Beiträge von Hundundmehr

    Wie kommst du eigentlich immer auf den Wehrtrieb?

    Weil das Schutzhundetraining auf der Wehrmotivation, welches zum Aversionsverhalten gehört, aufbaut.


    Warum man das tun will? Genau darum weswegen man zB mit Reizangel oder Pole trainiert bei solchen Hunden. Kontrolliertes Beutespiel. Tausend Mal besser als stupides Bällchen werfen.

    Aber nicht jedes Training heißt doch automatisch, dass es gut und vor Allem richtig gemacht wird!

    Ja, ich frage mich wie man auf den Gedanken kommen kann, einen Hund, dessen phylogenetische Rasseentwicklung auf der Spezialisierung der letzten beiden Sequenzen des Beutefangverhaltens liegt, dann auch noch ausgerechnet in einem Sport zu führen, wo es um Schutz vor Angreifern geht.

    Denn der Figurant steht nicht ruhig abwartend auf dem Platz und hält dem Hund den Beißarm hin - er rennt auf den Hund zu, simuliert einen Angriff - der dann, nach sorgfältigem vorherigen Training, gelenkt wird auf den Beißarm, der dann die Beute ist.

    Ja, jetzt kommt mit Sicherheit das Argument, so weit wäre Elmo in seinem Training doch gar nicht gekommen.

    Weiß irgend jemand, was die Halterinnen, trotz des abschlägigen Bescheids des Vereins, privat mit Elmo trainiert haben?

    Nein, das weiß niemand.

    Es ist nur bekannt, dass die Motivation der Halterinnen in diese Richtung ging, und mit anderen Hunden aus ihrem Bestand auch gemacht wurden.

    Diese Motivation ist für mich nicht nachvollziehbar, und ich finde sie furchtbar. Das ist meine Meinung, die ich schon mehrfach begründet habe.

    Es ist Sache der Staatsanwaltschaft und der Ermittler, diesen Spuren nachzugehen.

    Hatte es ja schon mal erwähnt, aber ich hoff echt ÖKV, Sportvereine und Co greifen zur Verleumdungs- oder Unterlassungsklage.

    Auf welcher Basis denn?

    Elmo wurde dort nie im Schutzdienst trainiert, laut der Stellungnahme des Vereins.

    Es gab einen Versuch, seine Tauglichkeit zu testen, dieser Versuch wurde eingestellt mit dem Urteil: Nicht tauglich aufgrund mangelndem Beuteinteresse.

    Trotzdem gibt es anscheinend Bilder, die von den Halterinnen veröffentlicht wurden, und die zeigen dass zumindest ein Training mit Beißarm gemacht wurde.

    Diesem Hinweis geht die Staatsanwaltschaft nun nach, um den nun im Raum stehenden Vorwurf der "groben Fahrlässigkeit" auf dessen Wahrheitsgehalt hin zu prüfen.

    Das ist genauso, wenn z. B. bei einem Autounfall, bei dem ein Passant verletzt wurde, Informationen kommen, dass der Unfallfahrer und der verletzte Passant zuvor einen Streit hatten - auch da muss doch ermittelt werden, ob dieser Unfall tatsächlich ein Unfall war, oder hier mit Vorsatz gehandelt wurde.

    Habt ihr noch nie privat einen Hund trainiert, dem zuvor von einem Trainer "Untauglichkeit mangels Interesse" bescheinigt wurde?

    Also - ich schon. Meinen Vasco.

    Dem wurde im Alter von knapp 3 Jahren "Interesslosigkeit am Apport" bescheinigt.

    Wollte ich so nicht hinnehmen, habe also erst mal sehr spielerisch sein Interesse am Apportel geweckt, privat, im Garten, und dann auch mal im Gelände.

    Richtig Spaß, so richtig den "Kick" auf diese Art der Beschäftigung hat er allerdings bekommen, als er feststellte, dass er seinen Kopf dafür einsetzen kann, um schwierige Aufgaben zu lösen.

    Er war nie die "Rakete*" wie Amigo - aber ein fleißiger, beharrlicher und sehr überlegt arbeitender Retriever, der im weiteren Verlauf auch Arbeit für sich "einforderte", nach dem Motto: "Ey, komm - jetzt bin ich aber auch mal wieder dran!".

    *Rakete - den "Namen" habe nicht ich, sondern mein Trainer Amigo gegeben: Da ich oft mit 2 Hunden am Training teilnahm, hat der Trainer mich immer gefragt, mit welchem Hund ich da jetzt stünde - der Rakete, oder dem anderen.

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    Was im vorliegenden Fall Fakt ist: Die Halter(innen) hatten zumindest die Motivation, Elmo im Schutzhundesport zu trainieren.

    Ich frage mich, welcher Art diese Motivation ist, bei einem Hund mit diesen Anlagen, und vor Allem diesen "Ruf" in der Öffentlichkeit, diesen auch noch in einem Bereich auszubilden, welcher die Wehr gegen Angreifer beinhaltet.

    Das, aber vor Allem eben auch dieser Spur nachzugehen, ob hier möglicherweise eine "Ausbildung in privater Hand" stattgefunden hat, die möglicherweise die Tür öffnete für "fehlgeleitetes Beutefangverhalten", halte ich für absolut legitim und richtig.

    Es geht ja gerade darum, die Ursachen für diesen schrecklichen Vorfall zu finden - und dabei eben auch entweder auszuschließen, oder tatsächlich begründen zu können, dass hier eine "grobe Fahrlässigkeit" vorgelegen hat.

    Wer braucht schon eine Heizung?

    Die Begeisterung über die Größe des Geländes ... puh, was glaubt sie kostet es, das gesamte Gelände ausbruchssicher einzuzäunen?

    Mit einem 6-stelligen Betrag kommt man für die Sanierung nicht hin.

    Da wird wieder provisorisch irgend etwas zusammengeschustert, auf kleinstem Raum, weil für mehr kein Geld und auch keine Arbeitskräfte vorhanden sind.

    Hat sie überhaupt eine Genehmigung für dort für ihr Projekt?

    Sorry, aber sind alle die sie unterstützen und so hochjubeln dermaßen verblendet, dass sie nicht merken in welch irrealer Blase V.B. lebt?

    Der Schniedel auf den Fotos im vom mir verlinkten Artikel passt aber nicht zu einer Hündin ...

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    Es ist NICHTS bewiesen, außer dass eine Joggerin durch einen der Hunde getötet wurde.

    Es kam irgendwann - sehr früh - eine Information, es hätte Fotos von privatem Schutzhundtraining auf der zu dem Zeitpunkt schon gelöschten fb-Seite gegeben, mit dem Kommentar der einer der Halterinnen: "Elmo lässts krachen".

    Von diesen Fotos wurden angeblich Screenshots gemacht, im von mir verlinkten Artikel wird behauptet, dies wäre Elmo beim entsprechenden Training.

    Bisher ist das unbewiesen - aber mit Sicherheit geht die Staatsanwaltschaft auch diesen Hinweisen nach.

    Fakt ist, dass die Ermittlungen aufgrund Fahrlässigkeit aufgenommen wurden, und wenige Tage später - unmittelbar nach dem Aufkommen der bisher unbewiesenen Behauptungen von Schutzhundetraining mit Elmo - eine Erweiterung auf "grobe Fahrlässigkeit" von der Staatsanwaltschaft veranlasst wurde.

    In diesem Zusammenhang kam auch zeitnah eine Stellungnahme des betreffenden Vereins, in dem klar gestellt wurde, es wäre zwar mit Elmo versucht worden, in ein Schutzhundetraining einzusteigen; Dieses wäre aber mangels Interesse von Elmo an der Beute gar nicht erst weitergeführt worden, er wurde als "ungeeignet" beurteilt.

    Das schließt aber nicht aus, dass privat versucht wurde, dieses Interesse an Beute zu erhöhen.

    Aber: NICHTS davon ist bewiesen, und es wird Monate dauern, bis diesen ganzen Hinweisen nachgegangen wurde.

    Weil vor vielen, vielen Seiten gefragt wurde, ob die Hunde unterscheiden koennen, hier nochmal ein Video dazu

    https://m.facebook.com/story.php?stor…100000373707000

    Ich sehe da einen Schäferhund, der sehr präzise und klar (Beißarm = Beute, Mensch = Nichtbeute) ausgebildet wurde.

    Ich habe nirgends in Frage gestellt, dass dies bei einem Schäferhund möglich ist, diese Klarheit bei der Ausbildung zu erhalten, und habe das mit der Phylogenese der Rasse(n) Schäferhund auf Wehrverhalten begründet.

    Dass die HHin erstmal ihre Hunde nach Hause brachte, leuchtet mir ein. Aber wann hat sie per Telefon den Notruf verständig Schock hin oder her, Telefon nicht dabei gehabt, verstehe ich.
    Aber Berichten zufolge (wenn sie stimmen) lief sie erst zurück zum Tatort und tätigte dann erst den Notruf?

    Je nach Zeitungsbericht gibt es da auch widersprüchliche Informationen (Gerüchte? Sachen, die einfach nur zusammengereimt wurden?), weshalb ich diese erst mal außen vor lasse - eben auch, weil jedes einzelne Gerücht das Kopfkino in bestimmte Richtungen triggert, Kopfkino, welches mit den individuellen Erfahrungen einzelner Leser zusammenhängt.

    Tobie Ja, ist mir auch unverständlich, DSH mit AmStaff (&Co) gleich zu setzen, im Sinne von "Parallelen zu sehen".

    Weil die meisten Menschen in einer solchen Ausnahmesituation kaum genug Gehirnzellen zusammen bekommt, um was anderes zu tun, als zu stammeln, was gerade am meisten Raum im Kopf einnimmt.

    Vielleicht hat der Gedanke: "Die Welpen :shocked: - nicht die Mutterhündin, bitte nicht die Mutterhündin!" in dem Moment sehr viel Raum eingenommen?

    Weißt du es?

    Mir fallen da so Sachen wie "moralisches Dilemma", und hier auch der Film "Sophies Entscheidung" ein ...

    Genau deshalb will ich weder über die Halter, noch über das Opfer, die getötete Nachbarin, und mögliche Ursachen spekulieren.

    Für mich ist nur eine Frage derzeit offen: Warum Elmo, obwohl auch 2 weitere Hunde beteiligt waren?

    Diese Frage kann ich nicht beantworten.

    So wirklich valides Datenmaterial zu einer tatsächlich erhöhten Gefährlichkeit dieser Rasse/dieses Hundetypus scheint es schließlich nicht zu geben. Für die Rasseliste spricht somit in meinen Augen erstmal nur, dass AmStaffs leider besonders häufig bei ungeeigneten Haltern landen, die die Rasseeigenschaften nicht ernst nehmen und die Hunde nicht adäquat erziehen und führen.

    Ich betone noch einmal, dass namhafte Kynologen diesem Hundetypus KEIN höheres Gefahrenpotential zuschreiben, sondern die Gefahr des "Entgleisens" eben durch ungeeignete Haltung verursacht sehen (Hunde, die genetisch "nicht rund im Kopf" sind, und deshalb völlig unvorhergesehen eskalieren, dürften in jeder Rasse vorkommen, und sind hier "mal außen vor", weil das eben Extreme sind, auf die niemand Einfluss hat).

    Der Grund liegt in der Missachtung der Anlagen oder auch dem Ausnutzen der Anlagen für gefährliche Zwecke - und das betrifft genauso die Halter, die mit der Motivation zu beweisen, wie ungefährlich diese Rasse/n doch sind, und dabei völlig übersehen, dass sie "die lange Zündschnur/die Gutmütigkeit im Verhalten gegenüber dem Menschen" über ein für den Hund erträgliches Maß ausnutzen, bis der Hund nicht mehr anders kann, als auch die Halter mit der Motivation, sich einen "gefährlichen Hund" als Statussymbol zu erziehen (und die Graubereiche dazwischen).

    Hier stimme ich dem Trainer im von hasilein75 verlinkten podcast uneingeschränkt zu, dass bei bestimmten Veranlagungen bessere, stärkere Prüfungen für die Haltungseignung des Menschen gemacht werden müssten - Menschen, die aufgrund erforderlicher Erkenntnisse eben erkennen können, wann ein Verhalten in eine gefährliche Richtung laufen könnte, und wie man dieser entgegenwirkt.

    Das sind aber auch Menschen, die die Motivation haben müssen, eben genau diesen Typus Hund nicht gefährlich werden zu lassen.

    Im vorliegenden Fall dürfte es sich aber vermutlich anders verhalten.

    Vermutlich - aber vielleicht auch nicht.

    Es wird (auch) in diesem Fall keine Ergebnisse geben, die einen 100%igen Rückschluss auf die Ursache geben könnten.

    Es wird nur Wahrscheinlichkeiten geben, deren Zusammenspiel den Tathergang erklären könnten.