Beiträge von Hundundmehr

    Ach ja - was ich immer als unglaublich beglückend empfinden habe war: Zu sehen, wie der Hund immer mehr lernt, seine Fähigkeiten gezielt einzusetzen.

    Für mich gibt es nichts schöneres, als einen Hund konzentriert arbeiten zu sehen - weil er da ganz Hund sein kann und ausleben darf, was ihm in den Genen liegt; Mit Kopf, und deshalb ohne Rage.

    vermeide auch mal Laufspuren von dir zum Dummy indem du es wirfst statt auslegst, buddle es mal halb ein, häng es hoch, animiere ihren Grips 😊

    Aber so werfen, dass sie es nicht sieht, denn dann ist es eine Markierung.

    Auch so Sachen wie einbuddeln/unter Laub oder einem Stück Baumrinde verbergen sind Aufgaben, an die der Hund oft (nicht immer, manche Hunde bringen von sich aus solche Fähigkeiten mit; Die meisten Hunde aber nicht), an die der Hund mit Hilfe des Menschen herangeführt werden muss.

    Eine zu schwierige Aufgabe demotiviert genauso wie Langeweile.

    Auch das Hochhängen wird Hunden zumeist nicht in den Schoß gelegt, hier ist es hilfreich dem wartenden Hund zu ZEIGEN, dass es hoch gelegt wird, aber möglicherweise auch hier erst mal nicht zu hoch.

    Du musst ausprobieren, was Alma schon (von sich aus) kann, und die Schwierigkeit langsam steigern.

    Auch Markierungen sind unterschiedlich schwierig zu gestalten, Landestellen können für den Hund sichtbar sein, oder durch Gehölz verborgen, dass Dummy kann sichtbar sein, oder auch durch .ildungsstand des Hundes angewandt werden.

    Dafür ist Konzentration nötig, und diese muss auch erst mal beim Hund aufgebaut werden.

    Dafür ist es genau diese mentale Arbeit, in Verbindung mit den jagdlichen Fähigkeiten, die Hund so zufrieden und damit auch ausgeglichen macht.

    Hast du schon mal einen Dummy-Einsteigerkurs gemacht?

    Solche Basics in der Praxis erklärt zu bekommen, ist viel anschaulicher als nur in der reinen Theorie.

    Außerdem bekommst du bei einem guten Kurs auch einen professionelleren Blick auf deinen Hund und dessen bisherige Fähigkeiten - und evtl. auch Tipps für die "Vorlieben" von Alma.

    Momo und Lotte solche Suchspiele sind Spiele, und diese sind bei uns kurz, wenige Minuten.

    Das ist just for fun, für Zwischendurch, oder auch als Gedächtnistraining.

    "Arbeit" sind richtige Aufgaben, mit unterschiedlichem Schweregrad, im Gelände.

    Die jagdliche Kontrollierbarkeit brauche ich draußen, weshalb ich auch da trainiere.

    Da schaffe ich mit einem Hund vielleicht 2 oder 3 Aufgaben in einer viertel Stunde, weil das Warten des Hundes bei der Vorbereitung der Aufgaben ja auch mit dazu zählt, und die jeweilige Suche je nach Schwierigkeitsgrad dann auch gerne mal 2 oder 3 Minuten dauern kann.

    Je nach Hund und Ausbildungsgrad höre ich nach 2 Aufgaben auf, oder mache bis zu 3 komplexe Aufgaben (also 3 mal mehrere Dummies verteilen).

    Ich höre immer auf, wenn der Hund noch Lust hat.

    Ne, Hunde jagen erstmal nur weil sie Beutegreifer sind...

    flying-paws sprach aber vor Allem von Arbeitshunden, also Hunden, die für spezielle Aufgaben selektiert wurden - und da bringt diese spezielle Selektion eine höhere Motivation hervor.

    Ein Hund, der nach 10 Minuten Arbeit keine Motivation mehr für diese hat, ist als Arbeitshund einfach ungeeignet.

    Genauso ein Hund, der nur "arbeitet" wann es ihm in den Kram passt.

    Aber all das hat flying-paws doch auch nirgends geschrieben, was du, Potato da gerade behauptest!

    Die Spezialisierungen der einzelnen Rassen sagen erst einmal aus, dass bestimmte Eigenschaften bei diesen Rassen besonders ausgeprägt genetisch veranlagt sind.

    Solche verstärkt veranlagten genetischen Eigenschaften werden bei der Entwicklung des betreffenden Hundes bevorzugt verwendet - und das geht ohne "Regelung", also einer gut durch den Menschen gesteuerten, überlegten und geregelten Entwicklung des Hundes, eben genau da hin, dass diese spezielle Veranlagung mehr Raum einnimmt, zuungunsten anderer Eigenschaften/Verhaltensweisen.

    Gerade Letztere sind aber für die "Balance" wichtig - sonst gerät der Hund in einen "Spezialistentunnel", und nimmt nichts mehr wahr, was außerhalb dieses Tunnels liegt.

    Ich bin sehr zurückhaltend geworden mit Ersatz anbieten.

    Bezieht sich wohl auf diese Aussage von mir:

    "Welchen Ausgleich hast du für das Unterbundene?"

    Damit meine ich nicht, ein Alternativverhalten für das Unterbundene anzubieten - eben weil damit auch unerwünschte Verhaltensketten ausgelöst werden können - sondern das, was im nachfolgenden Zitat ausgeführt wird:

    Ich fände es aber auch wichtig, nach dem Auslöser zu suchen und dem Hund ein Ventil (passende Mischung aus Entspannung und Auslastung) zu geben, damit er ins Gleichgewicht kommt.

    Würde ich eher Richtung "sie macht das halt leidenschaftlich gerne und nimmt den Job ernst" interpretieren.

    Auf diese Beschreibung kam dann dieser Kommentar:

    Das ist eine schöne Beschreibung eine der Einstiegsstufen von Zwangsverhalten.

    Womit ich konform gehe; Es ist eine Einstiegsstufe, und Momo und Lotte : Du hast da zu Recht ein für dich nicht näher zu definierendes Grumbeln im Bauch, zumindest aus meiner Sicht.

    Aber wenn sie buddelt, dann buddelt sie sich in Rage. Und dann will sie auch nach jedem Abbruch wieder anfangen.

    Eine Passion ist etwas, was man mit Leidenschaft macht.

    Ganz vereinfacht ausgedrückt: flying-paws hat passionierte Hüter, sie hüten mit Leidenschaft; Ich habe passionierte Jäger, die mit Leidenschaft alle jagdlichen Sequenzen ausleben, um die Beute zu bringen.

    Der Unterschied, warum unsere Hunde dies ausleben können, ohne dass eine Zwangshandlung vorliegt, ist in deinem obigen Zitat zu finden: Sie hüten/jagen sich nicht in Rage.

    In Rage geraten heißt, den Kopf völlig ausschalten und nicht mehr von sich aus aufhören können.

    Ist verständlich was ich meine?