Beiträge von DerFrechdax

    @Helfstyna wenn das Fell schon älter ist, wäre ich mit Maschine vorsichtig, es kommt nämlich auf die Gerbung an. Ich würde es, wenn überhaupt, mit einem speziellen Bio- Wollshampoo in einer großen Wanne auswaschen und dann liegend auf mehreren Lagen Handtüchern trocknen.

    Man kann Schaffelle auch nur kräftig ausklopfen und an der Luft ausdünsten lassen, am besten, wenns feucht draußen ist (das Fell selbst aber unter Dach, aber zB unter einer Terassenüberdachung), und am besten riecht es, wenn man das Fell durch frisch gefallenen Schnee zieht.

    Einfach mit der Fellseite kräftig im Schnee reiben, dass der Schnee überall hingerät, dann ausklopfen, noch ein paar Tage draußen zB auf einem Wäscheständer liegend lüften lassen.

    Schaffelle verkeimen nicht, die sind von Natur aus antiseptisch. Meine ganze Couch liegt voller Felle, und ich wasche die äußerst selten, in 10 Jahren glaub ich 2x :ops: :D

    Positives dieses Jahr:

    Die beiden Knaller verstehen sich inzwischen blind, scheinen sich allmählich tatsächlich nicht nur zu ertragen, sondern auch zu mögen dog-face-with-floating-hearts-around-headface

    Als vor ein paar Tagen der Kleine allein mit mir zum Stall durfte, lief die Große tatsächlich auf der Suche nach ihm erst mal durchs Haus, bevor sie sich auf ihrem Platz gelegt hat, um ne Runde zu pennen :smile:. Normalerweise hat man sie deutlich aufschnaufen gehört, wenn ich ihr den Kleinen mal aus dem Blickfeld genommen habe.

    Sie spielen/rangeln auch manchmal, und das geht inzwischen manchmal auch von der Großen aus. Den Kleinen muss man dann allerdings scharf im Auge behalten, weil er sonst überdreht.

    Das führt mich leider zum Negativen dieses Jahr:

    Der Kleine wird bald 12 und baut leider ab, hört schlechter und ist manchmal ein bißchen tüddelig. Das führt dazu, dass er unsicher ist und zB öfter anschlägt, weil er Geschirrklappern oder andere Geräusche im Haushalt für die Türklingel hält. Er ist Fremden gegenüber misstrauischer als früher, auch da bellt er viel. Er mag keine fremden Hunde mehr, auch keine Passanten auf der Straße, ich vermute, dass auch die Augen nachlassen. er findet zB große Laubhaufen, Baumstämme, Felsbrocken bedrohlich und kann die Konturen nicht einordnen, besonders wenns diesig ist. Er geht dann mit gesträubtem Fell erstmal drauf zu, bis er checkt, was es ist.

    Mir ist aufgefallen, dass er ein Thema mit Krücken, Walkingstöcken und allgemein Stecken hat, auch meinem Besen, mit dem ich Asche aufkehre. Das ist die letzten 2 Jahre, seit er da ist, nicht so gewesen, und er ist auch von uns nie angegangen oder geschlagen worden, schon gar nicht mit einem Stecken. Ich vermute, dass da alte Traumata aufkommen, jetzt, wo er abbaut.

    Insgesamt ist der Kleine deutlich stressanfälliger und kommt schlecht allein wieder runter.

    Die Große hat irgendwann dieses Jahr ebenfalls beschlossen, dass sie andere Hunde nicht mehr so braucht. Das bedeutet für uns, dass wir fremden Hunden genauso wie Hunden, die wir schon kennen und die sie nicht mag, ausweichen. Vorbeiführen ist mühsam, weil der Kleine dann anfängt zu bellen und die Große steigt drauf ein. Getrenntes Gassi schaffe ich aber meistens nicht. Zum Glück wohnen wir sehr ländlich, so dass wir jetzt auch ab und an einfach woanders in der Einsamkeit Gassi gehen können.

    Nochmal daran aktiv arbeiten fehlt mir irgendwie der Elan und auch die Motivation. Mit dem Management komme ich aber gut zurecht.

    Ansonsten freue ich mich, dass es mit meinem Reitbeteiligungspferd mega gut läuft, ich hab sie echt geknackt :herzen1: Die Stute ist eher unabhängig und vertraut nur dem, den sie für würdig erachtet. Gleichzeitig ist sie aber manchmal im Gelände eher unsicher, und seit diesem Sommer, seitdem ich mit ihr auch in der Halle vom Sattel aus und auch viel vom Boden aus arbeite, hat sie begonnen, sich mir anzuschließen und sich führen zu lassen. Das macht sich im Gelände besonders bemerkbar, wenn sie etwas sieht, was ihr Angst macht. Sie geht dann mutig hin und schnüffelt, und ich bin dann immer so stolz auf sie :herzen1:

    Hach, ich mag sie so... ich hoffe, ich hab sie noch ganz arg lange.

    Negativ war auch, dass beide Hunde wegen Unverträglichkeiten jetzt bekocht werden müssen. Das macht unheimlich viel Arbeit, ist teuer und verkompliziert Urlaube und Kurztrips, weshalb diese weitgehend flachliegen momentan. Mal sehen, wie das in den nächsten Jahren wird.

    Privates lasse ich mal privat sein ;) mit Kindern, einem Haufen Geschwistern, deren Partnern und Kindern ist immer was los. Alte Familienmitglieder sind alt und die Sorgen, wie lang man sie hat, sind immer da. Sorgen um die eigenen Kinder macht man sich eh, solange man lebt als Mama.

    Soweit mein Resümee :smile:

    Allgemein war dieses Jahr ok, es gab keine Extreme, und ich bin dankbar für ganz viel Schönes, was ich erleben durfte und was ich Euch allen hier ebenso wünsche.

    (Bissi lang geworden, wie immer, wenn ich einfach meine Gedanken schweifen lasse... ich hoffe, man kann es mir verzeihen =))

    Wenn ich von Nachbarn oder Freunden einen Teller oder ein Tupperdöschen mit was Feinem bekommen habe, habe ich es meistens so gemacht, dass ich ein paar kleine Süßigkeiten drauf-/ reingelegt habe und es nicht leer abgegeben habe, besonders, wenn Kinder da sind.

    Umgekehrt bekomme ich aber auch sehr oft die Teller mit Kuchen, der von uns an die Nachbarn verteilt wurde, einfach leer zurück, mit einem freundlichen Dankeschön. Dafür dürfen wir bei denen aber immer mal Kirschen ernten und Äpfel pflücken.

    Ich schaue einfach, dass es kein Ungleichgewicht gibt. Wir hatten auch mal einen Nachbarn, dem wollten wir von einer original Paella, auf der Plancha in Garten gebacken, etwas abgeben, und meinem Mann wurde von dem Nachbarn nebenan die Tür vor der Nase zugeschlagen, mit dem Hinweis, er wolle nur seine Ruhe. Der bekam dann eben nie mehr was von uns :D (und inzwischen ist er ausgezogen)

    Sowas wie Polly Pocket?

    Als ich Jugendliche war, ist unser alter Familienschäferhund genau an so einer Metallwand in einen Fluß gesprungen, der Doofkopf.

    Der paddelte dann 2m unter uns im ewig tiefen Wasser, Ufer war weit und breit keines in Sicht.. Zum Glück war die Flexi am Halsband dran (von einem Geschirr hielten meine Eltern damals nix). Ich weiss nicht mehr, ob ich oder meine Mutter, aber der Hund wurde an der Flexi am Halsband rausgezogen. Er hat sich hochgestrampelt, und am Ende hatten wir einen leicht atemlosen (wurde natürlich stranguliert) aber lebendigen Hund aus dem Wasser gezogen.

    Heute würde ich solche Gassistrecken meiden, wenn wir solche Wände an Flüssen in der Nähe hätten oder schnellfließende Flüsse allgemein. Ich habe einfach schon zu oft gelesen und gehört, dass Menschen zu Schaden gekommen sind, weil der Hund versucht wurde zu retten. Ob ich hinterherspringen würde.... :ka:

    Deshalb würde ich lieber woanders Gassi laufen...

    Ich spreche mal von mir als Mensch. [....]

    Psychopharmaka sind für mich seitdem out. Wie Hund damit langfristig klar kommt, weiß ich nicht. Auch wenn sie Silvester scheinbar ruhig überstehen,,,,

    Hunde ticken anders als wir Menschen. Wir reflektieren und durchdenken Situationen und verarbeiten anders. Hunde leben im jetzt.

    Und wenn mein Hund mit Knallern ein Problem hat, weil Idioten vor Jahren welche in unseren Garten geworfen haben, als unser Hund dort friedlich geschlafen hat, und er dadurch traumatisiert wurde, dann ist es für mich ok, ihr rein nur durch den Tag oder die Nacht zu helfen, mit Chemie, wenn nichts anderes hilft.

    Therapieformen, die uns Menschen helfen ohne Medikation, und die man erwägen könnte, wie zB Gesprächstherapie oder Psychotherapie, kann ich meinem Hund schlicht schwer bieten :smile: Schönfüttern und Abschirmen war nicht erfolgreich, Resuetropfen, Homöopathie und Eierlikör auch nicht :ka:

    Also greife ich zu Sileo und versuche ihr damit zu helfen.

    Ist das Geböller vorbei, ist der Hund auch wieder wie immer. Es geht nur um die paar Stunden vor und um Mitternacht selber, die wir dieses Jahr hoffentlich entspannter überstehen.