Hatte es ja schon mal erwähnt, aber ich hoff echt ÖKV, Sportvereine und Co greifen zur Verleumdungs- oder Unterlassungsklage.
Auf welcher Basis denn?
Elmo wurde dort nie im Schutzdienst trainiert, laut der Stellungnahme des Vereins.
Es gab einen Versuch, seine Tauglichkeit zu testen, dieser Versuch wurde eingestellt mit dem Urteil: Nicht tauglich aufgrund mangelndem Beuteinteresse.
Trotzdem gibt es anscheinend Bilder, die von den Halterinnen veröffentlicht wurden, und die zeigen dass zumindest ein Training mit Beißarm gemacht wurde.
Diesem Hinweis geht die Staatsanwaltschaft nun nach, um den nun im Raum stehenden Vorwurf der "groben Fahrlässigkeit" auf dessen Wahrheitsgehalt hin zu prüfen.
Das ist genauso, wenn z. B. bei einem Autounfall, bei dem ein Passant verletzt wurde, Informationen kommen, dass der Unfallfahrer und der verletzte Passant zuvor einen Streit hatten - auch da muss doch ermittelt werden, ob dieser Unfall tatsächlich ein Unfall war, oder hier mit Vorsatz gehandelt wurde.
Habt ihr noch nie privat einen Hund trainiert, dem zuvor von einem Trainer "Untauglichkeit mangels Interesse" bescheinigt wurde?
Also - ich schon. Meinen Vasco.
Dem wurde im Alter von knapp 3 Jahren "Interesslosigkeit am Apport" bescheinigt.
Wollte ich so nicht hinnehmen, habe also erst mal sehr spielerisch sein Interesse am Apportel geweckt, privat, im Garten, und dann auch mal im Gelände.
Richtig Spaß, so richtig den "Kick" auf diese Art der Beschäftigung hat er allerdings bekommen, als er feststellte, dass er seinen Kopf dafür einsetzen kann, um schwierige Aufgaben zu lösen.
Er war nie die "Rakete*" wie Amigo - aber ein fleißiger, beharrlicher und sehr überlegt arbeitender Retriever, der im weiteren Verlauf auch Arbeit für sich "einforderte", nach dem Motto: "Ey, komm - jetzt bin ich aber auch mal wieder dran!".
*Rakete - den "Namen" habe nicht ich, sondern mein Trainer Amigo gegeben: Da ich oft mit 2 Hunden am Training teilnahm, hat der Trainer mich immer gefragt, mit welchem Hund ich da jetzt stünde - der Rakete, oder dem anderen.
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Was im vorliegenden Fall Fakt ist: Die Halter(innen) hatten zumindest die Motivation, Elmo im Schutzhundesport zu trainieren.
Ich frage mich, welcher Art diese Motivation ist, bei einem Hund mit diesen Anlagen, und vor Allem diesen "Ruf" in der Öffentlichkeit, diesen auch noch in einem Bereich auszubilden, welcher die Wehr gegen Angreifer beinhaltet.
Das, aber vor Allem eben auch dieser Spur nachzugehen, ob hier möglicherweise eine "Ausbildung in privater Hand" stattgefunden hat, die möglicherweise die Tür öffnete für "fehlgeleitetes Beutefangverhalten", halte ich für absolut legitim und richtig.
Es geht ja gerade darum, die Ursachen für diesen schrecklichen Vorfall zu finden - und dabei eben auch entweder auszuschließen, oder tatsächlich begründen zu können, dass hier eine "grobe Fahrlässigkeit" vorgelegen hat.