Beiträge von Vrania

    Gott sei Dank habe ich nicht ganz so krasse Geschichten.

    Einmal war ich mit Lumi durchs Dorf unterwegs, als direkt neben uns eine Tür aufgeht und die Bewohnerin ihren Dobermann und Hovawart aus der Tür rennen lässt. Die stürzten sich (nicht extrem aggressiv, aber sehr machomäßig und so, dass es kurz vorm Kippen war) sofort auf Lumi, der Panik bekommen hat. Die Leine musste ich fallen lassen, weil sich sofort ein verwickelte Hundeknäul bildete. Lumi raste dann mit hängender Leine los, die beiden anderen Hunde hinterher, quer durchs Dorf in Richtung Hauptstraße. Ich habe gerufen und er wollte auch zu mir kommen, aber die Hunde haben ihn weiter gejagt. Gott sei Dank bog er dann irgendwann nach einer Kurve in einen Garten ab und die Frau hat es endlich geschafft ihre Hunde einzusammeln.

    Ich hatte richtig Puls und hab ihn dann ruhig eingesammelt und beruhigt und dann hatte ich erstmal ne Panikattacke 😅 Danach hatte er erstmal massiv Angst vor fremden Hunden und das kurz vor seiner Assistenzhundeprüfung.


    Und dann ist er einmal mit Vollspeed gegen einen Bauzaun gerast, den er erst im letzten Moment gesehen hat und weil er nicht mehr bremsen konnte, versucht hat, darüber zu springen. Das ging natürlich nicht, der Zaun war sicher 2,5m hoch, also knallte er mit voller Wucht dagegen und der Zaun kippte mit ihm um. Er hatte mehrere tiefe Schnitte im Gesicht und hat fies geblutet. Gott sei Dank hat er die Augen knapp verfehlt 🙈

    Der Zwergpudel von meiner Freundin ist Assistenzhund. Der kann allein bleiben und ist unerschrocken. Der hätte zwar gar keinen Bock auf fremde Menschen, die ihn angrabbeln, aber das ist ja individuell sehr unterschiedlich.

    Ich würde eher beim Mann ansetzen. Wo ist das Problem mit nem Kleinhund rauszugehen? Ich würde an der Stelle an sowas wie einen Havaneser denken. Die erlebe ich als offen, freundlich, unkompliziert. Weniger hüpfig als Pudel. Man muss dem Tier ja kein rosa Glitzerhalsband anlegen und ihm Schleifchen ins Haar flechten.

    Ich bin im Moment sehr stolz auf das Zwergenkind. Er ist im Haus wundervoll entspannt, kann immer besser kurze Zeiten allein bleiben und er ist so geduldig geworden, keine Spur mehr vom dem Dauerfrust und überall reinhacken vom Anfang.

    Am Wochenende waren wir mit meinen Freundinnen mit ihm in einer Konditorei zum Kaffeetrinken, sein 2. Mal bisher (und beim ersten Mal war es quasi leer und nur sehr kurz). Wir saßen ziemlich im Durchgang, mangels anderer Tische und es war sehr voll, aber er hat das so unglaublich gut gemacht. Hat sich sofort unaufgefordert zwischen meine Beine gesetzt und alles aufmerksam (und ein bisschen unsicher am Anfang) beobachtet. Nach kurzer Zeit hat er sich dann zwischen meinen Beinen hingelegt und ganz entspannt geschaut und zwischendurch gedöst. Lumi war auch dabei, der ist natürlich Profi (hätte sich aber eigentlich gern mitten in den Durchgang gelegt und ausgebreitet, damit auch ja alle Menschen über ihn steigen müssen 😂), aber bisher hab ich mich noch nicht mit beiden Hunden in solche Situationen getraut und ich war wirklich begeistert, wie gut das gelaufen ist.


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    Vorneweg: Ich bin chronisch krank und alle hunde lernen hier schnell dass es mal Tage oder sogar Wochen wenig Action gibt.

    Bedeutet ganz stumpf: an Tagen an denen es mir gut geht, wird Zeug gemacht. An Tagen an denen es mir nicht gut geht, wird gechillt. Extra Beschäftigung gibt es dann nicht wirklich, aber ich habe auch einen Garten und zwei Hunde und Tür aufmachen und die zwei im Garten ihr Ding machen lassen geht dann meistens doch. Wenn nicht übernimmt der Mann das.

    Das ist hier ungefähr genauso. Nur ohne Garten. Aber wir fahren dann zu ner Wiese und die Hunde daddeln und ich sitze rum. Das geht meistens und sonst darf der Mann das übernehmen. Für die Hunde ist das 0 Problem, die mögen unsere Couchkuscheltage und schlafen und träumen dann ganz viel. Obwohl man Huskys und deren Mixen ja gerne nachsagt, dass sie so krass viel Bewegung brauchen... meinen hat das niemand gesagt. Auch Mister Husky/Aussie Mix (der bei Einzug ein kleines kreischendes Frustmonsterchen war) mit seinen 8 Monaten kann das inzwischen richtig gut und dreht keineswegs durch, wenn wir mal sehr wenig Programm für ein paar Tage haben. Eher im Gegenteil, er braucht die Zeit sowieso, um unsere normalen Ausflüge und neue Situationen richtig zu verdauen.

    Dafür sind wir an guten Tagen dann auch sehr ausführlich unterwegs.

    Ehrlicherweise sehe ich den Unterschied zwischen Terrier reinrassig und Terrier x Terrier nicht. Die sind sich doch recht ähnlich und die individuellen Unterschiede dürften da doch fast größer sein als zwischen den Rassen.

    Bei Jagdterriern? Ne, das ist eine komplett andere Klasse im Vergleich zu nem Jack Russell. Ich kenne die nur als kleine Ausgeburten der Hölle, größenwahnsinnig ist gar kein Wort dafür, und das sind die, bei denen NICHT versucht wird, sie als nette Senioren- oder Familienhunde zu halten.

    Lass einfach alles, was du an Auslastung und Training machst. Schon gar kein Boxentraining. Du brauchst nichts davon momentan. Wenn die Hundetrainerin dir zu diesen Sachen geraten hat, ist sie nicht gut oder hat keine Ahnung von den Bedürfnissen von Welpen. Für Clickern und Denkspiele hast du noch ein Hundeleben lang Zeit. Mein aktueller Zwerg ist jetzt 8 Monate alt und fängt jetzt langsam an ein bisschen spaßiges Lernen zu lernen. Habe ich bei meinem letzten auch so gemacht, der ist jetzt zertifizierter Assistenzhund. Signale lernen kann der Hund immer. Die erste Zeit ist es 1000x wichtiger die Welt zu entdecken, den Alltag zu lernen, Vertrauen aufzubauen, einfach nur ein Hundekind zu sein. Es gibt so viele Sachen, die für einen Welpen total neu sind, die lasten den Kopf unglaublich aus.

    Außerdem ist dein Welpe krank. Der braucht gerade wirklich nichts außer Ruhe, Nähe und Sicherheit ohne irgendwelche Ansprüche an ihn. Mein Großer hatte als Welpe leider auch Giardien, die fangen sich die leider so leicht ein. Wir haben da viele viele Monate gebraucht, um den Darm wieder aufzubauen und Normalität rein zu bringen.