Beiträge von Esiul

    Ich trage im Winter so eine Art Skihose mit Besatz, bei mehr als -10° noch eine lange Unterhose darunter. Dazu dann eine alte Skijacke und mehr oder weniger Schichten darunter. Für die Beine dicke Thermostiefel. (Lebe aber auch in Tirol...)

    Im Sommer: Dünne Sommerreithose, beim Ausreiten Reitstiefletten mit Stiefelschäften, zum Training Lederstiefel.

    Meine war mit 2 1/2 eine fürchterliche Arschkrampe. Mit 3 hat sie entdeckt, dass man seine Meinung nicht nur mit Hufen, sondern auch mit Zähnen untermalen kann. Mit 4 hat sie unserer Trainerin das Knie krankenhausreif zugerichtet. Mit 5 hat sie das Buckeln für sich entdeckt. Mit 6 wurde sie vernünftig, mit 7 wurde sie meins, seit sie 8 ist, ist sie das bevorzugte Reitpony aller Kinder im Stall und außerdem ist sie sehr kuschelig und süß. Jetzt ist sie 9.

    Weniger hunde- sondern eher pudelgeschädigt: Wenn du Leute aus dem Schäferverein damit schockierst, dass du das Fell deines Hundes ausbürstest, wenn ihr gemeinsam am Sofa liegt. Ich hab mir da bisher eher wenig Gedanken grmacht, was das bei anderen Hunden für eine Haar-Katastrophe am Sofa und im gesamten Wohnzimmer auslösen würde...

    Ach, so Insta-Sternchen haben auch Vorteile. Eine Stallkollegin hat mal einer ihr Pferd fürs Photoshooting geliehen. Die hat dafür so viel bezahlt, dass der 280€-Spezial-Therapiebeschlag, der am Tag davor auf die Hufe genagelt worden war, bezahlt war.

    Zwar kein Hund, aber: Ich habe ein Pferd, bei dem die Liebe erst wachsen musste. Anfangs hat sie zwar nicht mir gehört, aber ich habe mit ihr gearbeitet und ich kommte sie nicht wirklich leiden. Seltsam sensibel und unfassbar stur, mit einem Hang dazu, mich zu treten, wenn ihr irgendwas nicht passte. Zwei Jahre lang habe ich dieses Pferd betreut, weil ich mich gut mit der Besitzerin verstanden habe und es ein reitbares Pferd war. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mich insgeheim gefragt habe, wer so ein Mistvieh wohl kaufen würde. Versteht mich nicht falsch, ich habe sie nicht schlechter behandelt deswegen, aber direkt gemocht habe ich sie nicht. Ich habe sie als Herausforderung gesehen, an der ich lernen kann, aber nie als "mein" Pferd. Es hat locker zwei Jahre gedauert, bis ich ihre liebenswerten Seiten kennengelernt habe.

    Und dann war ich der Idiot, der das Mistvieh gekauft hat - wobei sie mich offenbar auch ins Herz geschlossen hat, denn sie tritt nicht mehr. Dafür findet sie jetzt kuscheln umso besser und sie krault mich sehr sanft mit ihrer Oberlippe, ohne dass ich Angst haben müsste, dass sie ihre Zähne einsetzen könnte. Sie macht wirklich ALLES mit und ist rundum das beste, liebste und süßeste Pferd, das ich jemals haben werde.

    Ich kann mir vorstellen, dass man auch an einem auf den ersten Blick unsympathischen Hund irgendetwas nettes, liebenswertes findet. Wenn man sich wirklich viel mit einem Tier beschäftigt und mit ihm trainiert, kommt früher oder später vermutlich auch eine gewisse Zuneigung auf. Die einzige Frage wäre, ob man es zwei Jahre mit einem unsympathischen Hund überhaupt aushält. Das Pferd holt man sich halt ein paar mal in der Woche für zwei Stunden von der Weide und stellt es dann wieder weg, wenn man den Kontakt auf ein Minimum beschränken will. Der Hund ist dagegen lebt mit einem im Haus...

    Wenn ich Mut machen darf: Sowas kann sich auch im Laufe des Hundelebens auch einfach legen. Der Herr Pudel hatte, seit er nicht ganz ein Jahr alt war, alle eineinhalb Monate pünktlich eine Ohrenentzündung. Ausschlussdiäten und alles durchprobiert, dann haben wir ihn, als er zwei war, für ein Jahr auf Apoquel eingestellt. Endlich war Ruhe in den Ohren. Nach einem Jahr wieder abgesetzt, die Ohrenentzündungen kamen aber nie wieder. Fressen darf er seither eigentlich fast alles, nur nicht zu viel Reis und Rind, weil das gibt Dünnpfiff. Was es war, weiß keiner.

    Sieh dir die beiden Vereine doch einfach mal an und mach ein Training dort mit? Im Jahr 2022 einen Verein zu finden, der (vor allem in Kursen) noch mit Zwang arbeitet, ist glaube ich schon ein Kunstwerk, ich habe jedenfalls noch keinen gesehen.

    Zusätzlich zu den bereits geschriebenen Empfehlungen der anderen User: Ich würde dir empfehlen, ab sofort die Feierabendbeschäftigung "Fachliteratur über Hunde lesen" mit in dein Repertoire aufzunehmen.

    Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde wäre mal ein Startpunkt, da du von der Körpersprache offenbar noch nicht so viel Ahnung hast.

    Dann kriegst du sicher auch nocht Buchempfehlungen von anderen Usern hier im Forum im Bezug auf Angsthunde. Wenn du deine Postleitzahl hier reinstellst, kann dir vielleicht auch jemand ein*e gut*e Trainer*in empfehlen, die sich mit Angsthunden auskennt.
    Der Thread zu Angsthunden hier im Forum ist auch sicherlich empfehlenswert.

    Aber kann man Hunde wirklich mit uns Menschen vergleichen? Natürlich wäre ich sauer, wenn man mir das Essen wegnimmt, aber ich bin auch kein Hund.

    Hunde sind von Natur aus unterwürfig, sie wollen sich unterordnen und brauchen klare Führung. Zumindest haben wir das so gelernt.

    Wenn ein Hund einem anderen Hund etwas wegnimmt, dann endet das nicht selten in einer Prügelei. Für den Hund ist Essen genauso wichtig, wie für dich.

    Hunde brauchen eine klare Führung, aber bescheuerte Provokation ist keine klare Führung. Von Natur aus unterwürfig sind sie auch nicht. Das ist wie mit Führungspersonen im menschlichen Zusammenleben: Grundsätzlich macht man, was der Chef im Job sagt. Wenn der aber ständig seine Angestellten gängelt, führt das nicht dazu, dass er bemühtere, glücklichere und besser geführte Angestellte bekommt, sondern nur dafür, dass die ihn für einen Arsch halten.

    Nein nicht immer box!

    Nur in Notfall wenn er sich gar nicht beruhigt! Mein Mann sagt das man die Box schnell aufbauen kann wenn er nur da drinnen sein Futter bekommt.

    Außerdem haben wir keine drei Hunde von daher gibt es solche platzprobleme nicht! Wir wollen einen Hund und der wird nicht so viel Platz brauchen das er mich stört.

    Außerdem kann man Hund beibringen auf seinen Platz zu bleiben.

    Dein Mann hat halt auch null (0) praktische Erfahrung. Mein Hund findet die Box doof. Wollte ich anfangs auch auftrainieren, weil einem überall dazu geraten wurde. Der wurde da drinnen nie eingesperrt o.ä., aber er ist nie ohne Futter als Lockmittel reingegangen oder hätte sich dort gar zur Ruhe gelegt. Eine Bekannte hat sich das mit der Box auch ganz toll vorgestellt, nur endete das in einem jaulenden Hund, der zwar in der Box saß, aber definitiv nicht damit klar kam, dass die Kinder im Wohnzimmer gespielt haben.