Beiträge von DerFrechdax

    Hier ist nochmal Spinat ausgesät und Mangold... die Zucchini sind alle voller Mehltau und der Ertrag ist naja. Von einer Schwemme kann ich tatsächlich nicht sprechen :ugly:

    Tomaten hab ich schon einige Handvoll runter, sind alles Cocktailtomaten, die großen Sorte brauchen noch. Eine Tomate hat am Stängel das schimmeln angefangen und ist leider hinüber, keine Ahnung, was das war.

    Jetzt sind die Holunderbeeren reif, und gerade jetzt bin ich eine Woche weg :see_no_evil_monkey:Mal sehen, was uns die Vögel übrig lassen...

    Die japanische Weinbeere hat getragen, sehr lecker, diese kleinen Butzelchen :smiling_face_with_hearts:Für im Vorbeigehen dran naschen optimal :smile:

    Ach so, zum Thema Verantwortung, natürlich habe ich, wenn ich mich mit meinem Hund in der Öffentlichkeit bewege, eine Verantwortung. Meine Hunde sind immer schon gut erzogen, gut gesichert, unauffällig und neutral im öffentlichen Leben unterwegs. Ich kenne meine Tiere und weiß, was ich ihnen zumuten kann und was sie nicht schaffen. Und für Unfälle bin ich versichert. Hundehaltung ist mein Hobby, durch das niemand sich gestört oder ängstlich fühlen soll.


    Leider ist nach meinem Empfinden der Zeitgeist so, dass viele eher nur an sich denken, wenn es um ihre Freiheit oder die ihres Hundes (oder Kindes...) geht. Da kann man nicht viel machen, ich gehe solchen ignoranten Menschen aus dem Weg und suche nicht die Eskalation, hilft ja auch keinem.

    Das einzige, was ich wirklich einfordere, ist, dass der freilaufende Kläffer wegbleibt von unserem Tisch, wenn wir zb im Biergarten sitzen. Was der ansonsten macht, Kinder jagen oder fremde Leute belästigen, das ist dann nicht meine Baustelle, das müssen dann die Betreffenden regeln (außer ich sehe natürlich, ein Kind braucht wirklich Hilfe und niemand reagiert, dann helfe ich, ist doch klar).


    Ich hatte lange Zeit immer sehr große Hunde, und da entwickelt man vielleicht einen anderen Blick auf seine Umwelt. Viele haben Angst vor großen dunklen Hunden, so dass ich bestrebt war, dass meine Hunde ein gutes Bild abgeben, Haufen immer eingesammelt wurden, meine Hunde durch Gehorsam und Freundlichkeit positiv aufgefallen sind. Selbstverständlich durften die nicht einfach so zu anderen Menschen, Kindern oder Hunden hinziehen. Warum auch?

    cUatBarBQ

    Ich hab jetzt mal quergelesen.


    Ich glaube, es gibt einfach verschiedene Philosophien. Von "Mein Hund darf sich ausleben" bis zu "Mein Hund darf gar nichts" über "da kann ich nichts machen, der macht was er will, hihi".

    Nach meiner Erfahrung hilft klare Kommunikation. Und zwar vorher, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist und der Kontakt entstanden ist.


    Ich habe einen Hund, der gern in Ruhe gelassen wird. Ich selber bin einem Plausch nicht abgeneigt, möchte aber keinen engen Kontakt, schon gar nicht ungefragt.

    Das kommuniziere ich nonverbal, indem ich meinen Hund heranrufe, abgewandt einsortiere, an den äußersten Rand gehe, zügig weitergehe mit abgewandtem Blick und freundlichem Gruß. Kommt diese Botschaft nicht an, sage ich laut warnend "bitte nicht herlassen, der mag das nicht!" In den meisten Fällen klappt das.

    Kommt ein hirnentleerter freilaufender Hund, der die Warnsignale meines Hundes ignoriert, doch nahe heran, oft sind das dann fiepende Stresskekse, die nicht wissen, wie sie die Situation anders lösen können (zb durch weggehen?), weil ihr Mensch sie völlig allein lässt oder außer Sicht ist, dann kommuniziert mein Hund sehr sauber und relativ human, dass sich der andere Hund bitte schleichen möge. Den lass ich dann auch kommunizieren, denn wenn ich den Hund vorab nicht blocken konnte und der offensichtlich keinen Ärger sucht, hilft es, wenn den mein Terrier kurz anbrummt.

    Ein Hund, der in unfreundlicher Absicht zu uns kommt, wird selbstverständlich von mir abgefangen, auch mit viel Wums, und bisher habe ich alle meine Hunde glücklicherweise so schützen können vor einer Eskalation. Die überlassen das dann auch mir, stehen hinter mir und warten ab.


    Der Weg über den Hund ist mEn erfolgversprechender als über die Besitzer, weil - im Gegensatz zu den Menschen dazu - die Hunde allermeistens ein Nein verstehen und akzeptieren, wenn man deutlich und klar ist.

    Puh, 10 Dinge. Ich versuchs mal.


    1. Jack ist ein Checker. Der coolste Hund der Straße und überhaupt. Nichts geht ohne ihn.

    2. Jack ist geboren 12/2020. In dem Monat ist unsere Leohündin gestorben, 5 Tage, bevor Jack auf die Welt kam.

    3. Jack war "übrig" und kam auf verschlungenen Wegen mit knapp 10 Wochen zu uns.

    4. Jack hasst Regen. Also Wasser von oben. Im Gegensatz zu

    5. Pfützen. Die liebt er und in die wirft er sich mit Verve und viel Liebe zum Dreck, wenn ich nicht schnell genug bin.

    6. Jack ist ein eleganter Hund. Seine Bewegungen sind fließend, er sieht immer fotogen und sympathisch aus. Das kollidiert leider mit:

    7. Jack mag keine Menschen. Manche Sorten Menschen mag er sogar absolut gar nicht, meistens ältere Männer mit Bierbauch. Eine Zeitlang waren auch Menschen mit schwarzem Mantel suspekt. Zufällig hatte ich einen langen schwarzen Gassimantel. Also lief ein meidiger Hund am Ende der Leine um mich herum. Hab mich dann erbarmt und eine neue Gassijacke besorgt...

    8. Jack ist ein extrem guter Wachhund. Klar im Kopf, dezent, macht er mich auf Dinge aufmerksam, die anliegen. Einzig das Klischee mit dem Postboten hat er sich zu eigen gemacht. Dann muss ich einen ziemlich aufgeregten Hund ins Haus schicken, weil... daaa!!! Die Posstttttt!!! *Hund vibriert* Mit Training ist aber auch das im Griff.

    9. Jack ist kein Kläffer. Absolut wohltuend. Und auch sonst bellt er nie zurück, egal, wie sich andere Hunde aufführen. Diese Contenance gefällt mir außerordentlich gut.

    10. Jack verliert kein Fell. Ab und an habe ich dafür einen leidenden Hund am Tisch stehen, der von mir eine neue Frisur verpasst bekommt. Nicht seine Lieblingsbeschäftigung. Aber das Ergebnis lässt sich hinterher immer sehen.


    https://up.picr.de/49685463qb.jpg

    Was für Rassen werden in eurem Hund vermutet? Richtung Herdenschutz oder Hütehund? Jagdhund?

    Vielleicht hast du ein Bild, wo man das ein bisschen einordnen kann? Das müsstest du auf picr zb hochladen und dann hier verlinken, wenn du möchtest.


    Allgemein scheint euer Hund scheinbar doch zu viel Input über den Tag zu haben, wenn er abends nich zur Ruhe kommt.

    Das sehr auf euch bezogen sein kann Kontrolle sein, was eher nicht erwünscht ist und den Hund stresst, weil er damit Aufgaben übernimmt, die ihn überfordern.


    Was hast du gemacht, als der Hund dich angeknurrt hat? Es kann sein, dass Amara da ihr erstes Aha-Erlebnis hatte, allerdings in eine unerwünschte Richtung.

    PS ich lese gerade, dass euer Hund schon alt ist. Je nachdem wird das dann nichts mehr mit Training.


    Bei einem Welpen baut man das von Anfang an gut auf, so dass für ihn bestimmte Menschen zu dem Leuten gehören, die okay und gern gesehen sind.

    Wachhunde sollen ja wachen, will man das nicht, sucht man sich eine andere Rasse aus.

    Ich habe schon vor langer Zeit gelernt, ein Stück weit auf das Bauchgefühl meines Hundes (und des Pferdes) zu hören.


    Unser aktueller Hund meldet nur, wenn jemand direkt am Gartentürchen steht und was von uns will (oder natürlich wenn jemand klingelt). Ansonsten darf jeder außen vorbei oder sein Auto beladen etc. Das wird zwar beobachtet, es wird auch mal geknurrt, aber ohne melden.

    Eine einzige Nachbarin kann unser Hund allerdings nicht leiden. Wenn sie draußen redet, wird immer kurz gebellt. Ich selber hab kein Problem mit ihr, wir sind aber auch nicht eng. Trotzdem denke ich, dass mein Hund seine Gründe hat, gerade sie unheimlich zu finden, ich kenne nur diese Gründe gerade nicht.


    Wir hatten in der Straße einen Mann, der immer versucht hat, schon meine verstorbenen Hunde anzulabern und zu streicheln. Ich mochte den Mann aus verschiedenen Gründen nicht, und auch meine Leohündin, die wirklich der allerfreundlichste Hund unter der Sonne war, mochte ihn sehr deutlich nicht (bei ihr war das Maximum an Abneigung steif werden und schnell weggehen, was extrem ungewöhnlichwar für sie, weil sie eigentlichjeden angewedelt hat und sich gern streicheln ließ). Ich habe das so akzeptiert und bin diesem Mann dann einfach immer aus dem Weg gegangen, auch wenn er immer wieder versucht hat, uns abzufangen.


    Allerdings, in eurem Fall sind bestimmte Rechte eurer Vermieter berührt, u.a. das Recht, vorrangig den Garten zu nutzen.

    Das würde für mich bedeuten, dass mein Hund sich niemals! Allein im Garten aufhält und keine Möglichkeit hat, die Vermieter am Gartentürchen oder an ihrer Veranda abzufangen und zu verbellen.

    Wenn euer Hund sehr wachsam ist, dann ist es eure Aufgabe, das in die richtigen Bahnen zu lenken. Manchmal kann man den Hunden beibringen, Menschen auch zu ignorieren. Hat der Hund aber beschlossen, jemanden einfach doof zu finden, warum auch immer, dann ist es meiner Erfahrung nach eher kontraproduktiv, wenn man jetzt versucht, durch Übungen den betreffenden Menschen schmackhaft zu machen.

    Klar kann man den Vermietern sagen, sie sollen immer wenn sie in Sichtweite kommen, Wiener Würstchen Stücke werfen, um sich so attraktiv zu machen. Ein Hund, der aber ernsthaft ein Problem mit jemandem hat, wird sich so aber nicht bestechen lassen. Da hilft dann nur, den Hund gut zu beaufsichtigen und zu sichern und ihm dadurch zu zeigen, dass man selber die Situation völlig unter Kontrolle hat und der Hund sich um nichts kümmern muss.

    Dann kann man mit viel Training dahin kommen, dass der Hund zb bei Sichtung der Vermieter auf eine auftrainierte Decke geht und dort bleibt, bis sie wieder gehen oder freiwillig in ein Körbchen oder Box geht.


    Es gibt also mehrere Ansätze, und ich würde, um da nichts zu versauen, mit einem erfahrenen Trainer, der was von wachenden Hunden versteht und sich wirklich in die Hunde hineindenken kann statt nach Schema F zu operieren, zusammen daran arbeiten.

    Meine Eltern hatten mal bewusst die kleinste aus dem Wurf (war der Wurf, wo ich meine DSHündin her hatte). Sie war zierlich, extrem ruhig, ein sehr umgänglicher und etwas in sich gekehrter Hund, aber bis sie 11 war völlig gesund. Dann wurde sie akut sehr krank und ist relativ zügig euthanasiert worden (Verdacht auf Schlaganfall).

    Meine Hündin, die Vollschwester, wurde knapp 2 Jahre älter, war aufgeweckter und insgesamt energetischer. Sie hatte Unverträglichkeiten und wurde mit Pferdefleisch gebarft.


    Meine Leohündin kam aus einem Wurf, wo die Hündin wegen Geburtskomplikationen einen Kaiserschnitt bekam. Darauf hatte sie zu wenig Milch, deshalb wurden die Babys mit der Hand gefüttert, aber von der Hündin ganz normal betreut.

    Im Verhalten hat sich das überhaupt nicht niedergeschlagen, nur hatte sie nach einer Impfreaktion mit 3 oder 4 Jahren Unverträglichkeiten und musste bekocht werden.


    Es kommt also darauf an, und ich selber würde eben gucken, wie vital der Welpe ist und ob sich ein Mangel oder eine Behinderung abzeichnet oder ob er das alles aufholen kann. Allerdings wäre es natürlich gut und für mich eigentlich selbstverständlich, das zu kommunizieren. Aber das Tiere nicht einheitlich wie am Fließband produziert werden können sondern eben Lebewesen mit Genetik sind und damit auch körperlich eingeschränkt oder besonders kräftig etc pp sein können, ist an sich nichts neues und von daher ist ein Kümmerling im Wurf jetzt genauso ein Hund, den ich in Betracht ziehen würde. Vielleicht sogar noch vor dem Rambo des Wurfes, der alles aufmischt :partying_face:

    Das ist so eine allgemein negative Sicht auf die gesellschaftliche Entwicklung. Die aber weder was mit Corona zu tun hat noch genuin was mit der Hundehaltung, sondern eine subjektive Sichtweise widerspiegelt.

    Spoiler anzeigen

    Ja danke auch für die pauschale Rundumwatschn :roll:

    Natürlich handelt es sich um meine subjektive Sichtweise, hab ich auch als eine solche gekennzeichnet ("aus meiner Sicht").

    Durch meine Kinder und deren Freunde habe ich viel Einblick in die Denkweise einiger junger Menschen und meine da durchaus eine Veränderung der Werte und Herangehensweisen zu erkennen im Vergleich zu vor 30 Jahren, als ich jung war.

    Ob man das jetzt gut oder nicht gut findet, ist jedem selbst überlassen, wie ich ebenfalls schrieb. Und wenn jemand völlig andere Erfahrungen gemacht hat oder eine andere Meinung- warum nicht. Jeder sieht letztlich die Welt durch seine Brille.

    Ich glaube, dass sich grundlegend einfach der Lebensstil der Gesellschaft geändert hat. Seit soziale Medien aufgekommen sind, geht es vermehrt um die Oberfläche und schöne Bilder und Videos und weniger um Substanz.

    Auch vor der Hundezucht und -Training macht diese Entwicklung nicht halt. Es gibt sie noch, Züchter, die lieber telefonieren und ihre Website nicht updaten, weil sie ihre Zeit lieber für ihre Hunde einsetzen. Und es gibt eben die, die den Markt bedienen möchten.

    Und da ist es einfach so, dass der Lagotto ähnlich wie ein Goldie gesehen wird. Der ideale Freund der Kinder, und er verliert kein Fell, also für Allergiker geeignet.

    Zudem sind viele Menschen über die Pandemiezeit "auf den Hund gekommen" und haben sich ohne groß Ahnung zu haben, in das Abenteuer Hund geworfen. Infolge dessen boomen Trainer und Hundeschulen, weil natürlich geht sowas in die Hose.

    Ich glaube einfach, die Art der Kommunikation und wie Dinge angepackt werden, hat sich insgesamt auch verändert. Ghosten, kurzfristig absagen oder gar nicht erst richtig zusagen sind ebenfalls Entwicklungen unserer Zeit, weil alles fließend ist und sich niemand mehr richtig verpflichten will. Da haben sich aus meiner Sicht einfach die Werte verschoben. Ob das jetzt gut ist oder schlecht muss jeder für sich bewerten.

    Für eure Hundesuche wünsche ich euch viel Glück 🍀