Das funktioniert, solange man hochwertige Leckerchen in der Hand hat und der Reiz nicht stärker ist als der Appetit. Ohne Wienerle oder gewürfeltes Hühnerbrustfilet gehe ich gar nicht mehr aus dem Haus. Ständig vollgesabberte Hände versüßen vor allem im Winter jede Gassirunde. Taucht ein anderer Hund auf, könnt ich mit Räucherlachs vor seiner Nase herumwedeln, interessiert ihn dann nicht.
Deshalb finde ich wichtig, das Futtertreiben völlig ohne Ablenkung zu üben. Es gibt in dem Moment nur mich und den Hund und die (extrem hochwertigen) Leckerli. Genauso wichtig ist, die Übung sehr früh mit einem Signal zu beenden, nämlich dann, wenn der Hund noch dabei ist und mehr möchte.
Ein Hund, der viel im außen lebt, kann gar nicht lange alles um ihn herum ausblenden. Und kommt ein Reiz, ist es eh vorbei.
Hab ich aber schon vorher mit ihm immer wieder in kurzen Einheiten geübt, wie cool und lohnend das ist, mit mir zusammenzuarbeiten, dann ist das sehr ausbaufähig. Und irgendwann komme ich vielleicht dann dahin, dass ich ne Trainingseinheit unter Ablenkung auch einbauen kann.
Es geht mir auch nicht um Ablenkung mit dem Futter, sondern den Knackpunkt, dass es sich lohnt für den Hund, immer. Wobei es auch Situationen gibt, da nimmt meiner stressbedingt auch keine Leckerli mehr. Da versuche ich das auch nicht. Man muss seine Grenzen auch kennen 