Beiträge von Morelka

    Gib doch noch etwas genauer an, um was für einen "Hund" es sich handelt. Wenn etwas mehr Details bekannt wären, so gäbe es vielleicht irgendwo im vorhandenen Schwarmwissen mehr Vermutungen zu rassespezifischen Krankheiten.

    - welche Rasse?

    - ungefähres Gewicht?

    - vom Züchter gekauft? (nehme ich an, da Du von Kauf mit 8 Wochen redest)

    - Hündin oder Rüde? Es gibt Leute, die von "er" reden, obwohl es sich um eine Hündin handelt

    - kastriert? Unkastriert?

    Ansonsten schliesse ich mich den vorher genannten Vermutungen von Mittelmeerkrankheiten an (dazu muss er nicht am Mittelmeer gewesen sein). Aber wir sind kein Tierärzte-Forum, obwohl es auch hier mehrere TierärztInnen gibt, aber bei so vielen Usern existiert eben doch ein grossen Schwarmwissen/-erfahrung.

    Viel Glück!!!

    Die Kliniken haben oft passende Diätfutter, haben sie euch nichts mitgegeben oder dazu gesagt wie ihr füttern sollt ? Das wäre ja schon grob fahrlässig dazu nichts zu sagen. Generell müsst ihr die Fütterung auch langfristig anpassen.

    Ich möchte mich den Erklärungen von Wuschelfreund voll und ganz anschliessen.

    Auch ich gehöre zu den "Pankreatitis-Erprobten" mit Bongo... letzten September lag er mit Pankreatitis mehrere Tage in der Klinik und wurde mit Infusionen und sehr starken Schmerzmitteln behandelt (Bupaq, ein Opioid, welches zusätzlich auch sedativ wirkt). Mein Hund war richtig "bedröppelt" und torkelte. Erstaunlicherweise mochte er jedoch noch fressen.

    Inzwischen geht es ihm viel besser (nach vielen Krisen und Notfall-Tierarztbesuchen), er ist fast beschwerdefrei, ausser dass er stark abgenommen hat.

    Bitte informiere Dich schnellst möglich über das richtige fettarme Futter oder frag in der Klinik nach. Ich füttere das Intestinal Low Fat von Vet-Concept.

    Alles Gute für Euren Hund, ich drücke die Daumen!

    Egal wie du es löst, der Hund ist ja von Grund auf gestresst aktuell, da braucht es Unterstützung.

    Und dann muss man auf die Lebensqualität achten.

    Da möchte ich mich Sunshinelady anschliessen.

    Wenn das mein Hund wäre, so würde ich sehr stark auf die Lebensqualität achten... wenn diese nicht mehr gegeben ist und durch keine Medikamente verbessert werden kann, würde ich ihn gehen lassen.

    Ich würde zuerst mal konsequent weiterhin täglich Schmerz-Medikamente geben, egal, ob diese ihm schaden auf lange Sicht oder nicht. Er steht am Ende seines Lebens mit bald 15 Jahren, aber dieses Ende soll ihm noch so erträglich und schmerzarm wie möglich gestaltet werden.

    Zweitens würde ich den Tierarzt ganz dringend auf Psycho-Pharmaka ansprechen, damit ihm seine Ängste genommen werden können (wenn überhaupt möglich). Ob er zusätzlich noch blind und evtl. taub ist/wird, ist dabei höchstens eine Erklärung für seine Verhaltensänderungen, kann aber nicht durch medizinische Massnahmen geändert werden. Solche Einschränkungen in seinen Sinnen kommen einfach noch erschwerend mit hinzu zu all den andern Problemen.

    Ein Hund, der unter Dauerstress leidet und es keine medikamentöse oder organisatorische Lösung gibt, sollte nicht wochen-/monatelang in diesem Zustand gelassen werden. Ich weiss, dass Du alles versuchst, um ihm zu helfen, aber irgendwo sind halt einfach die Grenzen des Machbaren erreicht.

    Es tut mir sehr leid, dass Du und Dein Hund in solch einer fast ausweglosen Situation stecken und hoffe, dass Du so rasch wie möglich eine gute Lösung findest, egal, wie diese aussieht. Alles Gute!

    Habt ihr eine Alternative?

    Ich gebe Lypex, ein magensaftresistentes Granulat, das ganz einfach aus einer Kapsel übers Futter gestreut werden kann.

    Dass es magensaftresistent ist, hat mich mehr überzeugt als andere Pulver, weil es somit wirklich erst im Dünndarm wirkt, nicht schon vorher im Magen teilweise zerstört wird. Ob und wo das in Deutschland erhältlich ist, weiss ich aber nicht.

    Edit: Hab's gefunden:

    https://www.farmae.de/lypex-nahrungs…xJYO8EqLFxeFSac

    Das mit der Größe war literally praktisch das einzige was ich wirklich als wichtigen Punkt hatte neben dem Geschlecht und dem Alter unter 1 Jahr.

    Ich glaube, hier liegt Dein grundlegender Irrtum... dass ein junger Hund von 9 Monaten noch längst nicht ausgewachsen ist, hättest Du eigentlich wissen müssen.

    Ich nehme an, der Hund wurde gewogen, als er/sie(?) in den Shelter kam und wog damals eben 8 kg. Das war ja nur eine Momentaufnahme zur Zeit des Shelter-Eintritts. Seriöse Organisationen schreiben in solchen Fällen von Welpen oder Junghunden in Klammern hinter dem Gewicht "(im Wachstum)."

    Während der Zeit im Shelter wuchs nun dieser Junghund von 8 kg zu 12 kg und wird noch schwerer werden, denn er ist ja noch längst nicht ausgewachsen.

    Wenn das Gewicht so wichtig ist (wäre es bei mir auch, ich verstehe Dich vollkommen!), dann solltest Du vorsichtshalber nach voll erwachsenen Hunden suchen, nicht nach einem Junghund, der ein Ü-Ei sein kann betr. Gewicht und Verhalten.

    Ich wäre auch dafür, dass Du den Hund so rasch wie möglich auf eine Pflegestelle des Vereins abgibst oder Dich allenfalls als Pflegestelle zur Verfügung stellst, obwohl Deine Bedingungen (keine vernünftige Auto-Lösung, Büro-Hund) in diesem speziellen Fall nicht optimal sind.

    Schade, dass Du nicht besser überlegst hast, bzw. dass Dich der Verein nicht darauf aufmerksam gemacht hat, dass es sich hier um einen Junghund im Wachstum handelt. Ich hoffe, Ihr findet möglichst rasch eine gute Lösung. So ein junger Hund kann gut an einen geeigneteren Platz vermittelt werden, viel Glück!

    Eine positive Urinprobe kann auf Cushing hindeuten, aber dann muss weiter untersucht werden (weil Stess, Schmerzen und andere Krankheiten auch unabhängig von Cushing zu erhöhtem Cortisol führen!).


    Goldstandard für Cushing Diagnostik ist ein Dexamethason low dose Test.

    Genau das habe ich mit Bongo gemacht, aber er hatte bei weitem nicht so grossen Haarverlust. Sein Urin-Test (wichtig, drei Tage lang Urin sammeln!) war positiv, der Dexamethason low dose Test negativ. Frag doch mal die Hundebesitzerin, ob wirklich genau diese aufwendige Testerei gemacht wurde. Für mich sieht der aus wie ein Cushing-Hund aus dem Lehrbuch, gibt aber natürlich schon noch mehrere andere Möglichkeiten.
    Da müssen halt aufwendige Differential-Diagnosen gestellt werden, d.h. dieser Hund gehört in eine Klinik mit allen technischen Möglichkeiten. Ein "normaler" Tierarzt ist dafür nicht eingerichtet. Mit einem simplen Bluttest ist das nicht getan (so habe ich jedenfalls verstanden, was Dir die Besitzerin gesagt hat).

    Das überlege ich ja schon länger. Wendet das hier jemand regelmäßig an? Habt ihr gute Erfolge? Also natürlich zusätzlich zu dem ganzen Rest.

    Ich benutze das Novafon für mich selber, nicht für die Hunde (die trotz Alter bisher keine Gelenkbeschwerden haben).

    Ich möchte mein Novafon nie mehr hergeben und nutze es für alles Mögliche mit gutem Erfolg. Ich konnte mir z.B. selber einen Schnappfinger (Dupuytren am Ringfinger) heilen. Ich kann heute diesen Finger wieder ohne Beschwerden voll durchstrecken.

    Auch meine Schmerzen am Daumenwurzelgelenk kann ich gut mit dem Novafon behandeln, Verspannungen lassen sich ebenfalls damit lösen.

    Bei den Hunden habe ich das Novafon nur bei Smilla eingesetzt, die inzwischen gestorben ist. Sie genoss die Behandlung jedenfalls eindeutig, aber sie lebte nicht mehr lange genug, um einen langfristigen Erfolg zu erkennen.

    Das kannte ich auch, mein Bongo suchte fast hektisch ständig nach Kot von andern Hunden.

    Er hatte eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung letzten Sommer, wurde behandelt und bekommt jetzt nur noch fettarmes Spezialfutter sowie zusätzlich Pankreas-Enzyme. Seit dieser Umstellung hat sein Kotfressen aufgehört.

    Er ist zwar noch interessiert an Kot von Hunden oder Katzen, aber er schnüffelt nur noch interessiert daran und guckt mich an. Ich zeige ihm dann das Abbruch-Signal (er hört fast nichts mehr), damit ist die Sache erledigt.

    Lass doch mal die Pankreas-Werte bestimmen bei Deinem Hund.