Beiträge von Selkie

    Wenn man mögliche Tiere für Einkreuzungsprojekte natürlich als 'Rotz' bezeichnet, sagt das ja schon sehr viel darüber aus, wie man über die 'Reinrassigkeit' denkt...

    Niemand hat irgendein Tier als "Rotz" bezeichnet. Der "Rotz" heißt DCM, der "Rotz" bringt Hunde um - reinrassige genauso wie Mischlinge. Und solange niemand weiß, wo der "Rotz" (also die Krankheit) herkommt und wie er vererbt wird, ist das Einkreuzen tatsächlich ein Glücksspiel.

    Das Problem ist: wenn es überhaupt noch eine Chance für den Dobermann geben soll, dann wird man sich auf ein Glücksspiel einlassen müssen. Ein anderes Glücksspiel als das bisher gespielte.

    @AnnetteV
    Ne, DAS würde nicht funktionieren, weil man dann entweder noch enger gezüchtete Linien hätte oder keine passenden Deckpartner der gewünschten Richtung finden kann.

    Eine Öffnung funktioniert nur dann, wenn alle Beteiligten sich auf einen Kompromiss einigen können und mit dem Ergebnis zumindest leben können. Das dürfte eine der größten Hürden bei so einer Veränderung sein: die Menschen wollen keine Veränderung und wenn dann nur genau die Veränderung die sie sich schon lange heimlich gewünscht haben.


    Und, weil ja so Mischlinge-sind-gesünder rumgeritten wird:


    ELO:

    Kromfohrländer:

    Upsi, doch nicht so gesund die Mischlinge. :shocked: Krankheiten lassen sich nun mal nicht wegzaubern. Der Heterosiseffekt ist nun mal keine dauerhaft und garantierte Haltbarkeitmachung von Gesundheit.

    Deine Beispiele zeigen sehr schön, wie neue Rassen im Schnelldurchlauf zu Konformität und damit zu genetischer Verarmung kommen und was das mit der Gesundheit der Hunde macht. Genau diese Beispiele zeigen, was passiert, wenn der Genpool durch fortlaufende Selektion auf wenige Merkmale immer enger wird. Bei diesen beiden Rassen musste es halt unglaublich schnell gehen und umso schneller kamen dann auch die Probleme.

    Die Kromfohrländer-Leute waren ja sogar mal stolz darauf (sind es vielleicht noch?), wie unglaublich schnell sie zu einem einheitlichen Erscheinungsbild kamen und die Zuchtbücher schließen konnten und dadurch erfolgreich die FCI-Anerkennung bekamen. Dass das nicht lange gut geht, hätte man eigentlich auch damals schon wissen müssen.

    Beide Beispiele zeigen im Zeitraffer was die genetische Verarmung anrichten kann. Und genau das gilt es für die älteren Rassen zu verhindern, denn in allen Rassen schreitet die genetische Verarmung voran, wenn auch zum Glück langsamer als bei den viel zu schnell reingezüchteten Neu-Kreationen.

    (Zu dem Problem mit den angeblich gesünderen Mischlingen mag ich jetzt gar nichts sagen, den darum geht es nicht. Es geht um Rassehundezucht.)

    Genau das steht eben nicht da drin.

    Gemäß der Urteilsbegründung reicht es, wenn das Gegenüber das Verhalten des Hundes als unkontrolliert und als Annäherung einstuft.

    Außerdem: Darf nun jeder, der die Anwesenheit eines Hundes als Störung empfindet, den HH anweisen seinen Hund anzuleinen?


    Erstmal grundsätzlich: ja, jeder darf dich bitten, deinen Hund anzuleinen. Wieso auch nicht? Es soll Menschen geben, die sogar vor angeleinten Hunden Angst haben, und wenn solche Menschen mich um irgendwas bitten, dann bricht mir echt nichts ab, dem nachzukommen. Ist mir viel lieber als wenn sie die Zähne zusammenbeißen bis es nicht mehr geht und dann für mich unvorhergesehen explodieren.

    Außerdem geht es hier nicht um irgendeine Situation irgendwo in Deutschland, es geht um einen konkreten Vorfall an einem konkreten Ort mit für diesen Ort geltenden Vorschriften. Der Ort wo das passiert ist hat offensichtlich eine Verordnung, die vorschreibt, dass Hunde immer dann angeleint werden müssen, wenn jemand in Sicht kommt. Nur weil es diese Verordnung gibt, konnte diese Urteilsbegründung zustande kommen. Wenn es in deiner Gegend keine solche Vorschrift gibt, dann greift da gar nichts von dem was im Urteil steht. Das ist ein Gerichtsurteil, entstanden aus den vor Ort geltenden rechtlichen Bedingungen, das ist kein neues Gesetz und daraus kann auch niemand ein neues Gesetz ableiten.

    Und drittens: wenn dein Hund ungewollt Kontakt zu einem anderen Menschen (oder dessen Hund) aufnimmt und dieser Mensch beim Versuch das zu verhindern zu Schaden kommt, dann haftest du sowieso immer. Das ist ein Schaden, der nur durch Anwesenheit deines Hundes verursacht wurde und da greift die Gefährdungshaftung. Das Urteil, dass der Hundehalter dem Jogger die Behandlungskosten ersetzen muss, wäre also ganz sicher überall in D genauso ausgefallen, nur dass die Begründung etwas anders ausgesehen hätte. Im vorliegenden Fall haben die Hundebesitzer eben nicht nur die Haftung zu tragen sondern hier ist sogar die Schuldfrage geklärt.

    Es gibt zwar keine Anschnallpflicht für Hunde, aber eine Sicherungspflicht. ;) Hund unangeschnallt auf der Rückbank geht nur, wenn du andere Maßnahmen zum Sichern ergreifst.

    Wenn mein Hund so mit dem Gurt umgehen würde, dann bekäme er entweder eine Box oder ich würde die Rückbank in alle Richtungen mit Gittern abgrenzen.

    Schauen wir uns doch mal an wie in der AAH gezuechtet wird. Das duerfte ja fuer viele etwas sein, was so als 'Arbeit ist wichtiger' bezeichnet wird. Weil Aussehen spielt eine untergeordnete Rolle.
    So..Thema Gesundheit (ohne wem ans Bein pinkeln zu wollen):
    Wie beeinflussen Vor-/Rueckbiss und Kryptorchismus denn die wichtigen Arbeitseigenschaften? Hunde mit diesen Fehlern sind zuchtuntauglich, OBWOHL sie ggf. top arbeiten!
    Hunde mit HD sind ausgeschlossen, wobei ich nicht weiss ab wann dort HD besteht. Schliesst man bereits B-Hueften aus, verringert man ggf. den Genpool kuenstlich!
    Wenn ich mich nicht taeusche, duerfen dort auch nicht einfach alle Schlaege untereinander verpaart werden (bekomm die Seite grad nicht geladen..muss die Tage nochmal nachschauen) und 'Fremdrassen' sind auch noch so ein Thema, wenn ich mich nicht irre.

    Wie kommt man also auf die Idee, dass es sowas nur in der Rassehundezucht (meist auch nur in der FCI) gibt und alle anderen es ja soooo viel besser machen?

    Ich bin nicht sicher ob ich deinen Beitrag richtig verstehe. Mir erscheint das Vorgehen der AAH ziemlich vernünftig.

    Aussehen ist nicht komplett egal, aber die optischen Vorgaben beschränken sich auf wichtige Eigenschaften. Arbeitseigenschaften sind das wichtigste Kriterium direkt gefolgt von gesundheitlichen Fragen. Dass perfekt arbeitende Hunde mit (wahrscheinlich) vererbbaren gesundheitlichen Problemen (HD, Kryptorchismus) oder potentiell beeinträchtigenden Fehlern (Vor-/ Rückbiss) nicht zur Zucht eingesetzt werden ist doch absolut richtig.

    Das Verpaaren der Schläge untereinander ist nicht nur möglich, es ist in einigen Fällen sogar Pflicht. Einschränkungen für diese "Mischungen" gibt es ganau da, wo sie sinnvoll sind: Kuhhunde und Schafhunde sollten nicht miteiner vermischt werden, weil deren Arbeitseigenschaften unterschiedlich sind und bleiben sollen.

    Einkreuzung anderer Rassen ist meines Wissen gar nicht erwünscht. Mir fällt auch keine Rasse ein, die da zielführend sein könnte. Möglicherweise wird sowas sinnvoll, wenn es die passende Arbeit für die Altdeutschen mal gar nicht mehr gibt, aber soweit sind wir noch nicht.

    Manchmal, ja. Aber eher im seltenen Fall. Ich habe ja vorerst noch keinen Hund, der soll aber später die Möglichkeit haben auf dem Rücksitz transportiert zu werden bei so einem kleinen Auto. Aber vier Plätze wären mir einfach lieber als zwei (Smart und Co. ... )

    Ah, wenn das so ist, dann passt theoretisch jeder Kleinwagen.

    Ich würde in dem Fall schauen, ob es in der Nähe eine (gute?) Fachwerkstatt gibt (mit meinen jetzt 12jährigen Yaris musste ich vor drei? vier? Jahren für einen Rückruf 100km fahren, das ist kein Vergnügen) und ansonsten vor allem danach schauen, was persönlich gefällt und wichtig ist.

    Ich würde empfehlen:
    - Honda Jazz
    - Peugeot 20x
    - Opel Corsa
    - Toyota Yaris
    - VW Polo oder Skoda Fabia

    Wie wäre es mit Polo, Corsa, Fiesta & Co?

    Ich bin da skeptisch, obwohl bzw. weil ich immer Autos in der Größe hatte und habe, denn:



    Ich brauch einen netten Kleinwagen. Ob der nun drei Türen oder fünf Türen hat ist mir egal -zu groß (also zu lang) darf es bitte nicht sein. Es sollten aber mindestens vier Sitzplätze vorhanden sein. Ein mittelgroßer-größerer Hund muss reinpassen (auch wenn es sich dann auf zwei kleine Hunde umverteilt, ist ja an sich egal).

    Wenn 4 Sitze gewünscht sind, bedeutet das vermutlich, dass bis zu 4 Personen mitfahren werden? Und dann 1-2 Hunde im Kofferraum? Das wäre mir zu klein.

    Ich bin allein mit Hund und hatte mit Hund erst einen Polo und jetzt einen Yaris. Das ist perfekt. Aber ich würde in diesem Auto nur sehr ungern den Hund in den Kofferraum setzen, das ist klein, eng und es ist bei einem Auffahrunfall für den Hund saugefährlich.

    Bei diesen Platzwünschen würde ich eher in der Kompaktklase (Golf, Fabia, Focus ...) suchen.