Beiträge von Hummel

    Liest sich so, als sei der Hund 1. viel zu überfordert und 2. hätte er auch keine Ahnung, dass es jemanden gibt, der ihn durchs Leben führt.

    Hängt übrigens zusammen: Der Stress und die Unruhe kommen ja auch daher, dass er glaubt, er muss alles und alles allein entscheiden.

    Klingt hart, aber ist nur nett gemeint.

    warum darf er euch morgens wecken "wenn er Hunger hat"? Da gäbe es von mir nen Anpfiff - ich stehe auf, wenn ICH das entscheide und er hat das anzunehmen und auch derweil nicht die Wohnung zu demolieren.

    So viel draußen, unterwegs, mit dabei - ich denke es täte ihm gut, wenn er außer seinem großen Spaziergang und einer kleinen Einheit Qualitätszeit (Was eben NICHT Training sein muss) und einmal die Woche Hundeschule einfach genötigt würde von euch, mal Ruhe zu halten, zu dösen, nicht hinterher zu rennen und einfach mal abschalten zu dürfen. Ich denke, das entledigt euch der Probleme bald. Nur eines braucht es noch:

    Was genau ist denn bitte für ihn die Information, dass er einen großen Fehler macht dabei? Das "Nein" hoffentlich nicht, denn wäre es das, würde er es ja nicht wieder tun... ;-)

    Was ich damit meine: Fühlt euch doch dem kleinen Tyrann nicht so ausgeliefert, sondern gebt ihm den Rahmen, den er braucht. Er ist so wie er beschrieben ist, im wahrsten Sinne des Wortes: Haltlos.

    Dass er sich aufführt wie Graf Rotz ist zwar etwas, was deutlich unterbunden gehört - aber auch im Zusammenhang mit dem restlichen Zusammenleben. Er braucht mehr Ruhe, mehr Grenzen, mehr das Gefühl, dass ihr ihn führt und das heißt in seiner Wahrnehmung, ihr dürft verwalten, was er entscheiden darf und was nicht.

    Wenn ein Kind euch immer und immer die Einrichtung zerstören würde - würdet ihr das genauso machen? Also immer nur sagen "Nein" - es muss auf sein Zimmer und sonst ist nichts?

    Ich würde es füttern, dieses Trockenfutter, wenn ich einen Hund hätte, wie sie früher auch gehalten wurden. Zumindest viel draußen.

    Was meinst du damit? Das die Hunde mehr Energie brauchen, wenn sie viel draußen gehalten werden?

    Oder wo siehst du den Unterschied zwischen Hunden wie früher und heute?

    (finde ich gerade wirklich super spannend!)

    Tatsächlich vermute ich, daß unsere Berner Sennenhunde das bekommen haben, die draußen geschlafen haben und rundum sehr robuste Kerle waren.

    Ja genau!

    Klar waren die zum Teil auch wirklich NUR Hofhunde. Aber sind halt viel rumgetigert von A nach B, Grundstück patrouliert. Ich denke unterm Strich auch so viel, wie der normale Haushund, der eine große Gassirunde am Tag hat und sonst nur kurz 5 Minuten zum Lösen raus und den Rest auf der Couch schläft. Draußen Hunde verbrauchen einfach mehr Energie, weil der Körper viel mehr Temperaturunterschied ausgleichen muss.

    Plus: Ich habe Freunde die ihre Hunde nur oder fast nur draußen halten auch heute "noch". Ja, die haben Zwinger und Hundehütten und die Hunde sind wirklich glückliche Hunde und denen fehlt nichts. Aber unter 16% Fett geht das nicht mit dem Futter - auch weil die Haut noch viel mehr Fett als Schutzschicht braucht.

    So erlebe ich das. Und ja - auch im Frost im Winter sind diese Hunde sehr gern auch nachts draußen. Die Hundehütten isolieren zwar sehr gut - ist aber selbstverständlich trotzdem anders als im Haus und mit einem Fell und einer Haut und einem runtergefahrenen Stoffwechsel wie es Haushunde natürlich haben.

    Ich hatte mehrere Epagneul Breton.

    Lieben Rad und Wandertouren (Radtour haben sie aber für längere Strecken (also über halbe Stunde) - schon eher so 12-14 km/hm Schnitt der gesund ist. Also nicht zu zügig radeln, dann gehts super.

    Kinderlieb, verträglich mit Hunden.

    ABER: sehr temperamentvoll - das KANN mit Kind auch ansterngend sein, sie brauchen definitiv gute Erziehung

    UND: Es sind vollblut Jagdhunde. Also die jagen nicht nur weil es lustig ist nem Bewegungsreiz hinterher zu gehen, sondern dass sind nur für die Jagd gezüchtete Hunde. In Deutschland dürfen die auch nur an Jäger abgegeben werden. In Frankreich und Spanien, wo allen alles egal ist, werden sie zu Hauf produziert/vermehrt - daher wäre ein Bretone aus dem Tierschutz dann für euch das Richtige.

    Aber noch mal - das ist nicht nur "ein bisschen" Jagdtrieb. Das muss erzogen werden und ist Arbeit.

    Solches Futter kenn ich noch aus meiner Kindheit für Hunde.

    Irgendwer meinte: Liest sich wie Köbers - ja zumindest die ganz alten Köbers Sorten sind ja genauso.

    Und unter Innereien fällt aber auch Schlundfleisch und Co - auf jeden Fall war das früher so.

    Ich würde es füttern, dieses Trockenfutter, wenn ich einen Hund hätte, wie sie früher auch gehalten wurden. Zumindest viel draußen.

    Hallo zusammen,

    Ich Klinke mich hier mit einem einjährigen Junghund auch mal ein :ugly:

    Wir haben dass Riesen Problem, dass er alles kaputt macht. Wir können ihn nicht eine Sekunde aus den Augen lassen ohne nachher zwei Jacken mit Löchern vorzufinden oder den Müll über den kompletten Boden verstreut. Er ist deshalb Nonstop angebunden, wenn nicht jemand permanent auf ihn aufpassen kann. Wir sind langsam am verzweifeln.

    Habt ihr irgendwelche Tipps?

    Er ist vermutlich ein Hüti-Mischlingsrüde aus Ungarn wir haben ihn seit er 3,5 Monate alt ist.

    Das klingt danach, dass dein Hund unter massivem Stress leidet.

    Du müsstest deutlich mehr von euch berichten. Wie ist der denn draußen? Mit Menschen? Wieviel schläft er? Wieviel Bewegung hat er (und ich bin da weniger bei Langeweile, eher bei Überforderung)?

    Dann klopf dir auf die Schulter!

    Verunsicherung ist das beste Zeichen dafür, dass der Herr gerade wirklich und nicht nur Pseudo nachdenkt. Ist normal und wird sich dann legen, wenn er erlebt wie entspannt das Leben ist, wenn er eben nicht alles entscheidet. Also erfreue dich an dem Anblick denn er zeigt dir: alles richtig gemacht.

    Und wer wäre nicht entrüstet, wenn die Weltordnung verändert wird? Ich sag ja: kluger Hund!

    Ich würde dir auch ans Herz legen, weniger über das "Seelenleben" und Eventualitäten von Jack nachzudenken.

    Ob er seine Box als "Strafe" empfindet oder nicht - ist erstmal völlig egal. Wenn er die Box kennt, als einen Platz, an dem er zur Ruhe findet ist alles gut.

    Ich selbst bin zwar kein Freund davon, den Hund räumlich dann zu begrenzen, denn das ändert nichts an seiner Aufregung bezogen auf die Situation, aber es ist vielleicht etwas, was euch erstmal hilft.

    Jack baut den Mist - nicht du. Der darf schon klar die Konsequenzen erfahren. Und ich finde auch nicht, dass es Situationen gibt, wo du auf Sammy achten musst, damit Jack ihn nicht abschnappt - nein - Jack hat es nicht zu tun. Ende der Diskussion. Und Jack bekäme bei mir definitiv das passende Feedback.

    Du musst auch im Zweifel nicht das zur Tür stürzen verhindern - aber Jack hätte bei mir auch wenn er das "schon getan" hat einfach das passende Feedback. Nämlich: Diese Aufregung beim Klingeln steht dir nicht zu. Schluss jetzt mit der Hysterie.

    Hausleine hilft dir sicher. Aber unterm Strich: einfach mal Kopf aus - und nur pragmatisch handeln. Jack muss sich einfügen und er wird das auch können. Aber nur, wenn er da die "Leitplanken" von dir bekommt, die ER braucht, dass es bei ihm ankommt.

    Und irgendwelche kurzfristigen vermeintlichen Beschwichtigungssignale sind genau gar nichts wert, wenn er kurz danach wieder dasselbe tut. Kennst du das bei Kindern? Den herzerweichenden "Tut mir leid" Blick oder gar Tränchen, weil klar ist, dass Mutti dem nicht widerstehen kann?

    Hunde spielen KEINE Psychospielchen. Sie handeln einfach logisch aus ihrer Erfahrung heraus. Und wenn Jack nun mal weiß, dass er seine Entscheidungen mit den Signalen X und Y umgesetzt bekommt, wendet er sie an. Daher ist nur wichtig, dass du ihm gegenüber klar kommunizierst, dass seine Entscheidung nicht gilt, sondern deine. Ganz einfach, ganz pragmatisch. Hunde machen untereinander auch keinen Stuhlkreis auf, reden drüber und erwägen noch, ob die Kindheit schlecht war oder es andere entschuldigende Gründe für ein Verhalten gibt. Wenn es nicht passt, wirds abgestellt. Und dann ist gut. Gaaanz einfach.

    Ich hab das mal etwas überspitzt geschrieben - ich hoffe, das ist ok - ist gar nicht persönlich gemeint.

    Es hängt auch viel davon ab, wie die Übungen bzw. die Arbeitsstimmung aufgebaut wurde psychologisch für den Hund. Ob es ein „am Ende der Übung gibt es die Belohnung“ ist, was eben zu einer hohen Erwartungshaltung bzgl eines möglichst schnellen Ende der der Übung führt. Oder ob es eher der Ansatz ist „ich (Hund) will zeigen - und wenn ein bisschen nicht reicht, dann muss ich nur umso mehr zeigen, um an die Bestätigung zu kommen“. Das gibt nämlich dann von Übung zu Übung immer mehr Push aus dem Hund heraus.

    Es gibt einige erfolgreiche Sportler, die so aufbauen und auch Workshops oder Seminare geben.