Beiträge von Vrania

    Reha nach sowas sollte absolut nicht verhandelbar sein, mach bitte keine Kompromisse mit deiner Gesundheit. Man kann nicht gut für seinen Hund sorgen, wenn man sich nicht zuerst um sich selbst kümmert.

    Rehas mit Hund sind in aller Regel Stress für die Hunde. Gerade einem alten Hund würde ich das auf keinen Fall antun, vor allem nicht, wenn ich eine so viel bessere Lösung (liebevolle Versorgung durch eine Vertrauensperson) habe. Mein Assistenzhund begleitet mich oft zu Reha, aber dort ist er dann der einzige Hund im Haus (nicht den ganzem Tag Gebell rundum), darf much zu Therapien begleiten (deutlich weniger Alleinzeit - das ist sonst oft sehr lang und mit vielen kurzen Unterbrechungen, was für viele Hunde besonders schwierig ist) und er ist halt dafür ausgebildet und kennt das gut. Zu einer "Reha mit Hund" würde ich ihn nicht mitnehmen, weil das mit den anderen Hunden, die teilweise nicht besonders nett oder entspannt sind, einfach Stress wäre.

    Außerdem unterschätzt man glaub ich leicht, welche Zusatzbelastung es für einen selbst sein kann, sich noch um den Hund zu kümmern nebenbei. Reha ist meistens wirklich anstrengend und man ist einen guten Teil des Tages beschäftigt - und soll sich den Rest der Zeit auch bewusst zum Ausruhen nehmen.

    Ich glaube da ist der "Urlaub" bei deiner Trainerin deutlich entspannter für alle Parteien.

    Nein. Den Welpen in die Box sperren ist niemals die richtige Antwort. Und nebenbei bemerkt auch verboten.

    Wie ist sonst so euer Tagesablauf? Wie alt sind die Kinder? Wieviel schläft er denn?

    Welpen haben über den Tag viele auch längere Wachphasen, in denen sie toben, spielen und erkunden wollen. Hat er dazu Gelegenheit?

    Geschadet hat es meinen früheren Hunden nicht, dass sie früh viele Signale gelernt haben. Und Hunde drehen von ein paar Minuten Training am Tag auch nicht durch - WENN halt der Rest passt. Ich denke, da hast du schon sehr gute Hinweise bekommen. Vor allem frei erkunden ist einfach mega wichtig. Und nicht alles durchplanen, einfach mal ganz entspannt leben, ohne einen Stundenplan für den Hund zu machen.

    Meine letzten beiden Welpen (aktueller Zwerg ist bald 7 Monate alt, der andere 3 Jahre und mein Assistenzhund) haben aber tatsächlich die ersten Monate gar kein Training im eigentlichen Sinne gehabt und so werde ich es auch in Zukunft immer machen. Nicht weil das schaden würde, sondern weil das einfach eine sehr niedrige Priorität hat. Mit dem Welpen Sachen erleben, erkunden und eine gute Beziehung aufbauen ist viel wichtiger. Selbstbewusstsein und Körperwahrnehmung spielerisch üben ist wichtiger. Tricks lernen kann jeder Hund in jedem Alter in kurzer Zeit, aber die beste Chance dem Hund die Welt als einen sicheren, tollen Ort zu zeigen, hat man nunmal im ersten Lebensjahr.