Beiträge von Hundundmehr

    Hunde agieren auf Aktion und Reaktion und malen sich im Kopf nicht vorher irgendwelche Theorien aus, bei denen es darum geht abzuwägen ob das was sie gerade machen Gut oder Böse ist.

    Natürlich "malen sie sich nicht vorher Theorien im Kopf aus" - aber sie LERNEN, und haben über dieses Lernen eine Vorstellung, die nachhaltigen Einfluss auf Aktion und Reaktion hat.

    Vom Gesetz her ist ein Biss zunächst immer als gefährlich einzustufen, erst eine genauere Betrachtung/Untersuchung kann feststellen, ob durch bestimmte Umstände trotz Biss keine Gefährlichkeit vorliegt.

    Hier wurde eine Halterin von einem ihrer eigenen Hunde mehrfach gebissen, aufgrund einer Gruppendynamik innerhalb eines festen Sozialverbandes.

    Ich weiß nicht in welcher Welt man leben muss, um eine solche Gruppendynamik als normal zu empfinden.

    Darüber hinaus dann auch noch davon auszugehen, dass diese Dynamik sich niemals-nicht auch in der Umwelt auswirkt, niemals Außenstehende betreffen würde, ist dermaßen unrealistisch, dass ich nur noch mit dem Kopf schütteln kann.

    Ja, manche Sachen passieren aufgrund des Zusammentreffens mehrerer unglücklicher Umstände - und das ist schon schlimm genug.

    Muss dann mit dem Wissen um eine solche Gruppendynamik auch noch die Gefahr in Kauf genommen werden, Unbeteiligte dieser Gefahr auszusetzen?

    In dem vorliegenden Fall hat die Frau sich selber helfen können - aber was wäre passiert, wenn sie auf Hilfe Außenstehender - z. B. Rettungskräfte/Notarzt - angewiesen gewesen wäre?

    Wir wissen im vorliegenden Fall nicht, was zu dieser Auseinandersetzung zwischen den Hunden geführt hat, und warum die Halterin mehrfach gebissen wurde.

    Genauso wenig wissen wir, ob die Halterin sich dieser Dynamik bewusst war, ob sie leichtfertig war, ob sie sich übernommen hat - oder ob eben ein unglückliches Zusammentreffen von Umständen zu einer Ausnahmesituation geführt hat.

    Genau das muss untersucht werden, und so lange das nicht feststeht, ist von einer Gefährlichkeit der Hunde auszugehen.

    EIN versehentlicher Biss, als Kollateralschaden, ja, das könnte ich verstehen - aber mehrfach?

    Ich empfinde es als Bagatellisierung, hier zumindest nicht mal die einzelnen Hunde als auch die Gruppenkonstellation als "gefährlich" anzunehmen, und es erschreckt mich ungemein, wie derlei Verletzungen als "kann ja mal passieren" abgetan werden.

    Mir fällt da der Fall der Dogwalkerin zu Beginn dieses Jahres ein

    Dachshunds and Leonberger among eight dogs seized after fatal mauling of dog walker, 28 | Daily Mail Online

    da wurde hier auch hinsichtlich der Gruppengröße arg diskutiert, und eben auch hinsichtlich der Gruppenkonstellation, und welche Dynamiken entstehen (können), wenn nur ein Hund ein entsprechendes Potential mitbringt.

    Mir macht gerade diese Gruppendynamik Angst - eine Hundegruppe, in der eine solche Dynamik entstehen kann, hat nicht mehr gemeinsam in der Öffentlichkeit geführt zu werden.

    Hinsichtlich der gesundheitlichen Themen bei Dalmatiner und Boxer bin ich nur absolut oberflächlich informiert, meine aber, dieses Gesundheitsthema ist beim Labrador-Retriever "überschaubarer".

    Ich empfehle immer eine VDH-Zucht, weil ich der grundsätzlichen Ansicht bin: Nur wer bereit ist, bestimmte Vorgaben einzuhalten, und diese Einhaltung eben auch von einem "oberen Organ" kontrollieren zu lassen, ist seriös.

    Das ist keine Garantie, und natürlich gibt es auch hier verbesserungswürdige Aspekte (wie fast überall im Leben) - aber es ist einfach gerade für "Neueinsteiger" super schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen - denn erzählen, wie "toll, seriös, und fantastisch durchdacht" eine Zucht ist, ist unglaublich leicht; Die Kontrolle für Außenstehende, was da tatsächlich dran ist, ist allerdings schwierig, und teilweise ohne Kenntnisse in der Genetik überhaupt nicht nachvollziehbar.

    Natürlich gibt es auch Dissidenzvereine, die den Anschein von Seriosität erwecken, obwohl deren "Ahnentafeln" das Papier, auf dem sie gedruckt werden, nicht wert sind - aber wie soll das jemand erkennen können, der sich mit dieser Materie überhaupt noch nicht auskennt?

    Macht es euch leicht, damit ihr eurem Traum so nah wie möglich kommt.

    Da ist der Retriever in jedem Fall näher als der Beauceron.

    Letztendlich wäre für mich persönlich jetzt noch der gesundheitliche Aspekt genauer zu betrachten: Welche Baustellen können mit welcher Wahrscheinlichkeit auftreten, welche Einschränkungen bedeuten diese im Fall des Falles für die Lebensqualität des Hundes, aber auch die Lebensqualität des Menschen?

    Vielleicht mal zur Verdeutlichung, wie ich das mit dem "Traum realisieren" meine:

    Als Jugendliche habe ich von einem schwarzen Hengst, der sich nur von mir Reiten lässt, und einem Schäferhundrüden, der nur auf mich hört, und mich mit seinem Leben verteidigt, geträumt...

    ... geworden ist es dann in späteren Jahren ein brauner Wallach, mit dem ich meinen Reittraum gelebt habe, und ein Golden Retriever, der wunderbar in die Welt meiner kleinen Familie passte, geworden.

    Ist jetzt natürlich überzogen, so als Jugendliche war ich nicht besonders realistisch hinsichtlich meiner Träumereien - aber so als Beispiel doch gut brauchbar, um bei der Erfüllung von Träumen auch mal abzugleichen, was in der Realität auch gut umsetzbar sein könnte - damit man seinen Traum auch leben kann, und nicht doch plötzlich in einem Albtraum erwacht.

    Viel Erfolg bei eurer Suche!

    Bei "groß, kurzhaarig, bulliger vom Typ, verträglich, regulierbares Jagdverhalten, sportlich engagiert", und dann in Bezug auf eine "Einsteigerrasse" - fällt mir eigentlich spontan nur der Labrador Retriever ein, auch mit Blick auf euren sonstigen "Zoo", den ihr habt.

    Den Beauceron finde ich persönlich schon zu speziell, weil dieser Erziehungsfehlern und auch Managementfehlern gegenüber weniger tolerant ist, als ein Labrador.

    Mit einem Retriever-Hundetyp trefft ihr auch auf weniger "Voreingenommenheit" in eurer Umwelt - ein Faktor, der einfach zusätzlich belastet, wenn auch "nur" bei der eigenen Einstellung.

    So wie ihr euer Leben gestaltet - ich finde das hochinteressant, und auch etwas außergewöhnlich - würde ich für den Einstieg einfach eine Rasse bevorzugen, bei der keine großartig spezialisierten Rassekenntnisse notwendig sind.

    D.h. jetzt nicht, dass der Labrador pflegeleicht und selbsterziehend ist, und auch seine Spezialisierung - Jagdverhalten - ist zwingend zu berücksichtigen.

    Er bringt aber Eigenschaften mit, die der Anpassung an das Leben mit Menschen entgegenkommen, und genau das würde ich an eurer Stelle nutzen.

    Das HTS-Konzept ist ein uralter Zopf in neuem Gewand, es basiert auf Dominanz, Einschüchterung und Furchtkonditionierung

    Raumverwaltung ist dabei Dominanz.

    Rückwärtsdenken ist Einschüchterung.

    Rot-Gelb-Grüne Ampel ist die einfache Erkenntnis aus den Lerntheorien, dass Lernen nur im niedrigen Stresslevel möglich ist, um das erwünschte Ziel zu erreichen.

    Einfach alten Worten ein neues Gewand geben - und schwupp, biste Hundeflüsterin die was Neues erfunden hat.

    Für mich eine Basis, die ich mit meinen Hunden nicht haben möchte.

    Edit: ich habe mich schon vor Jahren intensiv mit diesem Konzept befasst, auch in dem Zusammenhang, dass A.B. Mitinitiatorin des völlig abstrusen Konzeptes "vererbte Rudelstellungen" war, und mWn ihre "Erkenntnisse" aus diesem Esoterikkram immer noch in ihr eigenes Konzept eingearbeitet hat und anwendet bei der Einschätzung (Anamnese) eines Hundes.

    Was bei der HHF angemahnt wird, wird hier auch gemacht - wo ist der Unterschied (rein auf die Unterbringung bezogen)?

    Dass sie nicht nur darum wissen, sondern ich ihnen abkaufe dass die notwendigen Sachen zügig gemacht werden.

    Die Zustände bei der HHF sind ja seit Jahren so, und es hat sich nichts geändert.

    In diesem Fall musste etwas schnellstmöglichst aus dem Boden gestampft werden, man weiß um die Unzulänglichkeiten, und ich würde ihnen jetzt gerne etwas Zeit geben und abwarten, ob das was fehlt noch gemacht wird.

    Verstanden habe ich es auch so, dass bei der Fertigstellung mal Pause gemacht wurde, wobei ich die Begründung auch gut nachvollziehen konnte: Es besteht wohl Zeitdruck, weil Blue sehr zügig dort einzieht, und das Gehege wurde schnellstmöglich aus dem Boden gestampft. Aufgrund dieses zeitlichen Drucks hat die bisherige Arbeit dafür bei jeder Wetterlage statt gefunden, und der Mann ist wegen des Dauerregens immer pladdernass geworden, weshalb er jetzt mal einen Tag Pause einlegt, weil zumindest eine sichere Unterbringung mit Schutzhütte eingerichtet ist.

    Klar ist "schön" anders - aber einige Sachen können eben auch gemacht werden, wenn der Hund schon da ist.

    Was mich deutlich mehr beeindruckt hat: Welcher Aufwand dort betrieben wird, betrieben werden muss, für einen einzigen Hund, der zudem überhaupt nicht vorgesehen war sondern vom Halter einfach aufgedrückt wurde!

    Dieses Engagement finde ich einfach nur beeindruckend, zeigt aber einmal mehr auf, dass hier die Gesetzeslage deutliche Schieflage hat.

    Es kann meiner Meinung nach einfach nicht angehen, dass Menschen sich ihrer Verantwortung für einen Hund so dermaßen einfach entziehen können.

    Das macht mich unfassbar wütend!

    Wenn man bedenkt, wie viele solcher Vorfälle (Kopfhaut abreißen/ins fehlgeleitete Beutefangverhalten kippen etc.) ohne entsprechenden Kontext auftreten. Ist wie mit den Bällchen...wie viele Hunde spielen mit Bällchen (ob das jetzt gut oder schlecht ist, ist eine andere Diskussion) und töten keine Kinder. Dr. Feddersen Petersen wollte aber wegen der Korrelation ein Ballspielverbot für Hunde...

    Gruselig, wie sehr du hier Fakten verdrehst, um hier selber als alles-kennende Hundeversteherin dazustehen, die mehr weiß/es besser weiß als eine Koryphäe wie Fed-Pet... denn nichts anderes tust du hier: Fed-Pet diskreditieren, indem du ihre Aussagen aus dem Kontext ziehst und verfälscht darstellst, um deine (unbewiesene) Aussage von "Hunden die du kennst und das machen, und trotzdem völlig gesund im Kopf sind" zu untermauern.

    1. Fed-Pet hat die üblichen Bällchenspiele (also das sinnlose Werfen-Bringen lassen-Werfen-Bringen lassen) abgelehnt wegen der hohen Suchtgefahr (Ball-Junkies).

    2. Das Verbot von Ballspielen wurde von ihr gefordert für das "Spiel" des Schredderns von mindestens fußballgroßen Bällen, wo Hunde animiert wurden, diese großen Bälle aggressiv zu zerstören; Dies mit Hinweis auf ein mögliches Entgleisen aufgrund des Faktes, dass ein Kinderkopf große Ähnlichkeit mit einem Ball hat, gerade bei kleineren Kindern (das Körpergrößen-Kopf-Verhältnis ist gerade bei kleineren Kindern anders als bei Erwachsenen, deren Kopf zudem nicht in einer so guten Reichweite ist wie bei Kindern).