Ich oute mich mal, habe ich ja ohnehin schon öfter getan.
Ich habe vor fast 2 Jahren die Ausnahmegenehmigung noch bekommen.
ABER: offenbar nur durch Unwissenheit des Veterinärs.
War hier in dem Fall gehupft wie gesprungen, weil der Welpe a) aus einer sauberen, offiziellen FCI Zucht kam und aus keinem Vermehrerbetrieb, also sicher kein illegaler Massenwelpenimport vorlag und der Hund sicherlich auch keine Infektionskrankheiten eingeschleppt hat und b) es niemanden, aber wirklich niemanden interessiert hat, ob er geimpft ist oder nicht. Die Zollbeamten hat ihm übers Köpfchen gestreichelt und nicht mal den Ausweis sehen wollen zwecks Chip, von Impfung ganz zu schweigen.
Hinzu kommt, dass die Grenze nach Skandinavien (zumindest auf der Seeseite Rostock-Nykobing) deutlich extremer kontrolliert wird als die Grenze nach Polen (zumindest Landseite Richtung Stettin).
Worauf ich hinaus will:
Möglich, mit ganz viel Unwissenheit und/oder Schwein, ist es, denn offenbar verlieren die Beamten sich selbst im Paragrafendschungel.
Ob diese Verordnung Sinn macht - nein. Nicht so, wie sie aktuell gehandhabt wird. Wenn jeder Hinz und Kunz ausstellt und kontrolliert, wie er grade witzig ist, dazu die Vermehrertransporte im Blick - dann kann von Infektionsschutz absolut keine Rede mehr sein.
Mir sind Fälle persönlich bekannt, wo tatsächlich offiziell unter dem Blick von BuPo und Zoll Vermehrerwelpen importiert wurden, die weder Chip noch auch nur eine einzige Impfung oder WK bekommen hatten.
Als ich Mailo geholt habe, war mit dem Züchter abgesprochen - kriege ich die Genehmigung, hole ich den Welpen mit 8 Wochen. Kriege ich sie nicht, bleibt der Welpe bei ihm, bis er mit passenden Impfungen mit 15 Wochen ausreisen darf.