Die Regeln unseres Hauses:
- Gekaut wir auf Futter oder Spielzeug
- Pipikacka besser draußen
- wenn Frauchen dich anquatscht ist es megasuperduper, wenn du sie anguckst .... hingehen ist ein Weltwunder, quasi "quieeeeekistdasdennderbestemorovonnewelteieieieiei"
"quieeeeekistdasdennderbestemorovonnewelteieieieiei" habe ich ja schon etliche Male live erlebt
Dieses "mit Freude zu mir kommen" wird auch hier bei uns ganz konsequent gefördert (nicht gefordert), und direkt zu Beginn nicht mit einem Hörsignal verbunden, sondern explizit nur mit Freude.
Konsequenz ist hier auch das probate Mittel, um Regeln zu etablieren, wobei Konsequenz eben heißt, "unerwünschte Verhalten" immer, wirklich jedes Mal, mit Ruhe, Gelassenheit, Beharrlichkeit und Freundlichkeit! umzulenken in erwünschtes Verhalten.
Der Welpe kaut auf unerwünschten Objekten rum? Es wird immer, wirklich immer sanft "entwendet", und statt dessen ein gewünschtes Kauobjekt in Mäulchen gesteckt. Oftmals wird das dann durch ein wenig "Anspielen" interessanter gemacht, als das erwählte, aber eben unerwünschte Kauobjekt - bis das Interesse an dem erwünschten Objekt größer ist als am unerwünschten.
Um nicht permanent hinter dem Welpen hersein zu müssen, wird der dem Welpen zur Verfügung stehende Wohnbereich "welpensicher" gemacht - ich fände es zu mühsam, und eben auch hemmend für den Welpen, wenn ich alle paar Minuten irgend etwas verbieten müsste. Neugier ist mir sehr wichtig beim Welpen, und da kann ich mit zu vielen Verboten/Unterbrechungen viel mit kaputt machen.
Neben den von hasilein75 genannten Punkten noch eines sehr wichtig, was ich im Spiel mit dem Welpen schon von Beginn an einbaue: Verharren.
Diese Minimomente des Innehaltens sind eine grundsätzliche Vorstufe für Impulskontrolle, und werden später (Wochen später) mit dem Signal "Warte" verbunden; Nicht nur da ist dieses Verharren-Lernen - also den eigenen Bewegungsimpuls zu unterbrechen, und im Laufe der Zeit lernen, abzuwarten was denn ansonsten passieren könnte (ein Hinweis/Signal vom Menschen z. B.) wichtig, es zu können wirkt sich später in allen Lebenslagen aus.
Das Motto lautet: Erst Denken, dann Handeln.
Im Erkundungsverhalten fördere und lobe ich Neugier.
Was der Welpe noch nicht Erkunden soll, halte ich von ihm fern.
Unvoreingenommenheit neuen Sachen gegenüber ist mir sehr wichtig, weil es resilient macht im Umgang mit weniger schönen Umwelteinflüssen - eine Mülltonne, die der Wind hinter uns umweht, z. B.