Beiträge von Selkie

    @bordy : es gibt keine Rassen mehr ohne rassetypische Probleme. Alle haben irgendwo Erbkrankheiten, die erst durch Zucht die Chance hatten, sich so richtig zu verbreiten/ zu manifestieren.
    Fällt dir eine einzige erbgesunde Rasse ein?
    Vermutlich ist es schon der Versuch der Rassezucht an sich, der den Grundstein dafür legt und der Standard bzw. die Auslegungen davon geben dann den Rest.


    Das erinnert mich an die Aussage einer Heilpraktikerin, die behauptete, dass Pankreatitis in den letzten 5 Jahren massiv zugenommen hätte. Was sie dabei ignorierte: der cPLI-Test war zu dem Zeitpunkt als sie das sagte, ziemlich genau 5 Jahre lang auf dem Markt. Die Krankheit war also diagnostizierbar geworden und wurde deshalb natürlich sehr viel häufiger diagnostiziert als vorher.

    Genauso ist es mit der genetischen Gesundheit von Hunden (nicht nur Rassehunden). Wenn Hunde einfach krank werden sind sie halt krank geworden. Wenn man aber die Krankheit diagnostizieren bzw. genetische Probleme testen kann, dann erkennt man die Zusammenhänge und dann hat man natürlich auch immer rassetypische Probleme. Die Frage ist: wie geht man mit diesem Wissen um?

    Die beste Lösung ist: Offenheit. Aber Offenheit führt leider auch dazu, dass Otto-Normal-Mensch nur das Problem wahrnimmt. Der DSH ist ein gutes Beispiel. Die haben HD-Probleme von Anfang an offensiv angegangen, haben das Problem kommuniziert ... und das Ergebnis ist, dass bis heute der DSH als die ultimativ von HD geplagte Rasse gilt. Dass andere Rassen noch stärker betroffen sind, ist egal. Es ist der DSH, der anscheinend für alle Ewigkeit mit dieser Krankheit gleichgesetzt wird.


    Nur weil jetzt alles dokumentiert ist und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, bedeutet es nicht, dass sich auch das Problem massiv verstärkt hat.

    So ist es.
    Aber in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit ist erst ein bekanntes und benennbares Problem überhaupt vorhanden. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum in der Rassehundezucht leider nicht jedes bekannte Problem offen dokumentiert wird. Auch wenn das der einzig richtige Weg wäre.

    Wenn ich das hier richtig mitverfolgt habe, haben nur die allerwenigsten User ihre toten Tiere geknipst.Und selbst diese wenigen halten die Bilder dann privat.

    Von daher die Frage:
    Warum gibt es hier eine Grenze des Zeigbaren und bei FB nicht?

    Diese Grenze verläuft nicht zwischen hier und FB sondern zwischen Menschen. Es geht nicht um eine Grenze des Zeigbaren sondern um die Grenze des Zeigen-Wollens.

    Keiner der hier Schreibenden wollte Bilder seines toten Tieres zeigen. Aber es gibt offensichtlich Menschen, die das zeigen wollen. Es ist die Entscheidung des betreffenden Menschen, denn jeder hat das Recht auf seine individuelle Art zu trauern.

    Ich habe von meinem Empfinden
    geschrieben, dass wir Menschen hier in unserem Kulturkreis unter Umständen dazu neigen, Gefühle wegzudrücken und lieber über soziale Netzwerke agieren, anstatt innezuhalten und Dinge ankommen und sacken zu lassen.

    Ich möchte niemanden verurteilen, es war einfach als Gedankenanstoß gedacht.

    Ist das Teilen von Gefühlen im sozialen Netzwerk weniger echt? Ist das im sozialen Netzwerk eingestellte Bild weniger emotional? Und selbst wenn: ist es nicht völlig normal, dass man Gefühle auch mal auslagern und wegschieben muss, weil man sie in diesem Moment (noch) nicht aushalten kann?

    Man kann das auch genau andersrum sehen: der Wunsch, die toten Tiere (bzw. Bilder von ihnen) NICHT zu sehen, ist der Versuch, die Auseinandersetzung mit dem Tod zu vermeiden. Denn beim Menschen ist "anschauen" ein sehr häufiger Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung und wenn man den Tod gesehen hat, kann man ihn nicht mehr ignorieren.

    Ich bin wahrlich kein Freund der (a)sozialen Netzwerke aber gerade in diesem Punkt sehe ich einen möglichen Vorteil: ein Mensch, der sonst allein und verzweifelt zu Hause hocken würde, kann in dieser Situation seine Trauer mitteilen und sich Zuspruch von virtuellen Freunden holen. Wenn es diesem Menschen hilft, ein Bild des verstorbenen Tieres zu zeigen, dann ist es richtig.

    Dazu ein kleiner Einwurf: Kleiner Hund (Westimix) läuft ohne Leine aus seinem Grundstück, weil die Besitzerin Gassi gehen möchte. Just in dem Moment kommt ein Fußgänger vorbei und wird von dem kleinen Hund ins Bein gebissen. Eigentlich nichts hochdramatisches aber der Mann hat Angst, dass der Hund Tollwut hat und geht den offiziellen Weg übers Amt und Polizei. Der Hund ist nicht geimpft und somit kann der Tollwutverdacht nicht ausgeräumt werden, der Hund wird folglich eingeschläfert.

    Ich will meinem Tier auch nichts unnötiges reinpumpen aber bei der Tollwutimpfung sage ich mir, lieber gleich (ab 12. Woche) geimpft als nachher das Nachsehen zu haben.

    Nein, wenn der Hund einen Menschen gebissen hat, schützt ihn das sogar vor der Einschläferung:


    Einen Menschen gebissen haben ist im sowieso extrem unwahrscheinlichen Fall von Tollwut ein genauso sicherer Schutz vor Einschläferung wie die Impfung. ;)

    Das ist nicht dasselbe...
    Beim Hundesport wird ein lebendiges "Sportgerät" benutzt, beim Tennis oder Fussball nicht.

    Kann man so sehen, muss man aber nicht.
    Ich sehe den Hund als Sportler und nicht als Gerät. Sicher gibt es auch Menschen die ihre Hunde verheizen, aber es gibt auch Menschen, die ihre Kinder im Sport verheizen. An denen muss ich mich nicht orientieren. Und wie andere schon schrieben: natürlich hat das Können im Sport nichts mit dem Können im Alltag zu tun.

    Ist aber hier ziemlich OT. :mute:

    Nicht nur Phosphor, Knochen enthalten so viel mehr als nur Kalzium.

    Es ist grundsätzlich möglich, den Kalziumbedarf mit Eierschalen zu decken. Ein primärer Phosphormangel ist auch nicht zu befürchten, so lange man vorsichtig dosiert, denn grundsätzlich ist im Fleisch genug Phophor. Man darf aber das Kalzium nicht überdosieren, sonst riskiert man sekundären Phosphormangel, weil ein einseitiger Kalziumüberschuss die Aufnahme von Phosphor im Darm behindert. Aber genauso wichtig sind die anderen in Knochen enthaltenen Mineralien, von Magnesium über Eisen bis Mangan.

    Aber wenn er Knochen nicht verträgt, dann nützt es nichts, dann muss eine Alternative her. Entweder du fütterst so, dass die anderen Mineralien ausreichend in den verbleibenden Futterbestandteilen enthalten sind und ersetzt nur Calzium bedarfsgerecht mit den Eierschalen oder du schaust mal bei den Barf-Zusatzpülverchen-Anbietern. Mein Favorit wäre Futtermedicus, die bieten vergleichsweise ausgewogene Pulver an.

    Ich verstehe das Kindchenschema-Argument nicht:

    (mein) Welpe mit 6 Wochen, also defintiv Kindchen

    Englische Bulldogge, angeblich mit "Kindchenschema" im Erwachsenenalter

    Ich sehe da NULL Ähnlichkeit und null Baby-Niedlichkeit.

    Wo muss ich denn da suchen?

    Es heißt "Kindchenschema" und nicht "Welpenschema" ;)

    Du musst also bei Kindern suchen - insbesondere bei Neugeborenen. Die Merkmale sind in der Literatur gut beschrieben. Das Kindchenschemal kann übrigens auch dann funktionieren, wenn man es nicht "schön" findet. Es spricht nämlich keinen ästhetischen Sinn an sondern den Brutpflege"instinkt".

    ...fleisch proteine sind quasi second hand proteine und eben keines weist die idealstruktur auf ..kann es auch nicht und wird es auch nicht ..

    ???
    Nahrungsproteine sind keineswegs "second hand", Nahrungsproteine sind genau das was der Hund braucht, sie sind primäre und einzige AS-Quelle für jedes Lebewesen. Und ja, diese Proteine sollten alle essentiellen AS in ausreichender Menge enthalten. Bei pflanzlichen Eiweißen ist das für den Hund nicht so leicht zu sichern, bei tierischer Nahrung ist es ziemlich unkompliziert. Steht im Meyer/Zentek (jedenfalls in meiner älteren Auflage stand das drin).


    @Snoopiachen, ja diese bedarfsangaben kenne ich ..nur wie er auf die kommt ohne zuviel belastenden abfall zu produzieren(abfall den halt ein jeder hund anderes verarbeitet - einer mit sag ich mal etwas schlechter genetik kann davon krank werden, krebszellen ncith vollständig eleminieren).steht nirgends - leider ..

    Vergiss den "belastenden" Abfall. So schlimm ist der nicht. Der (gesunde) Hund ist dafür gemacht, auch diesen vermeintlich belastenden Abfall zu verarbeiten. Dafür hat er ein paar Organe, die auch nicht ganz arbeitslos werden wollen. Nur wenn diese Organe krank sind, DANN muss man entsprechende Einschränkungen beachten, die nur im Krankheitsfall sinnvoll sind und für einen gesunden Hund keinesfalls passend sind.

    Klar wenn man nur noch Hülsenfrüchte zur Eiweißversorgung hernimmt, dann kann das mit dem belastenden Abfall zu viel werden, aber wer seinem Hund eine Erbsen-Diät wie bei Woyzeck füttert, ist eh selbst schuld.


    .... google mal protein turnover (HAND 2002) dann verstehst du was um was es beim thema AS geht

    Da geht es um Regeneration nach Verbrennungen. Eine Extremsituation, in die du deinen Hund hoffentlich nicht bringen willst.