Beiträge von DerFrechdax



    Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn man sich dem Thema komplett verweigert. Es ist einfach so naheliegend, für sich selbst in dem Maß so wie es einem möglich ist, vorzusorgen.

    Ich habe viel mit Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen zu tun sowie mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Ausführungen. Genauso mit Menschen in anders anstrengenden Lebenssituationen.

    Und für viele ist der „normale“ Alltag schon so anstrengend/fordernd, da bleiben einfach keine Ressourcen um sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
    da hat aktuelles (über)Leben einfach die höhere Priotät.

    Ich schrieb ja „in dem Maß, wie es einem selbst möglich ist“ vorsorgen.

    Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind dann hoffentlich genug Hilfsangebote von verschiedenen Seiten vorhanden (die dann hoffentlich auch genug Kapazitäten haben, weil der nicht erkrankte/sonstig eingeschränkte Teil der Allgemeinheit für ein paar Tage für sich selbst sorgen kann).

    Ich selber habe natürlich auch für unsere alten Nachbarn mitgedacht und bevorrate nicht nur für mich selbst und meine Familie.



    Ich erinnere mich an einen Bericht online zum Hurrikan Katrina. Da hatte jemand einen richtigen Prepperkeller, es strandeten wegen des Sturms und Überschwemmungen immer mehr Menschen auf ihrer Flucht bei ihm, die mit Wohnwagen, Wohnmobilen oder dem Auto bei ihm um seinen Hof herum parkten. Anfangs hat er sie noch mitversorgt, aber irgendwann gingen seine Vorräte zur Neige, und die Stimmung drehte sich.

    Am Ende saß der Autor des Berichts mit der Flinte vor seiner Haustür wie in einem Western und hat sein Haus bewachen müssen. Dieser Bericht hat sich mir ziemlich eingebrannt, muss ich gestehen.

    Naja, mal hart gesagt, Menschen, die sich komplett weigern vorzusorgen, die legen sich im Ernstfall ja nicht einfach hin und akzeptieren ihr unversorgtes Schicksal.

    Die haben auch einen Überlebensinstinkt und wollen Hilfe und Essen und Unterstützung und das teils sehr vehement, wenn die Instinkte kicken. Und wo bekommen sie die her? Von staatlichen oder caritativen Stellen oder Nachbarn, die ihnen was abgeben.



    Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn man sich dem Thema komplett verweigert. Es ist einfach so naheliegend, für sich selbst in dem Maß so wie es einem möglich ist, vorzusorgen.

    An die Hundehalter/innen die nur einen Hund haben: Woran und wann habt ihr erkannt, dass euer Hund keine andere Hunde im Leben braucht? Oder wie habt ihr erkannt, dass der Hund andere Hundekontakt benötigt?

    Irgendwie ist das ein Thema bei dem ich sehr verunsichert bin und manchmal ein schlechtes Gewissen habe.

    Bei mir ist es so, bisher hatte jeder Hund davon profitiert, dass noch ein weiterer Hund dazukam/ da war.

    Jack bildet da keine Ausnahme. Es liegt allein an mir, dass ich das momentan nicht schaffe, neben meinen anderen Verpflichtungen noch einen weiteren Hund zu erziehen, bis er soweit ist, wie ich ihn haben möchte. Und mein Mann möchte auch keinen weiteren Hund mehr.

    Mit fremden Hunden hat Jack bis auf einige wenige Hündinnen keinen Kontakt. Und das ist für ihn auch okay so. Er ist nicht traurig allein, er ist ein meinungsstarker, ziemlich selbstbewusster und auch territorialer Bub, dem nichts fehlt. Eine Hündin ganz für ihn allein, vielleicht noch eine Wheaten Terrierine :herzen1: würde ihm zwar schon gefallen, aber sehr wahrscheinlich auch wieder ein paar unschöne Wesensmerkmale verstärken und ist wie gesagt eh grad nicht drin.

    Manchmal sind die Abwägungen also nicht allein „was will der Hund“ sondern „was schaffe ich und kann ich guten Gewissens und mit 100% leisten?“ :sweet:

    Es gibt Leute, ich zum Beispiel, die keinen Platz für Vorratshaltung haben. Und dann gibts Leute (zu denen gehöre jetzt nicht ich), die kein Geld für Vorratshaltung haben. Darf man auch nicht vergessen.

    Wegen Outdoorkrams und anderen Fähigkeiten bin ich ein bisschen gerüstet, das ist gut.

    Die Diskussion hatten wir hier schon früher mal. Der Vorschlag war: Angenommen, man nimmt jedesmal, wenn man einkauft, eine Dose von was mit, was man sonst auch sicher verbraucht und tut das in einen Karton unterm Bett oder im Kleiderschrank ganz unten im Eck.

    Einmal Kidneybohnen, einmal ne Packung Kartoffelpüree, dann wieder ne Dosensuppe, eine Flasche Mineralwasser, ne Packung Knäckebrot… das sind jedesmal vielleicht 1 oder 2 €, die man extra ausgibt, aber über die Zeit hat man bissi was da, was wenigstens kalt gegessen werden kann. Fand ich nicht schlecht, den Vorschlag.

    Für mich ist ein Brand ein ganz anderes Szenario als ein langer Stromausfall oder ein Krieg oder eine Naturkatastrophe.

    Bei einem Brand könntest du ins Hotel, du kannst alles neu beantragen, um dich herum ist ja nichts an Infrastruktur kaputt und wir haben Familie und Freunde, die uns unter die Atme greifen könnten.

    Ein langer Stromausfall über Tage, je nachdem wie weit der räumlich geht und bei welcher Witterung, ist eine ganz andere Hausnummer, weil es viele Menschen betrifft, die nicht vorgesorgt haben und ggf. jetzt Hilfe brauchen oder auch etwas ab haben wollen von den Vorräten anderer. Da kann die Stimmung auch schnell kippen. Ob man dann bleibt oder zb zu Freunden zieht, muss dann jeder für sich überlegen.

    Eine Naturkatastrophe kommt hier bei uns eher nicht von jetzt auf gleich, sondern zb Pegelstände steigen. Ein Feuer breitet sich aus. Oft lässt das Zeit für Flucht, und dazu haben wir Diesel in der Garage, Futtersäcke auf Vorrat und die Fluchtrucksäcke (die ich mal wieder durchgehen muss btw). Unsere Dokumente sind in einer feuerfesten Kassette und einlaminierte Kopien in den Rucksäcken, dazu in jedem etwas Bargeld.

    Im Kriegsfall… Norwegen bereitet seine Bevölkerung aktuell auf einen Kriegs- und Krisenfall vor. Im Rahmen dessen wurde auch die Vorratshaltung wieder angesprochen, die aber dort eh üblich ist weil Schnee und weite Strecken zwischen den Orten außerhalb von Städten (Fragt mich nicht wo ich das her hab, war in der letzten Zeit öfter in den Headlines von N-tv zb zu lesen). Es schadet nichts, ein paar Sachen daheim zu haben, denk ich mir, und ein paar Boxen, die ich im Notfall ins Auto hieven und abhauen kann.

    Thema Astronautennahrung, das habe ich hier nicht, aber viel, was schnell essfertig wäre. Kartoffelpüreepulver, Dosenbohnen, Erbsen, Thunfisch, getrocknetes Suppengrün, Säfte, Nudeln, Fertiges Kaffeegranulat, Obstkonserven, Zwieback.

    Wir sind halt auch vier erwachsene Personen mit Hunger im Ernstfall :hilfe:

    Ja, wer will schon mit dem Thema freiwillig zu tun haben? Aber hilft ja nichts :ka: und im Ernstfall dann ohne Wasser oder Licht dastehen möchte ich dann halt auch nicht.

    Aber da muss jeder selber für sich abwägen. Es kann halt auch je nach Vorfall dauern, bis jemand einem helfen kann. Ein paar Tage lang möchte ich „durchhalten“ können aus eigener Kraft und keine Hilfskräfte binden, wenn jemand anderes nötiger Hilfe bräuchte.

    Ich glaube, das triggert so derart Urängste, dass einfach der Kopf in den Sand gesteckt wird und die Augen verschlossen werden.

    Schlimme Dinge passieren immer nur den anderen (wie oft mein Mann mir von Leuten erzählt, die massiv unterversichert sind :face_with_rolling_eyes:keine Hausratversicherung haben, keine Haftpflicht, und dann ist im Schadensfall das Geschrei groß und ein Fundraising muss gestartet werden, weil man sich vorher um nichts gekümmert hat).


    Vorrratshaltung betreiben hier vor allem die Älteren. Wobei zb in unserer chr. Gemeinde regelmäßig darauf hingewiesen wird, dass man sich auf einen Katastrophenfall vorbereiten soll und wie man das machen kann. Aber allgemein ist Krieg und Elend einfach zu weit weg und viele denken, das wird hier nie passieren.

    Ich hoffe es ja auch sehr, aber als wir diese Woche ne Dreiviertelstunde Stromausfall hatten, hatten wir direkt die Kerzen griffbereit (und mir ist aufgefallen, dass die Batterien für die Taschenlampe alle waren :see_no_evil_monkey:) und Sohn konnte sein leeres Handy am Eco Flow Gerät laden, während ich die Suppe und ein Glas Glühwein auf dem Kaminofen warm gemacht hab.

    Das war schon ein beruhigendes Gefühl, dass wir so ein paar Tage gut überstanden hätten.

    Ich weiß gar nicht wie es sein soll ohne ihn.

    Das tut mir so leid und ich glaube, das können so viele mitfühlen 🫂

    Was mir geholfen hat, alles hat seine Zeit. Und bevor der Weg zu beschwerlich und schmerzhaft wird für unsere tierischen Begleiter, ist es eine Erleichterung und eine Erlösung, wenn wir sie gehen lassen können und ihre Zeit gekommen ist.


    In unserem Herzen werden sie eh immer bleiben. Und irgendwann kommt zu dem Schmerz und der Trauer die Dankbarkeit, dass dieser Hund einen so lang begleiten durfte. 18 Jahre ist so ein schönes Alter. Dein Hund hat fast zwei Hundeleben gelebt, das ist so selten.

    Fühl dich gedrückt :streichel: