Also, ich weiss gerade nicht so genau, wo man ansetzen müsste.
Ich würde mir erstmal Gedanken machen, was mit dem Hund passieren soll und das Gespräch mit der Schwester suchen.
Es hat niemand was davon und kann immens frustrierend sein, wenn du den Hund jetzt super wieder hinkriegst und dann will sie ihn wieder zurück, weil er nunmal ihr gehört.
Da würde ich mich einigen, und wenn das erfolgt ist, auch schriftlich fixieren, Familie hin oder her, plus die Unterlagen und Impfpass etc übernehmen.
Von da aus ginge es weiter für mich wie für einen Tierschutzhund. Langsam an alles heranführen und einfach geduldig in eurem Alltag mitlaufen lassen. Dein Hund scheint ja ein ganz feiner zu sein, von dem kann er sich eine Menge abschauen und wird er auch sicherlich.
Situationen, wo der Hund ungewöhnliches Verhalten zeigt, das niemanden sonst weiter betrifft, würde ich jetzt nicht überbewerten.
Der Cortisolspiegel dieses armen Hundes muss durch die Decke sein, und es kann durchaus sein, dass der ganze Stress in der Welpenzeit es ihm schwer macht, sich zu regulieren. Mit zunehmender Sicherheit und Ruhe wird das bestimmt besser werden.
Ansonsten so wenig Reize wie möglich, langsam den Radius erweitern und halt Routinen reinkommen lassen.
Wenn Training, dann würde ich da nicht vor dem Frühjahr damit starten. Der Hund scheint einiges durch zu haben und das mit der Box hört sich für mich fast traumatisiert an. Da muss viel Negatives erstmal wieder in Vergessenheit geraten bzw neu überschrieben werden und das Vertrauen zum Menschen neu erarbeitet.
Wenn.ihr ihn übernehmen wollt: Lasst ihn einfach mitlaufen und gebt dem Hund Struktur und Sicherheit. Das wird nicht lang dauern, und er zeigt seine liebenswerten Seiten und blüht auf, das habe ich zumindest so schon oft erlebt.