Beiträge von Morelka

    Bekommt er von Lypex davon keine Bauchschmerzen oder reizt es den Magen noch schlimmer? Dann würde ich das mal bestellen. Danke übrigens für den Tipp.

    Nein, er hat damit keine Magenprobleme, denn Lypex ist ein magensaftresistentes Granulat. Die Enzyme sollen ja erst im Dünndarm wirksam werden, nicht im Magen.


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    Quelle: https://ipet.ch/vetplus-lypex?…ASAAEgL22_D_BwE

    Du brauchst für das Spezialfutter allerdings ein Formular vom Tierarzt.

    Ich habe als Enzyme übrigens Tabletten. Und die gebe ich oft vor dem Futter. Wegen verweigern von Futter mit Tabletten.

    Ja, das vergass ich zu erwähnen. Der Tierarzt muss bestätigen, dass dies das richtige Futter ist für die Erkrankung.

    Ich habe als Enzyme Lypex, das ist ein magensaftresistentes Granulat in Kapseln. Die Kapseln kann man öffnen und über jede Fütterung verteilen. Für Bongo (3.5 kg) wird eine Kapsel über den ganzen Tag verteilt. Bongo frisst das völlig problemlos, das sind ja nur ein paar Krümelchen im Nassfutter, davon merkt er gar nichts.

    Ich habe von der Notfall-Tierärztin einen Blister erhalten und habe anschliessend eine ganze Packung online bestellt (iPet, Schweizer Tierärzte-Shop).

    Ich kann das Intestinal Low Fat sehr empfehlen, Bongo frisst es gerne und hat positiv darauf reagiert.

    Aufpassen, nicht Dog Low Fat, sondern Intestinal Low Fat bestellen!

    Da ich in der Schweiz wohne, habe ich den Schweizer Shop benutzt, die Lieferungen kamen immer sehr prompt.

    Zum deutschen Shop kann ich nichts sagen.

    Zum Bellen kann ich auch nichts beitragen, Bongo bellt sowieso fast nie.

    Leider muss auch die Medikation wegen dem Lungenhochdruck so bleiben, der ist nämlich darunter stabil. Herz soweit ok.

    Wie äussert sich der Lungenhochdruck, wie wird sowas diagnostiziert?

    Bongo zeigte auch Auffälligkeiten beim Atmen, aber seitdem ich ihm Schmerzmittel gebe, sind diese heftigen Atem-Anfälle ausgeblieben. Ich schloss daraus, dass er vor Schmerzen so heftig atmete.

    Ich konnte beobachten, dass er beim Schlafen/Dösen sehr schnell atmete, dann schoss er plötzlich in die Höhe, würgte, zog die Lefzen nach hinten, atmete sehr heftig und schnell, zeigte Atemnot. Solche Attacken gingen dann nach 1 - 2 Minuten wieder vorbei.

    Als ich das bei der Tierärztin ansprach, meinte sie, er könnte vielleicht geschwollene Schleimhäute haben in den Atemwegen, seine Brachycephalie könnte ein Grund sein (er hat eine recht lange Nase, aber Chihuahuas sind natürlich trotzdem brachycephal), vielleicht ein Trachealkollaps, also zusätzliche Probleme, die nicht direkt mit der Bauchspeicheldrüse zusammen hängen. Aber es ist frappant, wie stark diese Atemanfälle seit der Schmerzmedikation fast vollständig verschwunden sind, auch nachts.

    Habt ihr noch einen Tipp, wie ich Pulver in sie rein bekomme ohne es ins Nassfutter mischen zu können?

    Ich würde das Pulver mit etwas Quark oder Joghurt vermischen und ihr das direkt von Hand anbieten. Die Verdünnung spielt keine Rolle.

    Da kann ich (leider) mitreden, ich führe soeben denselben "Kampf" betr. Bauchspeicheldrüse.

    Bongo ist 14.5 Jahre alt, Chihuahua, der im Sommer eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung hatte. Er blieb 3 Tage in der Klinik und erhielt Infusionen und ein sehr starkes Schmerzmittel (Bupac). Ich brachte ihn immer am Morgen in die Klinik und holte ihn abends wieder nach Hause, weil ich ihn nicht unbeobachtet in der Klinik lassen wollte an der Infusion.

    Er hat sich einigermassen erholt, aber ich vermute, dass er jetzt an einer Pankreas-Insuffizienz leidet. Er zeigt immer wieder starke Schmerzen im Bauch und ist gebläht. Die TÄ meinte zwar, das sei nicht Insuffizienz, das komme eher bei grossen Hunden vor, nicht bei kleinen. Aber das ist nur Statistik, EPI ist halt häufiger bei grossen Hunden, heisst aber nicht, dass nicht auch ein Chihuahua daran leiden kann.

    Die Behandlung sieht so aus (habe ich mir selber zusammen gestellt, recherchiert, mit mehreren TÄ und Spezialisten geredet):

    - das Wichtigste, fettarmes Futter, am besten unter 5%. Ich füttere Vet-Concept, Intestinal Low Fat.

    - mehrmals täglich füttern, ich verteile das Nassfutter auf 4 Mal/Tag

    - Schmerzmittel, Novalgin oder Metamizol

    - Pankreas-Enzyme zu jeder Fütterung, keine Fütterung ohne Enzyme (Lypex, Kapsel öffnen, Granulat übers Futter streuen)

    - Simeticon gegen Blähungen, d.h. Sab Simplex übers Futter. Das wirkt rein physikalisch, wird nicht im Körper aufgenommen, wirkt als Entschäumer

    - Probiotika

    - Präbiotika

    - Falls nötig Basenpulver gegen Magen-Übersäuerung

    Bitte besprich mit Deinem Tierarzt, was das Beste wäre für Deinen Hund, denn was ich hier aufzähle sind die Massnahmen, die ich getroffen habe, um Bongo noch ein paar Tage/Wochen(?) Lebensqualität zu geben. Das ist sehr individuell für Bongo, das heisst nicht, dass es auch bei Deinem Hund das Richtige ist.

    Am Freitag habe ich eine Besprechung mit der Internistin, um das Vorgehen nochmals abzustimmen. Eine US-Untersuchung des Bauchraums will ich ihm nicht mehr zumuten, denn sein Bauch ist schmerzhaft und gebläht, einen grossen Benefit an Diagnose erwarte ich nicht davon, wenn überhaupt was zu sehen ist.

    Ich behandle ihn momentan nur noch palliativ und achte darauf, dass er möglichst wenig Stress und keine Schmerzen hat. Wenn die Mittel nicht mehr wirken und er keine Lebensqualität mehr hat, lasse ich ihn gehen.

    Das ist nur in diesem Fall so und der Trainer verkauft es seinen Kunden eben auch so dass die anderen ihre Hunde immer nur mit Leckerlis Vollstopfen und ohne gar nichts mehr funktioniert.

    Das deutet auf die alte Einstellung hin von "Ich Chef, Du Sklave, führ gefälligst meine Kommandos aus, auch ohne Leckerlis!"

    Offenbar gibt es noch immer HH und Trainer, die sowas ernsthaft glauben und umsetzen wollen (ich meine damit nicht Dich, Dornenrose ).

    Wichtig ist doch in erster Linie, dass man ein Verhalten des Hundes deutlich bestärken kann durch eine Belohnung... bei den meisten Hunden sind das halt nun mal Gudelis. Was soll daran falsch sein?

    Was für ein Welpe ist es denn? Unter "Welpe" kann ich mir alles vorstellen, vom Zwergpinscher bis zum Maremmano...

    Was genau macht Dir dabei denn Angst, bzw. negative Gedanken? Die "Baby-Situation" mit einem quirligen(?) Welpen oder die 15 Jahre, die auf Dich zukommen als Hundehalterin?