Beiträge von Hummel

    Meine Hunde laufen dann auf der abgewandten Seite. Und ich sage immer dazu, dass die fremden Hunde nicht zu meinen gelassen werden.

    Wenn die anderen ausrasten, finde ich das nicht schlimm. Es ist ja meine Aufgabe meinem Hund beizubringen: Wenn der andere pöbelt, ist uns das egal.

    Ich finde es tatsächlich nur wichtig, dass der andere Hund uns physisch nicht erreicht.

    Nach dem was du bescheibst, würde ich dringend dabei bleiben, was ihr geade gebt. Und das auch erstmal auf Monate. Das reicht völlig aus an "Outputqualität" - der Darm muss sich beruhigen und das dauert, dauert, dauert.

    Ich würde dann wechseln, wenn das immer ungeformt ist oder gar durchfallartig.

    kann mir jemand sagen, woher der Rohaschegehalt eines Futters kommt? Und warum man kein Futter füttern sollte, das über einem bestimmten Prozentsatz liegt? Samson frisst derzeit das Josera Lachs und Kartoffel und verträgt es wirklich ausgesprochen gut (das erste mal seit wir ihn haben, ist sein Kot wirklich durchgehend und dauerhaft top und auf 2 kleine Haufen am Tag reduziert). Es enthält 5,6% Rohasche. Nun hat er fast einen kompletten 12kg Sack gefressen und langsam hat er vermutlich keinen Bock mehr drauf, denn er fängt an das Futter immer öfter stehen zu lassen (frisst aber wirklich alles andere gut und mit Appetit). Nun suche ich eine Alternative zum abwechseln, die ähnliche Werte haben sollte (auch vom Calcium-Phosphor Verhältnis). Abgesehen vom Vet Concept Salmon Pack (Rohasche 6,5%) haben aber die meisten einen deutlich höheren Gehalt. Nun frage ich mich natürlich, ob ich mich zu sehr darauf fixiere...

    Rohasche ist das, was nach der Verbrennung bei (ich glaube= 700Grad) übrig bleibt: Sprich: Mineralien.

    Rohaschegehalt bis 7% (oder auch 7,5) ist für einen gesunden Hund völlig okay, alles drüber würde ich nich dauerhaft füttern. Es belastet die Nieren sonst zu sehr.

    Hat man einen Nierenkranken Hund, sollte der Wert absolut niedrig sein - 5 bis max 5,5%. Eine gewisse Menge braucht es ja um den Bedarf zu decken.

    Ein paar Sorten haben akzeptable Analysewerte - also aus Hundesicht bzw Gesundheitssicht kann man diese Sorten füttern (Range Lamb und Alaska Salmon).

    Ich finde das Futter ansonsten 1. zu teuer, 2. spielt es so mit Klischees zur Werbung dass ich mich als aufgeklärter Hundehalter verarscht fühle, 3. ist es ökologisch echt nicht gut. Daher kommt es für mich persönlich nicht in frage.

    Das Dogforum ist immer nur dann schwierig, wenn man entweder unverständlich ist, patzig oder ausfallend wird, oder sich nicht an die anderen Regeln hält, die man bei seiner Anmeldung ja liest und das bestätigt.

    Wenn irgendwas Unsinn ist, wird es hier sehr schnell entlarvt, denn zB die Aussage, dass alle Züchter kranke Hunde in mafiösen Strukturen verkaufen oder gar "unterjubeln", wird hier sehr schnell auf Grund laufen. Hier gibt es sehr viele seriöse Züchter von unterschiedlichen Rassen.

    Ich hoffe es ist klar, dass hier im Dogforum weder Rufschädigung noch üble Nachrede geduldet werden.

    Das heißt sobald es hier nachvollziehbar ist, welche Person mit der Behauptung gemeint ist, ist der Thread dicht und es gibt weitere Konsequenzen.

    Ich schreibe dies aufgrund des Tons der in den Postings mit den Behauptungen angeschlagen wird.

    Erst hielt ich es für eine Häufung von Zufällen. Mittlerweile ist der Trend zum Appenzeller hier unübersehbar. Warum und wieso plötzlich? Null Ahnung. Waren das Liebhaber von Bernern, die sich umorientiert haben oder ist es die attraktive Färbung bei praktischer Mittelgrösse?

    Hier sind einige Entlebucher unterwegs mittlerweile.

    Vor allem auch wirklich junge Exemplare, die mit Vorliebe ohne ihre Besitzer Gassi gehen und aus Gebüschen rausgestürmt kommen und meinen, dass die Party jetzt mit meinen Hunden losgeht.

    @ Hummel

    Vielen Dank für deine rasche Antwort! Da steckt sehr viel Wahres drin, ich finde es allerdings nach wie vor schwer ‚greifbar‘ für den Alltag.

    Wie mache ich das?

    Ich spreche ihn an. Wenn er nicht reagiert gibts ne deutliche Fehlerinfo.

    Das klang für mich relativ alltagsnah fassbar. Ich frage mich aber trotzdem, wie ich das völlig kommandofrei im Alltag ‚lebe‘ und das funktioniert es.. Also mit einem Welpen.. Mit meinem Seelenhund galt, dass wir uns quasi blind verstanden haben..

    Was genau ist da die Frage?

    Ich rede schon mit meinen Hunden. Auch gern in ganzen Sätzen *lach - also ich bin auch ein Mensch und bringe meine Laune und Haltung gern verbal zum Ausdruck. Aber das meint nicht zwingend Kommandos im Sinne von "erlernten Verhaltensweisen".

    Also - Nehmen wir mal an Welpe und ich auf einer Wiese - Welpe cruist rum, ich merke: Ah - könnte ggf in seine eigene Welt abdriften - ich sprech ihn an. Er reagiert nicht. Ich gehe hin und - tue, was auch immer nötig ist, dass es wirklich zwischen den Ohren ankommt. zB Ich klatsch ihm an die Seite oder ich pfeffer die Leine - was auch immer, ja, darf deutlich "erschrecken". dann fixiere ich ihn an. Und zwar so lange (ja, der darf merken, dass ich hier wirklich wirklich ernst bin und das kein Spaß ist - bis er wirklich ruhiger ist. Fiddeln oder weggehen oder so "gilt nicht". Ich will dass klar ist: War zu viel Aufregung - du warst nicht ansprechbar.) - bis wir "klar" sind miteinander. Dann entspanne ich mich und bin völlig und absolut genullt und wir latschen weiter.

    Am Anfang, wenn der Hund es vom Mensch so nicht kennt, kann das durchaus sein, dass man eine Weile einen sehr sehr (und zu viel) höflichen Hund hat - aber das normalisiert sich fix, sobald klar ist: Es geht hier nur um eines: Sei ansprechbar. Dann hast du ALLE Freiheit. Es geht nicht darum, dass der Hund immer und immer an mir klebt - im Gegenteil. Es geht nur darum, immer wenn es wichtig ist für mich, dass er dann ansprechbar ist. Eigentlich also viel mehr Freiheit und Kopf aus auch für den Hund, als würden wir die ganze Zeit rufen und Kommandos sagen "Zu weit", "komm her", "bei Fuß" etc - um durch einen Spaziergang zu kommen.

    NOchmal - mal KANN dann Kommandos nutzen. Aber ein Hund, der nicht einfach macht sondern ansprechbar bleibt, macht viele Dinge einfach auch gar nicht. Ein Super - Kommando für den Moment, wenn der Hund durchstartet, weil er einen Menschen/Hund sieht, braucht man nicht. Es reicht dann dass man ihn anspricht und im sagt, dass wir das jetzt gerade nicht tun.

    Hm - ich hoffe, es ist verständlich. Viel konkreter gehts nicht, weil jeder Hund anders ist - das funktioniert nicht so schablonenartig wie saubere Konditionierungsanleitungen für Kommandos oder Verhaltensketten. Aber n Bauchgefühl für seinen Hund hat doch jeder - manchmal muss man erst tonnenweise Bücher"wissen" oder Ratschläge von 19822312 Hundehaltern wegschieben. Aber ich finde die meisten haben doch eigentlich unter all dem ein gutes eigenes Bauchgefühl. Sind doch keine Aliens, sondern im Grund genauso soziale Lebewesen wie Menschen auch. Manchmal hilft es, sich zu überlegen, was man mit Kindern machen würde, wenn sie noch klein sind und nicht in der Lage kognitiv auf "Gesprächsebene" zu begreifen.

    Hummel

    Ich finde das unheimlich lehrreich was du da in den letzten Beiträgen geschrieben hast was die Ansprechbarkeit anbelangt. Ich kann es mir nur leider aktuell noch nicht so ganz ‚praktisch‘ vorstellen. Du übtest das im Welpenalter mit Ansprache mit Namen und bei Blickkontakt dann Belohnung, richtig? Und dann - je nach Hund - eine Negativinfo wenn keine Reaktion kommt.. Auch das kann ich gerade schwer in die Praxis übertragen.. Wenn Monsieur nicht gucken möchte weil gerade auf dem Spaziergang etwas deutlich spannender ist, kann ich im Kreis tanzen / stampfen / rufen —> schreien —> brüllen aber das ändert nichts. Vermutlich muss ich also das Kommando nochmal ‚neu‘ aufbauen in reizarmer Umgebung? Hast du einen Tipp für Negativinfo bei nicht schnell beeindruckbarem Sturkopf? Würde mich über eine Rückmeldung echt freuen!

    Nein, du denkst noch so im "Kommando-Konditionieren"-Modus - es ist viel einfacher.

    Ich übe das nicht. Ich mach das einfach so: Wenn der Hund sich zu sehr aufregt (egal ob positiv "er freut sich" oder negativ "frustet" oder "wütet") mach ich klar, dass das nicht geht, wenn es mir in der Situation nicht passt. Sonst ist es mir egal. Es gibt hier kein "grundsätzlich nie".

    Es gibt nicht per se "Belohnung", falls du damit Leckerlie oder so meinst. Es ist eher ein wohlwollendes Antworten auf die Reaktion (Antwort) des Hundes. Ich will nicht belohnen, wenn der Hund eine Grenze annimmt, weil das für mich ein absoluter Standart ist - keine "Nettigkeit", sondern die Basis und die einzige Grundlage einer Beziehung, die funktionieren kann. Belohnen tu ich nur eigene richtige Entscheidungen des Hundes, wo es keine "Hilfestellung" bzw Grenze von mir gab.


    Ich meine auch nicht tanzen/stampfen/rufen/schreien oder brüllen - wenn dein Hund nicht reagiert, geh doch hin und mach ihm klar: FEHLER! - und du merkst schon, dass und/oder ob das ankommt. Und ich zB werde nie laut dabei. Hingehen und händisch und / oder anders einfach klar machen: So nicht, Freundchen. Lass den Quatsch und takte runter. - und aber auch erst wieder aus diesem "Gespräch" rausgehen, wenn man merkt, dass der Hund das angenommen hat. Gucken muss der nicht dazu - meistens machen sie es aber - das einzige was "muss" ist dass er runtertaktet und in seinem Verhalten zeigt, dass er begriffen hat. Und wenn das nicht so ist, dann halt noch mal. Ist für mich kein Ausschalter/Kommando - sondern wirklich ein Gespräch mit dem Hund.

    Das Allerwichtigste ist aber, dass du das nicht nur draußen machst, wenn es in deinen Augen "wichtig" ist - zu Hause und im Alltäglichen ist es wichtig. Wenn es im Haus in jeder Situation gut geht (auch bei Besuch, beim Fertigmachen zum gasi, beim Futter machen, bei - was-auch-immer den Hund anregt, dann klappt das auch draußen. Aber nicht "üben" - das ist kein Kommando - sondern selbstverständlich leben und nicht zu viel nachdenken.

    Einfach machen - wenn der Hund Mist braucht, Fehler Info so, dass sie ankommt. Was auch immer es braucht.