Beiträge von Hundundmehr

    MoniHa Was liest du aus meinem Post? :shocked:


    Dennoch ist ein Stundenplan schlicht und einfach Quatsch.

    Da nach dem Schema: "heute x Minuten Sache y machen", ist Schmarrn.

    Beides habe ich überhaupt nicht geschrieben!

    Das ist alleine deine Interpretation.

    .............

    Vermutlich reden wir gerade aneinander vorbei?

    Schau mal, darauf habe ich reagiert:

    als solche, die zwar Züchter als Gütesiegel vor sich hertragen, aber Wurf nach Wurf nach Wurf produzieren und sich um keinen recht kümmern und Hauptsache mit 8 Wochen weg.

    "Hauptsache mit 8 Wochen weg" - und in dieser Zeit kümmern sie sich nicht, und produzieren Wurf um Wurf.

    Dieses "nicht kümmern, Hauptsache mit 8 Wochen weg" habe ich aufgegriffen und näher erläutert, indem ich darauf hingewiesen habe, was "kümmern" bedeutet - und das geht eben nur mit Wissen.

    Hm - im GRC musst du Pflichtseminare belegen, die regelmäßig angeboten werden, um überhaupt einen ersten Wurf machen zu dürfen. Außerdem musst du jedes Jahr Fortbildung machen, um eben auch auf dem neuesten Stand zu bleiben.

    Das ist beim Pudel nicht so?

    Hm ... :denker:

    Dann ist der Standard hinsichtlich des Anspruchs an die Züchter beim GRC höher - und mMn muss das auch genau so sein.

    Spoiler anzeigen

    Beim letzten Züchter, wo mein João herkommt, war ich in einer vom Züchter eingerichteten Gruppe für die Welpeninteressenten (tatsächlich nur so viele, wie er auch Welpen hatte, er hatte dafür schon eine Vorauswahl getroffen).

    Wir wurden täglich mit Fotos und Videos versorgt von der Entwicklung der Welpen von deren 3. Lebenstag an.

    Wir konnten Fragen stellen, es gab mehrere Videochats - so viel "Luxus" hatte ich noch bei keinem anderen Welpen, dass ich nahezu "hautnah" die Entwicklung mitbekommen konnte.

    Es war zu sehen, mit welchen neuen Anreizen die Welpen immer wieder versorgt wurden.

    Ein Beispiel davon: Es gab - ich meine, ab der 4. Woche, müsste es aber noch mal genau nachsehen bei Bedarf - ein Wackelpad in der Welpenstube, und ein paar Tage später eine Welpenschaukel.

    Bei João ist tatsächlich deutlich zu merken, dass er nicht nur unterschiedliche Untergründe beizeiten während der Aufzucht kennen gelernt hat - auch wackelige Untergründe sind für ihn überhaupt kein Problem, die läuft er ohne irgendwie mit der Wimper zu zucken.

    Ich nehme ich täglich mit dem Hundebuggy mit, und er geht da gerne und freiwillig rein, und egal wie wackelig die Fahrt ist (ich bin oft und gerne im Wald auch auf Wegen, die eher "naturbelassen" sind, also nicht wirklich eben) - das stört ihn nicht die Bohne.

    Diese Basis im Umgang mit solchen "wackeligen Sachen" wurde vom Züchter gelegt, durch das Anbieten entsprechender Reize, mit denen der Welpe sich freiwillig-neugierig befassen konnte.

    Jeder Welpe wurde regelmäßig schon bevor er die Augen offen hatte von den Züchtern an menschliche Nähe gewöhnt, wurde auf den Arm genommen, auf den Bauch gelegt und liebevoll gestreichelt.

    All das merkt man João an.

    Es ist diese Sorgfalt, hinter der eben auch Wissen steckt, die einen seriösen Züchter von einem Vermehrer unterscheidet.

    Das nur mal als kleiner Einblick in das, worauf die Züchter von João geachtet haben.

    Edit: João ist nicht von einem GRC-Züchter, sondern von einem DRC-Züchter; War nicht bewusst, sondern hat sich so ergeben.

    Klingt immer so fürchterlich technisch und durchgetaktet. Genauso hab ich das beim ersten Wurf auch gemacht :see_no_evil_monkey: Hab ich das und das schon abgehakt?

    Dabei ist es vollkommener Quatsch.

    Das ist überhaupt kein Quatsch, wie kommst du zu dieser Bewertung?

    Wenn du für dich, und deine Umsetzung in der Praxis festgestellt hast, dass du all diese Anregungen und Lernreize völlig problemlos in deinen Alltag integrieren kannst, ist das doch ganz wunderbar.

    Nur so, wie du das schreibst, liest es sich so, also könnte jeder Unbedarfte ja Welpen großziehen, weil dazu kein besonderes Wissen notwendig ist.

    Weißt du - mein João hat 10 Geschwister; Ich kann mir nicht vorstellen, dass es möglich ist diese "so ganz nebenbei" mit durch den Alltag laufen zu lassen.

    Züchter müssen nicht ohne Grund etliche Seminare absolvieren, eine Abnahme der Zuchtstätte vornehmen lassen, als Erstzüchter einen erfahrenen Züchter an der Seite haben - neben den ganzen Bedingungen für die Hunde, die zur Zucht eingesetzt werden müssen.

    Ohne Wissen funktioniert seriöse Zucht nicht!

    und Hauptsache mit 8 Wochen weg.

    Nicht vergessen: Dass bei diesen Vermehrern nichts gemacht wird, was die Welpen auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet, dass eben auch teilweise wesentliche Umfeldreize fehlen (z. B. unterschiedliche Untergründe, auf denen die Welpen laufen - oder noch schlimmer: Sie haben noch nie gesehen, was außerhalb ihrer Geburtskiste ist, kennen keine Temperaturunterschiede, keine unterschiedlichen Lichtverhältnisse) - Umweltreize, die für eine normale Gehirnentwicklung notwendig sind, damit das Gehirn auch später normal arbeiten kann.

    Gute Züchter achten auf all das und eben noch mehr , z. B. das Kennenlernen von Alltagsgeräuschen in der Wohnung, wie Staubsauger, Spülmaschine, Waschmaschine, Türklingel, positive, liebevolle menschliche Nähe, regen mit unterschiedlichen Spielzeugen unterschiedlichste Wahrnehmungen an, machen kleine Autofahrten und kleine Ausflüge in den Wald, sorgen dafür dass der Welpe auch einen Hund sieht, der anders aussieht als er und seine Mutter, schult die Mobilität und den Gleichgewichtssinn durch entsprechende Spielangebote, undundund...

    Könnt ihr die Diskussion über die korrekte Arbeit von Jagdhunden bitte hier nicht ausufern lassen?

    Spielt aber eine Rolle für die Thematik und der wie so oft unstimmigen Argumentation von Hundundmehr

    Weil du etwas nicht begreifst, ist es für dich unstimmig.

    Ja, fällt tatsächlich immer wieder bei dir auf.

    Für alle anderen: Es geht um Spezialisierungen, und um die Auswirkungen, wenn dieses Spezialisieren überreizt wird.

    Dabei bekommt man bei der Selektion auf bestimmte Jagdverhaltenssequenzen aber nie nur diese eine Spezialisierung, sondern immer das gesamte Jagdverhaltenspaket, nur dass die Spezialisierung eben besonders gut ausgeprägt ist.

    Deshalb ist es absoluter Schwachsinn, Hunde (in diesem Fall Schweißhunde, Bracken) mit einer völlig anderen Spezialisierung nur aufgrund der Tatsache, dass hier eine gewisse Härte mit zum Gesamtpaket gehört, in einen Topf zu werfen mit Hunden, die eine völlig andere Spezialisierung (Stellen und Töten) aufweisen.

    Was jetzt beim XL oder auch XXL-Bully (es gibt ja noch nicht einmal einen festgelegten Rassestandard, weil nur auf ein bestimmtes Erscheinungsbild hin gezüchtet wird) schiefgelaufen ist, dass ein signifikant hoher Anteil ein völlig unvorhersehbares Verhalten ohne spezifischen, erkennbaren Auslöser zeigt, kann derzeit niemand sagen.

    Wie soll man etwas "ausmerzen", also durch gezielte Selektion wieder wegbekommen, wenn die Ursache völlig unbekannt ist?

    Genetik ist nun einmal ein hochkompliziertes Gesamtkonstrukt, wo beimDrehen an einer "Stellschraube" nicht, oder eben nur sehr eingeschränkt, überschaut werden kann, was dies in anderen Bereichen bewirkt.

    Wann bitte wurde diese von dir genannten Spezialisten auf diese Sequenz spezialisiert?

    Bei Vorstehhunden gibt es den sogenannten Härtenachweis, und das ist auch gut so. Sie müssen schnell und effizient Füchse und anderes Raubwild töten, Schweißhunde müssen effizient Rehe töten können.

    https://www.jgv-lueneburger-heide.de/haertenachweis----.html

    Das beantwortet nicht meine Frage!

    Ich habe gefragt, wann sie darauf SPEZIALISIERT wurden!

    Vielleicht mal dem Finanzamt einen Tipp geben?

    "Hobbyzucht" heißt eben auch, dass ein bestimmter Verdienst nicht überschritten werden darf.

    Und was ändert das? Denkst du ernsthaft an Einkreuzungsprojekte um die wertvolle Rasse zu retten?

    Damit meintest du aber nicht mich, oder?

    Für mich ist bei diesem Experiment "imposantes (oder eher gefährliches) Aussehen mit noch mehr Masse für den erwünschten Effekt" genau so viel schief gelaufen, wie bei den körperlichen Qualzuchten - zu viel schief gelaufen, da ist nichts mehr zu retten.

    Es hat doch nichts mit Haltung/ungeeigneter Haltung zu tun, dass ein signifikanter Anteil dieser Hunde unkontrollierbar und völlig unvorhersehbar austicken; Es hat mit Genetik zu tun, die so sehr ins Extreme verzerrt wurde, dass ein vorhersehbares Verhalten, beruhend auf einem ausgewogenen, genetisch festgelegten arttypischen Verhalten, nicht mehr vorhanden ist.

    Irgendwann ist bei der Potenzierung von bestimmten Merkmalen die Grenze erreicht, und es entsteht ein völlig artuntypisches Verhalten.

    Das ist Qualzucht, nur eben im Verhaltensbereich.

    Das bekommt man auch mit der besten, fachkundigsten Haltung nicht vorhersehbar, und damit kontrollierbar.

    Die Hunde tun mir leid, denn sie können nichts dafür, dass sie sind wie sie sind.