Beiträge von Hundundmehr

    Das ganze Training scheint sich doch auszuzahlen 😃


    Gut, war jetzt kein Reh, das vor seiner Nase weggesprungen ist, aber trotzdem.

    Ja, das zahlt sich aus!

    Um Erfolge zu verbuchen auf dem Weg zum nicht-mehr-impulsgesteuerten, sondern denkenden und erlerntes Verhalten zeigenden Hund bedarf es nicht des Supergaus eines direkt vor der Nase des Hundes plötzlich vorbeispringenden Rehs, sondern vieler kleiner (und manchmal auch größerer) positiver Impuls-Kontrollsituationen.

    Mir hat das mal jemand bildhaft so erklärt: Wenn wir anfangen zu trainieren, machen wir erst mal einen kleinen Trampelpfad, der durch kleine Erfolge zu einem kleinen Weg, dann immer breiter und fester wird - bis er eine Autobahnspur ist, bei der es nur noch eine Richtung gibt.

    Wichtig dabei ist, jegliche unerwünschten Jagderfolge zu verhindern (und sei es durch die Schlepp - oder eben auch die kurze Leine in Bereichen, wo man weiß: Hier wird der Hund unzuverlässig) - weil jeder dieser unerwünschten Erfolge des Hundes den Pfad wieder zuwuchern lässt.

    Super, wieviel Theo schon gelernt hat, weiter so :bindafür:

    Klar kannst du auch mit Handycap einen Hund halten.

    Mir tut dieser doppelte Schicksalsschlag für dich sehr leid, und ich finde es bewundernswert wie du für dich wieder zurück ins Leben gefunden hast :bussi:

    Deine Hundeauswahl finde ich schon mal gut überlegt, persönlich gefällt mir da der Golden Retriever besonders gut - weil ich dieser Rasse selber vor 24 Jahren "verfallen" bin, und sie gut geeignet finde.

    Es gibt allerdings eine "Einschränkung" - die keine sein muss, wenn du dir vorstellen kannst, einen Golden jagdlich auszubilden.

    Heißt in deinem Fall: Du solltest Spaß an einem vernünftigen Apportiertraining haben, und dich im Vorfeld (evtl. gemeinsam mit dem Züchter) darum kümmern, wo eine solche (ersatz-)jagdliche Ausbildung gemeinsam mit dir und deinem Hund möglich ist.

    Wenn dein soziales Netzwerk auch eine längere Betreuung - also auch mal für mehrere Tage/Wochen - übernehmen kann, wäre das sehr sinnvoll.

    Ansonsten würde ich für diesen Fall beizeiten eine gute Hundepension suchen, die der Hund auch schon kennenlernen darf.

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei der Suche nach einem geeigneten Hund, und bin mir sicher: Ihr werdet beide eine tolles Leben zusammen haben :bussi:

    P.S.: Ich bin mir sehr sicher, du stellst dir das nicht "zu leicht" vor.

    Viele problemspezifische "Hindernisse" treten aber gar nicht erst auf, wenn schon vorher nach entsprechenden Lösungen gesucht wird.

    Dabei können dir sicher hier in dieser Gemeinschaft einige Tipps und Hinweise gegeben werden, weshalb ich persönlich mich freuen würde, wenn du uns hier "auf dem Laufenden" halten würdest.

    LG Moni

    Aufwändiger Rettungseinsatz für Französische Bulldogge im Stau auf der Autobahn

    Für die, die es nicht lesen können:

    Die Tierrettung Essen wurde am Sonntag per Polizeieskorte begleitet zu einem im Stau stehenden PKW, in dem eine anderthalb Jahre alte Französische Bulldogge trotz Klimaanlage überhitzte und kollabierte.

    Dank telefonischer Anweisung für Ersthilfemaßnahmen (Pfoten kühlen) bis zum Eintreffen der Tierrettung, der schnellen Ersthilfemaßnahmen vor Ort und der - dank Polizeieskorte - schnellen Übergabe an das Kleintierzentrum Duisburg Asterlagen konnte die Französische Bulldogge gerettet werden.

    Desweiteren wurden diesem Beitrag noch Tipps hinzugefügt für den Transport von Tieren im Auto bei diesen Temperaturen:

    Oftmals gelangt die Kühlung einer Klimaanlage nicht ausreichend bis in den hinteren Bereich eines Fahrzeuges, weshalb dringend angeraten ist, ausreichend Wasser mitzuführen, und ausreichend oft Pausen einzulegen.

    Keinesfalls sollte einem überhitzten Hund Wasser über den Körper geschüttet oder ein nasses Handtuch auf den Rücken gelegt werden, weil dies die Symptome bei einer Überhitzung noch zusätzlich verschlimmert.

    Hilfreich für gerade längere Fahrten kann eine Kühlmatte für den Transport sein.

    Ein weiterer Hinweis: Gerade in Stoffboxen staut sich die Hitze besonders stark.

    Ich glaube auch, dass man tatsächlich mehr dadurch bewegt, wenn man im Gespräch bleibt.

    Ja, das finde ich prinzipiell auch.

    Ist nur leider unmöglich, überhaupt ein Gespräch zu führen, wenn du auf eine Panzerwand aus Ignoranz triffst.

    Tierärzte haben noch mal eine andere Position dem Patientenbesitzer gegenüber, als ich als normale Hundehalterin einem anderen Hundehalter gegenüber habe.

    Ich finde schon, dass ich "meinen" Teil zur Änderung eben nur dadurch beitragen kann, indem ich im Gespräch mit Hundehaltern dieser Rassen auch deutlich auf die Problematik der Rasse, und im Besonderen auf die Problematik des jeweiligen Hundes eingehe.

    Tatsächlich finden sich dort mittlerweile einige Halter/innen, die um die Probleme ihres Hundes wissen, sie nicht ignorieren, und es für fatal halten, was da "gezüchtet" wird.

    Das sind auch oft diejenigen, die sagen: "Noch mal holen wir uns diese Rasse nicht.", oder: "Wenn überhaupt noch mal diese Rasse ins Haus kommt, dann nur aus dem Tierschutz.".

    Es gibt aber tatsächlich immer noch viele, viel zu viele, Menschen, die völlig blind gegenüber diesen Problematiken sind - und auch nicht sehen wollen.

    Sieht man ja an den vielen "Ooooh :cuinlove: " und " :herzen1: wie süß :herzen1: ", die viele dieser Hunde, oft trotz deutlich hör- und sichtbarer gesundheitlicher Einschränkungen, im Social Network bekommen.

    Ich glaube, mit Diplomatie ist hier das Zurückstecken der eigenen Emotionen zum Wohle des Tieres gemeint.

    Zum Einen gibt es ja den Berufsethos, der das Helfen/Behandeln des Tieres in den Vordergrund stellt.

    Daneben steht das Wissen, viele Halter solcher Hunde eben auch durch Fakten nicht wachrütteln zu können.

    Es hilft dem Tier auch absolut nicht, einen Disput mit dessen Halter anzufangen - das raubt Zeit, und hat im Endeffekt nur das Ergebnis, dass der Halter schimpfend die Praxis verlässt, sich dort nie wieder blicken lässt (weil es genügend andere Tierärzte gibt), und schlechte Kritiken verbreitet.

    Deshalb ja auch meine ernstgemeinte Frage an corrier , die sich ja wirklich intensiv mit den Problematiken der brachycephalen Rassen auskennt, wie sie es schafft sich solche ignoranten Antworten anzuhören.

    Und diese armen Kreaturen kämpfen um ihr Leben, ohne das sie eins haben.

    Doch, sie haben ja ein Leben - so wie auch Menschen, die mit einem Handycap geboren werden.

    Sie kennen es nicht anders und leben damit.

    Der Unterschied liegt eben darin, dass ein Handycap von Menschen als solches erkannt wird, während viele Halter von Hunden mit brachycephalen Beeinträchtigungen diese gar nicht als Handycap wahrnehmen, sondern sogar leugnen.

    Standardantwort auf den Hinweis von Atemgeräuschen: "Ach - das ist bei dieser Rasse normal, das gehört dazu und hat gar nichts zu bedeuten!"

    Da wird ignoriert, dass eine normale, gesunde Atmung geräuschlos ist, und jegliches Atemgeräusch ein Kennzeichen für eine beeinträchtigte Atmung - und damit verbundenen Einschränkungen für den Organismus gesamt - ist.

    "Nein! Mein Hund bekommt genug Luft!!!!"

    Ja - für ein Leben mit Handycap ... welches gewollt ist, weil Menschen genau diese Handycapmerkmale "so süß" finden ...

    :kotz:

    Besitzer: "Doch! Der bekommt Luft! Der ist faul."

    Kannst du dann noch ruhig bleiben?

    :streichel:

    Ich persönlich habe mich entschieden, bei Zufallsgesprächen mit Haltern solcher armen Hunde dann bewusst zu "explodieren".

    Ich schaffe es, ohne die Stimme zu erheben diesen Menschen einfach vor den Kopf zu knallen: "Sich dermaßen ignorant den hörbaren Atemproblemen Ihres Hundes zu verhalten, macht Sie zum Tierquäler."

    Dann lasse ich sie einfach stehen: "Schönen Tag noch!" - und weg.

    Ich habe das Gefühl, das jeweilige Kopfkino einiger Menschen hier spult sich gerade so enorm auf, dass es zu immer härteren Fronten kommt.

    Ist das nötig? :denker:

    Im vorliegenden Fall hätte ich außerordentliche Bedenken, wenn der Welpe den ganzen Tag über mehrfach solche völlig irren Attacken hätte.

    Hat er aber nicht.

    Es ist "die eine Phase am Abend" - und ja, die scheint in diesem Fall sehr extrem zu sein, da hat der TS auch Fehler gemacht, die er aber auch eingesehen hat.

    Ansonsten hatte er ja schon mehrfach täglich moderatere Situationen, die er dank einiger Tipps hier schon mit dem gewünschten Erfolg deutlich besser lösen konnte.

    Dass dieser völlig extreme, irre Zoomie dann aber direkt weg ist, kann doch nicht erwartet werden?

    Feste Schuhe - oh ja!

    Möglicherweise hast du wirklich einen Welpen erwischt, der in dieser Phase extremst ungehemmt agiert.

    Gerade da finde ich wichtig, selber völlig ruhig zu bleiben.

    Evtl. würde ich mir neben festen Schuhen auch feste Handschuhe anziehen/besorgen, für diesen extremsten aller Momente - denn wenn du ihn dann nimmst, und er hackt dir die spitzen Vampirzähne in die zarte Haut der Hände, ist es auch um deine Ruhe geschehen.

    ................

    Oft wird gesagt: Ein Hund würde den Welpen in dieser Phase maßregeln, und das auch sehr vehement.

    Das wird dann oftmals als Legitimation für den Einsatz von Gewalt genommen.

    Wir sind aber kein Hund, und können nicht hündisch-klar agieren.

    Wir haben aber etwas viel stärkeres: Unseren Verstand.

    Der bietet Lösungen an, unsere Macht auszuspielen, ohne rabiat-hündisch reagieren zu müssen.

    Du hast die Macht, dich zu entziehen - das können andere Hunde in dieser Situation eben nicht.

    Das gilt für diese extreme Situation.

    Du hast ja schon selber festgestellt, dass du in anderen Situationen, wo er zwar aufgedreht, aber nicht überdreht ist, durchaus lernfähig ist, z. B. für die Beißhemmung mittels der Umlenkung eines weichen Spielzeugs.

    In diesen Situationen lehrst und erziehst du, und bringst deinem Hund deine Regeln des Miteinanders nahe.

    Sei bitte etwas gleichmütiger deinem Welpen UND dir gegenüber.

    Es gibt keinen Knopf, auf den du drücken musst, damit der Welpe so und so reagiert.

    Ich bin mir sicher, das weißt du auch; Ich bringe es nur noch mal in Erinnerung, weil ich dich auf etwas hinweisen möchte, was dir gestern in den irren 45 Minuten einfach entfallen ist:

    Du hast einige Tipps umgesetzt, Kleinigkeiten, die aber schon erstaunliche Ergebnisse gezeigt haben.

    Damit weißt du, du bist auf dem richtigen Weg.

    Der Kleine ist heute den 4. Tag bei dir.

    Die radikale Trennung von seiner bis dahin bekannten Welt (beim Züchter, mit Mutter und Geschwistern) ist erst kurz her, das ist Trennungsstress.

    Er lernt bei dir eine völlig neue Welt kennen, muss sich erst mal vertraut machen, und wird von ALLEM überrollt, weil er einfach noch keine Erfahrung hat, haben kann - denn dazu ist er einfach noch zu klein. Das ist Umstellungsstress.

    Dazu kommt noch der Stress aller Dinge, die er neu kennenlernt.

    Das ist eine ganze Menge Stress, mit der dieser kleine, noch völlig ungeübte Organismus des Welpen umzugehen hat.

    Dabei unterscheidet der Organismus nicht zwischen positivem und negativem Stress - Stress ist Stress, und muss verarbeitet werden.

    Gerade die ersten Tage ist es schwierig bis unmöglich, eine ausgewogene Balance zwischen Über- und Unterforderung zu finden, weil es eben auch davon abhängig ist, wie der Organismus des jeweiligen Welpen alle Eindrücke verarbeitet.

    Du machst dir ja sehr viele Gedanken, gestaltest umsichtig den Tag, und ich nehme dich als sehr reflektierend wahr.

    Mache dir also keinen zu großen Kopp um diese irre Phase - die kannst du nicht "abstellen", sie muss sich von selber "regulieren".

    Was du dafür tun kannst: Der Fels in der Brandung sein für den Welpen. Sei ruhig, sei nachsichtig, betrachte diese Phase mit einem Lächeln, und handel mit einem Lächeln - denn der Welpe kann nichts dafür, dass er erst mal lernen muss, mit Stress umzugehen, und auch du musst dich ja erst einmal mit ihm vertraut machen.

    Genau dieses liebevolle Vertrauen ist ein ganz wichtiger Faktor für den Welpen, der ihm hilft hormonell nicht mehr so unkontrolliert durchgeschüttelt zu werden.

    Der Welpe gewinnt mit jedem weiteren Tag, den er bei dir ist, mehr Vertrauen in dich.

    Mit jedem Tag weicht der Trennungs- und Umstellungsstress mehr der Erkenntnis, in welch eine tolle, neue, spannende, freundliche Welt er jetzt gekommen ist, welchen tollen Freund und Partner er da jetzt mit diesem Zweibeiner bekommen hat - denn dafür sorgst du!

    Bekommt er also dieses irre Zoomie wieder in den Abendstunden - lächle, schau dir das ein paar Sekunden an, und geleite ihn dann in den Garten.

    Deponiere mal sicherheitshalber vorher einen Karton im Garten, für den Fall dass dein Welpe seine Zähne einsetzen MUSS, weil seine Hormone ihm keine andere Wahl lassen... :pfeif:

    Ja, habe ich.

    Diese gerade in den Abendstunden ablaufenden völlig irren "5 Minuten" hatte ich auch - aber ich habe vergessen, wie oft das war, und wann es aufhörte ... und auch, ob ich dabei Blessuren davongetragen habe oder nicht.

    In diesen völlig irren Momenten will der Welpe dir gar nichts sagen - er ist einfach seinem Hormonchaos ausgeliefert, und wenn er nichts findet, wo er sich "abreagieren" kann, reagiert er sich bei sich selbst ab.

    Letzteres würde mich genauso erschrecken wie es dich erschreckt.

    Was kann man da tun?

    Ist das möglicherweise vergleichbar mit den Trotzanfällen, die Kleinkinder in der Trotzphase durchmachen?

    Ich habe bei diesen "irren Minuten" einfach geschaut, dass der Welpe nicht sich und/der andere verletzt, in Sicherheit gebracht was gesichert werden musste.

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    Ich habe etliche Jahre lang Kindertanz an Grundschulen gemacht.

    Es gab Tage, wo die Kinder einfach so durch den Wind waren, dass sie durch nichts ansprechbar und völlig chaotisch waren.

    Ich habe dann ein Bewegungsspiel gemacht, wo die Kinder sich so richtig austoben konnten, bis uns allen (auch mir) die Zunge bis auf den Boden hing.

    Das musste einfach irgendwie raus, und ich habe dann auf jegliche Möglichkeit geachtet, die mir Gelegenheit gab, so langsam "die Fäden aufzunehmen" und etwas Ordnung ins Chaos zu bringen.

    Als spontane Idee: Gar nicht aktiv versuchen, Ruhe reinzubringen, sondern selber mit einer Aktion anfangen, in die der Welpe dann einsteigen kann - also z. B. eine Zeitung oder auch auch einen Karton nehmen, und selber mit viel Aktion (und Geräuschen?) zerfetzen.

    Also versuchen, ihn so umzulenken, dass er nicht in deine oder seine Gliedmaßen reinhackt, sondern in eine Ersatzsache, wo er sich austoben kann, bis die Hormone wieder so langsam zur Ruhe kommen.

    Nur mal als Idee :denker: