Beiträge von Hundundmehr

    Meldepflicht (zur Hundesteuer), mit der Pflicht zur Abmeldung bei Abgabe mit Angabe der neuen Besitzer haben wir doch schon, wenn auch nicht zentral für das ganze Bundesgebiet.

    Es gibt aber kein Zentralregister, und somit auch nicht die Möglichkeit einer bundesweiten Kontrolle.

    Du bekommst ja selbst gechipte Hunde nicht zugeordnet, wenn diese nicht bei einem freiwilligen Melderegister (wie Tasso z. B.) gemeldet wurden.

    Was eine solche Pflicht in den Köpfen der Menschen verändern würde: Dass die An- und Abschaffung eines Hundes nicht mehr so leicht zu handhaben wäre wie der Kauf eines Blumenkohls im Supermarkt.

    Wie gesagt - ein erster Schritt.

    Edit: Für Umgehungen dieser Verpflichtung gehört dann schon wieder eine Portion krimineller Motivation. Sicher nicht für Alle, aber eben doch für den weitaus überwiegenden Teil an Hundehaltern eine Hemmschwelle, die sie nicht überschreiten.

    Ich halte ja bekannterweise nicht allzu viel von solchen hochgradigen Spezialisten in Privathand, im Sinne von "nicht an der Herde".


    Aber grundsätzlich ist ein Zwinger (wenn das Wort Zwinger im Artikel korrekt verwendet wird) ja so ziemlich die sicherste Aufbewahrungsvariante für einen Hund.

    Klar ist ein Zwinger, der den entsprechenden tierschutzrechtlichen Vorgaben entspricht, die sicherste Variante.

    Ich muss aber bei jeglicher Erwähnung von Kangalhaltung IMMER an deine Hunde denken - denn diese haben, neben einem Menschen der weiß, welche Hunde er da hat, und was diese Hunde brauchen, eben genau das, was sie rassebedingt brauchen: Ein großer Areal, in dem sie sich frei bewegen und wachen können, und entsprechende "Sozialpartner", bei denen sie ihre Aufgabe des Schützens auch leben dürfen, UND einen entsprechenden Familienanschluss an den Menschen.

    Sie dürfen leben, was sie sind: Hochsoziale und hochkompetente (Be-)Schützer.

    Für mein Empfinden (und meine Kenntnisse) sind gerade Herdenschutzhunde noch sehr ursprünglich in ihrem Gebrauch gezogene Rassehunde, die einer sehr speziellen Haltung bedürfen, um das leben zu können, wozu sie gezüchtet wurden.

    In einem Zwinger werden diese Bedürfnisse nullkommanull erfüllt.

    Ja, da frage ich mich, wieso jemand gleich 3 solcher Hunde hat, die zur sicheren Verwahrung eines Zwingers bedürfen...

    Ganz eventuell, in absoluten Ausnahmefällen...

    ... sind diese Hunde ja normalerweise tatsächlich an einem anderen Ort 24/7 rassegerecht mit den entsprechenden Voraussetzungen ausgelastet, und nur "ab und zu" in besonderen Ausnahmesituationen stundenweise in für diese Fälle eingerichteten Zwinger "sicher verwahrt" - was aber eben leider, meinen anekdotischen Erfahrungen nach, nur in den allerseltensten Fällen vorkommen könnte (könnte! Bisher habe ich selber noch nie davon erfahren, was dies Möglichkeit nicht ausschließt, weshalb ich sie erwähne ... als Möglichkeit).

    Usus ist doch bei vielen Herdenschutzhunden eine Haltung außerhalb ihrer rassetypischen Veranlagung - weil es doch "schick" ist, einen solchen Herdenschutzhund zu halten.

    Klar gibt es auch hier Ausnahmen - Hundehalter, die z. B. einen solchen Hund als Notfall aufgenommen haben, und ihn auch sehr kundig führen (können), ohne ihm eine rassetypische Auslastung geben zu können.

    Gibt es - ist aber eben leider, auch meiner Erfahrung nach, die Ausnahme.

    Weshalb mir grundsätzlich bei "Herdenschutzhund in Zwingerhaltung" die Galle hochkommt.

    Drei entlaufene Kangals töten einen Yorkie, für den zweiten dürfte es wohl auch keine Hoffnung mehr geben:

    https://www.rosenheim24.de/bayern/neustad…t-92464329.html

    HSH die im Zwinger gehalten werden ...

    Warum "darf" so was?

    Im Übrigen - auch hinsichtlich der gesamten Diskussion um Euthanasierung "gefährlicher Hunde" - wäre der erste Schritt eine Kennzeichnungspflicht für ALLE Hunde, mit einer zentralen Datenbank, und - ähnlich wie bei meldepflichtigen Fahrzeugen - eine Meldepflicht bei Halterwechsel.

    Ja, es ist überaus schwierig die Botschaft zu vermitteln:

    "Dieser Wolf ist und bleibt ein Wildtier, was hier durch sorgfältige Aufzucht, Gewöhnung und Sicherung ermöglicht wird, vermindert nicht den Fakt, dass ein Wolf nicht zu zähmen ist."

    Aber welches Gegengewicht könnte denn sinnvoll sein zu den medial verbreiteten reißerischen "Berichten" und Meinungen zum Thema Wolf?

    :denker:

    Wenn ich diesen Vorfall "übertrage" auf die Thematik "gefährlicher Hund", dann sehe ich hier durchaus den Aspekt "Aufsichtspflicht der Eltern" in Bezug auf Kontakte von Kindern zu Hunden, nicht nur fremden, sondern auch bekannten oder gar eigenen Hunden.

    Natürlich ist dieser Gedanke sehr zweischneidig, wie so ziemlich alles im Leben.

    Ich stehe auch zoologischen Anlagen sehr kritisch gegenüber.

    Eine Seite der Medaille ist eben aber (Achtung: Genauso klischeehaft gemeint wie mein Bild des Rotkäppchen-Märchens), dass viele Kinder mit dem Bild aufwachsen: "Milch und Gemüse und Fleisch kommt aus dem Supermarkt."

    Auch hier sehe ich die Verantwortung bei den Eltern, ihren Kindern bei einem Besuch solcher Örtlichkeiten zu vermitteln, dass viele der dortigen Tiere Wildtiere sind, die in Gefangenschaft leben.

    Es ist und bleibt Aufgabe der Eltern, Kinder zu Kritikfähigkeit zu erziehen, ihnen den Weg zu leiten, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

    So ein direkter Kontakt unter kundiger und sicherer Kontrolle würde mich auch faszinieren.

    Möglicherweise hat ein solches Erlebnis ja auch Einfluss auf den Respekt, den ich (und eben andere Menschen auch) gegenüber dem Wolf haben. Den Wolf einerseits als nicht zähmbares Raubtier wahrzunehmen, andererseits aber als Lebewesen, welches eben nicht eine "mordende Bestie" ist, die ausgemerzt werden muss, wäre für mich sicher eine besondere Erfahrung.

    Natürlich hat das auch "Werbecharakter"; Dass solche Wolfstationen "pro Wolf" sind und sich bemühen, den Wolf in einem besseren Licht als im Rotkäppchen-Märchen darzustellen, ist doch völlig normal und auch legitim.

    Dass ich dafür Geld zahle, welches dem Projekt zugute kommt, finde ich dabei ok, zwingt mich ja niemand dazu.

    Nein, ich muss nicht alles antatschen, wenn ich das tun wollen würde, hole ich mich zuvor die notwendige Erlaubnis.

    Was mich wirklich wundert ist die scheinbare Selbstverständlichkeit, mit der hier Mitverantwortung des Veranstalters für die Aufsichtspflicht gegenüber dem Kind angenommen wird.

    Evtl. liegt das an den Erfahrungen in meiner beruflichen Bubble, aber mittlerweile scheint es gängiger Usus zu sein, dass das jeweilige Umfeld Verantwortlichkeiten zu übernehmen hat, die eigentlich alleine in die Verantwortlichkeit der Eltern fallen.

    Ganz ehrlich - wo ist denn das Problem, sein eigenes Kind so zu sichern, dass es den erforderlichen Sicherheitsabstand einhält?

    Die Daten der angefahrenen Übergabeplätze sind auch vorhanden

    Ja - wenn es seriös läuft.

    Seriöse Vereine machen z. B. Traces.

    Es ging um die Aussage, die Verbringung aller Hunde könnte über Traces nachvollzogen werden, und das trifft eben nicht zu.

    Nur für die Hunde, die auch über Traces verbracht werden.

    Es gibt zuhauf Meldungen über beschlagnahmte Hunde (und Katzen-) Transporte, weil die entsprechenden Papiere nicht vorhanden waren, bei einigen steht in den Meldungen, ein Teil der Tiere hätte keine Papiere.

    Wie hier schon angemerkt wurde, verfügen die entsprechenden Ämter überhaupt nicht über die Kapazitäten, um jegliche Transporte zu kontrollieren; Was über Stichproben dann rausgefunden wird, ist doch nur ein sehr geringer Teil der tatsächlich stattfindenden Transporte.

    Genau darauf wird doch von unseriösen Gruppierungen gebaut - das Kontrollnetz ist einfach zu großmaschig.