Beiträge von DerFrechdax

    Das funktioniert, solange man hochwertige Leckerchen in der Hand hat und der Reiz nicht stärker ist als der Appetit. Ohne Wienerle oder gewürfeltes Hühnerbrustfilet gehe ich gar nicht mehr aus dem Haus. Ständig vollgesabberte Hände versüßen vor allem im Winter jede Gassirunde. Taucht ein anderer Hund auf, könnt ich mit Räucherlachs vor seiner Nase herumwedeln, interessiert ihn dann nicht.

    Deshalb finde ich wichtig, das Futtertreiben völlig ohne Ablenkung zu üben. Es gibt in dem Moment nur mich und den Hund und die (extrem hochwertigen) Leckerli. Genauso wichtig ist, die Übung sehr früh mit einem Signal zu beenden, nämlich dann, wenn der Hund noch dabei ist und mehr möchte.

    Ein Hund, der viel im außen lebt, kann gar nicht lange alles um ihn herum ausblenden. Und kommt ein Reiz, ist es eh vorbei.

    Hab ich aber schon vorher mit ihm immer wieder in kurzen Einheiten geübt, wie cool und lohnend das ist, mit mir zusammenzuarbeiten, dann ist das sehr ausbaufähig. Und irgendwann komme ich vielleicht dann dahin, dass ich ne Trainingseinheit unter Ablenkung auch einbauen kann.

    Es geht mir auch nicht um Ablenkung mit dem Futter, sondern den Knackpunkt, dass es sich lohnt für den Hund, immer. Wobei es auch Situationen gibt, da nimmt meiner stressbedingt auch keine Leckerli mehr. Da versuche ich das auch nicht. Man muss seine Grenzen auch kennen xD

    Innen im Haus eine Glasschüssel und eine Porzellanschüssel, im Garten Untertöpfe aus Plastik und Ton (eigentlich für die Vögel und Insekten), ein verzinkter Eimer, und alles, wo sich Regenwasser sammelt, Eimer, die rumstehen, ein Schaufelblatt, und im Sommer natürlich der Hundepool.

    Draußenwasser schmeckt scheinbar besser als Wasser von drinnen =)

    Aso, abgemessen wird nix, der Hund wird schon wissen, was er säuft, der ist jung und die Nieren gesund.

    Körbchen hat sie in der Küche, im Schlafzimmer (für sie immer zugänglich) und im Wohnzimmer in einer ruhigen Ecke. Dahin kann/könnte sie immer gehen. Sie dahin zu schicken klappt noch nicht, ich müsste sie permanent korrigieren, da müssen wir noch dran arbeiten.

    Ja, das klappt nicht, weil ein Hund nicht gern seine selbstgewählten Aufgaben und somit in dem Fall Kontrolle abgibt.

    Klar liegt ein Wächter oder auch ein unsicherer oder ängstlicher Hund, der sich gezwungen sieht, sein Umfeld im Auge zu behalten, lieber mittendrin, im Weg und auf strategischen Plätzen als in einer Ecke, wo er nix mitkriegt 🤡


    Das kann sehr viel Entlastung bringen, wenn er in stressfreier Umgebung das Deckenkommando verinnerlicht (unsere Trainerin hat uns das beigebracht mit einer festen Badematte, die wirklich immer gleich war, und dann Leckerli dorthin werfen, um es abgekürzt zu schildern) und dann wird das Gelernte irgendwann abgerufen, erst nur kurz und gleich wieder auflösen, später dann als festes Kommando mit Auflösewort und am Ende, wenn ein Kind mit Essen herumläuft.

    Wenn man das klug aufbaut (und ggf auf der Decke hochwertig belohnt), hast du irgendwann mit etwas Glück einen Hund, der beim Auslöser "Kind mit Breze" direkt auf die Decke geht und dort sein Leckerchen abwartet.

    Ist so witzig weil meine Aussi Junghündin das absolute Gegenteil ist. Die ist auf die Welt gekommen um Spaß zu haben. Völlig naiver, fröhlicher manchmal überdrehter Teenie mit unendlich viel bunter Knete im Kopf. Die würde sich ein Bein ausreißen um mir zu gefallen. So liebenswert dabei, dass sie die Herzen im Sturm erobert. Selbst das vom Rumänen, der komplett glücklich in einer Welt ohne Hunde wäre.

    Ich hatte vor ihr einen Sheltie. Die hat sich praktisch von allein erzogen und war ein unglaublicher Hund ❤️ einfach weil sie mir gefallen wollte. Das krasse Gegenteil zu meiner Rumänischen Knalltüte 😂❤️

    So ist das manchmal, ist ein bisschen wie Roulette xD Hier wohnt jetzt auch ein Hund, der mehr Anleitung braucht als die Vorgänger. Man lernt halt von solchen Kandidaten am allermeisten, und man versteht die Nöte anderer Hundebesitzer viel besser, wenn man selber mal einen anspruchsvolleren Hund hatte =)

    Es gibt hier auch einen Austauschfaden für Rumänenhundhalter, ich such ihn geschwind...

    Edit: Voilà:

    Dreierrudel
    2. November 2018 um 14:32

    Da frag ich mich wieder, wo denn die Sorgfaltspflicht bei dem Besitzer der 4 Rottweiler war. Wenn man schon unbedingt 4 davon halten muss, dann muss man seine Hunde doch einfach auch fix im Gehorsam haben?

    Ich kann mir die Situation gut vorstellen, und ich sehe auch, dass es einen Wachhund triggern kann, wenn die da im Hof mit dem Besitzer rumhängen und plötzlich kommt ein fremder Mensch zur Tür raus und betritt den Hof.

    Dass die direkt so schlimm gebissen haben finde ich einfach... Ja. Verbellen hätte auch gereicht. Noch besser wäre natürlich gewesen, es wäre genug Führung dagewesen, dass die Hunde das Thema ihrem Besitzer überlassen hätten.

    Ich frag mich, warum man nicht eine Sekunde mitdenken kann für seine Hunde, wenn die letztes Jahr schonmal zugebissen haben. Und besonders für "so eine Rasse" wäre es doppelt wünschenswert, mitzudenken und halt nen Maulkorb aufzuziehen.


    Die anderen Mieter werden sich sicher auch jetzt mega fühlen. Bevor du zur Tür rausgehst immer erstmal scannen, ob die Viecher im Hof sind ist schon... anstrengend.

    Futtertreiben ist vielleicht eine gute Idee, um das aufzubauen.

    Also was richtig Tolles in der Hand haben. Und zwar so: Hand flach ausstrecken, Stück Wiener Würstchen oder gebratenes Hühnerherz oder so auf den Handteller legen, Daumen umklappen und Leckerli fixieren und dann Handrücken nach oben, Leckerli nach unten zeigend den Hund heranrufen und ihn an der Hand schnüffeln lassen.

    Der Hund wird beginnen, begeistert an dem Leckerchen zu schlecken und versuchen, es zu erhaschen. Damit kannst du dann die Hundenase "dirigieren". Also zb einen Schritt laufen, und weil die Hundenase an deiner Hand andockt, läuft der Hund neben dir mit. Wenn du anfangs mit hoher Frequenz belohnt und sehr früh ein Freigabesignal aufbaust, bevor der Hund sich was anderes sucht, wo er hinguckt (also wirklich anfangs nur paar Sekunden vielleicht übst), dann hast du was, was du ausbauen kannst.

    Die Leine locker überm rechten Arm in der Ellenbogenbeuge, in der rechten Hand der Leckerchenvorrat, aus dem "nachgeladen" wird und dann den Hund mit dem festgeklemmten Leckerchen in der linken Hand locker links von dir laufen lassen. Immer wieder den Daumen wegnehmen und Leckerli freigeben, bis man eben mit "okay" oder "Feierabend" oder "alle alle" oder was du halt sagst auflöst.

    Oft checken die Hunde schon vorher, dass heute mal besondere Leckereien eingepackt wurden. Machst du es zu Beginn richtig und dein Hund steigt drauf ein, kann dir passieren, dass dein Hund dich mit der Ressource Leckerli dann gar nimmer so gern aus den Augen lässt xD

    Das schleicht man später natürlich alles wieder aus bzw reduziert es auf Leckerli für Blick oder wenn der Hund herkommt oder was man halt später draus machen möchte.

    Wie oft macht ihr eigentlich den Wassernapf von euren Hunden sauber?

    Ich habe den Eindruck, dass Tierschutztier da sehr feinfühlig ist. Wird das Ding nicht jeden Tag gereinigt, wird lieber aus der nächsten Pfütze gesoffen.

    Jetzt wo ich nur noch 1 Hund hab, wechsle ich das Wasser alle 1-2 Tage und schmeiß die Schüsseln immer in die Spülmaschine. Als ich noch 2 Hunde hatte, hab ich sie immer mit kochendem Wasser ausgewaschen.

    Trotzdem wird hier lieber aus Behältnisse im Garten, wo Regenwasser reinläuft, gesoffen.

    Pfützen sind auch gern genommen, unterbinde ich aber ziemlich deutlich (wegen Infektionsgefahr).

    Wenn man sich aber jetzt größere Hundegruppen ansieht, haben nicht nur die Räume eine hohe Bedeutung, sondern auch die Achsen, quer durch den Raum, und das Streben in Richtung einer Ressource.

    Also die Frage, wer in welcher Linie wohin geht.

    Mir erscheint es so, als ob quasi Karten angelegt werden, mit Quadranten unterschiedlicher Wertigkeiten.

    Küche, Eingänge, Tore, Zugang zu Menschen.

    Die ernüchternde Wahrheit ist ja, dass wir eine Ressource sind.

    Dafür muss man allerdings auch erst einen Blick entwickeln als Halter. Also dafür, warum der Hund was macht.

    Es mag in diesem Fall ein überdrehter, gestresster Junghund sein, der wie ein Flummi Konflikte über Bewegung löst (ohne festes Ziel oder Kalkül) und den Kindern das Essen wegschnappt, weil es vor seiner Nase rumbaumelt und weil er es kann, oder natürlich, wenn der Hund ressourcenorientiert ist, zb aufgrund einer Hungerproblematik in der Vergangenheit, dann arbeitet er auf diese Resource hin. Es gibt Hunde, die tun wenig "einfach nur so", mein aktueller Hund ist so. Der schaut nie "nur so" aus dem Fenster oder liegt "nur so" unterm Tisch, oben vorm Bad oder vor der Küche.

    Ist manchmal nicht so einfach, das zu unterscheiden und zu erkennen, was der Hund da so "treibt", während man den Rest des Familienalltags und Beruf etc ja auch noch um die Ohren hat. Aber ja, ein Auge darauf ist sicher lohnenswert.

    Es ist ein No Go, im Bezug auf Ressourcen, in der Art und Weise zu expandieren, dass eine Bedrängung stattfindet.

    Die Bedrängung findet hier offenbar tagtäglich statt und auch unabhängig von Ressourcen:

    sie ist sehr sehr „körperlich“ alles und jeder wird direkt angesprungen, angeschlabbert, man kann quasi keinen Meter gehen ohne sie. Das kommt natürlich vermehrt ins Spiel wenn sie jemanden das erste Mal am Tag sieht, aber auch zwischendurch tritt es immer mal wieder auf. Vor allem den beiden Kleinen Kindern (6&2) ist das eher unangenehm, weil sie sehr viel Kraft hat und auch sehr schmerzhafte Krallen und sie quasi umhaut. Jegliches weghalten, wegrufen, weglocken bringt überhaupt nichts, sie ist dann wie auf Autopilot

    Wegdrängen scheint bisher keinen Erfolg zu haben (Fettdruck von mir) und wurde daher offenbar von dem Hund bisher nicht so "verstanden", wie es wünschenswert wäre.