Beiträge von Esiul

    Euer Hund ist nicht aggressiv, das ist ein normaler Welpe. Ihr müsst nicht lernen, mit einem aggressiven Hund zu leben, sondern, wie man einen Welpen erzieht, ihm Beißhemmung beibringt und wie man den Blödsinn, den ihr bisher so verzapft habt, wieder ausgleicht.

    Außerdem müsst ihr lernen, die Schuld nicht beim Hund zu suchen, sondern bei euch selbst. Der Welpe kann gar nix dafür, dass ihr mit falschen Erwartungshaltungen und zu wenig Wissen an die Sache herangehangen seid.

    Bezüglich "Wer würde sie denn nehmen?": Die kommt mit dem Arsch noch nicht mal im Tierheim an, ist die schon vermittelt. Das, was ihr da für einen Problemwelpen haltet, ist für jeden hundeerfahrenen Halter vermutlich einfach ein recht normaler Junghund mit bisher suboptimaler Sozialisierung, also nix, woraus man nicht mit etwas Interesse, Wissen und Gefühl in relativ kurzer Zeit einen tollen Weggefährten zaubern kann.

    Als ob mir mein Welpe (jetzt der Top-Hund für Kinder) nicht auch in die Finger gehackt hätte...

    Ich hab einen Großpudel als Berghund. Das einzige, das nervt, sind die Schneeklumpen im Fell bei Pulverschnee, ansonsten ist er perfekt. Er kommt mit seinen langen Beinen perfekt bei den Abfahrten mit, ist super ausdauernd (gut, nach einer Woche mit 5000 Höhenmetern mussten wir mal Selen und Magnesium suplementieren), benimmt sich suf Berghütten tiptop und sein Durchhaltevermögen sucht seinesgleichen (3m Felswand? Pudel springt einfach hoch).

    Wenn ihr euch dazu entscheidet, den Hund zu behalten, dann besorgt euch Türgitter. Das sollte bei 2jährigen Kindern und Hunden einigermaßen zum Trennen und Steuern funktionieren. Ich weiß ja nicht, wie es in Deutschland aussieht, aber Österreich ist seit vielen Jahren tollwutfrei - da hätte ich eher Angst vor Deprivationsschäden, als vor Tollwut. By the way: Mein Hund hat bis zur Woche 9 bei der Züchterin bereits Autofahren, Hundefriseur, ihr Rudel, verschiedene im Verkehr gebräuchliche Fortbewegungsmittel (Rad, Roller, ...) und verschiedene Untergründe kennen gelernt, bei mir gings dann relativ flott ab Woche 10 mit Hundegruppe und Tierarztpraxis weiter. Garten erkunden war das Programm von Tag 1, hinterher wurde spazieren gegangen. Busfahren, Besuch bei Freunden, Pfadfinderlager, Baustellen und den Marktplatz waren bereits bekannt, als er so alt wie dein Hund war. Verlässliche Beißhemmung hat aber auch ein paar Wochen gedauert. (Trainiert über Spielabbruch, Entzug von Nähe, Time Out, Faust mit Leckerli drinnen öffnet sich erst, wenn der Welpe aufhört, an der Hand zu nagen, Spielzeug als Ersatz anbieten). In keinem Fall habe ich einen Schnauzengriff oder ähnliches angewandt, da mir wichtig war, dass der Hund sich später vertrauensvoll überall anfassen lässt.

    Geworden ist daraus ein toller Hund, dessen Leine auch mal eine Dreijährige halten kann, der mich in jeder Lebenslage mit einem gut erzogenen Hund dastehen lässt, der überall gerne gesehen wird weil er nur nett und freundlich mit fremden Menschen ist, der nicht kläfft, auf fremde Situationen mit gelassener Zurückhaltung reagiert und den ich ohne Probleme Freunden zur Betreuung überlassen kann.

    Heute kam die Zweijährige Tochter vom Nachbarn in den Garten. Mein Hund hat ihr den Ball gebracht, gewartet bis sie ihn "geworfen" hat, ihn gefangen und wieder vor die Füße gespuckt. Damit das funktioniert, braucht es Anleitung. Sowohl für das Kind, als auch den Hund. Der Hund muss von Anfang an lernen, dass Kinder keine Bedrohung sind (d.H.: Kinder bedrängen den Hund in keiner Situation, nehmen ihm nichts weg, laufen ihm nicht hinterher) und der Hund bekommt von Erwachsenen(!) Spielregeln beigebracht - und das nett und fair, nicht mit Strafaktionen ala Erschrecken, Schmerzen und den Bullshit, den ihr bisher so macht.

    Legt euch 2, 3, 4 Bücher über Hundeverhalten zu und lernt. Schnell. Denn einiges habt iht massiv falsch gemacht bisher.

    Ihr macht mich neidisch. Ich ziehe ja in einem Monat um (sehe mir kommende Woche noch einen Stall an) und hoffe, dass ich dann endlich wieder schön ausreiten kann. Früher hatten wir ja auch die Situation: 3h Waldausritt ohne Begegnung mit Menschen, da wo ich jetzt wohne, ist die Ausreitsituation echt beschissen. Fast nur Asphalt und kaum Möglichkeiten.

    Und gleich nochmal mein Pferd. Sie ist einfach zum totknutschen süß. Das Mädl auf den Fotos reitet normal in der Reitschule und ist erst vor zwei Stunden von der Longe entlassen worden.

    (Den Weidebauch bitte ignorieren, der ist leider hartnäckig da sobald sie aufs Gras darf...)

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    Stallchef fährt mit Hoftrak auf Paddock, Heuraufe nachfüllen.

    Die Herde: Hilfee, Monster, besser mal auf die Weide flüchten!

    Mein Pferd: Musst du gar nicht einräumen, kannst du stehen lassen, ich kümmere mich schon drum. :nicken:

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    Ich denke, es hat auch etwas mit der Haltung zu tun. Wenn ich mir so die Geschichten aus dem Bekanntenkreis anhöre, waren für Reitpferde Boxen oder sogar Ständer mit zweimal täglich Heu üblich, Koppel oder Weide wenn dann stundenweise. Dann noch zwei Stunden Arbeit am Tag und der Gaul nimmt bestimmt nicht zu. Heute achtet man doch mehr auf eine artgerechte Haltung, die gerne viel Weidegang und/oder 24h Heu beinhalten. Zusätzlich hätte man früher einige Pferde, die halt jetzt als nicht reitbar gelten und deshalb ihre Zeit auf der grünen Wiese ohne Bewegung verbringen, gar nicht am Leben gelassen.

    Im Stall, wo ich stehe, sind auch nicht viele Reitpferde: 6 sind über 25 Jahre alt und werden je nach gesundheitlichem Zustand bewegt, 2 gehören einfach zum Stolz des Hofes (Noriker und Haflinger, wir sind schließlich in Tirol) - die waren auch nie so richtig als Reitpferde gedacht, 3 weitere sind gesundheitliche Großbaustellen, woher das Minishetty herkommt weiß niemand so genau (aber es darf am Hof bleiben), ein Ex-Renntraber ohne Galopp, dafür mit ausgeprägter Klaustrophobie. Übrig bleiben zwei uneingeschränkt Reitbare (darunter meine Stute) und eine 26-Jährige, mit der auch noch relativ viel gearbeitet wird. (So ist es auf dem Reitplatz wenigstens nie zu voll.)

    Ich traue mir zu wetten, dass man früher mindestens 9 von denen erschossen hätte, anstatt sie etwas zu rund auf der Weide herumstehen zu lassen...

    Ich bekomme diese Woche den Mietvertrag für meine Wohnung zugesendet. War problemlos. Habe mir zwei Wohnungen angesehen, wegen Hund nachgefragt, kein Problem. Neubauwohnung, erster Stock mit Lift und Spaziergebiet hinterm Haus - hier kann der Pudel, falls notwendig, auch alt werden.