Da kann ich (leider) mitreden, ich führe soeben denselben "Kampf" betr. Bauchspeicheldrüse.
Bongo ist 14.5 Jahre alt, Chihuahua, der im Sommer eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung hatte. Er blieb 3 Tage in der Klinik und erhielt Infusionen und ein sehr starkes Schmerzmittel (Bupac). Ich brachte ihn immer am Morgen in die Klinik und holte ihn abends wieder nach Hause, weil ich ihn nicht unbeobachtet in der Klinik lassen wollte an der Infusion.
Er hat sich einigermassen erholt, aber ich vermute, dass er jetzt an einer Pankreas-Insuffizienz leidet. Er zeigt immer wieder starke Schmerzen im Bauch und ist gebläht. Die TÄ meinte zwar, das sei nicht Insuffizienz, das komme eher bei grossen Hunden vor, nicht bei kleinen. Aber das ist nur Statistik, EPI ist halt häufiger bei grossen Hunden, heisst aber nicht, dass nicht auch ein Chihuahua daran leiden kann.
Die Behandlung sieht so aus (habe ich mir selber zusammen gestellt, recherchiert, mit mehreren TÄ und Spezialisten geredet):
- das Wichtigste, fettarmes Futter, am besten unter 5%. Ich füttere Vet-Concept, Intestinal Low Fat.
- mehrmals täglich füttern, ich verteile das Nassfutter auf 4 Mal/Tag
- Schmerzmittel, Novalgin oder Metamizol
- Pankreas-Enzyme zu jeder Fütterung, keine Fütterung ohne Enzyme (Lypex, Kapsel öffnen, Granulat übers Futter streuen)
- Simeticon gegen Blähungen, d.h. Sab Simplex übers Futter. Das wirkt rein physikalisch, wird nicht im Körper aufgenommen, wirkt als Entschäumer
- Probiotika
- Präbiotika
- Falls nötig Basenpulver gegen Magen-Übersäuerung
Bitte besprich mit Deinem Tierarzt, was das Beste wäre für Deinen Hund, denn was ich hier aufzähle sind die Massnahmen, die ich getroffen habe, um Bongo noch ein paar Tage/Wochen(?) Lebensqualität zu geben. Das ist sehr individuell für Bongo, das heisst nicht, dass es auch bei Deinem Hund das Richtige ist.
Am Freitag habe ich eine Besprechung mit der Internistin, um das Vorgehen nochmals abzustimmen. Eine US-Untersuchung des Bauchraums will ich ihm nicht mehr zumuten, denn sein Bauch ist schmerzhaft und gebläht, einen grossen Benefit an Diagnose erwarte ich nicht davon, wenn überhaupt was zu sehen ist.
Ich behandle ihn momentan nur noch palliativ und achte darauf, dass er möglichst wenig Stress und keine Schmerzen hat. Wenn die Mittel nicht mehr wirken und er keine Lebensqualität mehr hat, lasse ich ihn gehen.