Korrigere mich... Ich bin der Meinung, dass Tierheime von der öffentlichen Hand finanziert werden sollten, um inländische Tierschutz-Aufgaben zu übernehmen.
Dazu gehört auch, Abgabehunde zu versorgen (ie Abgabegebühr reicht ja nicht), damit die nicht ausgesetzt werden o.ä. ,
Fundhunde aufnahmen, Beschlagnahmungen etc.,
Langzeitinsassen versorgen.
Den Markt mit Hunden zu bedienen und ein Angebot an anfängertauglichen, freundlichen Hunden vorzuhalten, gehört für mich NICHT zu den Aufgaben des Tierschutzes.
Vielleicht lesen all die Kritiker des im Zitat aufgeführten Beitrages noch mal genau nach, was da tatsächlich steht:
Im von mir blau markierten Teil werden die inländischen Tierschutzaufgaben aufgeführt, die dann den Inlandtierschutz betrifft, also die Hunde die tatsächlich im Inland sind. Mit Sicherheit sind Fund - und beschlagnahmte Hunde nicht allesamt im Inland produziert, da dürfte ein Teil sicher auch aus nicht-inländischen Quellen stammen.
Sie sind aber hier, und keinem Besitzer zuzuordnen, und müssen dennoch versorgt werden.
Statt dies über Spenden zu gewährleisten, soll diese finanzielle Absicherung vom Staat übernommen werden.
Eine solche finanzielle Absicherung eröffnet auch die Option, mehr qualifiziertes Personal in Festanstellung einzustellen, was zu einer Verbesserung der Bedingungen in den Tierheimen auch für die dort untergebrachten Tiere bedeuten würde.
Im von mir grün markierten Teil wird aufgeführt, den Import von ausländischen Tierschutzhunden in privater Hand zu lassen, und nicht diese Aufgabe, und damit auch die finanzielle Last, dem Staat - und damit eben auch der Gesamtheit der Steuerzahler - aufzubürden.
Damit verbunden werden soll dann allerdings auch die lebenslange Verpflichtung der finanziellen Versorgung der durch private Hand importierten Hunde - also eine Verpflichtung für die jeweiligen Tierschutzorganisationen, für eine Versorgung der Hunde einzustehen, wenn eine Adoption gescheitert ist.
Es passiert einfach viel zu oft, dass nach der Vermittlung von Hunden seitens der Tierschutzvereine zwar manchmal noch Versprechungen, aber keine Taten kommen.
Die Straßenhundproblematik der Länder mit Straßenhunden lässt sich nicht durch den Import ebendieser Hunde lösen.
Zumindest im europäischen Raum lässt sich das nur auf europäischer Basis lösen.
Was ein Zukunftstraum ist - denn es gibt noch so viele andere Tierschutzthemen, die dringlicher sind, weil Tierschutz eben auch alle Tiere umfasst, nicht nur Hunde.
Doch, es gibt durchaus Tierschutzvereine, die eine ganz hervorragende Arbeit vor Ort leisten, diese hier z. B.:
Tierschutz in Italien (vox.de) (geht über den von Dorothea Friz gegründeten und geleiteten Tierschutzverein Lega pro Animale in Italien)
Meiner Erfahrung nach sind diese Vereine allerdings dünn gesät; der Hauptschwerpunkt vieler Vereine liegt einfach im Verschaffen der Hunde in Länder ohne Straßenhundproblematik.