Beiträge von Eni46

    Hier gibt’s Reste nur aus dem Napf und nichts direkt von Tisch oder Arbeitsplatte. Außerdem generell keine Sachen wie Kuchen, Eis, Süßigkeiten, Kekse für Menschen oder auch Pizzarand, Croissants etc.

    Als unser erster Hund einzog, waren die Kinder noch klein und daher gab es ein generelles Verbot, den Hund mit menschlichem Essen zu füttern. Ich hatte damals schlicht Angst, dass die Kids mir den Welpen von einer Magen-Darm-Verstimmung zur nächsten mästen. Mittlerweile sind hier alle längst erwachsen, aber die damals aufgestellten Regeln sind in Fleisch und Blut übergegangen.

    Wenn bspw. beim Fleisch schneiden der Fettrand abfällt, dann gibt es den entweder aus dem Napf oder inzwischen auch mal abseits von Tisch und Küche als Belohnung für einen kleinen Trick.

    Ich weiß noch, dass ich als Kind mit unserem damaligen Langhaardackel im Sommer oft zur Eisdiele am Ende der Straße gegangen bin und da hat der Hund immer eine Waffel mit einer Kugel Vanilleeis bekommen. Manchmal bekamen wir die sogar umsonst :smiling_face_with_hearts: (ist schon fast 40 Jahre her :O )

    Hier sieht man im Sommer, besonders an Wochenenden, regelmäßig vor den Eisdielen, dass Hunde ihr eigenes Eis bekommen. Manche Eisdielen haben mittlerweile auch Hundeeis im Sortiment, wobei Vanille glaub trotzdem noch ganz weit vorne liegt.

    Ich glaube in erster Linie liegen die Zweifel wahrscheinlich auch daran, dass der Abschied noch nicht lange her ist und ich ihm noch sehr hinterher trauere.

    Als Elvis gestorben ist, wäre nach zwei Wochen ein neuer Hund eingezogen, sofern seine Züchterin abgabebereite Welpen gehabt hätte. Denn es war schon Jahre zuvor klar, dass wir auf jeden Fall wieder einen Hund aus der gleichen Linie haben wollten.

    Dann kam Corona, die Läufigkeit der Hündin hatte sich verschoben und letztlich lagen zwischen Elvis‘ Tod und Kunos Einzug lange 50 Wochen. Ausgehalten haben wir das glaub nur, weil Fynn, der Wheaten unserer Tochter, mit im Haushalt lebt.

    Großonkel Elvis und Großneffe Kuno sind optisch und charakterlich in vielen Bereichen total unterschiedlich und in manchen Dingen sehr sehr ähnlich. Genauso verhält es sich aber auch mit Fynn und Kuno und zwischen diesen beiden besteht keine Verwandtschaft.

    Elvis vermisse ich noch immer nahezu täglich und ich denke, dass es mir mit Fynn und Kuno irgendwann genauso gehen wird. Es sind eben Familienmitglieder, die verstorben sind. Ich vermisse ja auch meinen 1999 verstorbenen Vater und daran haben auch die späteren Geburten meiner Söhne nichts geändert. Familienmitglieder kann man nicht ersetzen, dennoch kann man die Familie erweitern und sowohl mit den Lieben im Herzen als auch den Lieben im Leben glücklich sein.

    Kennt ihr sowas? Und wie seid ihr damit umgegangen? Wenn ihr Rassehunde habt, die sich ja naturgemäß oft bis immer sehr ähnlich sehen. Wie ist das da? Ist da ein Gefühl von "ersetzen" bei euch? Ich weiß noch nicht wie ich das finde und musste mir das einfach mal von der Seele schreiben. Vielleicht kennt das "Problem" ja noch jemand. 😅

    Als Elvis, unser erster Hund, etwa ein Jahr alt war, habe ich begonnen, mich nach anderen Hunderassen umzusehen. Da Wheaten Terrier alle blond sind, war ich zu der Überzeugung gelangt, dass Elvis keinen sehr ähnlich aussehenden Nachfolger haben könne. Einen zweiten Elvis würde es nicht geben können und bei ähnlicher Optik würde ich ständig vergleichen und täglich neu feststellen, dass das optische Double nur eine unzulängliche Kopie ist. So meine damaligen Gedanken.

    Mittlerweile leben hier seit Jahren Wheaten Nr. 2 und 3 und jeder Hund ist ein Individuum.