Beiträge von DerFrechdax

    Anfangs stand mein Hund ruhig da und schaute mich zwischendurch an.

    Mein Hund fixierte ihn und als dieser hinter den parkenden Autos verschwand, begann meiner zu fiepen, baute Zug auf der Leine auf und sprang mich schließlich an.

    Dein Hund hätte in diesen Situationen von dir Anleitung gebraucht.


    Das anschauen ist eine Rückversicherung. Mach ich es richtig? Passt das so?

    Da hätte ich ganz ruhig gelobt und vielleicht ein Leckerli hinrollern lassen.


    Das Fixieren hätte ich abgebrochen und ihn umorientiert zu mir. Ich möchte Fixieren nicht, ich möchte einen ansprechbaren Hund, der auf mich gepolt ist und nicht ausschließlich auf die Umwelt.


    Dein Nicht reagieren, obwohl grad was interessantes passiert, hat dann vielleicht dazu geführt, dass die Erregung so anstieg, dass dein Hund dich angesprungen hat, so „schau doch, hast du das nicht gesehen???!!??“

    Da kann man ruhig reagieren und sagen „ja danke hab ich gesehen aber wir bleiben trotzdem her ruhig sitzen“. Hundesichtungen sind was Alltägliches und kein Grund, sich aufzuregen. Das möchte ich meinem Hund vermitteln.

    Auch Auto mitfahren ist alltäglich, da würde ich allerdings das Fiepen ignorieren, da man beim fahren eh nicht eingreifen kann und nur loben, wenn er ruhig ist.


    Überleg dir, wo du hin willst, vermutlich zu einem gelassenen, umweltstabilen Hund, der auf dich schaut? Dann bestärke das und lotse deinen Hund durch Bestätigung und Abbruch in die richtige Richtung und hör auf, wenn er es grad gut macht, damit ihr ein Erfolgserlebnis habt und die Übung nicht kaputt trainiert. Viel Erfolg!

    In dem Moment, wo er von selbst "runtergekommen" ist, haben wir ihn dann gelobt und haben uns wieder zu ihn gesetzt.

    Seid vorsichtig, dass ihn das nicht wieder aufpusht.
    Meine Aufmerksamkeit ist eine Ressource, die ich von mir aus verteile. Und gerade be Welpen bin ich zwar wohlwollend, aber auch konsequent und klar, damit der Kleine weiß, was geht und was nicht geht, das muss so ein Knopf ja erst lernen.

    Will ich also, dass er abends runterfährt, weil jetzt für uns Feierabend ist, dann geh ich auf Spielaufforderungen nicht mehr ein, so wie du es machst, und das wird dann schnell langweilig. Geht der Welpe weg, spreche ich ihn aber auch nicht mehr an und setze mich auch nicht zu ihm. Sonst zwicke ich ihn wieder auf und das Ganze fängt von vorn an.

    Hier hat jeder seinen Bereich, wo er ungestört ist, der Hund seinen Donut und seinen offenen und abgehängten Kennel, Ich mein Bett und meine Couch (mein Hund darf auf die Couch auf seine Decke in der Ecke, aber nur wenn er Ruhe gibt).

    Ruht der Hund, lasse ich ihn in Ruhe und umgedreht (außer er muss raus, dann sagt er mir Bescheid und starrt mich so Lage an bis ich aufsehe).

    Achtet mal bisschen auf das Timing.

    Wenn euer Hund das Betreten der Couch mit Spiel und Spaß verbindet, weil ihr ihn „ablenken“ wollt, dann wird die Couch eine wichtige Möglichkeit, an euch, eine Ressource, ranzukommen.
    So bekommt er die von ihm gewünschte Aufmerksamkeit und im Grunde hat der Hund schwuppdiwupp euch erzogen.


    Couch gibt’s nicht und fertig. Wendet sich er Hund ab und geht weg, kann man ein Leckerli zum Hund hinrollern lassen, aber wichtig ist, das Abwenden zu belohnen und nicht das Betreten.

    Wenn Hunde aus dem Nichts Nähe suchen, würde ich immer zum TA und gesundheitlich abklären lassen, ob etwas nicht stimmt.

    Mein früherer Hund hatte starke Schmerzen, als er extrem anhänglich wurde, ohne es sich sonst weiter anmerken zu lassen und wir hatten dann auch eine üble Diagnose.

    Alles Gute für euch!



    Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn man sich dem Thema komplett verweigert. Es ist einfach so naheliegend, für sich selbst in dem Maß so wie es einem möglich ist, vorzusorgen.

    Ich habe viel mit Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen zu tun sowie mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Ausführungen. Genauso mit Menschen in anders anstrengenden Lebenssituationen.

    Und für viele ist der „normale“ Alltag schon so anstrengend/fordernd, da bleiben einfach keine Ressourcen um sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
    da hat aktuelles (über)Leben einfach die höhere Priotät.

    Ich schrieb ja „in dem Maß, wie es einem selbst möglich ist“ vorsorgen.

    Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind dann hoffentlich genug Hilfsangebote von verschiedenen Seiten vorhanden (die dann hoffentlich auch genug Kapazitäten haben, weil der nicht erkrankte/sonstig eingeschränkte Teil der Allgemeinheit für ein paar Tage für sich selbst sorgen kann).

    Ich selber habe natürlich auch für unsere alten Nachbarn mitgedacht und bevorrate nicht nur für mich selbst und meine Familie.



    Ich erinnere mich an einen Bericht online zum Hurrikan Katrina. Da hatte jemand einen richtigen Prepperkeller, es strandeten wegen des Sturms und Überschwemmungen immer mehr Menschen auf ihrer Flucht bei ihm, die mit Wohnwagen, Wohnmobilen oder dem Auto bei ihm um seinen Hof herum parkten. Anfangs hat er sie noch mitversorgt, aber irgendwann gingen seine Vorräte zur Neige, und die Stimmung drehte sich.

    Am Ende saß der Autor des Berichts mit der Flinte vor seiner Haustür wie in einem Western und hat sein Haus bewachen müssen. Dieser Bericht hat sich mir ziemlich eingebrannt, muss ich gestehen.

    Naja, mal hart gesagt, Menschen, die sich komplett weigern vorzusorgen, die legen sich im Ernstfall ja nicht einfach hin und akzeptieren ihr unversorgtes Schicksal.

    Die haben auch einen Überlebensinstinkt und wollen Hilfe und Essen und Unterstützung und das teils sehr vehement, wenn die Instinkte kicken. Und wo bekommen sie die her? Von staatlichen oder caritativen Stellen oder Nachbarn, die ihnen was abgeben.



    Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn man sich dem Thema komplett verweigert. Es ist einfach so naheliegend, für sich selbst in dem Maß so wie es einem möglich ist, vorzusorgen.