Beiträge von Hundundmehr

    Muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich mag diesen Satz nicht.

    Es kann jeder für sich selber entscheiden, nur sollte derjenige dann auch zu der Entscheidung stehen und sich selbst gegenüber auch eingestehen, dass bei dieser Entscheidung eben die eigenen Vorstellungen/Befindlichkeiten höher gestellt werden als die Befindlichkeiten der Lebewesen, die dadurch - mal mehr, mal weniger - Probleme haben.

    Eine Sterilisation halte ich hier für die bessere Möglichkeit, weil hierfür eben keine Organentnahme nötig ist, und dennoch eine Fortpflanzung verhindert wird.

    Wie flying-paws schrieb, ist auch der Umgang zwischen Rüde und Hündin auch im eigenen Haushalt eine Erziehungssache.

    Ja, es gibt medizinische Gründe für Kastrationen, es gibt sicher Rüden, die von der Natur eine Überproduktion Testosteron mitbekommen haben.

    Leider ist aber nur wenigen Hundehaltern bekannt, dass die Fehlregulation im Testosteronhaushalt eben auch durch Erziehungsmängel hervorgerufen werden kann.

    Zum Thema "Nur Fell hat sich geändert": Es ist schon eine Hausnummer, bei einem um die 25kg-Hund mit längerem Fell einen Fellmangel zu pflegen, weil der Zeit- und Arbeitsaufwand sehr groß ist, zumal der Husky ja ein "doppeltes Fell" hat.

    Diese "Zoomies" bzw. "dolle 5 Minuten" sind das Eine.

    Es gibt aber durchaus Welpen, die einfach in alles reinhacken, ohne "drüber" zu sein - einfach, weil sie noch "härter" sind, oder weil die entsprechenden Erfahrungen für Beißhemmung fehlen.

    Klar, ein Welpe lernt natürlich Grundsätze der Beißhemmung im Spiel mit seinen Geschwistern.

    Nur ist es - nicht nur rasseabhängig - auch bei unterschiedlichen Würfen unterschiedlich mit der Ausprägung des Miteinanders.

    Beißhemmung im Spiel mit den Geschwistern ist eben nicht gleichbedeutend mit einer Beißhemmung z. B. dem Menschen gegenüber - denn dieser Lerntransfer findet erst im Umgang mit dem Menschen statt.

    Der Mensch ist aber nicht durch Fell geschützt, und auch sein Verhalten, wenn es zu fest wird, ist ein anderes als mit Welpengeschwistern.

    Dieses Verhalten ist eben - weil menschlich - nicht so klar zu verstehen, oder wird sogar missverstanden (z. B. Schubsen als weitere Spielaufforderung).

    Also: Hackt der Welpe nur rein in Situationen, wo er drüber ist, dann muss hinterfragt werden was am Alltag des Welpen zu ändern ist, dass er nicht mehr überdreht.

    Hackt der Welpe aber immer rein, auch wenn er nicht überdreht ist, dann muss mit Geduld an der Beißhemmung gearbeitet werden.

    Runterfahren und Beißhemmung sind zwei unterschiedliche Lernziele, aber beide können nur in niedriger Reizlage erlernt werden.

    1. Two is better than One Du redest es dir schön, wie es in deine Welt passt.

    2. auch, aber nicht nur für *Sascha* :

    Zitat


    Hierbei ist somit immer zu fragen, ob die Zufügung von Schmerzen, Leiden oder Schäden beim Tier erforderlich, verhältnismäßig und ohne andere Möglichkeiten ist (Hirt/Maisack/Moritz, TierSchG: Kommentar, 2. Auflage, München 2007, § 6 Rn. 20).

    aus: Die Kastration des Hundes – eine juristische Betrachtung (kanzlei-sbeaucamp.de)

    Die Ausnahme für "Nutzung und Haltung" bezieht sich grundsätzlich auf Nutztiere.

    Da ich aber wie gesagt es nicht in Ordnung finde ohne medizinischen Grund Organe zu entfernen kommt dies nicht in Frage.

    Laut tierschutz Gesetz ist es meine ich auch verboten einfach Organe zu entfernen.

    Da ich diesen deinen Beitrag gar nicht so oft liken kann, wie ich es eigentlich möchte, hier an dieser Stelle:

    :gott: :gott: :gott:

    Da möchte man gerne zwei Hunde halten, die nicht gleichen Geschlechts sind, aber weil das ja zu aufwändig und unbequem ist, muss davon dann natürlich einer amputiert werden, damit es für den Menschen besser passt.

    Das. Ist. Verboten!

    Zu Recht.

    Weil es die Hunde ausbaden müssen.

    Mit einer nicht medizinisch begründbaren Organentnahme.

    Ich hoffe, die TE findet keinen Tierarzt, der sich dafür bereit erklärt.

    Einfach nur unempathisch den Hunden gegenüber.

    Du hast doch Retriever?!?

    Die lassen sich ja schon aufgrund ihres weichen Mauls nur begrenzt vergleichen. Da sind andere Rassen einfach anderes Kaliber.

    Hattest du schon mal Retriever, und diese von Welpe an aufgezogen?

    Wohl nicht, denn dann wüsstest du, dass diese nicht mit einem "weichen Maul" geboren werden.

    Außerdem: Wie in jeder anderen Rasse auch, gibt es auch teilweise deutliche Unterschiede innerhalb der Rasse.

    Dass der Halter oft die Ursache ist, zweifelst du nicht an - aber dass der Halter für die Lebensumstände (Umfeld, Umfeldbedingungen, Reizdosierung, Alltagsroutine, Beschäftigung und Ruhephasen, etc.) sorgt, ist eine Unterstellung?

    Das ist keine Unterstellung, sondern einzig dein Kopfkino.

    Hi, und danke für deine ausführlichen Beschreibungen!

    Zusätzlich zu den Vorposts noch zwei Anmerkungen:

    Schleppleine ist (leider) kein Freilauf.

    Suche dir bitte Möglichkeiten, wo dein Jungspund gefahr- und problemlos frei laufen kann.

    Dann schreibst du, du baust Pausen ein - also wohl mehrere kurze Pausen in der einen Stunde, die ihr mittags unterwegs seid?

    Grundsätzlich sind Pausen gut, aber sie müssen eben auch dazu beitragen, dass der Hund auch wieder runterfährt.

    Bei meinen Hunden habe ich schon beim Welpen Pausen gemacht, wo ich mit einem Kausnack den Effekt des Runterfahrens gezielt erreichen konnte.

    Bei den Pausen geht es ja genau darum, dass der Stresspegel (Adrenalin und Noradrenalin) wieder runterfährt - und das tut er eben nicht, wenn der Hund zwar liegt, aber doch scannt, was er als nächstes machen kann, sobald es wieder los geht.

    Hier würde ich dann weniger, dafür aber längere Pausen (mindestens 10min) etablieren, mit einem entsprechenden Kausnack für den Hund.

    Rinderkopfhaut und Ochsenziemer wären hier für mich der Kausnack meiner Wahl.

    Wasser anbieten.

    Ach ja - Schleppleine bitte IMMER am Geschirr.