Beiträge von Hundundmehr

    Also ich kann dazu nur sagen, dass beispielsweise die Orga, mit der Malou nach Deutschland gekommen ist, sich da sehr gut kümmert.

    Die haben mehrere umzäunte Freiläufe und man kann sich dort mit anderen treffen etc.

    Das finde ich z. B. absolut super, und fühlt sich für mich auch sehr seriös an - Halter, die auch nach der Übernahme weiter betreut werden (bei Bedarf), die nicht alleine sind bzw. alleine gelassen werden, und wo die speziellen Bedürfnisse der vermittelten Hunde berücksichtigt werden.

    So können auch Menschen, die nicht wie du eigene Möglichkeiten haben, einen solchen Hund übernehmen und ihm den Raum bieten, dessen es bedarf für den Hund.

    Gefällt mir sehr :smiling_face_with_hearts:

    Wie gesagt ich würde mich natürlich damit abfinden bzw absolut darauf einstellen dass Freilauf (wenn überhaupt) nur bedingt möglich ist.

    Bei meiner Frage nach dem Freilauf für einen Galgo ging es mir nicht um den Menschen, sondern um den Hund.

    Das habe ich nicht klar genug formuliert, sorry.

    Als Mensch arrangiere ich mich vermutlich leichter mit dem Gedanken, einem Hund keinen Freilauf bieten zu können - aber wie arrangiert sich der Hund damit?

    Gerade bei einem Galgo mit Vorerfahrung - also Renn- und Jagderfahrungen - sollten die psychischen Auswirkungen des völligen Wegfalls der freien Bewegungsmöglichkeiten nicht aus dem Fokus geraten.

    Es geht nicht darum, dass der Mensch sich damit arrangiert, weil es nicht um ein menschliches Bedürfnis geht - es geht darum, sich schon vor Einzug eines solchen Hundes Gedanken zu machen, wie dem Hund Freiräume geschaffen werden können, wo er sein ureigenes Bedürfnis nach freiem Einsatz aller 3 Gänge erfüllt bekommt.

    Das ist jetzt allerdings ein wenig sehr OT ...

    Allerdings sind in der Mehrhundehaltung natürlich auch die einzelnen, evtl. unterschiedlichen Bedürfnisse der Hunde wichtig, weil diese eben auch Raum brauchen, und das lässt nicht unbedingt verbinden oder ist möglicherweise sogar nicht kompatibel mit den Bedürfnissen der anderen Familienmitglieder.

    Zerstört bitte nicht meinen Traum vom Windspielrudel... :rollsmile:

    Hahaha dachte ich mir auch! Iiiiiiiiirgendwann kommen hier Whippets, Galgos, Windspiele (am besten alles zusammen) ins Haus. Irgendwann. Ich bin mittlerweile so verliebt.

    Wie sieht es dann bei diesen Rassen mit dem Freilauf aus?

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    Ist schon einige Wochen her, als ich gemeinsam mit hasilein75 im Naherholungsgebiet eine Halterin von zwei Galgos getroffen habe, die beide dort im Freilauf waren.

    Wir hatten ein echt nettes Gespräch mit ihr, ich fand es super schön, deren Hunde im Freilauf und damit auch freier Interaktion mit unseren Hunden zu sehen.

    Erlebe ich selten bei diesen Rassen.

    BieBoss und HerrSchobert

    Tatsächlich hatte ich euch beide in dem anderen Thread so gelesen, als hättet ihr die Ersthündin der TE als Einzelprinzessin eingeschätzt, die darüber "bestimmt", wer mit in ihrer Zuhause leben darf.

    Genau das glaube ich in diesem Fall aber nicht, weil andere Informationen der TE vorlagen, die eindeutig auf eine Vernachlässigung und ungerechte Behandlung der Ersthündin, und Privilegien für den Welpen hinwiesen - und zwar schon bevor die Ersthündin zum ersten Mal (da noch nicht taktil) zeigte, dass sie Grenzen setzen wird.

    Es ist aber müßig, erst recht gegenüber der TE, sich jetzt Gedanken dazu zu machen, was alles falsch gelaufen ist, weil: Das Kind war in den Brunnen gefallen in dem Moment, wo der Ersthund seine Zähne in den Welpen versenkt hatte.

    Das ist eine Hemmschwelle, die - einmal überschritten - nicht mehr rückgängig zu machen ist, und äußerst viel Kompetenz und auch viel Zeit erfordert, um das wieder in annehmbare Bahnen zu lenken.

    Die Konsequenz der Rückgabe des Welpen zum Züchter war die einzig richtige Entscheidung, und diese hat die TE ja auch getroffen.

    Für Fragen um das Wie in der Mehrhundehaltung gibts einen allgemeinen Thread:


    Vergesellschaftung in der Mehrhundehaltung - Realität & Vorstellung


    Vielleicht könntet Ihr die Diskussion dahin verlagern? :sweet: Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass es für die TE nach ihrer (für sie guten und sinnvollen) Entscheidung recht schmerzhaft ist, das hier so weiter zu verfolgen.

    Ich mache dann mal hier weiter, und spreche da gezielt BieBoss  HerrSchobert  terriers4me an:

    Natürlich kann überlegt werden, ob eine "Einzelprinzessin" dermaßen das eigene Leben bestimmen sollte.

    Allerdings finde ich eher weniger Hinweise auf eine tatssächliche "Einzelprinzessin" sondern eher Anhaltspunkte für Fehler durch die Halterin bei der Zusammenführung, die ja dann gescheitert ist.

    Es war doch allen ersichtlich, dass die Hündin oft gemaßregelt wurde wegen zunächst übergriffigen empfundenen Verhaltens gegenüber dem Welpen.

    Die Futtersituation z. B. hätte möglicherweise völlig einfach gelöst werden können, indem man der Hündin als "Nachschlag" etwas Welpenfutter gibt, wenn sie eher als der Welpe fertig ist.

    Futteraggression habe ich durch entsprechendes, belohnungsbasiertes Management überhaupt keinen Raum gegeben.

    Dazu war ich in den ersten Wochen beim Fressen immer präsent, auch bei Kauartikeln.

    Ich halte es durchaus für möglich, dass durch ein zu viel an Aufmerksamkeit für den Welpen für die Hündin einen großen Mangel bedeutete, der sich in Frust äußerte, durch welchen sie schlussendlich eine Grenze überschritt, die nicht überschritten werden darf.

    Genau deshalb sollte ein besonderes Augenmerk, eben auch mit zusätzlicher Aufmerksamkeit, auf die bisherigen Familienmitglieder gerichtet werden, damit sie diesen neuen Familienzuwachs auch als Zugewinn und nicht als Konkurrenten empfinden.

    Vermutlich hat die Unerfahrenheit der Halterin dazu geführt, dass die Hündin den Welpen nicht anders als als Konkurrent empfinden konnte; Der Frust über die immer größer werdende Ausgrenzung hat noch das seinige dazu beigetragen.

    Dass die Hündin tatsächlich eine "Einzelprinzessin" ist, die keinen anderen Hund in ihrer Familie duldet, ist eine Vermutung, für die mMn nicht genügend Informationen vorliegen.

    @Cookie00 Hammer! Ich hätte nicht erwartet, dass du diesen Schritt gehst, und dann noch so schnell.

    Dazu gehört Einsicht, sich eine "Niederlage" einzugestehen, Kraft, mit dieser umzugehen und Mut, um jetzt wieder nach Vorne zu sehen.

    So weh das alles tut, gefällt mir, dass du dich jetzt auf June und dich konzentrierst.

    Euch Beiden alles Liebe und Gute für die Zukunft, und dem Welpen ein Zuhause, in welchem er von Allen Zwei- und Vierbeinern willkommen ist und die ihn diesen "schlechten Start" vergessen lassen.

    Du hast jetzt das Bestmögliche getan, damit die Zukunft für den Welpen so werden kann, wie man es sich für jeden Welpen wünscht - und auch das Bestmögliche für deine June.

    Viel Kraft wünsche ich dir, und dass auch du dieses Erlebnis möglichst schnell verarbeiten kannst.

    Ich habe heute, nach euren Antworten mit der Züchterin geplaudert. Sie meint, dass ich den beiden noch Zeit geben soll und hat mir die Nummer von einem erfahrenen Trainer gegeben. Mal sehen was man da noch machen kann.

    Ehrlich gesagt verstehe ich den Züchter nicht.

    Er gibt bedenkenlos einen Welpen in die Hände einer Ersthundehalterin mit einer Junghündin, erfährt dass sein Welpe dort gebissen wurde - und ist nicht mit fliegenden Fahnen zu dir geeilt um den Welpen zurück zu holen, um für ihn ein geeigneteres Zuhause zu suchen?

    Deine Hündin hat eine Grenze überschritten, die ich äußerst fatal finde: Sie hat ihre Zähne beschädigend eingesetzt, einem völlig schutz- und wehrlosen Lebewesen gegenüber.

    Das ist ein No-Go innerhalb eines Familienverbandes.

    Sorry für die jetzt folgenden harten Worte, aber: Dir fehlt das Gespür dafür, Riot für June als Zugewinn eurer engen Gemeinschaft empfinden zu lassen, und hast ihn statt dessen als Konkurrenten präsentiert - so sehr, dass sie die Grenze vom einfachen Grenzen setzen zum Beschädigen überschritten hat.

    Das lässt sich bei June nicht mehr ändern - und für den Welpen ist das ein traumatisches Erlebnis, welches nur in kundigen, liebevollen Händen vielleicht wieder eingerenkt werden kann - die Betonung liegt auf "vielleicht", denn ein solches Erlebnis in diesem Alter hat mit Sicherheit lebenslange Auswirkungen.

    Bitte tu dem Welpen, aber auch June den Gefallen, und gebe ihn sofort wieder zurück zum Züchter ... wenn er diesen wieder zurück nimmt....

    Ansonsten scheinst du ja die Möglichkeit zu haben, ihn woanders (in eine Familie) hingeben zu können - tu das, aber nicht mit dem Ziel, ihn "irgendwann wieder zurückzuholen", sondern um von dort aus, eine für ihn passende Familie zu suchen.

    .............

    Momentan schließt du June noch mehr aus (und bekommst es nicht mit, weil du meinst, nur so den Welpen schützen zu können), und auch ein Trainer kann dir nicht dazu verhelfen, von jetzt auf gleich so viel Wissen und Voraussicht zu entwickeln wie es bedarf, um sowohl June als auch den Welpen sicher zu einem Familienverband zusammen wachsen zu lassen, in dem die Grundlage von freundlicher Zuwendung und gegenseitigem Respekt vorherrscht.

    Auch wenn meine harten Worte es jetzt nicht vermuten lassen - du tust mir wirklich leid.

    Ich glaube, es verhärtet sich wieder...

    Das hier:

    Es geht um die Anspruchshaltung, dass jemand, der keinen Kontakt haben möchte, doch bitte woanders hingehen soll.

    ist wieder so "absolut" gemeint, dass es auf jegliche Umfeldbedingungen übertragen wird.

    Mal als Beispiel eine Situation, fernab vom Freilauf:

    Das Siegfriedspektakel in Xanten darf grundsätzlich mit Hund (an der Leine) besucht werden.

    Grundsätzlich darf da also jede/r mit Hund hin.

    Grundsätzlich, eben aufgrund der Umfeldbedingungen, die neben dem Spektakellärm auch viel Enge, mit vielen Menschen auf engem Raum, und eben auch anderen Hunden auf dieser Enge, können, sollen und dürfen alle anderen Unbeteiligten davon ausgehen, dass der mitgenommene Hund mit diesen Bedingungen klarkommt.

    Mal ganz abgesehen von den armen Socken, die da mit eingeklemmter Rute rumlaufen, und denen nur selber Schaden zugefügt wird weil ihnen diese Umfeldbedingungen zugemutet werden obwohl sie damit nicht klarkommen, die aber niemand anderem Schaden zufügen, dürfen alle Anwesenden sich darauf verlassen, dass der mitgeführte Hund niemandem Schaden zufügt - selbst dann nicht, wenn er mal aufgrund der Enge berührt wird, egal ob zufällig oder absichtlich.

    Natürlich kann jetzt jemand mit Hund auf seinem Recht beharren, dort mit ihm sein zu dürfen, weil das Mitführen von Hunden ja grundsätzlich erlaubt ist - und dann eben auch darauf beharren, dass ja niemand seinem Hund so nahe kommt, dass dieser sich in seiner Individualdistanz gestört fühlt, und diese Störung mit 42 Argumenten quittiert.

    Nur ist er damit im Unrecht - denn die dortigen Umfeldbedingungen geben eben vor, dass dieses Bedürfnis auf Individualdistanz nicht erfüllt werden KANN.

    Da haben alle anderen Besucher das Recht zu sagen: "Dann geh mit deinem Hund woanders!"

    Für diese Menschen wiederum ist das natürlich fein, dass sie sich mit ihrer Ellenbogenmentalität ein Gebiet erschaffen haben, in denen sie ihre Bedürfnisse frei von Rücksicht auf Andere ausüben können.

    Genau das glaube ich für einige Bereiche eben nicht.

    Es gibt Bereiche, die explizit für Erholungssuchende mit frei laufendem Hund geschaffen sind.

    Da muss jede/r Andere - ob mit oder ohne Hund, ob joggend oder fahrradfahrend - damit klarkommen, frei laufenden Hunden zu begegnen, und das berücksichtigen bei seiner Aktivität.

    (Anmerkung: Das ist nirgendwo ein Freifahrtschein für unbegrenzte Belästigung; Gewisse Rücksichtsregeln für den Freilauf gibt es auch an solchen Orten)

    Das sind Orte, die Freilauf ermöglichen auch für den noch nicht perfekt zu kontrollierenden Hund, weil die Fehlertoleranz dort größer sein darf - aber eben auch nur deshalb, weil man dort bei "Fehlern" keinen Schaden befürchten muss.

    Da kann man dann auch mal mit dem manchmal doch noch verhaltensoriginell agierenden Jungspund laufen, sich erlauben, eben nicht immer reglementierend agieren zu müssen ... und einfach auch mal die Seele baumeln lassen - nicht nur die eigene, sondern auch die des Hundes.

    Diese Orte sind nicht etwa "geschaffen" durch die "Ellenbogenmentalität der Hundehalter, die ihre Hunde sich völlig frei (=unerzogen) entfalten lassen" - sie werden nur verstärkt besucht durch Hundehalter dieser Mentalität ... und sind dort genauso unerwünscht wie Halter von Hunden, die mit diesen Umfeldbedingungen dort nicht klarkommen.

    Allerdings glaube ich schon - obwohl ich solche Gebiete selber bisher nicht kennengelernt habe - dass es durchaus Bereiche gibt, die von solchen Ellenbogen-Tutnixundtundochwas-Haltern "erobert" und zu deren freien Entfaltungsraum umfunktioniert wurden - zum Leidwesen aller anderen Hundehalter (und hundelosen Beteiligten). Schlimm, sowas.

    Jede/r einzelne Hundehalter muss für den eigenen Hund und sich überlegen, welche Umfeldbedingungen Voraussetzung sind um die benötigte Rücksichtnahme zu bekommen, ohne von anderen Unbeteiligten eine über das übliche Maß hinausgehende Rücksichtnahme zu verlangen.

    Ich z. B. fahre Sonntag mittags mit meinen Hunden nicht mehr den direkt an einem Ausflugslokal gelegenen Waldparkplatz an, weil zu dieser Zeit dort im Umfeld von 1km sehr viele Hundehalter mit angeleinten Hunden laufen (obwohl dort Freilauf erlaubt ist), die aus unterschiedlichen Gründen entweder keinen Kontakt wollen, oder einen Kontakt an der Leine wollen ( :shocked: - Leinengewusel :shocked: - kann ich ÜBERHAUPT NICHT AB!!!!), und ich schon schweißgebadet bin und alle meine Löffelchen aufhabe, wenn ich mich mit meinen freundlichen Hunden da durchgearbeitet habe ....

    Da fahre ich lieber 3km weiter an einen Parkplatz, der nicht so beliebt als Startpunkt ist, und wo ich zumeist von Beginn an entspannten Freilauf habe - für mich und meine Jungs.

    Ich finde es schade, dass die Fronten sich hier jetzt so dermaßen verhärten.

    Eigentlich war hier doch eine rege Diskussion im Gange, bei der viele interessante Aspekte aufkamen, wie z. B. dass

    - hinsichtlich der 100% doch unterschiedliche Differenzierungen da sind

    - es eine "Fehlertoleranz" zu geben scheint, wie den Jungspund, der unbeabsichtigterweise doch mal wegflutscht, was unterschiedlich einkalkuliert werden kann; oder den "wegflutschenden" Welpen, der dann vom anderen Hundehalter eingesammelt und zum entsetzten Besitzer zurück gebracht wird, BEVOR er Schaden erleidet

    - viele sich nicht an irgendwelchen "100%" orientieren, sondern an ihren Möglichkeiten, und da eben darauf achten, mit Rücksicht und Umsicht Schaden zu vermeiden

    Einzig diese Aussage:

    Überein Stimme ich natürlich damit das sowas gar nicht geht wenn der Hund nicht verträglich ist.

    möchte ich noch ergänzen:

    "Unverträglich" bringt rein vom Wortinhalt her immer auf eine bestimmte Verhaltensschiene.

    Ich persönlich halte auch solche Hunde für "unverträglich", die zwar ohne Beschädigungsabsicht, aber dennoch völlig unkontrolliert in andere "Reinbomben", also in irgendeiner Form taktil werden (wie z. B. An- oder gar Umrempeln, oder mit der Pfote auf einen zarten Rücken tatschen usw.).

    Das ist genauso "unverträglich" wie ein artgenossenaggressiver Hund - und gehört genauso gesichert wie ein solcher.

    Meine Meinung.