Beiträge von Hummel

    Und was machst du dann? Aus Hundesicht bringt er dich vermutlich zum Quietschen und Tanzen ;-) - ein ruhiges klares Nein, auch mal fixieren und halten (und im Zweifel auch einen Finger ins Halsband oder sonst wie einfach verhindern, dass er um sich hackt) - und mal warten bis er runter taktet. Spinnt er sich wieder hoch einfach noch mal.

    Ich sage immer: Was wäre, wenn das ein kleines Kind wäre? Eines, das kognitiv noch nicht bereit ist, einen Stuhlkreis zu verstehen? Genau - man macht es händisch. Nicht böse, nicht "dominant" nicht laut oder schmerzhaft - einfach souverän und klar. Und wenn der nächste Versuch nicht klappt, dann halt noch mal.

    Nicht zu viel denken ;-) - Hunde machen auch einfach und schauen, welches Feedback das Leben gibt. Gibt man das Richtige, kommts auch an.

    Also ich sag dann eigentlich immer klar und deutlich aus, dann kriegt er noch ein Spielzeug und ich gehe erstmal weg ins Arbeitszimmer. Heute früh hab ich das mal mit dem Kindergitter getestet, der kleine hat sich selbst beschäftigt weil er nach dem Gassi gehen wieder super aufgedreht war. Hab erst 2-3 Minuten mit ihm in seiner Zone gesessen, aber da hatte er schon zu viel Energie und wollte die ganze Zeit an Hose und Füße. Aber jetzt nach knapp 25 Minuten ist er ruhig auf seinem neuem Hundebettchen.

    Wenn du merkst, dass du "klar und deutlich Aus" sagst und er trotzdem zu überdreht ist wie du beschreibst, dann reicht "sagen" eben nicht.

    daher das Beispiel mit dem Kind, das kognitiv noch nicht in der Lage ist zu begreifen.

    Hunde reden nicht, Hunde handeln. Und das war auch mein Tipp. Du kannst auch handeln. Hunde funktionieren ja nicht wie Roboter, wo auf bestimmten Knöpfen eine bestimmte Reaktion hinterlegt ist (zB in deinem Fall hinter dem Knopf "Aus" ein sofortiges runterfahren). Das darf man auch händisch mit Taten vermitteln.

    Und ich würde dir auch raten, dass du nicht einfach gehst, wenn er an und mit dir so aufgeregt ist, denn das zeigt ihm, dass du nicht in der Lage bist, ihn zu beruhigen. Ab und an solltest du das auch tatsächlich mal selbst machen ohne "fliehen" zu müssen aus seinem Bereich.

    Aber es freut mich sehr zu lesen, dass ihm der abgetrennte Bereich schon mal hilft. Langeweile muss gelernt werden, dann wird es bald auch insgesamt besser mit und für ihn.

    Wenn das eine totale Verhaltensänderung ist, dann würde ich keine Sekunde warten und in eine Klinik!

    Und einen Tierarzt der bei einer plötzlichen Symptomatik aus dem Nichts erst einen Termin in 1,5 Wochen vergibt würde ich auch nie wieder besuchen.

    Da können jede Menge gefährlicher Krankheiten der Grund sein, wenn er vorher ein netter ausgeglichener Geselle war.

    Wenn ein so junger Welpe nach dem Gassi so extrem überdreht, dann war es zu viel für ihn. Zu viele Eindrücke.

    Ich würde ihn sich einfach im Garten oder direkt vor der Tür lösen lassen und dann mit etwas zum Kauen und nix zum Schrotten in seinen Bereich setzen. Vielleicht sich kurz dazu setzen und ihn halten bis er ruhig ist und dann auch dort lassen.

    Auch meine Idee. Wir holen uns heute ein Kindergitter und setzen ihn erstmal dort ab nach dem Gassi gehen. Ich werde mich genauso ein paar Minuten mit ihm reinsetzen. Allerdings mache ich das aktuell schon indem ich alle Türen im Flur schließen und mich dann mit ihm reinsetze und das wird absolut nicht ruhiger bei ihm.

    Ich versuche ihn ganz ruhig und gelassen zu Streicheln und er versuche jegliche abstehende Stellen an meiner Hose, Jacke, Shirt anzuknabbern. Dabei gebe ich ihm dann immer eine alternative. (er hat 2 Kauspielzeuge immer zur Verfügung) Das ist aber nach sehr kurzer Zeit langweilig und er kommt wieder zu mir zum Knabbern. Irgendwann werden es aber die Arme, Füße und Hände an denen er knabbert weil ich ihm ja AUS sage wenn er z.B. am Reißverschluss meiner Strickjacke kaut.

    Und was machst du dann? Aus Hundesicht bringt er dich vermutlich zum Quietschen und Tanzen ;-) - ein ruhiges klares Nein, auch mal fixieren und halten (und im Zweifel auch einen Finger ins Halsband oder sonst wie einfach verhindern, dass er um sich hackt) - und mal warten bis er runter taktet. Spinnt er sich wieder hoch einfach noch mal.

    Ich sage immer: Was wäre, wenn das ein kleines Kind wäre? Eines, das kognitiv noch nicht bereit ist, einen Stuhlkreis zu verstehen? Genau - man macht es händisch. Nicht böse, nicht "dominant" nicht laut oder schmerzhaft - einfach souverän und klar. Und wenn der nächste Versuch nicht klappt, dann halt noch mal.

    Nicht zu viel denken ;-) - Hunde machen auch einfach und schauen, welches Feedback das Leben gibt. Gibt man das Richtige, kommts auch an.

    megarafrauchen

    Tatsächlich bekommt Zacki gerade das RC digestive care (normal habe ich ja immer nur noch das Defu, das bekommt Hilde auch weiter), weil er mir zu klapprig wurde und nicht alles gut veträgt. Das verträgt er super, frisst es richtig gern und man sieht die Rippen schon nach einer Woche nicht mehr. Ich gebe zwar auch großzügig, aber jetzt nicht exorbitant mehr als empfohlen.

    Ja, Mais hat nur bei Hunden Einfluss, die eine Störung im Serotonin-Spiegel haben (entweder zu niedrig oder zu hoch, beim einen wirkt es daher negativ beim anderen positiv) - und auch nur, wenn es wirklich ein größerer Anteil ist. Bei den meisten Hunden dürfte es ziemlich wurscht sein (sage nicht ich, sondern eine von mir geschätzte darauf spezialisierte Tierärztin auf einem Seminar). Ich selbst hatte noch keinen Hund (auch keinen ängstlichen), bei dem ich am Verhalten eine Veränderung gesehen hätte mit oder ohne Mais.

    Wenn ein so junger Welpe nach dem Gassi so extrem überdreht, dann war es zu viel für ihn. Zu viele Eindrücke.

    Ich würde ihn sich einfach im Garten oder direkt vor der Tür lösen lassen und dann mit etwas zum Kauen und nix zum Schrotten in seinen Bereich setzen. Vielleicht sich kurz dazu setzen und ihn halten bis er ruhig ist und dann auch dort lassen.

    Ich musste beiden Malis bis sie etwa 2 waren täglich fast das Doppelte geben. Ich würde mich auch entspannen- solange du nichts fütterst, was zB völlig übernormal hohe Mengen fettlöslicher Vitamine enthält, was ich nicht glaube, dürfte das genau keine Probleme machen.

    So ein Hund muss sich ja für gewöhnlich häufiger als 1x am Tag lösen, dass liese sich ja ganz unproblematisch mit schnüffeln, usw. verbinden.

    Und wenn der Hund im Freilauf mitkommt geht das sogar alles beim joggen. Zumindest meine Hunde sind dann kurz stehen geblieben und dann hinterhergesprintet.

    Meiner Hündin würden dann aber 15 Minuten um den Block schnüffeln echt nicht reichen. Und rennen und der Hund schliesst auf ist halt auch stressig. Sicher nicht für jeden Hund gleich, aber meine hätte da Stress. Und ausser Sicht will man den Hund ja nicht haben. Sobald Jagdtrieb im Spiel ist, wirds sowieso sehr viel anspruchsvoller.

    Ich sag ja nicht, dass laufen nicht geht. Würde mich aber darauf einstellen, dass nur wenige Hunde mit 7x die Woche Laufeinheit ohne regelmässige normale Wald/Feld/Wiesenrunden mit und ohne Artgenossenkontakt wirklich gut klarkommen. Das stumpfe laufen über lange Zeit finden schlicht auch nicht alle gut, obwohl physisch in der Lage. Mag sein, dass es passt, aber falls nicht, muss man als Mensch sich anpassen können.

    Echt?

    Nö - damit hätte weder meine Bretonen oder Terrier oder jetzt die Malinois Stress.

    Viel zu viel Kopf vom Mensch, viel zu wenig Schlaf für den Zwerg, viel zu viel Überforderung.

    Egal, was du alles gelesen hast - dein Welpe ist total überfordert und alles was du beschreibst unterstreicht das.

    Ganz dringend sollte er vor allem eines: Ruhe habe, Nichtstun lernen. Und dann einmal am Tag irgendwo hin in die Natur wo NICHTS ist und FREI laufen und erkunden.

    Macht die Wohnung sicher oder grenzt einen Bereich mit einem Laufstall oder mit Kindergittern ab. Lasst ihn ein zwei Sachen zum Kauen da, aber kein Spielzeug Paradies. Und schaut zu, dass er wirklich dort runterkommt. Ohne Extra Hilfsmittel, Ablenkund oder sonstwas.

    Dass er seinen Namen lernt REICHT erstmal.

    Wenn du ihn noch länger in dem Stress mit "Training" und raus an der Leine etc pp lässt, dann kann das bleibende Schäden hinterlassen.

    Meine Hunde waren die gesamte erste Woche sowieso nur in Haus und Garten (oder als ich keinen Garten hatte an einer nahen Wiese) und sonst nix. Gemeinsam RUHEN, kuscheln etc - das ist wichtig.

    Und wenn der Hund auf nem normalen, ausgeglichenen Level ist, kann er auch was lernen. Und dann nicht 5 sondern 2 Minuten.

    Dass ein Welpe nicht von daheim weg will bzw schnell zurück in die Höhle ist total normal und hat so ziemlich jeder Welpe weil es instinktiv das Überleben sichert. Sie wären auch in der Natur noch nicht auf "Streifgängen" - das kommt erst in ein paar Wochen.

    Schalte deinen Kopf aus, lösch die Tabelle und alles, was so "perfekt organisiert" sein soll und behandel das Baby wie ein Baby. Und glaub mir: Wenn du Ruhe einfordern kannst bzw dem Hund auch beibringst, selbst gut runterzufahren, brauchst du für den Alltag später ohnehin fast nichts anderes (Sitz, Platz, Steh etc pp - alles nur Hilfsmittel damit der Hund nicht einfach macht was er will. Darum ist ein "fahr runter" und gundsätzlich die Haltung des Hundes viel zu ruhen das Wichtigste, Beste und Dringendste zu lernen. Mehr nicht.).

    eibwen das Problem bei echten Jagdhunden ist, wenn sie nicht mit viel Arbeit erzogen werden, hilft es nicht, sie "einfach an der Leine" zu lassen.

    Die Erwartungshaltung für draußen, bringt einen dermaßenen Hormonrausch, dass auch die vermeindlich lieben Jagdhunde (wobei der Weimi nun definitiv oft ein Problem mit Menschen hat, was an ziemlich dummer Selektion lag) wirklich unangenehm werden können.

    So habe ich auch sogar Bretonen kennen gelernt, die wirklich aggressives Verhalten auch gegen Menschen gezeigt haben, da die Erziehung gefehlt hat, die ihnen hilft, sich zurück zu nehmen und auf das Jagdinteresse zu verzichten.

    Unter Strich kann man sagen: Wenn man einen echten Jäger hat, dann muss man auch "mit Leine" sehr viel Arbeit in den Hund stecken - für "ohne Leine" noch mehr.