Beiträge von Vrania

    Das nicht, aber ne Steigerung von 10 Minuten auf ne Stunde ist schon heftig. Wenn man langsam steigert, kann man einen Hund in dem Alter sicher ne Stunde allein lassen. Ich würd den Hund auch wenn möglich betrauen lassen. Wenns gar nicht anders geht, würde ich morgen mal ne halbe Stunde testen. Wenn das problemlos geht, sollte auch länger kein großes Problem sein.

    Ich hab jahrelang auf 35 qm gewohnt. Ein Akita hätte da kaum noch Platz gehabt, sich umzudrehen :rollsmile: . Vielleicht ist die TE ja extrem minimalistisch...

    Keine Ahnung, ich häng tagsüber mit 3 Hunden die meiste Zeit in einem 12m2 Zimmer rum. Die pennen in der Wohnung und wechseln höchstens mal den Schlafplatz. An der Wohnungsgröße würd ichs echt nicht festmachen. Hier passt halt eher alles andere nicht für so einen Hund.

    @Neinauspfui
    Find ich gut, Collie und Co passen tausend mal besser zu deinen Vorstellungen.


    Wenn man einen Begleiter möchte, dann ist man nun mal mit einem Begleithund am besten beraten, oder mit einigen gemässigten Jagd/Hüte/Wachhundrassen, wie Labbi, Spitz, Collie. Das hat nichts mit "Zutrauen" zu tun.

    Es kommt darauf an, was zum Leben passt. Kannste der größte SuperduperHundeversteher sein und der Akita oder Husky passt immer noch nicht.

    Auch die anpassungsfähigeren Rassen fordern ihren Menschen noch genug, und vor allem kann man sie fordern, wenn man sich die Mühe macht (und nicht nur quatschend auf der Hundewiese rumsteht)

    Kann man nur unterschreiben. Wenn ich könnte wie ich wollte, würde hier ein Herder oder sogar ein Mali einziehen. Die gefallen mir nicht nur optisch, sondern auch vom Charakter sehr gut. Aber realistisch gesehen passt so ein Hund einfach nicht in mein Leben. Als erwachsener Mensch, sollte man soviel Weitblick haben und sich eingestehen, dass es nicht passt. Alles andere wäre einfach nur egoistisch.

    Naja, eigentlich schwanke ich ja immer noch zwischen Husky und DSH.

    DSH sind leicht zu erziehen und gut in Wohnungen zu halten. Der Nachteil ist, dass sie nicht zwangsläufig für ihre Verträglichkeit bekannt sind und außerdem fremde Menschen meistens nicht so prall finden. Die beiden, die ich kenne sind verträglich, aber der Rassestandard sagt hier ja auch was anderes :ka:

    Huskys sind grundsätzlich verträglich mit Mensch und Hund und freundliche und offene Tiere. Der Nachteil ist, dass sie schwerer zu erziehen sind und Jagdtrieb haben.

    Da mir die Verträglichkeit eigentlich das wichtigste ist, tendiere ich daher eher zum Husky. So der Gedankengang.

    Du liest echt konsequent nur die Hälfte, oder? Der DSH neigt deutlich mehr zum Wachen, Schützen als ein Spitz, ist mit fremden Menschen üblicherweise deutlich weniger nett und auch mit Hunden eher unverträglich. Der Husky ist aber nicht der grundsätzlich alles liebende Hippie für den du ihn hier machen willst. Im der eigenen Familie ist er super sozial, aber das heißt noch lange nicht, dass er fremde Hunde generell toll findet.

    Ernsthaft, ich packs einfach nicht. Lies doch mal alles. Die Leute hier haben doch nichts gegen dich oder dagegen, dass du weiter nen Hund hältst (auch wenn ich persönlich bezüglich der Vorgehensweise leicht entsetzt bin), aber du redest dir halt schon wieder alles schön, noch bevor der Hund überhaupt da ist.... Das ist unfassbar, echt. Du brauchst keinen DSH und auch keinen Husky. Nimm einen NETTEN, EINFACHEN Hund. Einen Spitz oder Eurasier zum Beispiel. Auch wenn man Eurasier nicht vom Vermehrer nachgeworfen bekommt, dann muss man halt mal ne Weile auf den passenden Wurf warten.

    Sorry, aber wenn man euch so zuhört, klingt das ja so als wäre sowieso JEDER Hund unverträglich. Ich frage mich wo die ganzen bösen Hunde sind? Kein Hund, den ich persönlich kenne ist unverträglich. Fast alle Hunde, denen ich auf der Straße begegnet bin, als Boomer noch nett war waren verträglich und durften Hallo sagen. Und wie hier schon erwähnt wurde, es gibt viele Huskys in Wien. Ist ja nicht so, als wäre ich der einzige Mensch mit dem Wunsch.

    Nicht jeder Hund ist unverträglich. Aber auch nicht jeder Hund ist so unglaublich verträglich, dass es ihm Spaß macht fremde Hunde zu treffen oder auf Hundewiesen rumzulaufen. Die meisten Hund sind eingeschränkt verträglich, mit gewissen Hunden.

    Ein Husky ist absolut keine Hunderassen für ein bisschen Gruppengassi, kann üblicherweise nicht abgeleint werden und jault dir mit ein bisschen Pech das Haus zusammen, wenn er mal 10 Minuten allein ist. Ich raffs echt nicht. Es gibt wesentlich geeignetere langhaarige Hund mit spitzen Ohren. Nimm wenns denn sein muss nen Spitz oder Eurasier, aber um Himmels Willen keinen Husky. Das ist sowas von NICHT der Typ Hund, der zu deinen Vorstellungen passt.

    Und ich war wirklich so blöd und dachte ich gebe dem Forum noch mal eine Chance, weil beim letzten mal ein paar nette User dabei waren.
    Sehe schon, ist sinnlos.

    Danke für die Tipps zur richtigen Sozialisierung am Anfang. Zum Rest sag ich mal gar nix.

    Sorry, das ist wirklich einfach nur dumm. Nach dem Debakel mit dem Akita hättest du schon was lernen können. Welcher Verehrer oder Freund hat dir denn diesmal erzählt, dass Huskies super einfach und nett sind? Info: sind sie nicht.

    Ich halte es eher mit Qualität vor Quantität. Der Hund muss nicht jede erdenkliche Situation kennenlernen, nur eine Auswahl an Situationen sehr positiv erleben und lernen, dass er nicht hilflos ausgeliefert ist. Dass er nicht gezwungen wird, aber eine sichere Rückendeckung hat, mit der er sorglos ausprobieren kann. Kontakt mit ausgewählten Hunden jedes Alters und verschiedener Größe (meine Enya hat zum Beispiel Angst vor Welpen und kleinen Hunden, daher würde ich da beim nächsten Welpen drauf achten), aber nicht immer in Form von wildem Spiel, sondern auch mal nur aus näherer Distanz gucken und entspannen. Was die anderen geschrieben haben, ist schon gut, der Hund sollte kennenlernen, was zu seinem Alltag gehören wird. Wenn der Alltag natürlich aus dem Leben in der Einöde ohne Abwechslung besteht, sollte man sich trotzdem überlegen, den Hund gewissen Situationen auszusetzen, die mal wichtig sein könnten (also Stadt, Verkehr, evtl ÖV), aber übertreiben sollte man es nicht. Positiver Kontakt mit verschiedenen Menschen mit unterschiedlicher Kleidung, aber auch da nicht immer Party, sondern auch mal nur aushalten und zugucken.

    Ich denke eine Wissenschaft muss man da nicht draus machen, wenn man dem Hund einfach seinen zukünftigen Alltag zeigt, wird man normalerweise schonmal auf einem guten Weg sein.

    Hm, The Education of Will gibt's auch als Hörbuch, leider nur auf Englisch. Finde ich auch ganz gut, auch wenns da natürlich auch viel um Patricia McConnell selbst geht, nicht nur um den Hund. Ansonsten The Power of Positive Dogtraining von Pat Miller, ist aber eher oberflächlich (im Sinne von positive Verstärkung für Anfänger). Beides gibt's auf Audible. Ansonsten kenne ich leider keine Hörbücher. Es gibt aber gute Podcasts, zum Beispiel Drinking from the toilet.

    Ich glaube nicht, dass man da sagen kann "so und so sind Auslandshunde". Klar kann es ähnliche Baustellen geben, oft eben die Angst vor Männern und dem, was das Leben in der Stadt mit sich bringt. Aber trotzdem fügt sich jeder Hund unterschiedlich gut in ein Leben hier ein und für manche wäre es (meiner Meinung nach) besser, wenn man sie nicht aus naiv verklärter Tierschutzsicht nach Deutschland zu Hundeanfängern in der Großstadt karren würde, nur um sie zu retten.

    Enya war anfangs extrem ängstlich, kannte gar nichts, hat geschrien und sich angepinkelt, wenn man sie angeschaut oder angesprochen hat. Das hat sich innerhalb relativ kurzer Zeit aber deutlich gebessert. Die ersten Wochen haben wir nur im Garten verbracht, dann konnten wir den immer gleichen Minispaziergang starten und den langsam immer weiter ausdehnen.

    Bei Menschen war sie lange sehr unsicher, das hat sich aber so weit gebessert, dass sie jetzt als Therapiebegleithund ausgebildet ist und ihre Arbeit liebt.

    Sie ist völlig alltagstauglich und kann überall mitkommen. Von der Grundstruktur ist sie aber immer noch unsicher und negative Erfahrungen speichert sie sofort und sehr nachhaltig, wenn wir nicht sofort wieder dagegen arbeiten.

    Wenn ich einen schlechten Tag habe (ich hatte in letzter Zeit viel mit Depressionen und Angststörungen zu tun), spiegelt sie extrem und beim kleinsten Hauch von Ungeduld und genervtem Verhalten meinerseits, fängt sie an mich zu meiden. Obwohl dieser Hund mir sehr vertraut und wohl alles für mich tun würde, damit kommt sie einfach nicht klar. Wenn man Druck irgendeiner Art ausübt, bricht sie total weg und macht einfach gar nichts mehr. Wenn man sie aber fordert und ihr etwas zutraut, wächst sie über sich hinaus. Sie ist inzwischen ein echter Vorzeigehund, für den ich oft Komplimente oder "wo bekomme ich so einen Hund?" Kommentare bekomme :emoticons_look:

    Wenn ich also von ihr ausgehe, würde ich "so einen" Hund nur sehr geduldigen, ausgeglichenen Leuten empfehlen, die sich mit Markertraining auskennen und ohne Einschüchterung oder körperliche Gewalt arbeiten. Die nicht zu viel vom Hund erwarten, wo er nicht gleich "funktionieren" muss und die trotzdem viel mit dem Hund arbeiten und nicht nur hoffen, dass er irgendwann von selbst drauf kommt, dass die Welt eigentlich okay ist. Das wäre bei Enya nämlich ziemlich sicher nicht passiert.

    Der Punkt ist aber, diese Hunde sind einfach völlig unterschiedlich. Bei Enya ist zum Beispiel kein HSH enthalten, insofern fallen da viele potentielle Baustellen einfach weg und sie ist auch ein anderer Typ Hund. Allein ihre Schwester ist aber völlig anders als sie, die war von Anfang an viel entspannter und hat sich problemlos ins Großstadtleben eingefügt. Dafür scheint sie auch wesentlich bequemer und nicht so interessiert am Arbeiten zu sein. Mein Hund wärs nicht.

    Ich liebe meine Enya über alles, sie ist der perfekte Hund für mich und sie ist absolut einzigartig. Und ich gebs zu, müsste ich mich zwischen ihr und meinen anderen Hunden entscheiden, würde ich keine Sekunde nachdenken (obwohl ich die anderen auch unheimlich liebe und niemals hergeben würde). Aber würde ich für sie/einen ähnlichen Hund Werbung machen? Eher nein. Die braucht schon einen sehr speziellen Typ Mensch und ich wüsste aus meinem Bekanntenkreis fast niemanden, der mit ihr (nicht nur in der Anfangszeit, sondern auch jetzt) glücklich würde. Klar gibt es solche Menschen, aber wenn würde ich nur speziell an die herantreten und alles genau schildern (setzt natürlich voraus den Hund zu kennen), nicht überall erzählen wie toll Enya ist. Und Werbung machen wie toll Enya ist, könnte ich gut xD Ich käme vermutlich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus.

    Das Problem ist ja.... Ob du moralisch in Recht bist und ob das Verhalten der RS Besitzerin bescheuert ist, ist völlig irrelevant. Rechtlich gesehen hast du einfach die Arschkarte, wenn jemand die Hand in deinen Garten steckt und gebissen wird. Und wenn der RS an dem Tor von DEINEM Hund gebissen worden wäre, wärst Du dran, auch wenn Du mit dem Fuß aufstampfst und sagst, dass kein fremder Hund an Deinem Zaun was zu suchen hat. Und mit vorangegangenen Vorfällen ist dann halt auch einfach ganz schnell der Hund der Leidtragende. Also hör auf mit selbstgerechtem "ich hab aber nichts falsch gemacht", das bringt dir im Fall der Fälle nämlich gar nichts.