Beiträge von DerFrechdax

    Wie hätten denn Eure reagiert? Auch so dermaßen friedlich, liebenswürdig, unbedarft?

    Beide wären davongestoben, evtl wäre abgeschnappt worden.

    Allerdings kommt besonders der Lockenkopf im Freilauf meistens freiwillig nicht so nah an Fremde ran, dass da wer über ihn stolpern könnte, der hält lieber Abstand. Mit Besuch ist der aber auch nicht sonderlich liebenswürdig |) der wird toleriert, weil muss.


    Das mit dem Absitzen und dann auf Freigabe loswetzen lassen... da denk ich immer an das Bühnenprogramm ganz zu Anfang von Martin Rütter, als er beschreibt, wie er beim Hausbesuch begrüßt wird... erst hört er noch hinter der Tür "Platz! PLATZ!PLAAAAHAAATZ!"... Tür wird geöffnet, er wird reingebeten... Hund scharrt schon mit den Hufen... und dann die Freigabe "Schau mal, wer da ist!" und ihm fliegen 50 Kilo Hund entgegen :ugly:


    Ich führe meine Hunde beide, auch wenn wir unterwegs sind, so, dass da nie jemand über sie stolpern kann, weil niemand an sie rankommt.

    In eurem Fall gut gegangen, war auch bissi Pech dabei.

    Als ich mal beim Gassi über die Beine vom Jungspund gestolpert bin und mich langgelegt hab, stand er ziemlich perplex neben mir und hat gewartet, bis ich mich wieder aufgerappelt hatte und mein Krönchen gerichtet hatte.

    Nix mit besorgt anschnüffeln oder gucken, ob alles okay ist. Eher so "geht's endlich weiter?" Taptaptap xD

    Bei dem aktuellen Gespräch ging es um kurzes, schnelles Schnappen nach hinten, während des nach vorne zum anderen Hund gerichteten Drohens. Also kein Drohen in Richtung Mensch.

    Ich hatte das bisher nur bei zwei Hunden, einen Tierheimhund, eine DSH, die ich ab und an Gassi geführt hatte, und bei meinem Jungstinker hier.

    Beide Male waren die Hunde kurzzeitig nicht mehr ansprechbar. Für einen Moment völlig weggetreten, im Tunnel, und dann musste der Druck irgendwie raus. Da kommt auch nix mehr an im Hundehirn, weil kurzzeitig keiner zu Hause ist. Das sind dann halt Sekunden, wo du aus dem Bauch raus reagierst.

    Die DSH hat dazu den Hundeführer angesprungen und derbe in dieSchulter gebissen, die hat man dann halt enger/ anders geführt, wenn ein Auslöser in Sicht kam plus, natürlich hab ich ihr beim ersten Mal gesagt, was ich davon halte. Die war aber eher unsicher unterwegs und war dann bei mir völlig unauffällig im weiteren Verlauf.

    Mein Spinner hier, der hat sich zu Anfang gern am Senior abreagiert :omg: hatte ich auch noch bei keinem Hund. Als wir nur noch allein bzw zu zweit und jeder einen Hund mit Abstand gegangen sind, kam er auf die Idee, mal in die jeweils nächste Hose zu schnappen.

    Gab jeweils einen Anschiss und danach wurde der Hund halt anders geführt, wenn ein Auslöser kam. Kam dann auch nicht mehr vor.


    Wichtig ist natürlich, den Auslöser zu kennen, den Hund entsprechend zu sichern und zu führen (zb doppelt eingehängte Leine, Geschirr plus Halsband, u.U. Maulkorb) und dem Hund eine Alternative anzubieten. Manche möchten den Hund zb was tragen lassen.

    Hier ist es so, dass der Jungspund nix tragen will. Aber er geht inzwischen am Auslöser vorbei, wenn wir nicht ausweichen können, je nachdem hüpfig, aber das ist mir lieber als schnappig. Von da aus üben wir weiter, damit irgendwann aus hüpfig ein ruhig wird und vor allem keine Tunnel (=extrem hohe Erregungslage) auftreten, was glücklicherweise schon seit einiger Zeit nicht mehr der Fall ist.


    Treten bzw körperliche Gewalt wäre bei mir nur die letzte Option, wenn ein Hund sich in mir verbeißt und nicht mehr loslässt. Das läuft für mich unter Notfall und Eigenschutz.

    Zum "trainieren" als Trainer Gewalt zu empfehlen empfinde ich auch als Ohnmacht und Hilflosigkeit, wenn man keine anderen Lösungsansätze in seinem Repertoire hat. Das führt oft nur in die Eskalation, Druck erzeugt Gegendruck.

    Hi, ich hab dir einiges verlinkt, vielleicht findest du dort Anregungen für euch. Wichtig finde ich, erst einmal eine Vertrauensbasis zu schaffen, bevor man das Training startet. Dein Hund ist noch sehr jung, da muss man behutsam vorgehen, sonst geht der Schuss nach hinten los.

    Kindergitter erfüllen hier wichtige Dienste. Der Hund ist getrennt von mir, sieht, hört und riecht mich aber noch.

    Zum Weggehen habe ich Rituale eingeführt. Dazu gehört, dass ich verschiedene Türen schließe, damit die Hunde sich nur noch im Hausflur aufhalten und nicht aus den Fenstern schauen können, besonders damit sie das Gartentürchen nicht im Blick haben. Dann schicke ich meine Hunde in jeweils ihre offenen Boxen, sage meinen Standardsatz und gehe einfach.

    Es gibt keinen Abschied und keine Begrüßung, um nix hochzupushen.

    Schau mal, ich hab dir auch noch Kikopub verlinkt. Wenn du englisch kannst, ihre Videos sind super und erklären alles logisch und step by step.

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    https://www.edogs.de/magazin/welpen-alleine-lassen/

    https://www.santevet.de/artikel/welpe-alleine-lassen

    https://www.martinruetter.com/angebot/wissen…wachsenen-hund/

    Damit nehme ich ihnen doch komplett die Überraschung.

    Wenn das bedeutet, dass zuerst meine Tür oder Fenster aufgehebelt wird, bis dann *Überraschung* der Hund vor ihnen steht, dann bin ich pro Schild und contra Überraschung xD

    Ein Glück machen meine beiden vorher schon genug Krach, sollte sich jemand an der Tür zu schaffen machen oder durchs Fenster reingucken.


    Im Auto sitzen meine zwei allerdings inkognito hinter abgedunkelten Scheiben. Da wäre meine Sorge zu groß, dass jemand meint, die Scheibe einschlagen zu müssen im Sommer, weil da drauf steht, dass Hunde an Bord sind :fear: