Bei Enya habe ich es damals so gemacht. Extrem viel geklickert und Tricks geübt und das war auch in Ordnung. Sie war sehr ängstlich und das hat ihr Selbstbewusstsein gegeben. Sie neigte auch nie ansatzweise zum Überdrehen. Die kannte dann auch super schnell hunderte von Wörtern und Tricks.
Also klar, kann man bei einem Hund machen, der kein Problem mit dem zur Ruhe kommen hat. Aber das so zu machen hat halt keine Vorteile, denn Signale lernen kann Hund in jedem Alter. Die wichtige Zeit des ersten "Leben und Welt kennenlernen und vor allem damit umgehen lernen", die bekommt man nicht zurück. Langeweile aushalten lernen, jederzeit entspannen können. Das ist später zwar auch möglich, aber viel langwieriger.
Ich hab das aus Gründen danach bei keinem Hund mehr so gemacht (auch wenn Enya immer das größte Lob für ihre Bravheit und alles bekommt und jeder wissen will, wie man sowas hinkriegt). Im Endeffekt will ich einen glücklichen, umweltsicheren Hund und da verändern sich die Prioritäten im Laufe der Zeit einfach. Sie war genau wie Lumi mein Assistenzhund, aber mit seinem Weg war ich im Endeffekt deutlich glücklicher.
Was um Himmels willen nicht heißt, mach nichts mit dem Hund. Es heißt nur, mach dir das Leben einfacher, setz die Prioritäten richtig. Und lass dir von niemandem erzählen, dass Hund bis Zeitpunkt X soundsoviel können muss. Orientier dich an deinem Hund. Und, wie gesagt, Welpen/junge Junghunde brauchen niemals das, was der Mensch unter "Auslastung" versteht.