Beiträge von Hundundmehr

    Die Option, dass zwei weitere Hunde nur dabei waren und ein Hund (Elmo) eindeutig der "Täter" war ist schon ausgeschlossen,... ?

    Nein - aber genau diese Option gab es ja bisher nicht, weil immer nur von einem am Tathergang beteiligten Hund die Rede war.

    Mal ganz giftig: Möglicherweise hat die Halterin auf Anraten des Anwaltes nun die Information gegeben, dass tatsächlich nicht nur der eingeschläferte Hund Elmo beim Tatgeschehen anwesend war, weil aufgrund der Obduktion des Opfers möglicherweise mehr als nur eine DNA-Spur eines Hundes festgestellt werden könnte...

    Die Leuts sind nach sowas vollkommen durch den Wind, können froh sein, wenn sie ihr Geburtsdatum auf die Reihe kriegen, aber doch nicht so raffinierte Konstrukte.

    "Vollkommen durch den Wind" bringt aber auch Verhaltens- und Gedankenketten zustande, die im normalen Zustand nicht entstehen.

    Panikmotivationen sind genau das: Panikmotivationen.

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    Ich hatte mal einen Autounfall, bei dem ich 2-3 Sekunden - das war die Zeit vom Ausscheren des deutlich langsameren Autos bis zum Zusammenprall - wirklich gedacht habe: Jetzt ist es vorbei! Ich hatte Bilder im Kopf, die mir auch heute noch präsent sind, von meinem sich überschlagenden Auto, mit den Hunden hinten drin ...

    Woher ich die Nerven genommen habe, nach dem Zusammenprall dann darauf zu achten:

    - von der linken Fahrspur auf den Randstreifen zu kommen, sorgfältig absichernd, dabei nicht noch einen weiteren Unfall zu verursachen

    - Beim stehenden Auto dann vor dem Öffnen der Autotür zu schauen, ob ein Auto kommt

    - Beim Öffnen und Aussteigen festzustellen, dass da Flüssigkeit vorne rausläuft, die ja durchaus brennbar sein könnte

    - zu Denken: Die Hunde müssen raus - wie mache ich das so, dass sie nicht gefährdet werden?

    - Sie mit einem "Sitz" anbrüllen, anleinen, an kurzer Leine halten - ich bin unter der Leitplanke mit ihnen durchgekrochen, weil ich die ums Handgelenk gewickelten Leinen unbedingt kurz und sicher halten wollte

    - ruhig und beherrscht zur anderen Unfallfahrerin hinlaufen, kurz absprechen, wer die Polizei anruft, meinen Mann anrufen

    Mein Mann war noch vor der Polizei dort, und ich habe ihn genötigt, die Hunde in sein Auto zu verladen und erst mal nach Hause zu bringen (es war zu warm, um sie längere Zeit im ungekühlten Auto zu lassen).

    Ich wollte die Hunde in Sicherheit wissen, das war der Gedanke, der mich beherrscht hat agieren lassen.

    Erst als mein Mann mit den Hunden unterwegs war, kam das große Zittern in den Knien, und ein übles Gefühl in der Magengegend...

    Manchmal träume ich immer noch von diesem Unfall, und ja, er hat nachhaltig mein Fahrverhalten geändert ... heute noch, und sicher auch in Zukunft, fahre ich bei sonst freier Autobahn an 2 oder mehr "in Kolonne" fahrenden Fahrzeugen nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit vorbei - und wenn ich Fahrzeuge hinter mir habe, die schneller fahren würden, und die ich dann ausbremsen würde ... gehe ich nach rechts rüber und warte auf eine ausreichende Lücke, um dann im angemessenen Tempo zu überholen.

    Mein Unfallgegnerin hat übrigens bei der Erstbefragung vor Ort Angaben verweigert.

    Sie hat erst mit einem Anwalt gesprochen ... und vor Gericht dann gelogen, dass sich die Balken bogen.

    Da ich keine Zeugen hatte, bin ich auf der Hälfte meiner Kosten sitzen geblieben.

    So ist das.

    Es tun sich so wahnsinnig viele Fragen auf, bei den ganzen bisherigen Informationen, von denen ich viele erst einmal in den Bereich der Gerüchte einordne.

    Was jetzt tatsächlich an Fakten vorliegt:

    Bis zur Vernehmung der Halterin, die an dem Geschehen beteiligt war, war der gesamte Fokus nur auf einen bekannten Hund fixiert.

    Dieser ist mit Zustimmung der Halterinnen noch am gleichen Tag des Geschehens eingeschläfert worden - obwohl beide Halterinnen zu diesem Zeitpunkt gewusst haben, dass 3 Hunde bei diesem Vorfall beteiligt waren.

    Das wurde weder bei der Bestimmung der Einschläferung, noch in den folgenden Tagen bis zur Vernehmung der zum Tatzeitpunkt die Hunde führenden Halterin richtig gestellt.

    Welchen Grund hat es, dass nur ein Hund, und eben genau dieser als Täter benannt wurde?

    Für mich tut sich da ein Abgrund auf, weil für mich nur 2 Gedanken in Frage kommen, die begründen warum zu keiner Zeit von anderen möglichen beteiligten Hunden die Rede war:

    Entweder gab es tatsächlich Anzeichen für ein Gefahrenpotential bei diesem Hund, welches sich dann auf so schreckliche Weise bewahrheitet hat, oder er wurde "geopfert", um andere (Hunde oder Menschen) vor rechtlichen Konsequenzen zu schützen.

    Man weiss im Grunde gar nix, nur das ein Mensch zu Tode gekommen ist.

    Doch, eines "weiß" man noch: Es wurde sofort der Hund Elmo als Täter bezeichnet.

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    Niemand war vor Ort, der das Geschehen beobachtet hat.

    Die Halterin war erst jetzt vernehmungsfähig, Informationen zu dem Hund Elmo als "Täter" müssen also aus einigen "Informationsschnipseln" zusammengefügt worden sein, denen durch die Halterinnen - auch der unverletzten - bisher nicht widersprochen wurde.

    Warum die Halterin jetzt mit der Information rauskam, sie wäre tatsächlich mit 3 Hunden unterwegs gewesen, weiß ich nicht.

    Es weiß auch niemand, ob der ohne Maulkorb versehene Hund tatsächlich Elmo war - oder ob dieser doch einen Maulkorb aufhatte, und der später aufgefundene Maulkorb ihm gehörte.

    Es gibt sicher viele Spekulationen, die sich aufgrund dieser neuen Informationen auftun; Einige davon wurden hier ja schon angerissen, und KEINE davon gefällt mir, weil sie alle darauf basieren, dass ein Hund von Beginn an als der Hund festgelegt wurde, welcher die Frau, das Opfer, so dermaßen schrecklich zugerichtet hat, was ja jetzt aufgrund der neuen Informationen in Frage gestellt werden kann und muss.

    Bei der Frage nach dem Warum tun sich mir Abgründe auf.

    Was ich nicht verstehe: Wieso fiel der gesamte Fokus des "Täters" auf diesen Hund Elmo, auch von Seiten der beiden Halterinnen, denn diese haben das Einschläfern dieses einen Hundes ja von Beginn an befürwortet?

    Wenn die Halterin doch mit 3 Hunden unterwegs war, und davon wird ihre Frau auch gewusst haben, spätestens nach dem 1. Besuch im Krankenhaus - warum wurde der Fokus dann nur auf Elmo gelenkt, und dessen Euthanasierung am gleichen Tag zugestimmt?

    Da tun sich echt Abgründe auf ... :crying_face:

    Damals habe ich mich schon gefragt, ob ich wegen der bloßen Anwesenheit des Hundes in der Haftung gewesen wäre, wäre in dem Moment ein Auto gekommen. Vermutlich ja, obwohl weder Spuk

    Nein, solche übermäßigen Schreckreaktionen sind auch für Hundehalter nicht vorhersehbar.

    Spuk und du - ihr habt nichts anderes gemacht als zu Atmen.

    Der beteiligte Autofahrer wird allerdings zumindest teilverantwortlich gemacht, insofern, als dass er wohl zumindest auf seinen eigenen Kosten für eigene Schäden sitzenbleibt.

    Es gibt etliche Gerichtsurteile, wo Klagen aufgrund übermäßiger Schreckreaktion abgewiesen wurden.