Beiträge von Hundundmehr

    Einige Tierarten haben Fell zum Schutz gegen Umwelteinflüsse, andere nicht.

    Manche Spezies passen sich den jeweiligen Umweltbedingungen an, sodass z. B. in Bezug auf das Fell durchaus unterschiedliche, an die jeweilige Umwelt angepasste Fellstrukturen auftreten können, obwohl die Spezies eigentlich die gleiche ist.

    Soweit ich weiß, hat die Haut bei Nackthunden sehr wohl eine Sonnenschutzfunktion, was bei Hunden mit Fell nicht so ist.

    Aber auch bei Nackthunden ist es natürlich ein Problem, wenn durch entsprechende Selektion diese Sonnenschutzfunktion durch die Haut gestört ist.

    Das jetzt aber in einen Topf zu werfen mit: "Hunde ohne Fell sind Qualzuchten", halte ich für fraglich.

    Zu den ganzen genetischen Defekten, mit denen ja die Rassehundezucht verteufelt wird:

    Die Natur macht nichts perfekt, und sie "probiert" aus, was besser oder eben auch angepasster sein könnte.

    Was nicht funktioniert, wird ausgemerzt.

    Die Natur ist da sehr "grausam".

    Hunde sind kein Produkt der Natur, sondern des Menschen.

    Auch die Populationsverbreitung wird alleine durch den Einfluss des Menschen bestimmt.

    Hunde, die allein auf sich gestellt in der freien Natur nicht überlebensfähig wären (und das sind die allermeisten unserer Hunde...) gedeihen nur deshalb, weil sie unter Obhut des Menschen überleben können.

    Der Mensch tötet einen Hund nicht, weil er einen Gendefekt hat - er versorgt ihn (zumeist), und ermöglicht trotz Defekt ein gutes und möglichst langes Leben.

    Darin liegt aber auch die Verantwortung des Menschen: Die Populationsverbreitung so zu regulieren, dass entsprechende Defekte sich nicht völlig ungebremst verbreiten können.

    Nicht wenige Züchter tun das - und dass es nicht alle machen liegt einfach auch daran, dass Menschen eben "menscheln" und nicht halb so verstandesgelenkt agieren, wie Menschen sich das als "Krone der Schöpfung" doch so gerne auf die Fahne schreiben.

    Deshalb müssen die, die Zucht mit der gebotenen Verantwortung betreiben, mit Liebe und Verstand und wissenschaftlichen Fakten, unterstützt werden.

    Oder wir geben das Projekt "Haushund" komplett auf, und überlassen der Natur, was sie davon als überlebensfähig ohne den Menschen übrig lässt ...

    Also dass er über längere Strecken in einem kleineren Radius läuft, z.B. weil der Weg sehr kurvig und nicht einsehbar ist.

    Wie wäre für solche Bereiche/Gelegenheiten eine etwas längere Leine?

    Meine Hunde haben/hatten alle keinen Radius, ein Sitz auf Distanz war obligatorisch, und irgendwann haben sie alle von sich aus mindestens gestoppt, oft sogar hingesetzt, wenn sie wussten dass ich nicht sehen kann dass da was kommt.

    Mehr in meiner Nähe bleiben ist bei uns eine Mischung aus mehreren Signalen: "Bleib bei mir" zum in der Nähe halten, "Langsam" um Tempo rauszunehmen und den Abstand nicht wieder zu groß werden zu lassen, "Warte" um den Abstand wieder zu verringern, und ein "Hinter", um selber erkunden zu können, was bei uneinsichtigen Stellen kommt.

    Diese Signale, auch Kombinationen daraus, wende ich situativ an.

    Wenn es mir zu anstrengend wird, leine ich an.

    Das passiert dann, wenn ich das Gefühl habe der Hund wird jetzt durch solche Signale von mir "zugelabert", und das ist kein entspannter Freilauf - weder für den Hund, noch für mich.

    Mein Plan war bis zu diesem Zeitpunkt: Gucken lassen, warten und bei einer Umorientierung zu mir das Markerwort geben und belohnen.

    Keinen meiner Hunde habe ich aktiv gucken lassen - mir ist die Gefahr einfach zu groß, dass sich während des Schauens der Gedanke im Kopf manifestiert, dass das was er da anschaut, Beute sein könnte.

    Wahrnehmen - ja, kein Thema, aber beobachten lassen?

    Nö - weitergehen, links liegen lassen, ist uninteressant, ich habe höchstens mal kommentiert: "Joah, ist ein Vogel, interessiert mich nicht, komm wir gehen weiter!".

    Das Weitergehen wurde belohnt - wobei ich, je nach Beute, gerne auch mal kehrt gemacht habe, um mich von der potentiellen Beute weg zu bewegen.

    Parallel dazu an Impulskontrolle, Gehorsamsübungen (bei Fuß, Sitz auch auf Distanz) und vor allem Jagd(ersatz)training arbeiten - und in entsprechendem Gelände durch Sichern des Hundes zuverlässig Jagderfolge (wozu auch Hetzen gehört) verhindern.


    Einfach, um auch gar nicht erst den Gedanken aufkommen zu lassen: "Wir verfolgen das jetzt!".

    Aber das ist halt der einzige Punkt der wichtig ist. Von Gesundheit redet da keiner, ist nicht wichtig, wichtig ist das die Hunde von Champions stammen und die Eltern Champion Qualität vererben / hervorbringen.

    Ne also sorry, aber für meine Rasse ist aus meiner Sicht kein Züchter seriös, der auf seiner HP nicht gläsern Einblick gewährt in die zuchtrelevanten Ergebnisse der Elterntiere.

    Dazu zählen neben den Ausstellungsergebnissen die Gesundheitsprüfungen, bestandener Wesenstest, Formwert und gegebenenfalls Auflagen bei der Verpaarung.

    Es mag Dissidenzvereine geben, die nur auf preisgekrönte Äußerlichkeiten Wert legen bei der Auswahl der Elterntiere.

    Im GRC brauchst du mehr dazu, als nur Showergebnisse.

    Gib doch mal ein reales Beispiel, bei welchem Züchter mit den Championaten geworben wird, und wo auf Gesundheit nicht geachtet wird?

    Soweit ich weiß, können andere Vereine aber auch nicht einfach von der VDH Ausstellungsordnung abweichen, selbst, wenn sie denn wollten.

    Wenn sie strenger ist, schon.

    Der VDH überwacht den gesetzlichen Mindeststandard.

    Wobei es ohnehin innerhalb der Vereine schon schwierig genug ist, strengere Regelungen durchzusetzen.

    Der Richter auf Ausstellungen hat zu bewerten wie gut das Gebaeude des Hundes dem Standard entspricht. Ohne die Daten des Hundes zu kennen. Evtl. fliesst das Wesen ein bisschen mit ein, aber in erster Linie ist es das Gebaeude.

    Ein LR bei Pruefungen hat auch nur die Leistung des Hundes zu bewerten (und das Wesen) und sonst nix.

    Ganz genau so!

    Ein Hund muss bei der Prüfung zur Zuchtzulassung von mehreren unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden, denn nur so ergibt sich ein Gesamtbild, welches bei der Zulassung zur Zucht zwingend erforderlich ist.

    Irgendwann vor ca einem Jahr habe ich den Dummy mal so... ich schätze eine Stunde zuvor versteckt, dann waren wir spazieren und danach hab ich sie suchen geschickt. Da ging es nur an der Flexi, wir hatten vorher einen blöden Spaziergang und ich hatte sie nicht ableinen wollen.

    Was man da bemerken konnte - es interessiert sie nur so mittel, die Motivation ist jedenfalls nicht so hoch wie wenn weniger Zeit zwischen dem Verstecken und dem Suchen liegt.

    Oh je - sich über einen langen Zeitraum mit vielen anderen Reizen immer noch für ein Dummy zu interessieren, sich überhaupt noch daran zu erinnern, ist zumindest beim Retriever eine Aufgabe, die über einen monatelangen Zeitraum intensiv und kleinschrittig erarbeitet wird.

    Dafür ist ihr Interesse daran grundsätzlich zu gering, meins irgendwie auch

    Ich denke, das ist der Punkt.

    Almas Interesse ist ja immerhin groß genug, dass du sie oft angeleint lassen musst, weil sie sonst selbstständig nach Jagderlebnissen sucht/ihnen nachgeht.