Anfangs stand mein Hund ruhig da und schaute mich zwischendurch an.
Mein Hund fixierte ihn und als dieser hinter den parkenden Autos verschwand, begann meiner zu fiepen, baute Zug auf der Leine auf und sprang mich schließlich an.
Dein Hund hätte in diesen Situationen von dir Anleitung gebraucht.
Das anschauen ist eine Rückversicherung. Mach ich es richtig? Passt das so?
Da hätte ich ganz ruhig gelobt und vielleicht ein Leckerli hinrollern lassen.
Das Fixieren hätte ich abgebrochen und ihn umorientiert zu mir. Ich möchte Fixieren nicht, ich möchte einen ansprechbaren Hund, der auf mich gepolt ist und nicht ausschließlich auf die Umwelt.
Dein Nicht reagieren, obwohl grad was interessantes passiert, hat dann vielleicht dazu geführt, dass die Erregung so anstieg, dass dein Hund dich angesprungen hat, so „schau doch, hast du das nicht gesehen???!!??“
Da kann man ruhig reagieren und sagen „ja danke hab ich gesehen aber wir bleiben trotzdem her ruhig sitzen“. Hundesichtungen sind was Alltägliches und kein Grund, sich aufzuregen. Das möchte ich meinem Hund vermitteln.
Auch Auto mitfahren ist alltäglich, da würde ich allerdings das Fiepen ignorieren, da man beim fahren eh nicht eingreifen kann und nur loben, wenn er ruhig ist.
Überleg dir, wo du hin willst, vermutlich zu einem gelassenen, umweltstabilen Hund, der auf dich schaut? Dann bestärke das und lotse deinen Hund durch Bestätigung und Abbruch in die richtige Richtung und hör auf, wenn er es grad gut macht, damit ihr ein Erfolgserlebnis habt und die Übung nicht kaputt trainiert. Viel Erfolg!