Alles anzeigenRechtlich betrachtet ist der Hundebiss so definiert:
Ein Zuschnappen der Kiefer eines Hundes an einem menschlichen oder tierischen Körper, der diesem eine nicht unerhebliche Verletzung oder Beeinträchtigung zufügt. Es ist nicht notwendigerweise so, dass die Wunde bluten muss.Und wie definiert man „nicht unerheblich?“
Fängt das beim Hämatom an?
Bei der Hautverletzung, die nicht blutet?
Bei leichter Blutung?
Ich hätte da arge Probleme mit der Definition fürchte ich
Kann das nicht durch Ärzte beurteilt werden?
Diese haben doch beruflich bedingt die Fähigkeit, "unerheblich" von "nicht unerheblich" oder gar "erheblich" unterscheiden zu können.
Für mein Empfinden ist alles, was einer mehr als einmaligen Behandlung bedarf, nicht mehr als "unerheblich" einzuordnen.
Bedarf es z. B. Medikamente zur Heilung/Besserung, so kann das - je nach Medikament - einen großen Unterschied machen.
Ein blauer Fleck, den gerade Kinder sich durch ihren Bewegungsdrang schnell mal einhandeln, würde ich da z. B. als "unerheblich" einordnen; Dieser passiert z. B. schnell mal bei Rumtoben mit dem Hund, wenn dieser nach der Kleidung schnappt (Zerrspiel, das eigentlich nicht passieren sollte, aber eben doch oft als normaler Umgang angesehen wird), und doch zufälligerweise dabei in die Haut gezwickt wird.
Eine Quetschung ohne blutende Wunden bedarf aber schon einer deutlich stärkeren Krafteinwirkung, und würde - je nach Umstand/Ursache für die Entstehung - von mir als "nicht unerheblich" empfunden. Aber auch hier sind die Umstände entscheidend: Beim Zergeln kann im "Eifer des Gefechts" auch der liebste, sanfteste Hund mal beim Schnappen nach dem Spielzeug/Apportel/Leckerchen seinen Fang zu unsanft einsetzen, und ungewollt eine Quetschung verursachen.
Gerade deshalb kontrolliere und beaufsichtige ich das Spiel von Kindern mit meinen Hunden unbedingt, und stimme meine Kontrolle und mein Management auf das Alter und die Umsichts- und Einsichtsfähigkeit des Kindes/der Kinder ab.
Möglicherweise bin ich da übervorsichtig, aber zumindest habe ich bisher immer erreicht, dass solche Situationen sowohl für die Kinder, als auch für meine jeweiligen Hunde immer positiv waren.