Beiträge von DerFrechdax

    Kleine Ergänzungsfrage:

    Hund hält sich Tagsüber im Wohnzimmer an seinem Platz auf. Das kennt er schon immer so, mag er eigentlich auch. Aber wenn ich z.B im Homeoffice im ersten OG bin bellt er nun oft und konstant. Das war sonst nie so. Ignoriert man das? Vor allem wenn ich alleine bin, ich nehme an, ständig hingehen wenn er bellt wird es wohl nicht besser machen.

    Ihn mit hochnehmen ins OG geht nicht?

    Ich bin jetzt schon so lang zu Fuß unter unterwegs und davor auch so lange nicht mehr reitend im Gelände gewesen, ich vermisse das so sehr :loudly_crying_face:

    Mein Rücken fände es auch nett, mal wieder geschaukelt zu werden... Schneeausritt mit dampfenden Nüstern und Teddyplüschpferd hatte ich schon soooo lange nicht mehr... 🥲 allein schon dieses Geräusch unter den Hufen, knarz knarz knarz :herzen1:

    Wenn Hund an der zu-nen Tür die Katzen hört und bellt/fiebt wenn wir nächtigen NICHT ignorieren da selbstbelohnend, sondern umorientieren (er mag Hundeleberwurst gern) Ansprechen

    Gefahr: wenn ihr einen intelligenten Hund habt, wird der euch bald die ganze Nacht lang Katzengetrappel an der Tür anzeigen, weil es dann Leberwurst gibt :lol:

    Ich persönlich würde das über die Schiene lösen "Danke, Hasso, hab ich gehört, das sind bloß die Katzen", in beruhigendem Ton gesprochen.

    Man kann auch den Hund auffordern, sich von der Tür wegzubewegen, sich neben deinem Bett abzulegen oder in seinen Korb zu gehen (sowas muss aber, wenn der Hund es nicht kennt, vorher in einer reizarmen Umgebung geübt werden, damit der Hund weiß, was "geh ab", "Decke" oder "Geh Platz" etc für eine Bedeutung haben.)

    Man kann auch, wenn der Hund es kennt, natürlich ein "Lass es" o.ä. In forschem Ton sagen als Abbruch.


    Es kommt letztlich auch auf den Ausbildungsstand des Hundes an.

    Und dem jungen Hund einfach signalisieren, dass Mensch nicht zum Frustabbau geeignet ist, ist auch eine Option. Negative Konsequenzen gibt’s auch im jungen Leben.

    Ich hatte genau diese Situation, mein Mann ebenfalls, Zweithund bei Angepöbelt werden durch fremde Hunde im Tunnel und hat versucht, sich umzudrehen und in meine Hose zu zwicken.

    Ich kenne meine Hunde und es war in unserem Fall eine pubertäre Anwandlung, die mit einem kräftigen Anschiss und Management (es wurde dann auch nur noch extra geführt, weil ansonsten halt der andere Hund herhalten musste) behoben wurde und sich dann von selber aufgelöst hat.


    Bei fremden Mensch-Hund- Gespannen wäre ich sehr sehr vorsichtig, zur Korrektur zu raten. Im einfachsten Fall kommt da sowieso nichts im Hundehirn an, da gerade komplett out of order und im Tunnel. Im schlimmsten Fall stachelt es den Hund noch mehr auf und es eskaliert komplett.

    Man darf nicht vergessen, dass hier ein junger Hund mit einer ziemlich unguten Historie auf einen zwar super bemühten, aber leider doch auch eher unerfahrenen Ersthundehalter trifft.

    Das heißt natürlich nicht, dass sich Anton12 jetzt lustig beißen lassen soll, wenn dem Hund danach ist, aber ich glaube, das sollte wirklich gut durch Trainer betreut werden, wenn der Hund behalten und neu aufgebaut werden soll.


    Wenn ihr eure ersten paar Ziffern der PLZ einstellt, bekommt ihr Trainerempfehlungen von den Usern hier im Forum. Vielleicht mögt ihr tatsächlich ein bisschen Geld in die Hand nehmen und dem armen Butzel helfen, bevor es noch weiter eskaliert und er dann am Ende ein Wanderpokal wird. Ansonsten wäre jetzt als Junghund ein guter Zeitpunkt, einen neuen Platz für ihn zu finden, wenn du dich dem nicht gewachsen fühlst, was völlig legitim ist. Zur Schwester zurück wird der Hund ja vermutlich so eh nicht mehr können, schätze ich mal.

    Ich hoffe, jemand findet sich, der sich des Kleinen annimmt und ihm in ein glückliches Hundeleben hinein hilft.

    Heute sind wir auf unserer Runde zwei kleinen Dackeln begegnet, die er schon von weitem angebellt hat und sich beim in die Leine springen, fast überschlagen hat. Als ich dann einen anderen Weg eingeschlagen habe, hat er mich angesprungen und mir in die Hosen gebissen. Dann hat er sich aber irgendwie scheinbar ab sich selbst erschrocken, sich geschüttelt und dann ging's normal weiter

    Das nennt sich "rückwärts gerichtete Aggression" (gibt's auch gehemmt wo nur in die Luft geschnappt wird und mit Abstufungen bis hin dann zum vollendeten Biss mit Nach setzen etc).

    Das Schütteln danach war ein Stress weg schütteln.


    Solche Begegnungen müssen unbedingt gut gemanaged werden, damit es nicht weiter eskaliert. Salopp gesagt hat der Hund dich als Blitzableiter und zur Frustabfuhr benutzt.

    Wenn ihr öfter Hundebegegnungen habt, würde ich einen gut passenden Maulkorb (zb von Chic und Scharf) drauf machen. Der Hund ist noch jung und da ist viel Potenzial zur weiteren Eskalation. Ich würde auch nicht beide Hunde gleichzeitig führen sondern getrennt Gassi gehen, sonst ist nächstes Mal vielleicht dein Hund das Opfer seines Frustabbaus.

    eine normale Frustreaktion…

    Beschreibung doch mal kurz, was für dich eine normale Frustreaktion ist...

    Jeder Hund reagiert vielleicht ein bisschen anders, aber sich auf den Boden schmeißen und strampeln erscheint mir für einen gesunden Hund absolut unüblich

    Edith: ein Spielzeug herumwerfen und sich dabei auf den Rücken wälzen und mit den Beinen strampeln, während der Hund das Spieli durch die Gegend schmeißt dagegen ist ganz normales Spielverhalten eines jungen Hundes. Ausschlaggebend ist die Körperspannung, was machen die Ohren, wie ist der Blick, weich oder starr

    Ich lese es gerade jetzt erst und es tut mir so sehr leid :( : mein herzliches Beileid :streichel:

    Man fühlt sich wie ein halber Mensch ohne seinen treuen Begleiter an der Seite, der immer da war. Und immer der Gedanke, der Hund kommt gleich ums Eck, steht gleich in der Tür, man hört Geräusche und denkt sich beruhigt, ja, das ist der Hund, bis einen die Keule trifft und man sich erinnert, dass das ja nicht sein kann, weil er nicht mehr da ist.

    Und irgendwann kommt die Dankbarkeit. Dass ausgerechnet ich diesen außergewöhnlichen Hund haben durfte. Dass man so viele schöne Momente erleben durfte, so oft sein Gesicht in seinem Fell vergraben, so tolle Sachen zusammen machen, sich blind verstehen und als Einheit durchs Leben gehen.

    Mit viel Glück findet man nochmal einen Vierbeiner, wo man das so intensiv nochmal haben kann, aber es ist sehr sehr selten und ja eh jedesmal ein bisschen anders.

    Was bleibt ist das warme Gefühl, eine zeitlang auf der Sonnenseite des Lebens spaziert zu sein. Mach's gut, Moro! Warst ein ganz feiner Hund und die Welt ist ein bisschen leerer ohne dich.

    Also, ich weiss gerade nicht so genau, wo man ansetzen müsste.

    Ich würde mir erstmal Gedanken machen, was mit dem Hund passieren soll und das Gespräch mit der Schwester suchen.

    Es hat niemand was davon und kann immens frustrierend sein, wenn du den Hund jetzt super wieder hinkriegst und dann will sie ihn wieder zurück, weil er nunmal ihr gehört.

    Da würde ich mich einigen, und wenn das erfolgt ist, auch schriftlich fixieren, Familie hin oder her, plus die Unterlagen und Impfpass etc übernehmen.


    Von da aus ginge es weiter für mich wie für einen Tierschutzhund. Langsam an alles heranführen und einfach geduldig in eurem Alltag mitlaufen lassen. Dein Hund scheint ja ein ganz feiner zu sein, von dem kann er sich eine Menge abschauen und wird er auch sicherlich.

    Situationen, wo der Hund ungewöhnliches Verhalten zeigt, das niemanden sonst weiter betrifft, würde ich jetzt nicht überbewerten.

    Der Cortisolspiegel dieses armen Hundes muss durch die Decke sein, und es kann durchaus sein, dass der ganze Stress in der Welpenzeit es ihm schwer macht, sich zu regulieren. Mit zunehmender Sicherheit und Ruhe wird das bestimmt besser werden.

    Ansonsten so wenig Reize wie möglich, langsam den Radius erweitern und halt Routinen reinkommen lassen.


    Wenn Training, dann würde ich da nicht vor dem Frühjahr damit starten. Der Hund scheint einiges durch zu haben und das mit der Box hört sich für mich fast traumatisiert an. Da muss viel Negatives erstmal wieder in Vergessenheit geraten bzw neu überschrieben werden und das Vertrauen zum Menschen neu erarbeitet.

    Wenn.ihr ihn übernehmen wollt: Lasst ihn einfach mitlaufen und gebt dem Hund Struktur und Sicherheit. Das wird nicht lang dauern, und er zeigt seine liebenswerten Seiten und blüht auf, das habe ich zumindest so schon oft erlebt.