Beiträge von Selkie

    @Lorbas
    Im Kontext des Themas: die Ausübung von Zwangsmaßnahmen zum Zweck der Machtdemonstration, also Zwangsmaßnahmen die der Festigung einer Führungsposition dienen

    In anderem Kontext kann man z.B. auch eine explizit diskretitierende Wortwahl als Gewalt bezeichnen. Die dient nämlich einzig dazu, andere herabzusetzen um die eigene Position zu stärken. Worte wie "Wattebauschwerfer" haben keinen anderen Sinn als auf diese Art verbale Gewalt auszuüben.

    Dann zeig mir mal, wo genau steht das mein Hund nur mit einem Blauen in Deutschland ausgestellten Eu Impfausweis reisen kann.

    Das steht in der von dir zitierten Verordnung.
    Allerdings ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Heimtierausweis von außerhalb der EU problemlos anerkannt wird, weil er ja dieselben Angaben enthält und nur formal anders aussieht (ohne EU-Logo). Ob das bei einer möglichen Grenzkontrolle wirklich problemlos klappt, weiß man hinterher.

    Aber der muss laut der von dir richtig verlinkten Verordnung doch einige mehr Kriterien erfüllen, als du oben angegeben hast:

    Mit einem anderen Impfausweis kommt man auch zurecht. Wichtig ist das die Chipnummer eingetragen ist und die TW.

    Diese Kriterien würde auch ein reiner Impfausweis erfüllen. Aber der Hund braucht für den Grenzübertritt nicht nur einen Impfausweis sondern ein Identifikationsdokument, also einen Heimtierausweis, der exakt dem Muster der EU-Verordnung entspricht.

    Und genau DAS ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. Was sind die Kriterien nach denen Hunde vermittelt werden? Das ist tatsächlich von Orga zu Orga (und von Kontrolleur zu Kontrolleur) verschieden und damit wirklich beliebig.
    Ich weiß nicht, wer es war, der vor einigen Seiten von Standardisierung sprach, die es geben müsse. Das ist genau der Punkt.

    Ich finde nicht, dass eine standardisierte Vorgehensweise bei einem so individuellen Vorgang hilfreich ist. Im Gegenteil: ich finde solche standardisierten und damit pauschalen Vorgaben extrem ungünstig.

    Beim Züchter findet man es völlig normal, wenn der Züchter entscheidet, wer die Welpen bekommt und wer nicht. Da gibt es Züchter, die nicht an über 60jährige verkaufen, Züchter die nicht an junge Familien mit kleinen Kindern verkaufen, Züchter die nur an aktive Sportler/ Jäger/ Schafhalter verkaufen usw. usf.. Alles völlig normal.

    Aber wenn Tierschutzvereine auch individuelle Kriterien haben, dann wird nach Standards gerufen? Jeder Züchter hat das Recht, nach eigenen Kriterien oder auch nach Nase und Bauchgefühl zu entscheiden und tut das im Zweifel auch. Wieso ist es beim Tierschutz so ein großes Problem, wenn verschiedene Vereine verschiedene Kriterien haben? Bei ganz vielen der hier genannten Kriterien bekäme ich keinen Hund. Na und? Diese Wünsche sind doch nicht in Stein gemeißelt, das sind einzelne Menschen mit individuellen Vorstellungen. Und selbst wenn hier ein Kontrolleur kommt, der angesichts meiner fast 100 Jahre alten Möbel, bodentiefen Bücherregale und genutzten Steckdosen Schnappatmung bekommt, dann heißt das noch lange nicht, dass der Verein diesen Kriterien folgt. Falls doch (es gibt definitiv Vereine, die grundsätzliche Vermittlungskriterien haben, die ich weder erfüllen noch nachvollziehen kann), dann geh ich woanders hin. Würde man doch beim Züchter nicht anders machen, oder?

    Es geht auch losgelöst von schlechtem Gewissen, das Wissen etwas getan zu haben das nicht gefragt ist.
    Das schlechte Gewissen wird von den meisten Menschen vorausgesetzt, muss aber überhaupt nicht sein.

    Irgendwohin pieseln oder kotzen fühlt sich halt falsch an.


    Wenn Essen auf einem Tisch immer tabu ist, der Hund es irgendwann aber eben doch frisst, ist es ein Entgegenarbeiten gegen Gewohnheit, das fühlt sich halt falsch an.
    Hat aber mit schlechtem Gewissen nichts zu tun.

    Was ist "schlechtes Gewissen" für dich?

    In meinem Verständnis ist es genau das: man weiß, dass man etwas gemacht, was "nicht gefragt" bzw. "falsch" bzw. "tabu" ist und fühlt sich wegen dieses gemachten Fehlers schlecht.

    Physiologisch gesehen ist es das strafende Gegenstück zum internen Belohnungssystem. Wenn man etwas richtig gut macht, dann fühlt man sich gut, wenn man etwas schlechtes macht, fühlt man sich mies. Beim Menschen nennt man das eine "stolz sein" und das andere "schlechtes Gewissen haben". Beim Hund ist zwar die diesen beiden Emotionen zugrundeliegende Hirn-Chemie dieselbe, aber man darf es nicht so nennen. ;)

    Um ein schlechtes Gewissen zu haben, muss man wissen, das etwas falsch ist und man muss wissen, dass man dieses "Falsche" gemacht hat. Das beides können Hunde definitiv. Nun fehlt nur noch das schlechte Gefühl, das aus diesem Wissen resultiert. Und das ist der Punkt an dem wir nur spekulieren können: resultiert das schlechte Gefühl eines Hundes nach so einem Fehler aus dem Wissen oder aus etwas anderem? Wenn es nicht das Wissen um den Fehler ist, wenn es also nicht simples schlechtes Gewissen ist, was könnte diese andere Ursache für das schlechte Gefühl sein? Wäre nicht jede andere Erklärung noch viel komplizierter als die einfache Reaktion: Fehler gemacht -> mieses Gefühl?

    Die haben einen anderen Ausweis. Die haben sogar andere Einreisebestimmungen. Hier ging es um die Reise von Hunden eines deutschen Besitzers nach Ö - und dafür gelten die Bestimmungen innerhalb der EU und die verlangen einen EU-Heimtierausweis.

    Wie merkwürdig dein Einwand ist, wird klar, sobald du an die Papiere der Menschen denkst, statt an die der Hunde. Die sehen nämlich bei Menschen von außerhalb der EU auch ganz anders aus als unsere. Genauso ist es bei den Hunden. ;)

    Vorher wird natürlich auch ausgiebig gepickelt.

    So eine volle Blase ist sehr unangenehm, vermutlich muss er einfach pinkeln. Ich würde versuchen, das schrittweise zu verschieben, so dass es zu meinem Schlafrhythmus passt, aber das braucht natürlich Zeit.

    Auf jeden Fall würde ich nicht wirklich Gassi gehen, auch keine 10min. Rausgehen, pinkeln lassen, wieder reingehen, fertig.


    ... wenn er wirklich so dringend sein Geschäft machen muss, dann wird er es auch dort machen.

    Eine Geschichte meiner verstorbenen Hündin:
    Eines Nachts hat sie mich geweckt. Das tat sie nur, wenn es ganz dringend war. Ich dachte: wir haben ja jetzt einen Garten, da muss ich mich nicht anziehen. Also im T-Shirt nach unten, Hoftür auf, fertig. Dachte ich. Meine Hündin sauste raus, lief einmal um den Garten und stand dann wieder vor mir mit einem Blick der eindeutig sagte: "Hier ist alles in Ordnung, aber ich müsste jetzt wirklich mal ganz dringend."

    Ich bin also wieder nach oben gesaust, in eine Hose gehüpft und mit ihr zur Wiese geflitzt. Sie musste wirklich dringend, aber im Garten hätte sie genauso ungern gemacht wie im Wohnzimmer.