Beiträge von Munchkin1

    Also ich oute mich mal als derjenige, der sich nicht an die Regel gehalten hat und hält.
    Mailo durfte von Anfang an „normale“ Gassirunden drehen und in die Stadt oder den Stall mit.

    Aktuell machen wir es so, dass es alle 3-4 Stunden zum lösen vor die Tür geht, bis er fertig ist, also maximal 5 Minuten, ich habe einen Schnellpinkler :pfeif:

    Mittags/Nachmittags gibt es eine lange Gassirunde mit Laufen, Spielen, Üben, also was das Hundeherz begehrt. Die Dauer variiert je nach Ort, an dem wir sind, denn wir fahren auch mal gerne ein Stück an spannende Orte.
    Hier wird es mit der Berechnung schwierig, denn wenn ich 30 Minuten an den Strand fahre, die mein Hund in der Bahn verpennt, dauert der Ausflug 2 Stunden, von denen 1 Fahrtzeit ist und am Strand selbst nochmal 30 Minuten Sitz/Buddel/Wellen-Anbell-Zeit ist. Also netto 30 Minuten laufen.

    Ähnlich am Stall oder in der Stadt. Oder beim Übungsgassi in der Umgebung.
    Mir ist wichtiger, dass er sich aktiv mit der Umwelt auseinander setzt.
    Die Zeit mache ich an seinem Verhalten fest. Mailo zeigt an, wenn er müde ist

    Ich push den Thread mal, da ich ganz aktuell und relativ hautnah von einem ähnlichen Projekt berichten kann, allerdings aus Polen.

    Der Züchter meines Welpen arbeitet in einer JVA als Diensthundeführer.
    Er hat nun zum zweiten Mal an einer Sendereihe teilgenommen, in welcher Sträflinge unter anderem unter seiner Anleitung mit TH-Hunden arbeiten, welche aufgrund ihres Verhaltens nicht gut vermittelbar sind. Diese Hunde werden nun von den Sträflingen bespielt/bespaßt/trainiert/therapiert/rehabilitiert (passendes bitte aussuchen, möchte mich nicht am Wort aufhängen), bis sie das Äquivalent eines Wesenstestes oder einer einfachen BH ablegen können, welche den Hunden eine bessere Vermittlungschance geben soll.

    In den USA gibt es das verschärft: Sträflinge, die Wildpferde anreiten, die dann als Reitpferde vermittelt werden.

    Dann sieh es vielleicht so (falls dir das mental hilft):
    Euer Charlie passt nicht zu euch. Er braucht einen Halter, der mit weniger Körperkontakt zurecht kommt, der die Hundesprache deutlich versteht und einen jungen Hibbelhund zu nehmen weiß.
    Ihr wolltet einen einfachen, liebebedürftigen, pflegeleichten Angängerhund.

    Also passt schlichtweg die Mischung nicht, was in eurem Fall katastrophale Konsequenzen hatte.

    Das macht Charlie nicht zu einem bösen Hund und euch nicht zu Tierquälern, es passt nur schlichtweg nicht.

    Zu euch hätte eine Althund gepasst, aus dem Tierschutz, der für jede Streicheleinheit dankbar ist und wenig Ansprüche stellt.

    Und zum Thema Wachhund braucht keine Streicheleinheiten: ich stelle dir gerne mal meinen Schäferhund vor. Wenn eine Fliege unerlaubt vor meine Haustür furzt, zeigt der das zuverlässig an. Obwohl er erst 5 Monate alt ist. Und das größte für diesen Hund ist es, neben mir im Bett/auf der Couch zu liegen und zu schnarchen. Engster Körperkontakt (Kontaktliegen), mittlerweile toleriert er dabei auch, wenn ich ihn durchkrame, wobei ihm deutlich lieber ist, wenn ich mit ihm gemeinsam schnarche