Beiträge von Irish Terrier

    Ich hatte gerade eine *faszinierende* Unterhaltung mit einer French Bulldog Halterin, die mir doch tatsächlich erzählten wollte dass diese Tiere keine Atemprobleme haben.

    Nein, Nein, das ist eine Sprache ( jahaaa, genau so hab ich auch geguckt) und das andere Hunde auf Kurzschnauzen unwirsch reagieren liegt ja nur daran das diese eben diese Sprache nicht können.


    Die können ja nur Frenchies EB und OEB sowie Mops und Boxer.

    Und überhaupt sind die kurzatmigen Exemplare ja nur deshalb kurzatmig weil sie keine Bewegung haben.

    Einzig die Nasenlöcher wären zu eng und die kann, muss man aber nicht operieren lassen.

    Ich hoffe nur, mein Gesichtstourette war nicht allzu deutlich. Die Halterin glaubt das wirklich.

    Ich habe schon lange das Gefühl, dass das Leben mit Hund von etlichen Hundehaltern viel zu verkopft und mit imaginären Bediensanleitung für den Hund versucht wird zu leben.

    Es wird sich präzise vorbereitet, im Vorfeld genau geplant und getimt wann wie wo was mit dem Hund.

    Und wenn der Zwerg dann da ist fällt diese Seifenblase zusammen weil der Hind eben ein Lebewesen ist und dementsprechend agiert.

    Ankommen, kennenlernen, aufeinander einspielen und ein Gespür für den Hund entwickeln fällt in heutigen Zeiten offenbar schwer.

    Mir war schon wichtig, dass Jette Ruhe lernt. Sie ist ein Irish Terrier und wie alle Terrier gut im Hochdrehen aber als Welpe ganz schlecht im Runterfahren.

    Sie lernte also erstmal jede Menge Alltag mit immer wiederkehrenden Rhythmen und Riten und sehr viel Gelassenheit und Ruhe von mir kennen.

    Ich trainierte mit ihr keine Kommandos, ich trainierte keine Box oder Decke. Ich sah nur zu, das Madame nicht endlos hochdrehen konnte und immer wieder Ruhepausen mit schnödem Alltag da waren.

    Wenn ich merkte, sie wurde müde, dann war Ruhe angesagt und wenn sie ihre Welpen Minuten hatte, ja mein Gott, dann wartete ich in Ruhe ab bis sie sich abreagiert hatte,

    Als Jette Welpe war hatten Nachbarn ebenfalls einen Aussie Welpen ungefähr im gleichen Alter.

    Die beiden haben unter Aufsicht viel miteinander getobt. schaukelte es sich zu hoch gab es eine Spielpause und dann starteten die beiden erneut.

    Was beide sehr genossen.

    Mit einen anderen Hund Gas geben und toben bringt dem Zwerg sehr viel. Zum einen stärkt er Muskeln, Sehnen und Bänder und zum anderen übt er die Interaktion und Sozialverhalten.

    Der Denkanstoß ist ganz einfach: Du bist zu verkopft. Du trainierst viel zu früh Kommandos und Co. und versäumst es, Deinen Welpen Welpen sein zu lassen.

    Er ist ein ganz normaler Welpe mit dem typischen Verhalten. Genieß die Zeit mit ihm und vergeude sie nicht mit Kommandos und Frusttoleranz üben.

    Mit Jette bin ich nach dem Essen auch raus und jup, dat Mädel musste grundsätzlich.

    Nach dem Essen, Schlafen, Spielen raus war bei uns Usus und hat sich auch bewährt.

    Kommandos trainiert habe ich im ersten halben Jahr nicht. Ich habe das benannt und positiv verstärkt was für mich und unseren Alltag wichtig war und das unterbunden, was ich an Aktion ihrerseits nicht wollte. Gleichzeitig bot ich ihr ein Alternativverhalten an,

    Jette hat ganz schnöde viel Alltagsroutine erlebt.

    Phonhaus momentan ist die Gesellschaft das wie man an den aktuellen Geschehnissen sieht.

    An Ich-Bezogenheit, Rohheit aber auch an Desinteresse, Rücksichtslosigkeit und nicht informieren und sehen wollen ist diese Gesellschaft kaum zu überbieten.

    Wie ändert man dies? Gute Frage. Ich für mich halte es so, das ich mich anders verhalte- Achtsamer bin, versuche Empathie walten zu lassen und hin anstatt weggucke. Versuche zu helfen anstatt weiterzugehen.

    Ich versuche jeden Tag auf´s Neue ein bißchen Menschlichkeit aber auch belastbare Informationen in meinen Fußabdrücken zu hinterlassen.

    Vielleicht hilft das ja: http://www.sos-hamburgdog.de/DFP_VG.pdf

    Das war die Stellungnahme von Dorit Urd Feddersen-Petersen nach beim Vorfall in Hamburg Wilhelmsburg 2000.

    Ich persönlich sehe es so, dass wenn die Gesellschaft sich nicht ändert, gefährliches Halbwissen als einzig belastbare Wahrheit dargestellt wird und man selbst sich für den Nabel der Welt, unfehlbar und perfekt hält ( und somit natürlich die Schuld bei anderen gesucht wird) wird sich das nicht ändern.

    Es braucht nicht mehr Regeln oder Gesetze, auch keine weiteren Ge- und Verbote sondern Menschen, die das Gegebene umsetzen und kontrollieren.

    Menschen, die sich auf Voraus- und Umsicht sowie Verantwortung besinnen und auf Rücksicht. Die sich bewusst sind, dass das vordere Ende der Leine Führung bedarf und das Wissen das es ein Beutegreifer ist um sich sicher in der Welt zu bewegen in die wird es geholt haben.