Beiträge von Vrania

    Nur fürs Protokoll. Es ist auch nichts verloren, wenn man den Hund erst später abholen kann. Lumi zog mit 13 Wochen aus, zwei seiner Geschwister erst mit 16, weil sie ins Ausland gingen. Die sind alle extrem entspannte, coole Hunde geworden.

    Natürlich sind sie auch ziemlich optimal aufgewachsen und haben sehr viel im richtigen Maß sehr positiv kennengelernt und einzeln neue Erfahrungen machen dürfen. Und Huskys sind generell sehr umgänglich, da gab es auch wenige Konflikte unter den Geschwistern.

    Mag in vielen Fällen nicht so toll sein, gerade wenn die Aufzucht nicht optimal ist, ist das natürlich Gift. Aber das muss einfach auch nicht bedeuten, dass du jetzt einen Nachteil hast, der nicht aufzuholen wäre oder irgendwas in der Art. Hunde sind anpassungsfähig und lernen ein Leben lang.

    Ich würde einfach mal ganz entspannt durchatmen. Das ist ein gestresster Junghund, der seinen Stress noch nicht regulieren kann, ohne dabei aufzudrehen und überall rein zu schnappen. So weit, so normal. Hier kamen gute Tipps, im Sinne von Gitter, weniger um den Hund kreisen, weniger erwarten. Das größte Missverständnis (dank eurer Trainerin): Welpen/Junghunde in dem Alter brauchen KEINE extra Auslastung. Die sind mit einfach nur existieren, den Alltag und die Welt kennenlernen, ausgelastet genug. 5-10 Minuten trainieren ist viel. Man kann das ein, zweimal die Woche machen, aber mehr ist echt nicht notwendig. Alles andere ergibt sich im Alltag.

    Mein aktueller Zwergi ist grad 10 Monate alt und soll (hoffentlich) Assistenzhund werden. Außer Rückruf, Sitz und ein paar Sachen, die er sicher auch im Alltag aufgeschnappt hat, kann/muss der nix außer chillen, schauen, dabei sein. Für alles andere hast du ein ganzes Hundeleben lang Zeit. Wir gehen einmal am Tag richtig spazieren, manchmal noch ne kurze Runde durchs Dorf, das wars. Er war auch so ein kleiner Schnappi (und komplett unfähig mit Frust umzugehen) als er eingezogen ist, aber mit einfach nur Stress reduzieren und nichts verlangen hat sich das sehr schnell erledigt.

    Ich finds allerdings leicht übertrieben, wenn Leute dann schreiben, das und das sei selbst für ihre erwachsenen Hunde zuviel und sie würden die Wände hochgehen - hä? Wenn dem wirklich so ist (und es nicht um absolute Ausnahmen (krank/traumatisiert) geht, würde ich mir überlegen, ob ich qualifiziert bin, Tipps im Internet zu geben.

    Ich nehme es mir auf jeden Fall zu Herzen und lasse den kleinen Mann jetzt einfach mal „chillen“.

    Bisher hatte ich tatsächlich nicht den Eindruck, dass es SO VIEL zu viel ist, aber kann natürlich sein. Daher bleibt ja nur, jetzt das absolute Gegenteil auszutesten. Ich finde es schwierig, den Grat zwischen Über- und Unterforderung auszubalancieren. Vor allem, so habe ich es zumindest oft gelesen und gehört - ob nun von anderen Hundehaltern, Trainern, auf Instagram, hier oder in anderen Foren - soll ja zumindest sowas wie Impulskontrolle und Frust auch schon früh „trainiert“ werden. Genauso eben wichtige Signale, die einfach der Sicherheit des Hundes dienen. Jetzt dann so auf quasi zero Training zu gehen, erscheint mir vielleicht aus diesem Grund einfach sehr extrem. Aber ich bin offen dafür, es mal ruhiger angehen zu lassen.

    Dass es auch für erwachsene Hunde zu viel sein soll, erschien mir auch irgendwie krass, weil wir würden ihn durchaus schon gerne mal mit zu längeren Wanderungen nehmen oder auch mal mit ihm Radfahren und auch sowas wie Mantrailing sind wir nicht abgeneigt. Das heißt natürlich nicht, dass all das innerhalb einer Woche und immer und immer und immer wieder passieren muss, aber so wie es sich hier liest, ist ja allein der Weg dahin schon zu viel 😅 Da will ich einfach mal hoffen, dass das vielleicht ein wenig übertrieben war :)

    "Frust" (oder auch die vielzitierte Frustrationstoleranz) muss man nicht trainieren. Ein Hund muss im Alltag ganz natürlich und immer wieder Frust aushalten. Das ergibt sich einfach. An den Stellen, wo es passiert, unterstützt und lenkt man den Hund. Aber ihn zusätzlich frustrieren, im Sinne von Training und "du musst das aushalten" ist einfach nur kontraproduktiv. Ganz ähnlich ist es mit Impulskontrolle. Ein Hund hat nur ein begrenztes Maß davon und das nutzt sich im ganz normalen Alltag (je stressiger desto mehr) ab. Also traineriert es sich am besten auch ständig ganz nebenbei im Alltag - jedes Mal, wenn er eine Sekunde zu euch schaut, statt sofort auf den anderen Hund zuzurennen. Jedes Mal, wenn er den Keks auf der Straße nicht sofort inhaliert, sondern sich abwendet und jedes Mal, wenn er sich nicht in die Leine schmeißt, um zu der toll riechenden Stelle zu kommen. Jedes Mal, wenn du den Futternapf hinstellst und er sich einen Moment zurücknimmt. Das nutzt du und belohnst es großzügig. Je älter der Hund wird (abgesehen von pubertären Aussetzern :D ) desto besser lernt der Hund seine Impulse zu kontrollieren. Klar kann man auch MAL diese gezielten Übungen machen, aber das ist nichts, was im Leben von einem jungen Hund wirklich Priorität hat.

    Was die wichtigen Signale angeht - ich brauche nicht mehr als einen Rückruf/eine Umorientierung, ein Tauschen (oder Aus) und ein Warte. Alles andere ist an der Basis nice to have aber wirklich nicht lebensnotwendig. Und ganz viel passiert auch einfach ganz nebenbei. Dass man Trainingseinheiten von X Minuten für Signal Y mit Z Wiederholungen braucht, ist Unsinn. Und wie gesagt, das sind Sachen, die der Hund noch sein ganzes Leben lang lernen kann.

    Ich würde einfach mal ganz entspannt durchatmen. Das ist ein gestresster Junghund, der seinen Stress noch nicht regulieren kann, ohne dabei aufzudrehen und überall rein zu schnappen. So weit, so normal. Hier kamen gute Tipps, im Sinne von Gitter, weniger um den Hund kreisen, weniger erwarten. Das größte Missverständnis (dank eurer Trainerin): Welpen/Junghunde in dem Alter brauchen KEINE extra Auslastung. Die sind mit einfach nur existieren, den Alltag und die Welt kennenlernen, ausgelastet genug. 5-10 Minuten trainieren ist viel. Man kann das ein, zweimal die Woche machen, aber mehr ist echt nicht notwendig. Alles andere ergibt sich im Alltag.

    Mein aktueller Zwergi ist grad 10 Monate alt und soll (hoffentlich) Assistenzhund werden. Außer Rückruf, Sitz und ein paar Sachen, die er sicher auch im Alltag aufgeschnappt hat, kann/muss der nix außer chillen, schauen, dabei sein. Für alles andere hast du ein ganzes Hundeleben lang Zeit. Wir gehen einmal am Tag richtig spazieren, manchmal noch ne kurze Runde durchs Dorf, das wars. Er war auch so ein kleiner Schnappi (und komplett unfähig mit Frust umzugehen) als er eingezogen ist, aber mit einfach nur Stress reduzieren und nichts verlangen hat sich das sehr schnell erledigt.

    Ich finds allerdings leicht übertrieben, wenn Leute dann schreiben, das und das sei selbst für ihre erwachsenen Hunde zuviel und sie würden die Wände hochgehen - hä? Wenn dem wirklich so ist (und es nicht um absolute Ausnahmen (krank/traumatisiert) geht, würde ich mir überlegen, ob ich qualifiziert bin, Tipps im Internet zu geben.

    Also für mich liest sich das, als würdest du eigentlich nach einem "es ist okay sie abzugeben, mir wächst das über den Kopf" suchen.

    Und ja, wenn sie gesundheitlich GRÜNDLICH durchgecheckt ist und sich nicht ein behandelbarer körperlicher Grund findet, bitte such ihr ein Zuhause, in dem sie nicht in diesem wahnsinnigen Dauerstress leben muss und zur Ruhe kommen kann. Mit Management macht man es leichter und der Hund kann zumindest ein bisschen entspannter leben, aber das klingt für mich halt trotzdem überhaupt nicht nach einem SCHÖNEN Leben.

    Meine Hündin habe ich abgegeben, weil ich sie sehr liebe und sie mit unseren veränderten Umständen absolut unglücklich und gestresst war. Aber sie war nicht mal ansatzweise so durch mit den Nerven wie deine Hündin, sie war einfach nicht mehr glücklich und daran konnte auch viel Management nichts ändern. Das hat mir absolut gereicht zu sehen, dass ich ihr nicht mehr das Leben bieten kann, das sie verdient hat und dann sollte man imo zum Wohle des Hundes entscheiden, selbst wenn es einem das Herz zerreißt.

    Edit: Und den Vorschlag sie für das Markieren zu bestrafen finde ich extrem unfair. Das ist ein Hund, der mit Dauerstress und ständiger Überforderung lebt und dessen Bedürfnisse nicht erfüllt zu werden scheinen. Der hat keine andere Möglichkeit und tut das bestimmt nicht, weil er irgendwen provozieren will oder sonst was in der Art.

    Das Gehirn kann unfassbar krasse Sachen lernen, wenn es darauf angewiesen ist etwas zu kompensieren. Es gibt ja nicht wenige blinde Menschen, die mit Hilfe von Schall orientieren, auch wenn das natürlich trainiert werden muss. Aber in der Hinsicht halte ich wenig für unmöglich. Ich finde es völlig plausibel. Das kategorisch abzulehnen, obwohl Hundeohren viel empfindlicher und beweglicher sind, finde ich recht verwirrend. Ja, grundlegend ist die Verarbeitung ähnlich, aber von den Voraussetzungen her ist das ein echt schlechter Vergleich.

    Ob das sinnvoll und praktikabel für die Fragestellung ist, weiß ich nicht, aber ich würde da einfach grundlegend am Radius, an der Orientierung, Handzeichen und einem bombenfesten Stop Pfiff arbeiten. Und ja, so ein Hund (oder auch jeder Hund in dem Alter, der wegen Knete im Kopf nicht zuverlässig zurückgerufen werden kann) wäre bei mir erstmal an der Schleppleine.

    Ich suche schon länger eine weiche Fettlederleine, schön wäre es wenn man sie mit ein paar Wünschen anfertigen lassen kann, ist aber kein muss.

    Wichtig ist, dass sie schwere Hunde aushalten muss und dass eine Gravierung/Beschriftung der Leine möglich sein muss. Hat jemand Ideen?

    Die imo besten, schönsten Fettlederleinen hat Modler. Ich weiß allerdings nicht, ob die auch was eingravieren können.

    "Oh, ein Mali. Nein, das ist kein Husky, die sehen ganz anders aus, viel mehr Fell und die Farbe, da wurden sie betrogen. Ja, ich weiß das ganz genau, mein Mann hat auch einen Mali gehabt." Sohn von ihr kommt dazu, sie mit strahlenden Augen: "Guck mal, weißt du, was das für eine Rasse ist???" Er, verwirrt: "Ein Husky?" Und der ganze Monolog nochmal von vorne.

    Ich würde das allein machen. Ich hab Lumi ja oft bei Rehas/Krankenhausaufenthalten dabei, aber da sind dann halt auch keine anderen Hunde. In den wenigen Kliniken, in die man mit Familienhund kann, sind sehr viele Hunde, es ist oft laut und stressig, da hätte ich kein gutes Gefühl den Hund ständig allein zu lassen. Und er darf ja (im Gegensatz zu anderen Hunden) auch bei vielen Sachen dabei sein und ist generell sehr cool mit allem. Außerdem muss man (zumindest hier in Österreich) die Anwendungen mehr oder weniger alle mitmachen oder medizinische Gründe haben, wenn was nicht geht. Ist ja auch klar, ist ja kein Urlaub auf Krankenkassenkosten. Aber sowas tut schon gut (hat mein Mann gelegentlich gemacht), für 5 Tage würde ich mir einfach eine Unterbringung für den Hund suchen. Da muss man sich hin und wieder auch mal priorisieren.

    Lumi ist hier der einzige Hund, der fremde Menschen nicht grundsätzlich uninteressant bis blöd und gruselig findet und deswegen auch der einzige Hund mit Kobtakt zu Fremden. Bei den anderen blocke ich das rigoros und ohne lange Erklärungen ab.


    Er mag viele Menschen (meistens die, die mir auch eher sympathisch sind) und liebt Kinder. Er hat als Assistenzhund aber natürlich gelernt, diese meistens komplett zu ignorieren.

    Wenn jemand aber nett fragt und es mir halbwegs gut geht, sage ich in der Regel, dass Lumi Hallo sagen darf, wenn er möchte (also "sag Hallo" ist unsere Freigabe dafür, auch wenn er im Dienst ist). Da freut er sich und geht mal abschnüffeln und schlabbert auch mal vorsichtig durchs Gesicht, wenns auf Lumihöhe ist. Streicheln mag er halt generell nicht wirklich, dann geht er einfach. Ein bisschen kraulen findet er aber je nach Sympathie gut. Für ihn ist das aber total unspektakulär, an seinem Aufregungslevel ändert sich da wenig bis gar nichts.

    Wenn ich auf Reha oder im Krankenhaus bin, darf er oft vielen Leuten regelmäßig Hallo sagen, das macht die meisten glücklich und ihn auch.. und wenn er merkt, dass es jemandem gerade sehr schlecht geht, bietet er auch gern von sich Kontakt an.


    Ich muss aber sagen, dass ich als ich zum ersten Mal bei Lumis Züchterin war, extrem begeistert von seiner ganzen Familie war. So nette, zugewandte Hunde, die aber nicht drüber im Kontakt waren, sondern höflich und sanft und den Kontakt sofort richtig genossen habe, hatte ich in der Art bis dahin nicht gesehen. Lumi hat auch viel davon, auch wenn er mit seiner "streicheln und kuscheln ist überbewertet" Einstellung ein bisschen aus der Art geschlagen ist :D