Beiträge von Hundundmehr

    Ob der Hund jetzt wirklich Probleme hat aufgrund Mangelernährung, kann doch keiner sagen.

    Zunächst einmal braucht der Hunde eine Wurmkur, und dann die Impfungen - er ist doch noch gar nicht geschützt gegen irgendwas, da wäre ich derzeit noch äußerst vorsichtig mit dem Erkunden, gerade im Kontakt mit irgendwelchen "Hinterlassenschaften".

    Zum Futter: Langsames Einschleichen von Fertigfutter wäre jetzt angesagt, um den kleinen Kerl schonend auf artgerechte Ernährung umzustellen. Wenn du später einmal roh füttern willst, brauchst du dafür einen Ernährungsplan - und dazu brauchst du erst einmal einen Gesundheitsstatus deines Hundes, auch was mögliche Mangelernährung betrifft.

    Jetzt muss der Kleine erst einmal damit klar kommen, dass sich seine bisherige Welt völlig auf den Kopf gestellt hat - anderer Mensch, anderes Zuhause, andere Umfeldbedingungen, anderer Umgang ...

    Lass es langsam angehen.

    Hast du eine Sporttasche?

    Die kannst du erst mal für kurze Transporte nehmen, einfach gut auspolstern, vielleicht sein Kuscheltier rein - und dann geht es ein Mal täglich irgendwo hin, wo er nur mal etwas Umgebung erkunden kann, ohne gleich mit Reizen überflutet zu werden, die ihn möglicherweise sogar ängstigen.

    Mit 6 Monaten sollte er eigentlich eine gute Blasen- und Darmkontrolle haben, wenn er mehr "muss", liegt das am derzeitigen Umstellungsstress - und den verstärkst du möglicherweise durch deinen 2-Stunden-Rhythmus.

    Pauli ist völlig verunsichert, ich denke, das kannst du nachvollziehen?

    Gibt es zum Lösen einen ruhigen Platz in direkter Nähe deiner Wohnung? Dort würde ich tatsächlich nur zum Lösen-Lassen hin, evtl. sogar mit Tasche hin tragen, kommt etwas für ihn Beängstigendes, einfach wieder rein in die Tasche, das Beängstigende vorbei gehen lassen, raus aus der Tasche, und weiter versuchen, ob er sich löst.

    Zeige ihm erst einmal ganz deutlich, dass du bereit und fähig bist, ihn vor Allem und Jedem zu schützen, damit er Vertrauen in dich bekommt.

    Jetzt in dieser Zeit des "Ankommens" bei dir brauchst du extrem viel Geduld und Nachsicht gegenüber Pauli, denn erst wenn du eine Vertrauensbasis aufgebaut hast, kannst du ihn in kleinen Schritten an die geänderten Bedingungen seines neuen Zuhauses heranführen.

    Das wird einige Wochen dauern - Wochen, die sehr anstrengend sind ... aber eben Wochen, und keine Monate.

    Wer braucht schon Hustensaft für einen Jack Norris Mali, der besiegt doch den Schnupfen bevor der Hatschi sagen kann.

    :lachtot: ... jetzt habe ich Kopfkino, wobei: Du meintest doch sicher Chuck Norris Mali - oder ist das noch eine viel komplexere Wortgestaltung, und der Chuck wurde bewusst zum Jack (Russel).

    Würde dann übersetzt suggerieren: ein größenwahnsinniges mutiges Terrierherz mit schlagkräftiger Norris-Mentalität im Körper eines durchgeknallten Mali ... der den Husten schon kaputt macht, während dieser noch zaghaft dabei ist den Finger zum: "Ich bin daha!" zu heben...

    :denker:

    Jetzt habe ich noch mehr Kopfkino ... :lachtot:

    Die Ausgangslage war ja ein angeleinter Hund, der erst durch den (irritierenden) Einsatz der Polizei wieder in den Freilauf geriet.

    Öhm ... Nein?!

    Zitat aus dem Polizeibericht:

    Zitat


    Als die Einsatzkräfte eintrafen, ließ der Mann den Hund an der langen Leine in Richtung der Beamten laufen, wobei es erneut zu aggressiven Drohgebärden kam. Die Kräfte setzten Reizgas gegen Hund und Halter ein.

    Das nach Einsatz des Reizgases der Hund wieder frei lief, war ja wohl nicht durch die Polizisten verursacht, sondern von der bedrohlichen Aktion des Halters mit seinem Hund.

    Fenjali Mir tut der Hund leid, und sicher hätte es auch anders gelöst werden können, wenn z. B. jemand Kundiges mit entsprechendem Werkzeug vor Ort gewesen wäre.

    Mit einem anderen Besitzer wäre das wohl auch anders ausgegangen.

    Der Hund war ja zunächst ohne Halter unterwegs, und ist da schon unkontrolliert beängstigend aufgetreten.

    Die Polizei hat den Raum gegeben, den dann dazukommenden Halter zunächst versuchen zu lassen, seinen Hund wieder unter Kontrolle zu bekommen.

    Damit wäre der Fall erledigt gewesen.

    Dass im Nachfolgenden zunächst eine Abwehrwaffe (Pfefferspray) eingesetzt werden musste, bei der auch dabeistehende Polizisten verletzt wurden, liegt aber nicht im Verschulden der Polizei, denn diese haben auf eine Aktion des Mannes reagiert - er ließ den Hund an langer Leine auf die Polizisten "zu gehen". (In Anführungszeichen, weil ein bedrohliches Annähern nicht wirklich mit "gehen" zu beschreiben ist.)

    Der daraufhin nicht mehr durch die Leine kontrollierte Hund ging zunächst bedrohlich gegenüber Passanten vor (u.A. auch ein Kind), und dann wieder Richtung Polizisten.

    Worauf hätten die Polizisten denn jetzt noch warten können?

    Schxxxx Hundehalter ...

    In meinem Kopfkino stelle ich mir aufgrund des Polizeiberichtes einen ziemlichen Tumult vor, bei dem ein aggressiv auftretender Hund unkontrolliert zwischen Passanten und Polizei hin und her läuft, deutlich Aggressionen zeigend, und einen Halter, der unkooperativ, möglicherweise auch selber aggressiv, auftritt.

    Hätten die Polizisten warten sollen, bis sie endlich freie Schussbahn haben, NACHDEM der Hund sich irgendwo festgebissen hatte?

    Bei den/dem Polizisten, der/die geschossen hat, steht jetzt erst mal ein Verfahren an wegen des Einsatzes der Schusswaffe.

    Das ist kein angenehmes Verfahren für den Betroffenen, weil genau geprüft wird, ob der Einsatz der Schusswaffe wirklich notwendig war, und ob die zwingend notwendige Sorgfalt hinsichtlich Gefährdung anderer Menschen eingehalten wurde.

    hie und da mal "gesunde" Exemplare hat.

    Genau das ist mMn auch das Problem - Jeder hofft ja darauf, eines dieser "hie und da mal" gesunden Exemplare zu bekommen ... und nimmt billigend (oder blauäugig, oder auch blind gegenüber der Gesamtproblematik) in Kauf, dass dieser Glückstreffer nicht zutrifft, denn was bleibt ist: "Der ist aber süüüüüüß!" ... und bekommt genügend Zustimmung.

    Hauptsache "süß" eben ...