Beiträge von DerFrechdax

    Aber immer wieder hört man "ist alles tierärztlich abgeklärt" und nachher stellt sich durch die Physio raus, dass das Pferd seit Jahren schmerzen haben muss

    Es ist letztlich eine Kostenfrage. Du kannst sehr große Beträge in der Diagnostik versenken und am Ende immer noch kein klares Ergebnis haben (spreche aus eigener Erfahrung, wir haben die Diagnostik durchgezogen, aber zum Glück krankenversichert). Es kann an so vielen Ursachen liegen warum ein Pferd sich nicht biegen kann oder nachgeben unter dem Reiter.

    Und dann gibt es auch noch Pferdebesitzer, die einfach sehr dogmatisch unterwegs sind: „Da hilft keine Physio, das Problem muss man reiterlich lösen“ - „von Physio halte ich nichts“, gehen aber selber gerne auf Rezept zu ihrer Menschenphysio und auf Reha.

    Letztlich ist der Satz „tierärztlich abgeklärt“ wahrscheinlich auch oft eine Bemäntelung von „Ich will/kann da kein Geld (mehr) reinstecken frag nicht weiter“ oder „uns fällt einfach nichts mehr ein deshalb bleibt es wie es ist“.

    Deine Beschreibung liest sich für mich wie ein typischer unsicherer, reizoffener Junghund, der nicht adäquat durch die ihn verunsichernde Situation geführt wird.

    Mein Tipp: Sucht euch eine/n Trainer/in, die euch durch die stressbehafteten Situationen begleiten und Tipps geben, wie ihr das gut hinkriegt.

    Es kommt außer dem Alter auch auf die Rasse an. Meine Leohündin konnte überall mit hin und war der gechillteste Hund, den man sich vorstellen kann. Die war halt einfach gemütlich und tiefenentspannt. Meine Schäferhündin davor ebenfalls, sie mochte aber keine anderen Hunde.
    Der Seniorterrier hatte ein ganz anderes Energielevel, lief auch super mit aber war schon eher ein Hektiker. Der aktuelle Hund ist ein Montagsmodell und braucht ganz viel Führung und Begleitung in für ihn stressvollen Situationen.


    Ein gut hörender Hund ist ein Geschenk. Manchmal darf man zu Recht auch stolz auf sich sein, wenn man erziehungstechnisch und in der Aufzucht viel richtig gemacht hat.

    Aber Hunde sind ja auch Lebewesen, die nun mal nicht ferngesteuert von uns durch ihr Leben gehen. Gerade von Ersthundehaltern (und ich meine jetzt nicht dich, celinetpr ) höre ich oft Äußerungen, die in die Richtung gehen „du musst nur das und das tun, dann ist dein Hund xy /tut xy/macht xy nicht mehr“, weil das bei ihrem individuellen Hund so war.

    Und beim Zweit- oder Dritthund merkt man dann erst, dass auch ein bisschen was vom Hund kommen muss, damit das alles so gut gelingt. Manche Hunde sind sogar ganz wunderbar, und das, obwohl in deren Leben so viel schief gelaufen ist. Und andere machen es einem schwerer, auch wenn in der Theorie eigentlich alles gut laufen müsste. Sind halt Individuen.

    Hat jemand eine Erklärung, warum die Meinungen so stark auseinander gehen?

    1. Panacur schädigt den Darm vs. Panacur ist nicht schädlich für den Darm
    2. 5 Tage geben, Pause von 3 Tagen und wieder 5 Tage geben Vs. 10 Tage am Stück geben


      Und noch etwas, warum wird hier im Forum ein Ozongenerator zur Reinigung nie empfohlen, bzw. Erwähnt?

    Ozon wird hier sogar öfter erwähnt, ich zumindest habe schon öfter davon gelesen. Ich selber präferiere aber meinen Dampfreiniger von Kärcher.

    Ich hatte von meiner TÄ immer 5/3/5 empfohlen bekommen, manchmal auch 5/5/5. Und danach dann Darmaufbau mit einem Präparat für Menschen.

    Natürlich gehen bei solchen Behandlungen auch „gute“ Darmbakterien zugrunde. Oft ist der Darm auch schon geschädigt von den Giardien. Letztlich muss jeder sich so gut es geht informieren und dann das tun, was sein Bauch ihm sagt.

    Das Auftrainieren von "sauberem Abbruch" und Wegschicken ist aber gerade für Anfänger mit schon bestehenden Problemen nicht einfach!

    Weil man das ja eigentlich nicht in Konfliktsituationen "auftrainiert"/ trainiert.

    Und oft kommen die Emotionen dazu: "Aber der Hund muss doch...dieses oder jenes tun oder nicht tun."

    Und dann sind 100000 Experten um einen herum, die brauchen noch nicht mal je einen Hund gehabt zu haben. Und wissen doch alles besser.

    Ja nun die „Experten“ hast du überall im Leben. Muss man halt ein bisschen suchen und seinen Weg dann finden und gehen.


    Ich zb mache ganz viel mit Körpersprache. Da hilft mir natürlich mein Training mit den Pferden und was ich da lernen durfte.
    Man muss halt wissen, was man will und was nicht, das fängt schon bei den Hausregeln an.

    Ansonsten kann ich allerwärmstens die Videos von Kikopup auf YouTube empfehlen. Ich hab nicht alle gesehen, aber ihre hundegerechte Art des Trainings gefallt mir außerordentlich gut. Ist englisch.

    Ich bin ähnlicher Meinung wie Fuchshexchen wenn es darum geht, dass man als eher unerfahrener Ersthundehalter vielleicht schnell Dynamiken entstehen lässt, die einem selber gar nicht auffallen.

    Hunde sind Rudeltiere, die wollen eigentlich eher ihre Ruhe, Fressen, Schlafen, nach Paarungspartnern gucken und ihre Hood abchecken. Je nach Rasse gibt’s noch Wachtrieb dazu oder Hüten.

    Der Rest kommt von uns Menschen. Wir verlangen alles mögliche von unseren Hunden, dessen Sinn sich den Tieren gar nicht erschließt. Die Motivation, um das alles mitzumachen, ist je nach Rasse unterschiedlich ausgeprägt und wird von uns durch Leckerli, Nachlassen von Druck, Bestätigung gefördert.

    Für mich is wichtig, weil ich ja die Leitfigur sein will, den Takt vorzugeben. Klar kann man mal weggehen, wenn der Hund einen Nervt. Passiert das aber ständig und entwickelt eine Eigendynamik, läuft was schief. Und entdeckt der Hund, dass er nur dies oder das machen muss und dann tun wir Gewünschtes pronto, wird es anstrengend.


    Gleichzeitig braucht es ein gutes Auge, was der Hund gerade in der aktuellen Erregungslage leisten kann. Ist mein Hund grad so drüber, dass er grad nicht zuhören kann, schicke ich zb nicht auf die Decke. Die Wahrscheinlichkeit, dass mein Hund dort bleibt bzw. die Decke mit Entspannung verbindet, sind dann eher gering.

    Es spricht nichts dagegen, dem Hund ein weggehen auf Kommando beizubringen und einen sauberen Abbruch. Nicht ich gehe weg vom Hund, sondern der Hund wird weggeschickt von mir.

    Ich weiß jetzt nicht ob es schon empfohlen wurde und ich es überlesen habe, habt ihr schon versucht, die Kneiferei auf einen Zergel umzulenken?

    Es gibt Situationen, die sind für meinen Terrier sehr aufregend, zb wenn ich heimkomme. Da ich aber mich selber nicht gern voll Karacho anspringen lassen mag und auch meine Hände zu schade sind für spitze Hundezähne, hab ich ihm früh beigebracht, sein Kuscheltier zu suchen und das entweder zu bearbeiten oder mit mir damit kurz zu zergeln.

    Inzwischen rennt er von selbst los und holt sein Spieli, um es herumzuwerfen.

    Vorteil vom geplanten Zergeln ist, dass ich dem Hund dann gleich durch viele Wiederholungen ein „Feierabend“-Wort, wann Schluss ist, beigebracht hab. Wenn ich das sage und mich wegdrehe, dann ist auch wirklich Ende. Er kam sich dann allen weiter beschäftigen und ich stehe nicht mehr zur Verfügung.


    Noch ein Mutmacher: es wird besser. Mit etwas Lenkung hast du mit 3, 4 Jahren einen tollen Hund. Die Pubertät geht zum Glück vorbei, bei Mensch wie Tier :lol:

    Wieviele einsteller seid ihr denn insgesamt?

    Bei uns würde da kurzer Prozess gemacht und der würde fliegen. Aber wir haben was das betrifft auch eine sehr konsequente SB. Wer rumzickt oder quertreibt, der fliegt.

    Wenn das irgendwie machbar ist wäre meine Reaktion aus dem.weg gehen. Nie was für denjenigen machen, sich in nix einbinden lassen und abstand halten. Sodass man nebeneinander existieren kann. Falls der Stall das irgendwie hergibt. Viel mehr geht ja eigebtlich nicht, wenns dem.sb egal ist und man nicht ausziehen will

    Wir sind so um die 10.

    Hier bei uns ist die Mentalität eher, dass man sehr lang bei was zuschaut und dann halt irgendwann die Reißleine zieht. Bis dahin geht aber viel Wasser den Bach runter.


    Anfangs hat der Einsteller mir leid getan, weil er so hilflos gewirkt hat. Inzwischen nervt es mich einfach nur noch, weil halt null Verantwortung übernommen wird und nichts umgesetzt und gern andere eingespannt werden, man selbst hat aber keinerlei Problem damit, anderen beim Arbeiten zuzusehen :ugly:

    Aber ja, wir gehen dem Gespann inzwischen alle eher aus dem Weg. Tut mir dann aber auch wieder leid, ich mag es nicht so, wenn jemand aus einer Gruppe so ausgeschlossen wird. Aber er tut halt auch sehr viel dafür :see_no_evil_monkey:


    Es vergiftet halt auch die Stimmung. Das finde ich am meisten schade. Viele Gespräche drehen sich um dieses Pferd und seine Menschen und was sie schon wieder angestellt haben und mit wem sie schon wieder zusammen geruckt sind. Die Leichtigkeit ist einfach nicht mehr da momentan.

    Wieviele seid ihr (die Genervten) denn?

    Könnt ihr eine Krisensitzung aller Einsteller mit dem SB einberufen? Und dort, auch wenn es unangenehm werden könnte, weiterhin als geschlossene Gruppe Euer Anliegen (entweder Team Rüpel arbeitet mit Hochdruck am Problem oder hat ansonsten seine Sachen zu packen) vertreten? Was macht ihr, wenn der SB sagt „Frauen, macht nicht so einen Aufstand, jetzt habe ich hier endlich mal einen Pferdekerl, arrangiert Euch damit, ist doch halb so wild!‘
    Habt ihr ein Druckmittel (selbst gehen?) Seid ihr dann auch bereit, dieses durchzusetzen?

    Schwierig, ich weiss. Ich drücke die Daumen, dass a kein Unfall passiert und sich b zügig eine passende Lösung findet. 🍀

    Wir sind schon einige, aber nicht alle haben so viele Berührungspunkte mit dem Gespann, weil sie halt sehr früh oder sehr spät kommen. Ausziehen kommt für einige absolut nicht in Frage.

    Wenn jetzt die Koppelsaison anfängt, wird es einfacher, weil dann bekommt er sein Pferd kaum eingefangen ergo steht der dann weniger unten herum oder stört in der Halle xD


    Bei der letzten Stallbesprechung war jeder da außer dieser eine Einsteller. Es ist fast als ob ihn sein eigenes Pferd nichts anginge.

    Hat diejenige, die ihr Pferd nun wegstellt denn den Grund genannt als sie mit dem Stallbesitzer gesprochen hat? Ich finde es ja immer wichtig da dann auch ehrlich zu sein, gerade wenn es nicht am Stall liegt, sondern an den Umständen.

    Ja sie hat alle ihre Gründe genannt, wurde auch zur Kenntnis genommen. Aber natürlich war das eine Gemengelage an Gründen, was ihren Auszug verursacht hat.