Ich habe seit gut zwei Jahren ein Auto mit sämtlichen Assistenzsystemen und habe die ersten Monate sehr geschimpft. Schließlich hatte ich Autofahren noch quasi von der Pike auf gelernt, ohne Servolenkung, ABS und Warnpiepser, wenn das Licht beim Verlassen des Autos noch eingeschaltet war.
Naja, mittlerweile sind mir die ganzen Töne und Lichter in Fleisch und Blut über gegangen. Ich werde davon nicht mehr gestört oder gar abgelenkt und fahre tatsächlich sorgfältiger Auto. Sprich, ich blinke bei jedem Ausweichen und Spurwechsel, damit der Spurhalteassistent mitkriegt, dass es sich um eine planmäßige Aktion handelt. Auch im Stadtverkehr halte ich bei Gegenverkehr brav hinter dem in zweiter Reihe stehenden Postauto und drücke mich nicht doch noch schnell schnell vorbei. Sonst brüllt mich der Kollisionswarner an und ggf. tut auch der Notbremsassistent seinen Job. Technik erzieht hier ein Stück weit.
Seit eine Bekannte von mir, auf der Autobahn fahrend und alleine im Auto unterwegs, plötzlich das Bewusstsein verloren hat und die Fahrassistenzsysteme das Fahrzeug unfallfrei zum Stillstand gebracht haben, bin ich schon auch sehr beeindruckt von dieser manchmal so sehr nervenden Technik.