Und dem jungen Hund einfach signalisieren, dass Mensch nicht zum Frustabbau geeignet ist, ist auch eine Option. Negative Konsequenzen gibt’s auch im jungen Leben.
Ich hatte genau diese Situation, mein Mann ebenfalls, Zweithund bei Angepöbelt werden durch fremde Hunde im Tunnel und hat versucht, sich umzudrehen und in meine Hose zu zwicken.
Ich kenne meine Hunde und es war in unserem Fall eine pubertäre Anwandlung, die mit einem kräftigen Anschiss und Management (es wurde dann auch nur noch extra geführt, weil ansonsten halt der andere Hund herhalten musste) behoben wurde und sich dann von selber aufgelöst hat.
Bei fremden Mensch-Hund- Gespannen wäre ich sehr sehr vorsichtig, zur Korrektur zu raten. Im einfachsten Fall kommt da sowieso nichts im Hundehirn an, da gerade komplett out of order und im Tunnel. Im schlimmsten Fall stachelt es den Hund noch mehr auf und es eskaliert komplett.
Man darf nicht vergessen, dass hier ein junger Hund mit einer ziemlich unguten Historie auf einen zwar super bemühten, aber leider doch auch eher unerfahrenen Ersthundehalter trifft.
Das heißt natürlich nicht, dass sich Anton12 jetzt lustig beißen lassen soll, wenn dem Hund danach ist, aber ich glaube, das sollte wirklich gut durch Trainer betreut werden, wenn der Hund behalten und neu aufgebaut werden soll.
Wenn ihr eure ersten paar Ziffern der PLZ einstellt, bekommt ihr Trainerempfehlungen von den Usern hier im Forum. Vielleicht mögt ihr tatsächlich ein bisschen Geld in die Hand nehmen und dem armen Butzel helfen, bevor es noch weiter eskaliert und er dann am Ende ein Wanderpokal wird. Ansonsten wäre jetzt als Junghund ein guter Zeitpunkt, einen neuen Platz für ihn zu finden, wenn du dich dem nicht gewachsen fühlst, was völlig legitim ist. Zur Schwester zurück wird der Hund ja vermutlich so eh nicht mehr können, schätze ich mal.
Ich hoffe, jemand findet sich, der sich des Kleinen annimmt und ihm in ein glückliches Hundeleben hinein hilft.