Beiträge von DerFrechdax

    Hier hat es ja schon angefangen. Der Hund ist da und der Halter denkt sich "sollte man nicht mal einen Check up machen?".

    Ich bin mir nicht sicher, ob der TE sich selber im Klaren ist, was er ist, Pflegestelle oder Besitzer. Als Pflegestelle bleibt ein Hund ja nur kurz bis zur Vermittlung und kostet mWn auch keinen Kaufpreis. Kostet er Geld, hier 450€, dann frage ich mich, warum dann alles abgesprochen werden soll. Entweder er gehört mir oder nicht. Dann sollen aber Behandlungen vom Verein übernommen werden wiederum. Sehr schwammig alles.


    Aber egal, ist nicht mein Hund und ja, ich bin dann Team alleinige Verantwortung ohne Verein im Rücken/Genick ;)

    Ja, aber das Heckmeck hat man ja trotzdem und die Sorge, dass einem der Hund wieder weggenommen wird. Also ich hätte das.

    Manche Sachen sind ja fließend. Der eine sagt, der Hund braucht Librela oder Schmerzmittel, und der andere sagt, ne, das geht schon so, der Hund ist nur dumm gelegen über Nacht etc.

    Beginnende Herzinsuffizienz und die teuren Medikamente, "der ist doch schon so alt"...

    Ich möchte da nichts irgendeinem Verein unterstellen, ich kenne die Leute da ja nicht, aber das wären meine Sorgen in dem Zusammenhang, weil ich derlei von Außenstehenden über meine eigenen, medizinisch optimal und leider teuer versorgten Hunde und die Hunde anderer Menschen (und Pferde auch, unglaublich oft bei Pferden, da wartet mancher ewig ab) einfach schon viel zu oft gehört habe.

    Na ja, aber wenn ich volle Besitz- und Eigentumsrechte an etwas will, muss ich es halt kaufen

    Ja, deshalb haben wir damals letztlich einen Rassehund gekauft, weil wir keinen Hund aus dem Tierschutz bekommen haben ohne die Eigentumsvorbehaltsklausel. Wir hätten sogar einen Hund schon in der Auswahl gehabt, der eine Behinderung in der Schulter hatte und wo man absehen konnte, dass dieser Hund kostenintensive Behandlung braucht. Durften wir nicht übernehmen.

    Dafür hab ich ja als Pflegestelle den Vorteil, dass ich den Hund relativ problemlos weitergeben kann, wenn ich ihn nicht behalten will.

    Naja. "Problemlos" kann man immer wieder hier nachlesen...

    Mir würde eher der Passus mit dem Absprechen von (künftigen) Behandlungen zu denken geben.

    In meinem Kopf entspinnt sich dazu ein worst case Szenario, wo ich als Pflegestelle eine dringende Behandlung oder Medikamentengabe veranlassen möchte, um die Lebensqualität des Hundes zu verbessern, und der Verein sagt mir, dass das in deren Augen nicht notwendig ist.

    Dann darf ich zuschauen, wie der Hund sich weiter durchs Leben schleppt und ich hab null Handhabe, außer ich mach die Behandlung heimlich auf meine Kosten?


    Ich tu mir schwer mit Verträgen, wo das Eigentum und die Entscheidungen beim Verein liegen, aber muss jeder selber wissen natürlich.

    Ich würde auf Hoch-tief-Struktur setzen und Hohes nach hinten, Niederes nach vorn. Und ich setze gern diagonal versetzt.

    Man könnte also hinten links eine Zwergspiere oder Chinaschilf setzen, eine Damaszenerrose in die Mitte des freigewordenen Platzes, wo das Grünzeug wegkommt da zwischen dem linken Lavendel und dem in der Mitte, und die Lücken mit kriechender Katzenminze füllen.

    Rechts könnte man eine niedrige Zaubernuss hinplatzieren, vielleicht noch eine kleine Buchskugel, und weißblühende Schleifenblume, wo es hell werden soll. Zum Rosmarin würde ich davor noch Thymian und Bohnenkraut pflanzen, den Rosmarin hinten und die beiden anderen davor. Unter die Kräuter würde ich ein bisschen Kiesel statt Mulch verteilen, damit sie warme Füße haben, wenn die Sonne den Boden und die Steine erwärmt.

    Man kann ein Beet auch spiegel... äh, wie heißt das, also symmetrisch anlegen. Also links und rechts hinten ein Chinaschilf, in der Mitte Kräuter und eine Duftrose mit Hagebutten im Winter oder einen Zierballerinaapfel, und vorn Lavendel, hinten ein paar höhere Stauden wie Lupine, Rittersporn oder Fingerhut (giftig) und dazwischen Akelei, Schleifenblumen und Katzenminze. Und wo noch Platz ist zb Blauschwingel oder was immergrünes, damit es im Winter nicht so nackig aussieht.

    Den Boden würde ich abdecken mit Rindenmulch, das verhindert übermäßigen Unkrautbewuchs.

    Hier auch Team Katzenminze. Nicht einjährig, aber wird sehr gern angeflogen von Insekten und muss nur im Frühjahr einmal ausgeputzt werden.

    Hundundmehr ich hatte dich nur zitiert wegen der Privatsphäre.

    Du selbst schreibst ja:

    Hätten meine Hunde Probleme mit dieser Enge, oder müsste ich sogar damit rechnen, dass "Fehler" anderer Menschen meinen Hund zu beschädigenden Verhalten bringen würde, dann würde ich eine solche Enge mit meinen Hunden meiden.

    Und genau das tun halt ganz viele Halter, wenn sie sagen, "Bleib aus meinem Tanzbereich weg". Sie wollen Enge meiden, weil sie selbst oder ihre Tiere es nicht mögen.

    Enge ist sehr oft stressbehaftet, und ich finde es super, dass du so wunderbare Hunde hast, die damit umgehen können. Ohne Ironie, das ist einfach ein Geschenk.


    Weil du Pferde ansprichst, ich habe zb eingehämmert bekommen, niemals nie nicht hinter einem fremden Pferd im Radius der Hinterhufe zu stehen. Nie.

    Als wir in Spanien im Urlaub auf einem von einer Frau aus Bayern geführten Reiterhof waren zum gemeinsamen Ausreiten, erzählte sie uns von dem tragischen Fall, dass in einem anderen Stall ein 4jähriges Mädchen von einem Pferd, das sich erschreckt hat und nach hinten austrat, traurigerweise an der Schläfe getroffen wurde und sofort tot war, weil es genau hinter dem Tier stand.

    Manche Unfälle lassen sich natürlich nicht verhindern, so umsichtig man auch ist. Aber wenn man manchmal die Videos sieht, "guck mal wie süß, mein Hund lächelt mich an", während der Hund Zähne zeigt und droht, oder die Videos mit Hunden, die Babys belagern und beknabbern, und die Eltern "oh wie putzig, ich hab einen Nannyhund", da dreht sich mir dann der Magen um.


    Ich seh da keineswegs ausschließlich, dass die Umwelt sich jetzt kompromisslos auf mein Hobby einzustellen hat. Ich denke, der grundsätzliche Umgang mit Tieren sollte wieder mehr im Fokus stehen, ohne Extreme, also weder "ich grabbel alles an, was nicht bei drei auf dem Baum ist" noch "Oh meine Güte, alle Hunde sind reißende Bestien".

    Und manchen Hundehaltern (nicht du und auch kein User hier im Forum jetzt) täte es vielleicht gut, seine Scheuklappen abzulegen, was seine Rasse, die er da sitzen hat, anbelangt. Ein Wach- und Gebrauchshund ist einfach was anderes als ein Teacup irgendwas. Ein Hund ist Verantwortung, zumal wenn er schon aufgefallen ist, und wenn ich dann lese, Maulkorb hat sich aufgelöst oder Zaun hatte Löcher... ja. Vermeidbar, vielleicht, hätte man als Halter ein bisschen weitergedacht. Aber hätte hätte Fahrradkette natürlich.

    Die Videos sind im Netz und solange Leute da drunter "aaaw" schreiben statt "ey, Leute, seht ihr was da gerade abgeht", solange werden Hunde über/unterschätzt und wird es traurige Vorfälle geben.

    Was meinst du - wie viele Menschen geben ihre "intime Zone" auf, bei Events wie Weihnachtsmärkten, oder im Kaufhaus, oder auf Mittelaltermärkten ... sogar im Kino bieten die Sitze in den Reihen keine 60 cm Abstand zum Sitznachbarn.

    Nur als kurze Anmerkung, Menschen, die gezwungenermaßen ihre Wohlfühldistanz aufgeben (müssen), sei es im Aufzug oder Wartezimmer oder in Menschenmengen, die haben Mechanismen entwickelt, um diese Verletzung der Intimsphäre gut zu "überstehen", sag ich mal.

    Wenn du mal drauf achtest, wird in Aufzügen, Wartezimmer, Kinosälen kaum gesprochen und der Blick vermieden, es gibt feste Rituale und "do's" und "don'ts".

    Auch unter Hunden wird normalerweise/je nach Hundetyp deeskaliert und ertragen, und wenn der Hund nicht weg kann wird oft ignoriert und betont weggeschaut, zb in der Hundeschule in einer angeleinten Gruppe, während der/die Trainier/in was erklärt. Gibt aber halt auch die Hunde, die gern "aufs Maul" schreien. Würden wir Menschen vielleicht auch manchmal ganz gern, beherrschen uns aber, weil gesellschaftlich nicht akzeptiert =)


    Einige Vorfälle sind auf ein Unterschreiten der Wohlfühldistanz wohl schon zurückzuführen, aber die allermeisten gestalten sich derart, dass der Hund, der sich dann als gefährlich herausstellt, aktiv dem Menschen hinterher geht oder auf den Menschen zugeht.

    Dass der betreffende Hund allerdings gefährlich ist oder gefährlich waren könnte, hätte der Besitzer aber oft schon vorher merken müssen, es gibt Warnzeichen, das sieht man schon am Erstarren, fixieren, pöbeln, knurren. Und da sehe ich schon den Halter in der Pflicht, nicht allein das Umfeld.


    Also, ich bin nicht Fraktion "das Opfer war selbst Schuld, weil es nichtvauf Zehenspitzen mit 10 kilometer Abstand vorbei ist". Ich bin Fraktion "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste", und ich bin Fraktion "Ich erziehen meinen Hund zum Gehorsam und sichere meinen Hund lieber einmal mehr als einmal zu wenig, besonders wenn ich einen knackigen Gebrauchshund habe, der Anzeichen von Unwohlsein unter fremden Menschen zeigt".