Beiträge von Hundundmehr

    Ne, Hunde jagen erstmal nur weil sie Beutegreifer sind...

    flying-paws sprach aber vor Allem von Arbeitshunden, also Hunden, die für spezielle Aufgaben selektiert wurden - und da bringt diese spezielle Selektion eine höhere Motivation hervor.

    Ein Hund, der nach 10 Minuten Arbeit keine Motivation mehr für diese hat, ist als Arbeitshund einfach ungeeignet.

    Genauso ein Hund, der nur "arbeitet" wann es ihm in den Kram passt.

    Aber all das hat flying-paws doch auch nirgends geschrieben, was du, Potato da gerade behauptest!

    Die Spezialisierungen der einzelnen Rassen sagen erst einmal aus, dass bestimmte Eigenschaften bei diesen Rassen besonders ausgeprägt genetisch veranlagt sind.

    Solche verstärkt veranlagten genetischen Eigenschaften werden bei der Entwicklung des betreffenden Hundes bevorzugt verwendet - und das geht ohne "Regelung", also einer gut durch den Menschen gesteuerten, überlegten und geregelten Entwicklung des Hundes, eben genau da hin, dass diese spezielle Veranlagung mehr Raum einnimmt, zuungunsten anderer Eigenschaften/Verhaltensweisen.

    Gerade Letztere sind aber für die "Balance" wichtig - sonst gerät der Hund in einen "Spezialistentunnel", und nimmt nichts mehr wahr, was außerhalb dieses Tunnels liegt.

    Ich bin sehr zurückhaltend geworden mit Ersatz anbieten.

    Bezieht sich wohl auf diese Aussage von mir:

    "Welchen Ausgleich hast du für das Unterbundene?"

    Damit meine ich nicht, ein Alternativverhalten für das Unterbundene anzubieten - eben weil damit auch unerwünschte Verhaltensketten ausgelöst werden können - sondern das, was im nachfolgenden Zitat ausgeführt wird:

    Ich fände es aber auch wichtig, nach dem Auslöser zu suchen und dem Hund ein Ventil (passende Mischung aus Entspannung und Auslastung) zu geben, damit er ins Gleichgewicht kommt.

    Würde ich eher Richtung "sie macht das halt leidenschaftlich gerne und nimmt den Job ernst" interpretieren.

    Auf diese Beschreibung kam dann dieser Kommentar:

    Das ist eine schöne Beschreibung eine der Einstiegsstufen von Zwangsverhalten.

    Womit ich konform gehe; Es ist eine Einstiegsstufe, und Momo und Lotte : Du hast da zu Recht ein für dich nicht näher zu definierendes Grumbeln im Bauch, zumindest aus meiner Sicht.

    Aber wenn sie buddelt, dann buddelt sie sich in Rage. Und dann will sie auch nach jedem Abbruch wieder anfangen.

    Eine Passion ist etwas, was man mit Leidenschaft macht.

    Ganz vereinfacht ausgedrückt: flying-paws hat passionierte Hüter, sie hüten mit Leidenschaft; Ich habe passionierte Jäger, die mit Leidenschaft alle jagdlichen Sequenzen ausleben, um die Beute zu bringen.

    Der Unterschied, warum unsere Hunde dies ausleben können, ohne dass eine Zwangshandlung vorliegt, ist in deinem obigen Zitat zu finden: Sie hüten/jagen sich nicht in Rage.

    In Rage geraten heißt, den Kopf völlig ausschalten und nicht mehr von sich aus aufhören können.

    Ist verständlich was ich meine?

    Korrigere mich... Ich bin der Meinung, dass Tierheime von der öffentlichen Hand finanziert werden sollten, um inländische Tierschutz-Aufgaben zu übernehmen.

    Dazu gehört auch, Abgabehunde zu versorgen (ie Abgabegebühr reicht ja nicht), damit die nicht ausgesetzt werden o.ä. ,

    Fundhunde aufnahmen, Beschlagnahmungen etc.,

    Langzeitinsassen versorgen.

    Den Markt mit Hunden zu bedienen und ein Angebot an anfängertauglichen, freundlichen Hunden vorzuhalten, gehört für mich NICHT zu den Aufgaben des Tierschutzes.

    Vielleicht lesen all die Kritiker des im Zitat aufgeführten Beitrages noch mal genau nach, was da tatsächlich steht:

    Im von mir blau markierten Teil werden die inländischen Tierschutzaufgaben aufgeführt, die dann den Inlandtierschutz betrifft, also die Hunde die tatsächlich im Inland sind. Mit Sicherheit sind Fund - und beschlagnahmte Hunde nicht allesamt im Inland produziert, da dürfte ein Teil sicher auch aus nicht-inländischen Quellen stammen.

    Sie sind aber hier, und keinem Besitzer zuzuordnen, und müssen dennoch versorgt werden.

    Statt dies über Spenden zu gewährleisten, soll diese finanzielle Absicherung vom Staat übernommen werden.

    Eine solche finanzielle Absicherung eröffnet auch die Option, mehr qualifiziertes Personal in Festanstellung einzustellen, was zu einer Verbesserung der Bedingungen in den Tierheimen auch für die dort untergebrachten Tiere bedeuten würde.

    Im von mir grün markierten Teil wird aufgeführt, den Import von ausländischen Tierschutzhunden in privater Hand zu lassen, und nicht diese Aufgabe, und damit auch die finanzielle Last, dem Staat - und damit eben auch der Gesamtheit der Steuerzahler - aufzubürden.

    Damit verbunden werden soll dann allerdings auch die lebenslange Verpflichtung der finanziellen Versorgung der durch private Hand importierten Hunde - also eine Verpflichtung für die jeweiligen Tierschutzorganisationen, für eine Versorgung der Hunde einzustehen, wenn eine Adoption gescheitert ist.

    Es passiert einfach viel zu oft, dass nach der Vermittlung von Hunden seitens der Tierschutzvereine zwar manchmal noch Versprechungen, aber keine Taten kommen.

    Die Straßenhundproblematik der Länder mit Straßenhunden lässt sich nicht durch den Import ebendieser Hunde lösen.

    Zumindest im europäischen Raum lässt sich das nur auf europäischer Basis lösen.

    Was ein Zukunftstraum ist - denn es gibt noch so viele andere Tierschutzthemen, die dringlicher sind, weil Tierschutz eben auch alle Tiere umfasst, nicht nur Hunde.

    Doch, es gibt durchaus Tierschutzvereine, die eine ganz hervorragende Arbeit vor Ort leisten, diese hier z. B.:

    Tierschutz in Italien (vox.de) (geht über den von Dorothea Friz gegründeten und geleiteten Tierschutzverein Lega pro Animale in Italien)

    Meiner Erfahrung nach sind diese Vereine allerdings dünn gesät; der Hauptschwerpunkt vieler Vereine liegt einfach im Verschaffen der Hunde in Länder ohne Straßenhundproblematik.

    Wie wäre der Vorschlag, dass Eltern so lange sie Leben, für den Aufenthalt von Psychiatrie Kosten aufkommen, die ihre Kinder möglicherweise verursachen. Wäre eine starke Entlastung der Kassen. Hätten sie sich Mal Mühe gegeben, ihr Kind ordentlich zu erziehen.

    Der Vergleich hinkt aber:

    Psychatriekosten werden vom auf dem Solidarprinzip aufgebauten Gesundheitssystem getragen.

    Dazu kommt der Fakt, dass auch psychisch erkrankte Kinder irgendwann vor dem Gesetz als Erwachsene zählen, und damit nicht mehr der Fürsorge und Verpflichtung der Eltern unterliegen.