Beiträge von DerFrechdax

    Das wären für 10 Tage echt schon eine Menge Kerzen :???:

    Guck mal nach Grablichtern, die gibt's jetzt um Allerheiligen herum in jedem Discounter. Die machen helles Licht und sind "eingepackt" und standsicher. Wir beleuchten abends inzwischen gern mit Maxiteelicht. Da langt eins für 3 Abende. Allerdings nur dass man nirgendwo gegenläuft. Lesen könnte man damit nicht.

    Ich glaub, ein großes Problem wären auch die vielen Leute, die Frust haben und abreagieren müssen, wenn Internet und Fernseher nicht mehr funktionieren würden im Falle eines Stromausfalls. Der ganze Lebensinhalt quasi über Nacht passé :partying_face:

    Heute hatte Skyler so einen Tag, wo er aus irgendeinen Grund keine Lust hatte ins Auto zu steigen. Ich habe dann so getan als würde ich ohne ihn losfahren.

    :lol:

    Auf die Idee bin ich noch nie gekommen xD

    Vermutlich würden meine zwei mir mit ein paar Taschentücher hinterherwinken und sich dann umdrehen, um ihr Ding zu machen :party: Endlich sturmfrei, tschakaaa xD


    Edit: Das da:

    ich ihn dann irgendwann gepackt habe und im Auto mit ihm geschimpft habe. Das mache ich sehr selten. Er ist da nämlich Zero beeindruckt.

    ...würde gut in den Faden über Druck passen :lol: Glaub, Terrier sind wirklich eine Marke xD

    Das fühlt man direkt körperlich.

    Erst einmal so intensiv erlebt, aber werde ich nie vergessen. Das einzige Mal, dass ich richtig Schiss hatte. Das war Druck.

    Dein Thema war ja auch, braucht es Druck in Erziehung und Ausbildung?

    Und je nachdem, ist es bei mir ein "Jein". Denn, ich möchte nicht, dass mein Hund sich so fühlt, wie du es oben bei dir selbst beschreibst.

    Dein Faden hatte jetzt auf mich den Effekt, dass ich beim Gassi und im Umgang mal bewusst drauf achte, ob, wann und wie dosiert ich Druck einsetze. Bin noch nicht fertig mit meinen Beobachtungen =)  :lol:

    Hallo, ich hoffe dass ich hier die Experten treffe. :)

    Ich würde meiner Aussie-Hündin gerne mal einen echten Knochen besorgen (bisher kennt sie nur diese Rinderhaut-Dinger). Wenn ich im Internet nachschaue gibt es alles Mögliche.

    Habt Ihr einen Tipp? Internet, Metzger, Tierfutterladen? Ich habe wirklich noch gar keine Ahnung aber ich glaube dass sie großen Spaß an einem echten Knochen zum Knabbern hätte.

    Was würdet Ihr empfehlen bzw. was gebt Ihr Euren Hunden und woher?

    Ich freue mich über Tipps, lieben Dank!

    Ohne dass der Hund je schon mal Rohknochen gefressen hat, ist das wie schon gesagt tricky.

    Man kann vielleicht mit rohem Hühnerhals probeweise anfangen. Die sind eine überschaubare Menge, und wenn sie aus Gier im ganzen verschluckt werden, splittert nix oder kommt easy wieder raus. Wenn da einer wirklich gefressen und gekaut wurde und drin geblieben ist und der Kot okay ist, kann man das ab und an zufüttern als Gutzi.

    Was auch schön weich ist, ist Rinderkehlkopf, da aber auf gute Verarbeitung achten wegen Resten der Schilddrüse. Oder Putenhals, der stand hier auch sehr hoch im Kurs, genauso wie fleischige Bruststücke vom Pferd, die Stücke, wo nur Knorpel dran ist und halt Fleisch. In der Größe hat das Teil dann eine Mahlzeit ausgemacht.

    Ist aber auch sehr... äh... verschmutzungsverursachend, wenn das Teil dann innen oder auf der Couch geknabbert wird.

    Dann geht sie, aber wenn sie Anstalten macht, wieder reinzukommen, reicht es den Oberkörper auf sie zuzubewegen und sie anzusehen ( gerade und eher fest). Dann legt sie sich vor der Schwelle ab.

    Das ist für mich nonverbale Kommunikation. Ich sag mit meinem Blick ohne viel Freundlichkeit auf "Hündisch": "Bleib weg".

    Bei meiner Schäferhündin und der Leohündin hab ich auch viel nonverbal über Körpersprache gearbeitet, vor allem, weil besonders die Leohündin nicht sooo fit war, dass ich ihr viel auftrainieren konnte. Sie hatte da auch keine Freude dran, so dass wir einfach nur das, was wir im Alltag gebraucht haben, zu Beginn in der Hundeschule geübt haben und dann konnte ich das abrufen und es hat gepasst. Später war es wirklich so, ich hab was gedacht, und sie hat das gemacht. Da war wahrscheinlich auch viel Körpersprache dabei, oft bewegt man sich ja unbewusst.

    Die Hunde haben ja meistens nichts anderes zu tun, als uns den ganzen Tag zu studieren xD Insofern bin ich überzeugt, dass sie sehr schnell wissen, wann wir was gern sehen würden.

    Das mit dem fest ansehen/starren könnte ich bei dem Jungspund glaub ich nicht einsetzen. Er würde das stur aussitzen und dann doch reinschwänzeln, sobald ich wegschaue. Bei ihm könnte ich ihn aber mit einem Fingerzeig rausschicken und ein Leckerli hinterherwerfen. Allerdings kann das auch sein, dass er das als lustiges Spiel entdeckt und sich dann 10x rausschicken lässt, um dann freudestrahlend wieder reinzukommen xD .

    Und, er würde sich fragen, warum das für mich so eine hohe Wertigkeit hat, so dass ich sicher davon ausgehen kann, dass er in Zukunft noch enger bei mir liegen wird, weil mir das ja offensichtlich wichtig ist, dass er wegbleibt, da muss also was Tolles passieren, wo er was verpassen würde :partying_face:

    Was bei Jack eine große Rolle spielt, ist seine Erregungslage. Da arbeiten wir eigentlich immer dran, dass er ruhig bleibt und sich nicht hochfährt. Er ist superschnell "on" und dabei. Hat den Vorteil, du kannst mit ihm megaviel Spaß haben, wenn er Bock hat. Nachteil, wenn er sich aufregt, ist er nicht mehr klar und reagiert nicht mehr auf feine "Hilfen". Dann bin ich froh, wenn ich auf auftrainierte Abläufe zurückgreifen kann.

    :applaus: Gerade habe ich einen Wamsler Holzofen, mit Rohren, für 150€ ergattert. :mrgreen-dance: Zwar schon ein bisserl in die Jahre gekommen, aber das kann man ja optisch wieder verschönern. Dann bleibst hier auch ganz ohne Strom warm.

    Mal abgesehen davon, dass wir zusätzlich schon ewig einen Holzofen wollten, aber das immer vor uns her geschoben haben.

    Ich freu mich, bald knistert hier ein fröhliches Feuerchen. :smile: Das wird so gemütlich!

    Ich weiss nicht, wie streng Euer Schornsteinfeger das handhabt,

    wollte ich auch gerade schreiben.... unbedingt erst den Schornsteinfeger kontaktieren, bevor ihr den anschließt. Wir haben draußen im Garten einen wunderschönen Kaminofen aus Gusseisen stehen als Deko. Den durften wir nicht mehr anschließen, als wir vor 11 Jahren umgezogen sind.

    Auch beim neuen, der gebraucht war, mussten wir genau nachweisen, wieviel Feinstaub er produziert, mussten damals bei der Herstellerfirma einen entsprechenden Schrieb besorgen. Und nachrüsten mussten wir den mit Schamott und mit einer Drosselklappe.

    Ach, schön, dass du dazu ein Thema aufgemacht hast :smiling_face_with_hearts: Ich geb hier gleich meinenSenf mit dazu, wenn ich darf :sweet:

    Ich verlinke dir mal eine Faden, den ich vor einiger Zeit aufgemacht hatte:

    DerFrechdax
    14. Juni 2018 um 21:07

    Vielleicht sind dort für dich auch ein paar Anregungen drin. Für mich hat er damals eine Wende markiert.

    Ich hatte mich mit ähnlichen Fragen beschäftigt und war damals auf der Suche nach dem Führungsstil, der besser zu mir und meinen Hunden passt, auch durch den Input hier im Hundeforum. Ich hatte damals den Senior neu und vorher noch nie einen Terrier gehabt (okay, er ist nur ein halber, aber dazu der Dackelanteil :dizzy_face: xD ).

    starre ich sie mit einem tiefen Blick in die Augen ins Platz (gut ein bisschen körpersprachliche Drohung ist auch dabei)

    Das zum Beispiel würde ich nicht tun (du sagst ja selbst, du machst das ganz selten, und es ist eine Drohung, deshalb soll das jetzt keine Kritik sein, ich würde es halt nur nicht tun). Warum sollte ich so unfreundlich kommunizieren, wenn mein Hund durch Training ein ganz tolles Kunststückchen kennt?

    Und zwar, (stell dir vor... xD ), sag ich in freundlichem Tonfall "Jack, Platz", er klappt sich ins Platz, und dann freu ich mich wie Bolle, komm zu ihm und leg ihm was Leckeres zwischen die Pfoten und löse auf, oder ruf ihn ab und er darf mich ne Runde anspringen und ein bisschen mit mir toben, oder ich lobe ihn zumindest kurz und er hat das gute Gefühl, mir etwas recht gemacht zu haben. So oder so, ein ganz tolles Unterfangen :partying_face: :bindafür:   :lol:

    Ansonsten arbeite ich viel mit Fingerzeig und eingeübten, positiv verstärkten Abläufen, und viel, viel Begeisterung.

    Ich lass dir noch einen weiteren Link da, weil auch diese Gedanken mein Bild, wie ein guter Hundeführer auszusehen hat, beeinflusst hat. Und zwar den hier https://www.hundeherz.ch/fachbeitrag/le…ein-hund-teil-1

    Kommt als erstes, wenn man "Lerntheorie Hund" googelt. Es lohnt sich, alle 4 Teile zu lesen, besonders Teil 3 über positive und negative Verstärker: https://www.hundeherz.ch/fachbeitrag/le…staerker-teil-3

    Hier ein Auszug aus Teil 1:

    Zitat

    Welche Voraussetzungen braucht ein Hund zum Lernen?

    Die richtige Lern-Atmosphäre ist äusserst wichtig. Es gibt gewisse Grundvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit Lernen beim Hund überhaupt stattfinden kann:

    Der Wohlfühl-Faktor

    • Die Stimmung sollte fröhlich und entspannt sein. Negative Gefühle wie Angst, Furcht, Stress, Schmerz und Druck etc. sowie auch eine zu hohe Erregungslage (beim Mensch wie beim Hund) sind gänzlich zu vermeiden, denn unter diesen Bedingungen kann Lernen kaum oder gar nicht stattfinden.

    [.....]

    Ohne Motivation, kein schönes Hundetraining!

    Schaffen wir es nicht, den Hund zu motivieren - ihn also mittels Begeisterung und einer positiven Erwartungshaltung von einer neuen Verhaltensweise zu „überzeugen“ - bleibt uns als Alternative eigentlich nur noch Druck, Einschüchterung, Gewalt, usw.

    Das ist nicht nur unprofessionell, unwissend und unschön (Gewalt fängt da an, wo Wissen aufhört), sondern es gewährleistet auch keinen Wohlfühlfaktor für den Hund, was darüber hinaus zu Lernblockaden führen kann.

    Da echter Druck hier nicht gut funktioniert, bin ich eh gezwungen gewesen, mich umzuorientieren. Und, es macht so viel mehr Spaß.

    Das heißt nicht, dass man nie Druck ausübt, und ich übe auch Druck aus, indem ich meinen Hund abdränge, wenn er prollt, oder wenn er gekämmt wird oder Krallen geschnitten kriegt und stillhalten muss, oder wenn er gern den Briefträger lochen wollen würde und ich ihn deshalb kurzzeitig in seiner Freiheit einschränke oder ich Besuch einlade und ihn nicht um Erlaubnis gefragt habe. All das setzt ihn unter Druck, aber ich betüdel ihn dann, bemitleide ihn ein bisschen, lobe, wenn es was zu loben gibt und bedanke mich bei ihm, wenn er Situationen, die für ihn eigentlich superunangenehm sind, aushält, weil ich ihn drum bitte.


    Jack verträgt es auch gar nicht, wenn Fremde ihn anstarren, ihm in die Augen schauen, sich zu ihm runterbeugen.

    Da nehm ich ihn weg, erklär ihm das auch in ruhigem, freundlichemTonfall, was ich jetzt mit ihm mache, und wenn er knurrt oder bellt, weil er sich gezwungen fühlt und sich nicht anders zu helfen weiß (und ich geschlafen hab) und der Abstand zu eng ist, sag ich ihm in freundlichem Ton "Nee, das machen wir hier nicht" und nehm ihn weg, sprich, bringe Abstand rein. Würde ich jetzt nämlich einen bösen Abbruch rufen, würde ihn das noch mehr anstacheln und seine Ressentiments schüren. Inzwischen haben wir enorme Fortschritte gemacht, weil ich alles ruhig und vorausschauend händel für ihn und das auf ihn überschwappt. Bin ich ruhig, ist meistens auch der Hund ruhig :partying_face: Wer hätte das gedacht xD  :lol:

    KayaFlat leider kann ich dich jetzt nur so zitieren :ops: Und verspoilern geht mit Zitat auch nicht, deshalb sorry für den Exkurs :sweet:

    Zitat

    Aber als Teamleader muss ich doch auch mal deutlich werden.

    Nichts anderes habe ich geschrieben:

    Ich bin nicht komplett dagegen, mal etwas deutlicher zu werden, wenn die Situation es erfordert

    bekam sie den Einlauf ihres Lebens, weil

    :sweet:

    Zitat

    Arbeitest du dann aus Überzeugung völlig ohne Druck oder hast du beispielsweise so einen weichen Hund, dass eine hochgezogene Augenbraue ausreicht, um "Druck" zu machen.

    Weder noch, ich hab einen Hund, der Druck mit Ignoranz beantwortet und ziemlich schnell "zumacht". Beispiel: Als Jack noch ganz jung war, so ein halbes Jahr, hat er unheimlich gern herumliegende Socken geklaut. Einmal rannte er damit in den Garten und fegte damit fröhlich durch die Büsche. Mein Mann forderte von ihm mit böser Stimme das Abgeben mit einem "NEIN! AUS! JACK! DAHER! AUS!" usw und so fort.

    Kam nicht an, hat im Ggeenteil den Jungterrier aufgestachelt und er ist umso heftiger herumgefegt. Dann lief ich in den Garten, um eine Eskalation zu verhindern, rief in meiner lieblichsten Stimme "Jack, komm mal DAHER, ja, was hast du denn da Feines" *säusel* xD .

    Jack kam total begeistert her und hat mir gezeigt, was er da herumträgt. Ließ es sich dann auch ganz toll abnehmen. Für meinen Mann war das ein Aha-Moment. Ich hatte schon etwas früher "umgeswitcht" zum neuen Hund, weil ich vorher schon gelernt hatte, dass Terrier allgemein und Wheaten im besonderen schlecht Druck vertragen. Noch heute lässt Jack sich mit einem "gibst du mir das bitte? - Daaanke!" alles abnehmen.

    Zitat

    Für mich ist Druck halt alles, was den Hund da hinbewegt, wo ich ihn hinhaben will. Ein Blick und ein Kopfschütteln kann Druck sein. Das wird ja immer subtiler, je besser man sich kennt. Aber ich persönlich finde schon, dass man beim Junghund Grenzen und No-Gos über Druck deutlich macht.

    Grenzen und No-Gos kann man auch durch Prävention, Begrenzen, Situationen gar nicht erst aufkommen lassen festlegen bzw vermeiden. Geht nicht immer, manchmal muss ich auch klar sagen, wenn was gar nicht geht, so ist es nicht, aber ich versuche immer, erstmal vorher anzusetzen.

    Beispiel, Jack bellte unheimlich gern vorbeilaufende Passanten draußen an. Also haben wir einen zweiten Zaun etwas weiter innen im Grundstück gezogen, weil er in der hohen Erregungslage, wenn vielleicht auch noch ein Hund vorbeiläuft, nicht mehr erreichbar ist für mich. Danach war es besser, und aktuell bellt er fast gar nicht mehr, weil er Abstand hat und ich mich selbst kümmere. Natürlich haben wir das auch parallel trainiert mit ich laufe vor und gebe Entwarnung, so dass er inzwischen zwar noch anzeigt, ich aber sagen kann "is ok".

    Zitat
    habe ich da was falsch eingeschätzt, muss ich ja auch irgendwie damit umgehen. Kann ich dann zulassen, dass auf "Fehlverhalten" keine Konsequenz folgt?

    Natürlich nicht. Ich brech auch Sachen ab, aber zb statt den Hund abzubrechen, wenn er höchstwahrscheinlich in den nächsten Tümpel hüpfen würde, kann ich ihn auch vorher kurz anleinen, ich kenn ja meinen Pappenheimer. Oder ich sag "wir gehen weiter". Echgen Abbruch gibt es hier auch, allerdings muss ich sagen dass der Jungspund da meistens sehr gestresst drauf reagiert. Deshalb heb ich mir die für Notfälle auf und hab auch verschiedene "Abstufungen".

    Zitat

    Ich setze Druck schon bewusst ein, um meinen Hund zu "bewegen" und Grenzen zu setzen. Würde ich denken, dass das Gift für die Beziehung ist, würde ich es lassen. Ich sehe es aber nicht so, wenn es bewusst und fein dosiert passiert. Im Gegenteil, ich finde es stellt die Beziehung auf eine gesunde Basis, weil der Hund das gut versteht und annehmen kann

    Seh ich auch so. Gemein haben wir, denk ich, dass wir unseren Hund führen möchten. Wir haben ja auch unterschiedliche Hunde, deshalb gehen wir vielleicht unterschiedlich vor. Es gibt immer mehr als eine Strategie.

    Ich möchte klar kommunizieren, ich möchte, dass der Hund mit Freude gehorcht, einen Sinn in der Zusammenarbeit mit mir sieht (deshalb "Team") und wir viele schöne Erfolgserlebnisse haben. Mein Hund muss händelbar sein, seine Baustellen müssen im Griff sein, sodass nix passiert, er soll sich in Konflikt/Angst/Stresssituationen auf mich verlassen können, und ansonsten möchte ich einfach Freude und Spaß haben mit meinen Hunden. Gehorsam ist mir auch wichtig, und manches ist nicht verhandelbar, aber der wird mMn nicht nur ausschließlich über Druck erreicht, sondern auf verschiedenen Wegen und mit unterschiedlichen (positiven) Strategien. Und, schlussendlich, es kommt auch wieder auf den Hund an.

    Mein erster Gedanke: Hör auf dein Bauchgefühl. Du willst mit deinem Hund ein Team bilden. Teamkollegen behandeln sich freundlich.

    Ich finde es ehrlich gesagt übergriffig, wenn Trainer Hundehalter dazu überreden wollen, ihren Hund härter anzupacken, als sie bereit sind (und als notwendig meistens). Aufzeigen, wo man falsches Timing hat, okay. Wo man inkonsequent war, vielleicht das falsche belohnt hat, ja. Aber zu körperlicher Massregelung auffordern, nur weil ein Hund aus dem Platz aufsteht (!), finde ich viel zu hart.

    Ich bin nicht komplett dagegen, mal etwas deutlicher zu werden, wenn die Situation es erfordert. Es kommt auch immer auf den Hund an, und als mich meine Leonbergerhündin damals mal quer über die Straße zu einem Zaunpöbler gezogen hat, dass meine Schlappen in hohem Bogen davongeflogen sind, bekam sie den Einlauf ihres Lebens, weil das einfach eine saugefährliche Situation war (und danach hab ich immer feste Schuhe angezogen :partying_face: ).

    Es kommt immer auf die Situation an und den Hund. Aber, in eurem Fall versucht der Trainer sich zu profilieren auf Kosten deines Hundes.

    Zum Druck aufbauen und weglassen, was KayaFlat angesprochen hat, früher hab ich das so gemacht: Ich hab ohne die Situation weiter zu prüfen etwas vom Hund verlangt, hat er nicht gehorcht, hab ich es mit Druck durchgesetzt. Oft mit Unwohlsein verbunden beim Hund, jetzt im Rückblick. Hat er gehorcht, kam der Druck weg, ich hab gelobt.

    Heute hab ich ein Sensibelchen an der Leine, keinen Leonberger Bulldozer mehr xD

    Heute überlege ich mir vorher, was kann mein Jungspund leisten, schafft er das überhaupt, was ich von ihm will?

    Beispiel Platz. Gestern sind wir einen Asphaltweg entlang gelaufen, wo auch ab und an Anlieger zu ihren Obstwiesen fahren oder ein Traktor. Mein Jungspund lief an der 15m Schleppleine. Es kam ein Auto, ich rufe ihn ran, er setzt sich von selbst rechts neben mich in den Grünstreifen, das Auto fährt eng vorbei. Weil ich weiß, dass er Angst hat vor Autos, hab ich ihn nur rangerufen, aber nix weiter verlangt. Das Sitz war ein Gutzi von ihm, was ich natürlich sehr gelobt hab. Später kam ein Traktor, wir gehen auf Seite, der Jungspund wird rangerufen, ich lass ihm aber etwas Leine Richtung Wiese, weil ich weiß, Traktoren machen ihm Angst. Er weicht tatsächlich weiter aus, legt sich sogar kurz hin (aus Angst), ich bleib ruhig stehen, dann gehen wir weiter.

    In so einer Situation hätte ich nie ein Kommando unterbringen können. Ja, er hätte auch auf Kommando Sitz oder Platz machen können, aber wie hätte er sich gefühlt? Die Situation war eh so stressbeladen, da hätte ich zwar mit Druck was durchsetzen können, aber viel lieber freu ich mich, dass er sofort zu mir gekommen ist, dass er selber ein Sitz angeboten hat und bis auf kurz hinlegen nix anderes gezeigt hat, als der Traktor kam und er jederzeit ruhig und ansprechbar war.


    Früher war ich ganz anders unterwegs, auf der Dominanzschiene. Und muss im Rückblick sagen, man nimmt sich so viel Schönes, wenn man gegen den Hund arbeitet als mit ihm. Dein Hund ist so jung, ja mei, klar guckt der, wo er eigene Entscheidungen treffen kann und wie ernst du was meinst. Das sind noch Spielkinder, die tausend Flausen im Kopf haben. Die Frage ist ja auch will ich einen Roboter oder einen Weggefährten. Je nach Einstellung gehe ich dann unterschiedlich an das Training heran. Nicht weniger konsequent, nicht weniger streng, wenn es sein muss. Manches geht einfach nicht, das muss auch mein Jungspund lernen. Aber die innere Einstellung ist eine andere. Mein Hund und ich erarbeiten uns gemeinsam Inhalte. Nicht ich schaffe an und Hund hat zu gehorchen, fertig. Da ist so viel Schönes nicht erlebt und die Beziehung so arm. Traurig.


    Und, 45 Minuten am Stück Platz üben mit einem intelligenten Hund wie deinem? Wie öde.

    Ging uns aber auch so. Mein Jungspund ist echt helle im Kopf. Nach ein, zwei Wiederholungen wusste der, was ich von ihm will. Nun sollten wir aber 4, 5 Mal das neue Verhalten abfragen, eine Minute lang :ventilator: Nach dem vierten Mal hatte er keinen Bock mehr, hat sich hingesetzt und mich finster angeschaut xD

    Also hab ich danach alles nur noch maximal 2, höchstens 3 Mal wiederholt und dazwischen ein bisschen Löcher in die Luft geschaut, bis die Zeit um war :lol:

    Ihr werdet schon euren Weg finden, da bin ich mir sicher. Authentisch sein und auf sein Bauchgefühl vertrauen ist ein guter Anfang :nicken: