Beiträge von Eni46

    physioclaudi

    Kuno nutzt auch einen „Schnuller“. Er war als Welpe eine richtige Schnappschildkröte und auch danach, bei großer Freude, noch sehr maulaffin. Wenn jemand von uns nach Hause kam, hat er im Übersprung nach wie vor gerne in Kleidung und auch Hände gebissen. Nicht wirklich schmerzhaft oder zerstörerisch, aber es war doch unangenehm.

    Wir haben daher einige Zeit ein Spieli draußen neben der Haustür deponiert und ihm das beim Reinkommen direkt in die Schnauze gegeben. Nach kurzer Zeit hat er sich selbst ein Spielzeug gesucht, bevor er in den Flur zur Begrüßung kam. Das macht er tatsächlich bis zum heutigen Tag so.

    Wheaten fänd ich cool wenn die schwarz wären.

    Ich finde ja dreifarbige Hunde so schön, also tricolore bzw. black-tri. Am Wheaten mag ich jedoch, dass sie keine graue Schnauze bekommen, wie es viele dunkle Hunde schon in relativ jungen Jahren haben. Bei schwarzen Wheaten wäre das sicherlich auch der Fall.

    Gut, das Thema graue Schnauze ist bei Lilo natürlich auch keines. :lol:

    Aber ich weiß nicht, wie ich es zum Beispiel machen soll mit Bonnie, wenn Chilly beim TA sterben würde, würde ich ihn dort lassen, aber dann kann Bonnie ihn nicht mehr sehen und das finde ich schlecht, sie hängt so an ihm :(

    Wir mussten damals Elvis sehr unerwartet einschläfern lassen. Ich hatte in der Situation beim Tierarzt entschieden, dass er direkt gehen darf und sich nicht länger quälen muss. Fynn hing sehr an Elvis. Er war sein großer Guru, sein Big Daddy, der ihm Sicherheit gab, ihm das Leben gezeigt und ihn vor der oft so stressigen Welt beschützt hat. Von daher war ich sehr besorgt, wie Fynn reagieren würde, nachdem er sich nicht vom toten Elvis verabschieden konnte.

    Im Nachhinein haben wir festgestellt, dass sich die Hunde wohl schon vor Elvis‘ Zusammenbruch und dem plötzlichen Aufbruch zum Tierarzt verabschiedet hatten. Fynn war an diesem Morgen zum ersten Mal komplett allein zuhause. Als meine Tochter Elvis ins Auto getragen hat, hat Fynn sich von alleine im Wohnzimmer auf seinen Platz gelegt. Ohne mit nach draußen zu laufen, ohne Gejammer und Gebell und ohne etwas zu zerstören. Als wir zurückkamen hat er Elvis weder gesucht noch sonst irgendwie verwirrt auf sein Fehlen reagiert. Es schien ihm völlig klar und bewusst zu sein, dass sein großer „Daddy“ am Morgen für immer gegangen ist.

    Ein halbwegs erwachsenes Jungtier wird besser zu uns passen als ein Baby im Großelternhaushalt. Allerdings, aktuell hätten wir noch die Nerven und die Zeit für eine Welpenaufzucht, also ist das noch offen. Hat halt die Herausforderung, dass es für spätere Special Effects keine Ausrede gibt

    Ich persönlich sehe „halbwegs erwachsene Jungtiere“ mittlerweile zwiespältig. - Warum?

    Wir haben 2018 einen knapp halbjährigen Rückläufer von einer seriösen Züchterin übernommen. Sie hatte den Hund nach gut sechs Wochen zurückgekauft, weil die Erstbesitzer, wohl eine junge Familie mit Kindergartenkind, überfordert waren bzw. die Lust am Welpen verloren und ihn nicht mehr angemessen versorgt haben.

    Die Züchterin behielt den Kleinen zwei Monate bei sich, päppelte ihn auf und versuchte Defizite aufzuarbeiten. Sie lehnte in dieser Zeit mehrere Kaufinteressenten ab. Wir entdeckten den Hund auf der Vermittlungsseite des Klubs für Terrier und fanden die Idee, einen Junghund, der bereits aus dem Gröbsten raus war, passender für unsere Situation, als einen Welpen mit acht Wochen. Aufgrund unserer Rasseerfahrung und dem Vorhandensein eines souveränen Ersthundes bekamen wir den Zuschlag und Fynn zog bei uns ein.

    Er lebt jetzt bald acht Jahre bei uns und das passt soweit. Wir haben keine kleinen Kinder mehr, wir haben Platz, wir haben einen Garten, wir können unser Leben i.d.R. passend für Fynn einrichten. Denn seine „schwere Kindheit“ hängt ihm bis heute nach. Er tut sich u.a. schwer mit anderen Leuten, er ist unsicher und wenig stressresistent. Am besten geht es ihm mit festen Strukturen und etablierten Routinen.

    Unser erster Hund und dessen Nachfolger (Hund Nr. 3) kommen ebenfalls aus einer seriösen Zucht. Beide haben wir im Alter von acht Wochen übernommen. Bei Hund Nr. 1 hat die erfahrene Züchterin aus einem ganzen Wurf den Welpen ausgesucht, der am besten zu uns passte (Ersthundehalter mit drei Kindern zwischen zwei und acht Jahren). Und es war einfach perfekt!

    Bei Hund Nr. 3 gab es keine Auswahl, da nur Zwillingspärchen geboren wurde. Die kleine Hündin behielt die Züchterin, der kleine Rüde kam mit einer umfassenden und zutreffenden Charakterbeschreibung zu uns. Aus einem großen Wurf hätten wir ihn vermutlich nicht ausgewählt, aber durch die kompetente Einschätzung der Züchterin wussten wir von Anfang an, wen wir uns da ins Haus holen und wo wir erzieherisch ein Augenmerk darauf richten sollten. Somit war auch dieser Welpe ziemlich „easy“.

    Lange Rede kurzer Sinn: Aufgrund dieser persönlichen Erfahrungen würde ich mir jederzeit und ohne Bedenken wieder einen jungen Welpen frisch vom seriösen Züchter holen. Bei Rückläufern, Privatabgaben usw. würde ich zukünftig sehr sehr sehr genau hinsehen. Denn unsere Welpen waren und sind deutlich einfacher und auch erwachsen viel unkomplizierter, als der als Junghund übernommene Rückläufer.

    Ich bin nun unsicher, ob ich das weiter beobachte oder mal zum TA gehe und mir ein Schmerzmittel für Bedarf hole - sie ist ein zäher Brocken und macht gar keinen Mucks, das mussten wir schon mehrfach nachträglich erkennen.

    Aber ich hab auch Angst, dass sie dann geröngt wird oder der TA ein Blutbild haben will und wir dann zufällig etwas finden, was ich vllt nicht wissen will - es ist ja grad alles recht friedlich.

    Du denkst ernsthaft darüber nach, deinem Hund ärztliche Behandlung und eine passende Medikation zu verweigern, weil beim Tierarzt Diagnosen gestellt werden könnten, die du nicht wissen möchtest?

    Ich bin gerade echt sprachlos über so viel Egoismus.