Beiträge von Morelka

    Wenn weiterhin alles stabil bleibt, könnten wir nächste Woche tatsächlich anfangen, dass er diesmal wirklich wieder im Bett schlafen darf.

    Vielleicht habe ich es überlesen, aber was genau ist das Problem dabei, wenn er wieder im Bett schlafen darf? Hast Du Angst, dass er unkontrolliert vom Bett runter springt?

    Gibt es Möglichkeiten, dass Du das Runterspringen unterbinden kannst, entweder durch eine Absperrung oder eine Rampe, o.ä. oder auch einfach durch Training, indem Du ihm das Runterspringen ohne Deine Erlaubnis verbietest?

    Ich weiss, dass er eine "wilde Hummel" ist, der vermutlich nicht so einfach zu kontrollieren und zu bremsen ist.

    Deshalb bin ich am überlegen ob ich übergangsweise doch mal Haferflocken oder Kartoffeln teste.

    Ich gebe Bongo, meinem Pankreas-Patienten, zu jeder Fütterung eingeweichte und lange gekochte Haferflocken, vermischt mit etwas Ulmenrinde.

    Ich koche alle 3 - 4 Tage eine Portion des Haferflocken - Ulmenrindegemischs. 2 Esslöffel Haferflocken, 1 Esslöffel Ulmenrinde in ca. 2 dl Wasser einweichen und kochen, bis es ein richtig schleimiger, zäher Brei geworden ist. Diesen Brei fülle ich in ein Glas, das ich verschliesse und ca. 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren kann.

    So muss ich nicht zu jeder Fütterung Haferflocken einweichen und kochen, sondern kann immer eine kleine Portion aus diesem Glas holen und zusammen mit dem Futter (Intestinal Low Fat) aufwärmen.

    Auch dir danke! Ich schaue es mir gleich an und es klingt auch ziemlich erfolgsversprechend!

    Wie geht es Deinem Hund aktuell? Konntest Du passende Enzyme finden?

    Bongo geht es inzwischen sehr gut. Ich glaube langsam, dass er seinen 15. Geburtstag am 18. April 2026 wohl doch erleben wird, obwohl ich anfangs Jahr von Tag zu Tag überlegte, ob und wann ich ihn gehen lassen soll, weil es ihm so mies ging und er immer wieder schmerzhafte Koliken hatte.

    Ich füttere konsequent Lypex zu jeder Mahlzeit (4 - 5 mal pro Tag) und habe zusätzlich eine "Matsche-Pampe" erfunden, die ich dazu gebe zur Schonung des Magens.
    Diese schlabbrige Matsche-Pampe besteht aus Haferflocken und Ulmenrinde im Verhältnis 2 : 1, die ich einige Minuten lang mit Wasser koche, bis ein dickflüssiger Brei entstanden ist. Diesen Brei fülle ich in ein Glas mit Schraubdeckel und bewahre ihn im Kühlschrank auf. Von diesem Geschlabber bekommt er in jedes Futter einen Kaffeelöffel voll.

    Ausserdem gebe ich ihm noch immer zweimal täglich Minalgin (Metamizol), eine Vierteltablette morgens, ein Viertel abends. Ich weiss zwar nicht genau, wozu er das noch braucht, aber ich musste die Erfahrung machen, dass er mit Koliken reagiert, sobald ich dieses Schmerzmittel weglasse... die TÄ meinte, ich solle damit fortfahren, da er es offenbar braucht. Ich mache keine Experimente mehr mit Weglassen des Schmerzmittels und fahre so weiter. Sein Output ist perfekt wie noch nie.

    Ich bin nicht einmal so sicher, wieviel er überhaupt vom Wirkstoff aufnimmt, weil er ja zusätzlich noch die Pampe aus Ulmenrinde und Haferflocken erhält. Aber das Konzept funktioniert, es geht ihm prächtig, also ändere ich nichts daran. Vielleicht ist das MInalgin nur ein Placebo für ihn und mich... wer weiss? Oder die entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur im Bauchraum ist viel wichtiger als die Schmerzbekämpfung?

    Ich weiss es nicht, hoffe einfach, dass es so weitergeht mit ihm.

    Gib doch noch etwas genauer an, um was für einen "Hund" es sich handelt. Wenn etwas mehr Details bekannt wären, so gäbe es vielleicht irgendwo im vorhandenen Schwarmwissen mehr Vermutungen zu rassespezifischen Krankheiten.

    - welche Rasse?

    - ungefähres Gewicht?

    - vom Züchter gekauft? (nehme ich an, da Du von Kauf mit 8 Wochen redest)

    - Hündin oder Rüde? Es gibt Leute, die von "er" reden, obwohl es sich um eine Hündin handelt

    - kastriert? Unkastriert?

    Ansonsten schliesse ich mich den vorher genannten Vermutungen von Mittelmeerkrankheiten an (dazu muss er nicht am Mittelmeer gewesen sein). Aber wir sind kein Tierärzte-Forum, obwohl es auch hier mehrere TierärztInnen gibt, aber bei so vielen Usern existiert eben doch ein grossen Schwarmwissen/-erfahrung.

    Viel Glück!!!

    Die Kliniken haben oft passende Diätfutter, haben sie euch nichts mitgegeben oder dazu gesagt wie ihr füttern sollt ? Das wäre ja schon grob fahrlässig dazu nichts zu sagen. Generell müsst ihr die Fütterung auch langfristig anpassen.

    Ich möchte mich den Erklärungen von Wuschelfreund voll und ganz anschliessen.

    Auch ich gehöre zu den "Pankreatitis-Erprobten" mit Bongo... letzten September lag er mit Pankreatitis mehrere Tage in der Klinik und wurde mit Infusionen und sehr starken Schmerzmitteln behandelt (Bupaq, ein Opioid, welches zusätzlich auch sedativ wirkt). Mein Hund war richtig "bedröppelt" und torkelte. Erstaunlicherweise mochte er jedoch noch fressen.

    Inzwischen geht es ihm viel besser (nach vielen Krisen und Notfall-Tierarztbesuchen), er ist fast beschwerdefrei, ausser dass er stark abgenommen hat.

    Bitte informiere Dich schnellst möglich über das richtige fettarme Futter oder frag in der Klinik nach. Ich füttere das Intestinal Low Fat von Vet-Concept.

    Alles Gute für Euren Hund, ich drücke die Daumen!

    Egal wie du es löst, der Hund ist ja von Grund auf gestresst aktuell, da braucht es Unterstützung.

    Und dann muss man auf die Lebensqualität achten.

    Da möchte ich mich Sunshinelady anschliessen.

    Wenn das mein Hund wäre, so würde ich sehr stark auf die Lebensqualität achten... wenn diese nicht mehr gegeben ist und durch keine Medikamente verbessert werden kann, würde ich ihn gehen lassen.

    Ich würde zuerst mal konsequent weiterhin täglich Schmerz-Medikamente geben, egal, ob diese ihm schaden auf lange Sicht oder nicht. Er steht am Ende seines Lebens mit bald 15 Jahren, aber dieses Ende soll ihm noch so erträglich und schmerzarm wie möglich gestaltet werden.

    Zweitens würde ich den Tierarzt ganz dringend auf Psycho-Pharmaka ansprechen, damit ihm seine Ängste genommen werden können (wenn überhaupt möglich). Ob er zusätzlich noch blind und evtl. taub ist/wird, ist dabei höchstens eine Erklärung für seine Verhaltensänderungen, kann aber nicht durch medizinische Massnahmen geändert werden. Solche Einschränkungen in seinen Sinnen kommen einfach noch erschwerend mit hinzu zu all den andern Problemen.

    Ein Hund, der unter Dauerstress leidet und es keine medikamentöse oder organisatorische Lösung gibt, sollte nicht wochen-/monatelang in diesem Zustand gelassen werden. Ich weiss, dass Du alles versuchst, um ihm zu helfen, aber irgendwo sind halt einfach die Grenzen des Machbaren erreicht.

    Es tut mir sehr leid, dass Du und Dein Hund in solch einer fast ausweglosen Situation stecken und hoffe, dass Du so rasch wie möglich eine gute Lösung findest, egal, wie diese aussieht. Alles Gute!

    Habt ihr eine Alternative?

    Ich gebe Lypex, ein magensaftresistentes Granulat, das ganz einfach aus einer Kapsel übers Futter gestreut werden kann.

    Dass es magensaftresistent ist, hat mich mehr überzeugt als andere Pulver, weil es somit wirklich erst im Dünndarm wirkt, nicht schon vorher im Magen teilweise zerstört wird. Ob und wo das in Deutschland erhältlich ist, weiss ich aber nicht.

    Edit: Hab's gefunden:

    https://www.farmae.de/lypex-nahrungs…xJYO8EqLFxeFSac

    Das mit der Größe war literally praktisch das einzige was ich wirklich als wichtigen Punkt hatte neben dem Geschlecht und dem Alter unter 1 Jahr.

    Ich glaube, hier liegt Dein grundlegender Irrtum... dass ein junger Hund von 9 Monaten noch längst nicht ausgewachsen ist, hättest Du eigentlich wissen müssen.

    Ich nehme an, der Hund wurde gewogen, als er/sie(?) in den Shelter kam und wog damals eben 8 kg. Das war ja nur eine Momentaufnahme zur Zeit des Shelter-Eintritts. Seriöse Organisationen schreiben in solchen Fällen von Welpen oder Junghunden in Klammern hinter dem Gewicht "(im Wachstum)."

    Während der Zeit im Shelter wuchs nun dieser Junghund von 8 kg zu 12 kg und wird noch schwerer werden, denn er ist ja noch längst nicht ausgewachsen.

    Wenn das Gewicht so wichtig ist (wäre es bei mir auch, ich verstehe Dich vollkommen!), dann solltest Du vorsichtshalber nach voll erwachsenen Hunden suchen, nicht nach einem Junghund, der ein Ü-Ei sein kann betr. Gewicht und Verhalten.

    Ich wäre auch dafür, dass Du den Hund so rasch wie möglich auf eine Pflegestelle des Vereins abgibst oder Dich allenfalls als Pflegestelle zur Verfügung stellst, obwohl Deine Bedingungen (keine vernünftige Auto-Lösung, Büro-Hund) in diesem speziellen Fall nicht optimal sind.

    Schade, dass Du nicht besser überlegst hast, bzw. dass Dich der Verein nicht darauf aufmerksam gemacht hat, dass es sich hier um einen Junghund im Wachstum handelt. Ich hoffe, Ihr findet möglichst rasch eine gute Lösung. So ein junger Hund kann gut an einen geeigneteren Platz vermittelt werden, viel Glück!

    Eine positive Urinprobe kann auf Cushing hindeuten, aber dann muss weiter untersucht werden (weil Stess, Schmerzen und andere Krankheiten auch unabhängig von Cushing zu erhöhtem Cortisol führen!).


    Goldstandard für Cushing Diagnostik ist ein Dexamethason low dose Test.

    Genau das habe ich mit Bongo gemacht, aber er hatte bei weitem nicht so grossen Haarverlust. Sein Urin-Test (wichtig, drei Tage lang Urin sammeln!) war positiv, der Dexamethason low dose Test negativ. Frag doch mal die Hundebesitzerin, ob wirklich genau diese aufwendige Testerei gemacht wurde. Für mich sieht der aus wie ein Cushing-Hund aus dem Lehrbuch, gibt aber natürlich schon noch mehrere andere Möglichkeiten.
    Da müssen halt aufwendige Differential-Diagnosen gestellt werden, d.h. dieser Hund gehört in eine Klinik mit allen technischen Möglichkeiten. Ein "normaler" Tierarzt ist dafür nicht eingerichtet. Mit einem simplen Bluttest ist das nicht getan (so habe ich jedenfalls verstanden, was Dir die Besitzerin gesagt hat).