe", denn in einer Partnerschaft gibt es keinen Partner, der mehr "wert" ist als der/die anderen Partner.

    Dabei müssen Partner nicht alle das Gleiche leisten/bereit sein die gleichen Leistungen zu erbringen, denn eine Partnerschaft zu führen heißt, es kommt für alle Beteiligten ein Gewinn zustande, indem jeder das tut, was er kann.

    In der Partnerschaft Mensch-Hund bringt der Mensch dabei bewusst Leistungen, der Hund eher weniger bewusst.

    Ich bewege mich z. B. gerne in der Natur - aber so richtig rund wird es für mich erst, wenn meine Hunde dabei sind.

    Oder das Nach-Hause-Kommen: Zumindest der Hund freut sich IMMER ... xD

    Ich bin meinen Hunden ein Freund, und sie mir: Wir sind uns liebevoll zugewandt, und vertrauen einander.

    Sie können sich darauf verlassen, dass ich ihnen zumindest willentlich nie etwas Böses tun würde - gleichwohl dürfen sie von einem guten Freund auch erwarten, dass dieser ihnen sagt wenn etwas mal nicht passt oder richtig ist.

    Ich bin aber mehr als Partner und Freund; Als Mensch habe ich Aufgaben und Pflichten, neben der Versorgung eben auch den Auftrag nicht nur meinen Hund möglichst unbeschadet durch diese Welt zu begleiten, sondern ihn auch zu lehren, sich in dieser Welt so zu bewegen dass er niemandem Schaden zufügt.

    Wo da seine Grenzen sind, muss ich als Mensch erkennen und mein eigenes Handeln so darauf einstellen, dass es zu keinen Grenzüberschreitungen kommt, die ihm oder anderen Schaden zufügen.

    All das geht auch grundsätzlich ohne Dominanz, weil es sich durch Kooperation bewirken lässt.

    Natürlich spielt auch Konditionierung eine große Rolle.

    Zur Furchtkonditionierung bedarf es keines traumatischen Erlebnisses; hier ist der Pschyrembel einfach zu ungenau.

    Bei der Furchtkonditionierung - bedingter Aversion - wird durch einen Aversion auslösenden Reiz eine nicht willentlich steuerbare Reaktion ausgelöst, die Flucht, Erstarren oder Abwehr sein kann (Aversionsverhalten).

    Ist dieser Aversion auslösende Reiz so stark, dass er als traumatisch eingestuft werden kann, löst er psychische Traumata aus, wie z. B. eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

    Bei der emotionalen Furchtkonditionierung wird ein Reiz, der Schreck oder Schmerz ausgelöst, als Einschüchterung (also emotional die Furchtschiene) konditioniert, so dass dieser Effekt der Einschüchterung mit der damit verbundenen Handlung (Verharren, Abwenden, "Rückwärtsdenken") auf diesen Reiz hin abrufbar wird.

    "Kschschscht" und "Ey!!", oft in Verbindung mit einem plötzlichen Anstupsten (mit der Hand, oder auch dem "Sidekick" mit dem Fuß) sind klassische Beispiele für diese auf emotionaler Ebene ablaufende Konditionierung von Vermeidungsverhalten.

    Ich kann garnicht genau beschreiben, warum mich das so bedrückt.

    Mich bedrückte bei diesem Kurzfilm wirklich sehr, dass hier Dienstleistende völlig entpersonifiziert und zu einer Sache werden, während die Bedienten dem völlig gleichgültig gegenüber stehen.

    Die Dienstleistenden werden noch nicht einmal mehr bemerkt, und deren "Lebendigkeit" ist genauso unglaublich minimiert (sie scheinen sich in ihre Rolle als "Sache" einzufügen), wie die Empathielosigkeit der Bedienten gegenüber ihnen gestiegen ist.

    Absolut diskreditierend empfand ich dabei das "Gegengewicht" am Aufzug ...

    Da muss gar nicht fürchterlich viel schiefgegangen sein.

    Dass "Besitzer/Mensch" am Boden zumindest merkwürdig ist, scheint ja dein Hund auch so zu empfinden, sonst käme er ja nicht angelaufen.

    Es ist aber ein großer Unterschied, ob ein Hund den am Boden liegenden Menschen merkwürdig findet und besorgt hinläuft, oder ob er den am Boden liegenden Menschen merkwürdig genug findet um seine Zähne einzusetzen.

    Ich finde jeden Hund merkwürdig, der durch den Sturz eines Menschen getriggert wird, bei diesem die Zähne einzusetzen.

    Bei solchen Hunden ist fürchterlich viel schief gelaufen, sei es durch genetische Selektion, oder durch fatale Lernerfahrungen, oder beidem.

    In deiner Vorstellung steht, dass ihr einen Border Collie habt.

    Was macht ihr denn, um seine Hütequalitäten zu fordern und fördern?

    Deinen Beschreibungen nach sehe ich hier auch die Möglichkeit, dass seine rassespezifischen Ambitionen selber nach einer Aufgabe suchen, und ihr/du die einzigen "Objekte" seid, an denen er sich ausprobieren kann.

    flying-paws wurde ja schon gerufen, möglicherweise kann sie ja tatsächlich einen Trainer empfehlen, der in erreichbarer Nähe ist.

    Einen Trainer mit Hütehunderfahrungen halte ich für absolut notwendig, nicht nur weil hier (möglicherweise) tatsächlich die Hütehundeigenschaften mitspielen; "Brennen" tut mMn das Ganze vor Allem deshalb, weil hier etwas schon ganz schön viel schief gelaufen ist in der Beziehung Mensch und Hund.

    An deiner Stelle wäre meine erste Soforthilfemaßnahme ein Maulkorb, der erstens dir die Angst nimmt, evtl. gebissen zu werden.

    Zweitens kannst du dann mit "passiven Widerstand" seine Hüteambitionen dir gegenüber einfach abprallen lassen.

    So kannst du zumindest die Zeit überbrücken, bis sich ein kompetenter Trainer eures Problems annimmt.

    Danke für eure Kleeblätter!

    Mit Fieber würde ich nicht alle paar Stunden an ein Feld gehen - oder ist dein Hund noch jung und nicht stubenrein ?

    Ich schaffe das besser als zweimal länger zu gehen. Da gehe ich lieber viermal für fünfzehn Minuten. Das scheint so das Minimum zu sein, was geht für meine Hündin.

    Nutzt ja auch nix, wenn du länger gehst und dann dabei umkippst.

    Klar ist das absolutes "Magerprogramm", aber zumindest kann deine Hündin die Blase regelmäßig leeren, das ist wichtig.

    Ganz ehrlich? Wenn die Zeit dann doch mal nicht ausreichend für die Darmentleerung ist, landet ein Haufen eben mal in der Wohnung.

    Ist unangenehm, aber immer noch besser als draußen umzufallen, weil es noch zu anstrengend ist.

    Ich halte es für möglich, dass sowohl euer gesundheitlicher Zustand als auch die sehr offensichtliche Sorge um deine Hündin diese noch mal zusätzlich "stressen".

    Versuche mal, etwas "entspannter" mit der Situation umzugehen, klar ist es für deine Hündin gerade nicht so ideal wie sie es gewohnt ist - aber sie wird das verpacken, und du kannst dich darauf freuen, dann wieder mit ihr all das zu tun, was ihr ansonsten gewohnt seid.

    Erzähl ihr einfach, was ihr für tolle Sachen macht, wenn du erst wieder fit bist, freu dich darauf - und werde wieder gesund.

    Gute Besserung!