Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn man sich dem Thema komplett verweigert. Es ist einfach so naheliegend, für sich selbst in dem Maß so wie es einem möglich ist, vorzusorgen.Ich habe viel mit Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen zu tun sowie mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Ausführungen. Genauso mit Menschen in anders anstrengenden Lebenssituationen.
Und für viele ist der „normale“ Alltag schon so anstrengend/fordernd, da bleiben einfach keine Ressourcen um sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
da hat aktuelles (über)Leben einfach die höhere Priotät.
Ich schrieb ja „in dem Maß, wie es einem selbst möglich ist“ vorsorgen.
Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind dann hoffentlich genug Hilfsangebote von verschiedenen Seiten vorhanden (die dann hoffentlich auch genug Kapazitäten haben, weil der nicht erkrankte/sonstig eingeschränkte Teil der Allgemeinheit für ein paar Tage für sich selbst sorgen kann).
Ich selber habe natürlich auch für unsere alten Nachbarn mitgedacht und bevorrate nicht nur für mich selbst und meine Familie.
Ich erinnere mich an einen Bericht online zum Hurrikan Katrina. Da hatte jemand einen richtigen Prepperkeller, es strandeten wegen des Sturms und Überschwemmungen immer mehr Menschen auf ihrer Flucht bei ihm, die mit Wohnwagen, Wohnmobilen oder dem Auto bei ihm um seinen Hof herum parkten. Anfangs hat er sie noch mitversorgt, aber irgendwann gingen seine Vorräte zur Neige, und die Stimmung drehte sich.
Am Ende saß der Autor des Berichts mit der Flinte vor seiner Haustür wie in einem Western und hat sein Haus bewachen müssen. Dieser Bericht hat sich mir ziemlich eingebrannt, muss ich gestehen.