Nun ja, der Mensch, du, ich, alle anderen auch, sehen sich selbst anders als sie sind. Eines der berühmtesten herangezogenen Beispiele ist: wir sind alle ehrliche Menschen, es gibt keine Lügner, und selbst die Menschen die schon mal gelogen haben, sind ebenfalls ehrliche Menschen. Und es ist nicht so das diese Menschen lügen in dem Moment, sie halten sich tatsächlich für aufrichtige Menschen. Ähnliche Sache - Es gibt zum Beispiel eine Langzeitstudie, seit 16 Jahren glaube ich, in der 1000 Personen, einmal im Jahr ca 1200 Fragen (Hauptsächlich moralische/gesellschaftliche) zu sich selbst beantworten müssen, diese werden dann ausgewertet. In sechzen Jahren kann der eine oder andere schon Mal seine Einstellung zum Leben ändern. Und als Beiprodukt dieser studie kam raus das menschen die eben ihre Einstellung ändern, auch fest davon überzeugt sind, das das schon ihre Meinung zum Leben war, vor der Zeit als sie sich geändert hat. Das ist ein sehr schönes Beispiel, dafür wie Verdreht die Selbstwahrnehmung sein kann. Und das ist ein Problem von uns allen Mal mehr Mal weniger... Und die meisten würden sich selbst bei "weniger verdreht" einordnen. 
Dazu kann ich nur sagen. Ich und mein Hund bilden eine Einheit. Ich bin der Kopf der Einheit. Als Kopf der Einheit liegt es in meiner Verantwortung das die Einheit, als ganzes, die Grenze eines anderen respektiert. Genauso liegt es in meiner Verantwortung, das andere von außen die Grenzen meiner Einheit respektieren. Im Zweifelsfall durch alle Eskalationsstufen, denn wäre ich dazu nicht bereit, wer sollte dann meine Grenzen verteidigen. 
Interessanter philosophischer und psychologischer Ansatz. DIE Realität gibt es ja gar nicht, sondern nur, was ich als Realität durch meine Brille wahrnehme.
Ob es meine Wahrnehmung betrifft, wie ich mich selbst einschätze, oder auch, was genau ich zB aus den Kommentaren hier entnehme, das geschieht immer durch meine individuelle Brille, die gefärbt ist durch meine individuellen Erfahrungen, Kindheit, Genetik, Weltanschauung, Kulturkreis etc.
Und natürlich ist bei einem selbst immer alles tipitopi, alles andere wäre viel zu schmerzhaft und würde mich angreifbar machen.
Zur Einheit Mensch/Hund:
Ich hab es vorher schon geschrieben, ich sehe das Ganze hierarchisch. Die menschliche Gesellschaft ist so strukturiert, ein Hunderudel ist so strukturiert, eine Pferdeherde genauso.
Es ist zwar gesellschaftlich schick, alles lieber partnerschaftlich anzugehen, was auch wünschenswert ist, in gewissem Rahmen. Trotzdem funktioniert jede Familie, jeder Betrieb, jede Firma und jedes Rudel/Herde nur, wenn jemand da ist, der die Richtung vorgibt, der die Verantwortung hat, der den Kopf hinhält, sich die Hände auch mal schmutzig macht, sich auch mal unbeliebt macht, allen den Weg zeigt, wo's sinnvoll ist, langzugehen.
Das muss nicht autoritär geschehen, das kann man durchaus freundlich und idealerweise mit großer Kompetenz
. Und das ist auch nicht zwangsläufig der mit der größten Klappe. Oft sind es sogar eher die zurückhaltenden, die im Hintergrund aber alle Fäden in der Hand halten
.
Ich sehe meine Hunde und mich nicht so sehr als Einheit, denn ich bin nur ich, und meine Hunde sind für 10, 15 Jahre als Begleiter an meiner Seite.
Meine Hunde sollen meiner Führung folgen, und ich bemühe mich nach besten Kräften, ihnen die bestmögliche Sicherheit, Geborgenheit und Hilfestellung zu geben, damit sie gut durch ihr Hundeleben kommen. Und dabei versuche ich Ihnen soviel Freiheit zu geben, wie sie annehmen können... das ist halt immer eine individuelle Sache.