Beiträge von Hundundmehr

    Diese Wirkung hört nicht einfach auf.

    Doch, es gibt wohl Hunde, die Antikörper entwickeln und die Wirkung des Librela Ansatzpunktes aufhört.

    Danke für diesen Einwand, er ist sicher richtig.

    Mein Einwand: Ja es gibt solche Ausnahmen, aber es sind eben auch Ausnahmen.

    "Ausnahme" heißt eben auch: Grundsätzlich lässt die Wirkung von Librela nicht nach - weshalb bei einer klinisch feststellbaren scheinbar nachlassenden Wirkung auch die Möglichkeit in Betracht gezogen und untersucht werden sollte, ob dieses scheinbare Nachlassen nicht doch durch eine/mehrere neue Baustelle/n verursacht wird, die einer anderen zusätzlichen Medikation/Behandlung bedürfen.

    Trotzdem habe ich natürlich die Befürchtung, dass irgendwann die Wirkung ganz aufhört.

    Diese Aussage finde ich immer etwas merkwürdig :denker:

    Bitte nicht falsch als Kritik verstehen; Was ich damit meine:

    Librela "packt" das Schmerzpaket von Arthrose - also die unangenehmen bis teilweise sehr schmerzhaften Symptome, welche die arthrosebedingten Veränderungen in den Gelenken verursachen.

    Diese Wirkung hört nicht einfach auf.

    Es ist aber völlig normal, dass es im weiteren Verlauf nicht nur bei diesen arthrosebedingten Veränderungen bleibt; Sowohl ein Fortschreiten der Arthrose, als auch entzündliche Prozesse machen noch mal neue, andere "Schmerzpakete" auf, die einer anderen - z. B. entzündungshemmenden - Behandlung bedürfen.

    Wird Librela dann abgesetzt, muss dieses zuvor durch Librela abgedeckte "Schmerzpaket" durch andere Medikamente behandelt werden, möglicherweise eben auch durch höhere Gaben konventioneller Schmerzmittel.

    *Sascha* Du willst doch eigentlich etwas ganz anderes wissen, als die Informationen in dieser NRW-Statistik hergeben.

    Deshalb gehe ich zunächst erst einmal nur auf diese beiden von dir aufgeführten Punkte ein:

    - Da in NRW bestimmte Rassen gar nicht oder nur unter strengen Auflagen und meist hoher Hundesteuer gehalten werden dürfen, wäre zu untersuchen, wie hoch der Anteil der illegal gehaltenen Listenhunde ist und welchen Anteil sie an den gemeldeten Beißvorfällen ausmachen.

    Das kannst du sogar noch weiter ausführen anhand der Daten in der Statistik: Wie viele der letztendlich tatsächlich als "gefährlich" eingestuften Hunde kamen aus illegaler Haltung, wie viele waren offiziell gemeldet?

    Waren die verhängten Ordnungsstrafen aufgrund Verstößen wegen illegaler Haltung, oder wegen Verstößen gegen bestehende Auflagen ausgesprochen worden?

    Dazu kommen dann noch diese Aspekte im nachfolgenden Zitat:

    - Bzgl. der individuellen Gefährlichkeit einer Rasse, müsste schließlich noch überprüft werden, ob es Auffälligkeiten und Unterschiede hinsichtlich der Umwelt- und Haltungsbedingungen der unterschiedlichen Rassen gibt. Ob also Hunde statistisch auffälliger Rassen häufiger unter weniger optimalen Bedingungen gehalten werden.

    Alleine die Bestimmung "optimaler Bedingungen" bietet so viel Spielraum, dass es schier unmöglich ist hier allgemeingültige Parameter festzulegen.

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    Eigentlich wurde deine Frage, ob es Studien gibt die die Gefährlichkeit einer Rasse aufgrund ihrer Rasseeigenschaften als real belegt, doch schon etliche Jahre von anerkannten Kynologen beantwortet: Es gibt keine Hunderasse, die von ihren rassetypischen Veranlagungen her ein Potential mitbringt, welches eine Einstufung als "gefährlich" belegen würde.

    Wir sind uns doch im Prinzip einig, worin das Gefahrenpotential liegt: In der Motivation des jeweiligen Menschen!

    Diese Motivation ist ein so weites Feld, welches von: "Ich beweise, dass ein sogenannter Kampfhund ein überaus umweltkompatibler Begleiter des Menschen ist!" bis hin zur Egopolitur: "Ich bin so toll, dass ich einen gefährlichen Hund führen kann!" reicht, mit allen Farbschattierungen dazwischen.

    Wie ist diese für bestimmte Hunderassen äußerst fatale Motivation des Menschen in den Griff zu bekommen?

    Denn eines bleibt (auf das Land NRW und dessen Statistik bezogen) Fakt:

    Es müssten 17 mal mehr AmStaffs bei gleichbleibenden Beißvorfällen gehalten werden, um das niedrige Gefahrenpotential für Beißvorfälle der Rasse "Golden Retriever" zu erreichen.

    In Zahlen: Zu den ca. 2.500 gemeldeten AmStaffs müsste es also noch ca. 40.000 illegal gehaltene, also nicht gemeldete AmStaffs geben, um - bei gleichbleibender Zahl an Beißvorfällen - die gleiche niedrige statistische Gefährlichkeit zu erreichen wie beim Golden Retriever...

    Hab ihn aufn Schoß genommen, dass ihn festgehalten und kurz mit der Dame geplauscht. Der Hundeopa war ganz verträglich und hat hallo gesagt. Paulchen hat ihn dann angeknurrt xD

    Sowas bitte niemals vom Schoß aus!

    Kennst du den "große-Bruder"-Effekt?

    Kleines Kind, rotzfrech zu anderen Kindern, bekommt es dann Gegenwind heult es los: "Ich hole meinen großen Bruder!!!", und dieser kommt dann und verkloppt die anderen Kinder...

    Sowas in dieser Richtung (das Beispiel ist nicht eins-zu-eins übertragbar, soll nur mal eine Ahnung geben was in diesem Moment in deinem Hund ausgelöst werden könnte) passiert, wenn dein Hund von dir hochgenommen wird.

    Grundsätzlich bitte niemals Kontakt vom Schoß aus.

    Auch grundsätzlich: Knurren ist erst einmal Kommunikation, und damit auch grundsätzlich etwas, was nicht unterdrückt werden sollte.

    Ausschlaggebend für deinen Umgang damit ist aber die Motivation deines Hundes, da wirst du (vielleicht mit Unterstützung des Trainers) einen Blick für entwickeln, warum dein Hund das in der jeweiligen Situation macht.

    Die Dame lief an uns vorbei und fand Paulchen total süß. Wir haben gesessen und er war auf meinem Schoß. Als sie um die Ecke kam, war der Hund schon da und Paulchen hat sich von meinem Schoß vor gebeugt und wollte schnüffeln.

    Da du diesen Hundeopi als nett eingestuft hast, wäre es besser gewesen, Pauli dann auf den Boden zu setzen (bevor er knurren kann), vielleicht erst mal so, dass er zwischen deine Beine kann und so selber entscheidet, ob er nähere Interaktion will, oder sich erst mal zwischen/hinter deine Beine zurück ziehen kann, um dann den anderen Hund erst mal zu beobachten.

    Das funktioniert aber nur mit einem Hund als Gegenüber, der die Unsicherheit deines Hundes auch bemerkt und diesem auch von sich aus die Zeit gibt, sich für oder gegen eine Interaktion zu entscheiden.

    Innerhalb einer Interaktion auch mal zu Knurren, um dem Gegenüber mitzuteilen: "Du machst gerade etwas, was ich nicht will, lass das!" ist normale Kommunikation, und der Hundeknigge beinhaltet eben, dass auf diese Wünsche/Befindlichkeiten des Gegenübers auch eingegangen wird - unabhängig von der Größe der Beteiligten.

    Leider kann/kennt nicht jeder Hund diese "Hundeknigge", das ist wie beim Menschen, und es ist deine Aufgabe, selber vor einem Kontakt zu "lesen", ob der betreffende Hund diesen Hundeknigge kann, oder nicht.

    Mein Tipp: Bist du dir bei einem Hund unsicher, dann schütze Pauli erst mal und gehe auf Abstand.

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    Meinem Empfinden nach stünden Hundekontakte zunächst erst mal überhaupt nicht auf meinem Plan für den Hund.

    Mein Fokus läge auf einem Bindungs- und Beziehungsaufbau in den nächsten Wochen, z. B. so wie du das bei deinem zweiten Bankaufenthalt gemacht hast.

    Vertrauensaufbau, und die Sicherheit, mit dir einen Partner an der Seite zu haben der schützt und die Befindlichkeiten berücksichtigt, auf den der Hund sich also verlassen kann, braucht erst mal Zeit.

    Pauli hat Umstellungsstress, neues Zuhause mit völlig neuen Reizen sowohl im häuslichen als auch außerhäusigen Umfeld, anderes Futter, neuer Mensch ... diesen Stress kannst du nicht abstellen, er muss sich abbauen - durch Zuwendung, Sicherheit, Einführen von Routinen, Ruhephasen, der Organismus muss sich auf das neue Futter einstellen ...

    Während wir Menschen planen, passiert das Leben ...

    Wenn dir der Zufall doch mal einen schönen Hundekontakt beschert, dann reicht dieses eine, schöne Erlebnis aus, um Paulis "Köpfchen" über mehrere Tage zu beschäftigen - da braucht er nicht noch weitere (geplante/gesuchte oder auch zufällige) Hundebegegnungen, die noch zusätzlich zu verarbeiten wären.

    Pauli und du - das ist der Fokus in den nächsten Wochen, weil du eine vertrauensvolle Basis benötigst, in der Pauli dich als seinen verlässlichen Partner an deiner Seite begreift, mit dem er dann mit dir an seiner Seite "die große weite Welt" Schritt für Schritt erkunden und erfahren kann.

    Ob der Hund jetzt wirklich Probleme hat aufgrund Mangelernährung, kann doch keiner sagen.

    Zunächst einmal braucht der Hunde eine Wurmkur, und dann die Impfungen - er ist doch noch gar nicht geschützt gegen irgendwas, da wäre ich derzeit noch äußerst vorsichtig mit dem Erkunden, gerade im Kontakt mit irgendwelchen "Hinterlassenschaften".

    Zum Futter: Langsames Einschleichen von Fertigfutter wäre jetzt angesagt, um den kleinen Kerl schonend auf artgerechte Ernährung umzustellen. Wenn du später einmal roh füttern willst, brauchst du dafür einen Ernährungsplan - und dazu brauchst du erst einmal einen Gesundheitsstatus deines Hundes, auch was mögliche Mangelernährung betrifft.

    Jetzt muss der Kleine erst einmal damit klar kommen, dass sich seine bisherige Welt völlig auf den Kopf gestellt hat - anderer Mensch, anderes Zuhause, andere Umfeldbedingungen, anderer Umgang ...

    Lass es langsam angehen.

    Hast du eine Sporttasche?

    Die kannst du erst mal für kurze Transporte nehmen, einfach gut auspolstern, vielleicht sein Kuscheltier rein - und dann geht es ein Mal täglich irgendwo hin, wo er nur mal etwas Umgebung erkunden kann, ohne gleich mit Reizen überflutet zu werden, die ihn möglicherweise sogar ängstigen.

    Mit 6 Monaten sollte er eigentlich eine gute Blasen- und Darmkontrolle haben, wenn er mehr "muss", liegt das am derzeitigen Umstellungsstress - und den verstärkst du möglicherweise durch deinen 2-Stunden-Rhythmus.

    Pauli ist völlig verunsichert, ich denke, das kannst du nachvollziehen?

    Gibt es zum Lösen einen ruhigen Platz in direkter Nähe deiner Wohnung? Dort würde ich tatsächlich nur zum Lösen-Lassen hin, evtl. sogar mit Tasche hin tragen, kommt etwas für ihn Beängstigendes, einfach wieder rein in die Tasche, das Beängstigende vorbei gehen lassen, raus aus der Tasche, und weiter versuchen, ob er sich löst.

    Zeige ihm erst einmal ganz deutlich, dass du bereit und fähig bist, ihn vor Allem und Jedem zu schützen, damit er Vertrauen in dich bekommt.

    Jetzt in dieser Zeit des "Ankommens" bei dir brauchst du extrem viel Geduld und Nachsicht gegenüber Pauli, denn erst wenn du eine Vertrauensbasis aufgebaut hast, kannst du ihn in kleinen Schritten an die geänderten Bedingungen seines neuen Zuhauses heranführen.

    Das wird einige Wochen dauern - Wochen, die sehr anstrengend sind ... aber eben Wochen, und keine Monate.

    Wer braucht schon Hustensaft für einen Jack Norris Mali, der besiegt doch den Schnupfen bevor der Hatschi sagen kann.

    :lachtot: ... jetzt habe ich Kopfkino, wobei: Du meintest doch sicher Chuck Norris Mali - oder ist das noch eine viel komplexere Wortgestaltung, und der Chuck wurde bewusst zum Jack (Russel).

    Würde dann übersetzt suggerieren: ein größenwahnsinniges mutiges Terrierherz mit schlagkräftiger Norris-Mentalität im Körper eines durchgeknallten Mali ... der den Husten schon kaputt macht, während dieser noch zaghaft dabei ist den Finger zum: "Ich bin daha!" zu heben...

    :denker:

    Jetzt habe ich noch mehr Kopfkino ... :lachtot: