Beiträge von Selkie

    Als Schimpfwort habe ich Oma und Opa noch nie gelesen. Nur als kürzestmöglichen Hinweis auf "nicht mehr jung und augenscheinlich nicht mehr ganz fit" (edit: wobei der zweite Teil nicht mal zwingend sein muss, eigentlich reicht Alter aus). Auch wenn ich selbst das Wort in dieser Bedeutung nur für alte Hunde nutze, finde ich es nun wirklich nicht schlimm, ein so eindeutig verständliches Wort zu benutzen statt einer umständlicheren, ausführlichen (und garantiert weniger freundlichen) Beschreibung der körperlichen Beschaffenheit des betreffenden Menschen.

    Denn weder "Mutter" ist so negativ besetzt, noch "Kind".

    Dann erzähl mal in einem Forum, dass du ein Kind mit einem Hund Gassi schickst.
    Du wirst dich wundern ...

    10 Seiten später kannst du ja erwähnen, dass das Kind über 20 ist ...

    Habt ihr vielleicht noch einen Tipp was man Barney zu kauen geben könnte? Alles was kein Kauholz ist wird innerhalb einer Stunde vernichtet, dazu gehört auch Rinderkopfhaut.

    Eine Stunde? So lange hat hier noch ein Hund an irgendwas gekaut. 10 min ist für mich lange, 15-20min eine Ewigkeit, aber das sind dann Kauzeug-Stücke, die einer halben Tagesration entsprechen. :D

    edit:
    Ich hatte für meine erste Hündin mal einen kompletten Rinderbeinknochen. Den habe ich ihr nach 15min wieder abgenommen und stellte erschrocken fest, dass ich viel zu langsam war. Sie hatte in der Zeit eine halbe Gelenkkugel vernichtet, das war etwa ihre Wochenration an Knochen. (Ist zum Glück gut gegangen, sie hat zwar am nächsten Tag Kieselsteine gekackt, aber es kam alles wieder nach draußen.) Danach durfte sie immer nur noch maximal 5min an dem Knochen kauen.

    Naja, aber warum kaufe ich mir einen Pudel, Havaneser oder ähnliches, wenn ich von vornherein weiß, dass ich Fellpflege eher als lästiges Muss sehe :ka:

    Zum ersten, wie Persica sagt: es gibt auch noch andere Kriterien für die Hundewahl. Und wenn dann langhaarige/ pflegeintensive Rassen am besten passen, dann muss man da durch ...

    Zum zweiten: Krallen- und Zahnpflege ist nicht von der Fellbeschaffenheit abhängig sondern von anderen Dingen.

    Zum dritten: ich habe schon ganz oft von Pudel- und Langhaarhundehaltern vorgerechnet bekommen, dass ihre Hunde garantiert nicht mehr Fellpflegeaufwand benötigen als mein Teflon-Kurzhaarhund. Und damals hatte ich ein sehr pflegeleichtes Modell.

    Zum vierten: für mich ist "wenig Pflegeaufwand" tatsächlich ein Kriterium. Deshalb habe ich nun zum zweiten mal das praktische Kurzhaarmodell gewählt. Hat diesmal offensichtlich nicht funktioniert. Meine erste Hündin hat zweimal im Jahr abgehaart (dann hab ich jeweils ca 2 Wochen lang täglich gebürstet, zwischendurch gar nicht), Krallenpflege brauchte sie ab 14, Zahnpflege ab 15. Jetzt liegt neben mir ein Kurzhaarhund mit elend langen Krallen, dickem Zahnstein (es wird immer besser, aber vermutlich muss der TA trotzdem noch ran) und gräßlichem Dauerfellwechsel (jedenfalls haart sie seit fast 8 Wochen durchgängig).

    ich glaube für viele Hundehalter bedeutet Pflege etwas negatives.

    Kann ich gut verstehen. Pflege ist das einzige was mich an der Hundehaltung stört, ich hab da keine Lust drauf.
    Aber was solls, wenn der Hund es braucht, muss ich da durch ...

    was könnte ich als Groomer denn besser machen bei der Aufklärung?
    Auf die Hilfe der kleinen Tierarztpraxen kann ich dabei nicht zählen.

    Flyer an die Kunden verteilen?

    Flyer finde ich eine gute Idee. Da haben die Leute was in der Hand, wenn sie es denn annehmen wollen. Dazu natürlich noch die direkte Beratung.

    Und bei den Leuten, bei denen das nicht hilft, solltest du dir selbst keinen Stress machen. Du kannst die Welt nicht ganz allein retten.

    Du musst den Beutel ja nicht voll machen. Bei mir wird die Größe des Leckerlibeutel nicht durch die Größe und Menge der Leckerlis bestimmt, sondern durch die Größe meiner Hand. Ich muss bequem mit der ganzen Hand reingreifen können ohne ewig lange zu fummeln. Dann kann ich auch das letzte Mini-Leckerli problemlos jederzeit erreichen.

    @Selkie es gibt einige Wildhundarten, die sich ohne den Menschen entwickelt haben.

    Was meinst du mit "Wildhunde"? Ich kenne nur Dingos und Paria/Schensihunde, die als Haushunde gelten dürfen. Die anderen mir bekannte Wildhunde haben mit dem Haushund weniger zu tun als der Wolf.

    Dingos sind keine Haushunde mehr sondern eine andere Unterart. Paria-/Schensi-Hunde sind nicht vollständig vom Menschen unabhängig, sie werden zwar nicht aktiv versorgt, aber indirekt sind sie dennoch abhängig. Am Rande der menschlichen Gesellschaft kann man auch nur dann leben, wenn dieser Rand existiert. ;)

    Ich halte auch "unabhängig vom Menschen" für ein absolut ungeeignetes (Zucht-)Ziel. Wenn man als Mitteleuropäer mit einem Hund leben will, dann ist "unabhängig vom Menschen" eine ziemlich ungünstige Eigenschaft.


    Das ist durchaus möglich, ich züchte schon immer und ausschliesslich so, dass der Genpol nicht noch weiter eingeschgränkt wird.

    Sag ich doch: es wäre möglich.
    Wenn es aber nur einzelne Züchter machen, reicht das nicht aus. Sowas muss übergreifend passieren. Eine Berger-des-Pyrenees-Züchterin hat mir mal erzählt, dass bei ihrer Rasse alle Verpaarungen vom Zuchtverein genehmigt werden müssen. Ob das nach populationsgenetischen Gesichtspunkten geprüft wird, weiß ich nicht. Aber so eine übergreifende Prüfung wäre zwingend notwendig um Genverluste für die Rasse wirksam zu minimieren.

    :ka: Also es gibt auf den diversen Inseln dieser Welt ja tierarten die es nirgends anders gibt. Soviel genetische Masse ist da vermutlich nach all den Jahrhunderten auch nicht mehr da, denen gehts aber trotzdem weiterhin gut.
    Also, solange sie nicht systematisch ausgerottet werden durch das Trampeltier Mensch, natürlich.

    Zum einen sind die nicht immer so gesund, zum anderen haben die den Vorteil, dass sie sich mit dem vorhandenen Genpool gut erhalten können. In der Hundezucht ist es aber so, dass nicht nur die Gründertiere einer Rasse meist sehr eng begrenzt sind, sondern auch in Folge über die gesamte Zeit der Rassehundezucht immer nur ein recht kleiner Teil der Population in die Zucht kommt.

    Inselpopulationen müssen mit einem genetischen Flaschenhals leben. Hundezucht gleicht dagegen eher einem genetischen Trichter: in jeder Generation geht aus einem sowieso schon eng begrenzten Pool etwas verloren.

    @frauchen07

    Sollen wir nicht lieber statt "genetischer Verarmung" den Begriff "genetischer Flaschenhals" nutzen, bei dem auch IK (Inzuchtkoeffizient) und AVK (Ahnen-Verlust-Koeffizient) eine Rolle spielen?

    Wie gesagt: Ich halte den Flaschenhals-Begriff in der Zucht für unpassend. Ein Flaschenhals verengt sich an einer Stelle und das was da durchpasst, bleibt dann weitgehend erhalten. Das trifft in der Zucht leider nicht zu, wäre aber natürlich mit entsprechendem Zuchtmanagement möglich.

    Kaum eine Hunderasse könnte ohne den Menschen überleben und für die Arterhaltung sorgen (tatsächliche Wildhunde etc ausgeschlossen). Von daher kann man mMn wohl kaum von Verbesserung sprechen, wenn der Hund die Fähigkeit zum Überleben verloren hat. Das gleiche gilt für alle Haustierrassen: weniger intelligent und anfälliger; da brauch man doch nichts zu beschönigen :ka:

    Hunde würden ohne Menschen gar nicht existieren. Wenn sie nicht vom Menschen abhängig wären (in irgendeiner Form und sei es nur als Abfallvernichter), dann wären es keine Hunde sondern Wölfe oder Dingos oder noch was ganz anderes.

    Wenn also die Unfähigkeit ohne Menschen zu überleben ein Qualzuchtmerkmal ist, dann sind ausnahmslos alle Hunde Qualzuchten. Die gesamte Unterart.
    Diese Eigenschaft in verschiedenen Ausprägungen zu formen, kann demzufolge als "Verbesserung" gelten, wenn die jeweils geförderte Ausprägung gut zu bestimmten Menschen und deren Anforderungen an einen Hund passt.