Beiträge von ThorstenD

    Maulkorb oder nicht ist mir egal. Ich geh da entspannt naiv an die Sache.
    Hund an Leine = kein Kontakt, ob Maulkorb oder nicht. Das einzige was ich mache, aber auch das ist unabhängig vom Maulkorb, ist, dass ich bei Hunden die deutlich anzeigen keinen Bock auf andere Hunde/Menschen zu haben, zügig vorbeigehe oder entsprechend Platz lasse. Damit keiner auf die Idee kommt ich würde fliehen, fühlt sich als Hundehalter oftmals nicht so prall an, grüße ich dann aber immer recht freundlich um zumindest die Spannung zwischen den Menschen rauszunehmen.

    Bei nem Hund im Freilauf, unter Berücksichtigung der Örtlichkeiten, gehe ich auch mit Maulkorb von einer gewissen Artgenossenverträglichkeit aus. Unverträgliche Hunde gehören mit Leine gesichert.

    Maulkorb ist in meinen Augen oftmals einfach nur eine zusätzliche Absicherung und halt kein Zeichen von Unverträglichkeit.
    Eine Bekannte verpasst einem ihrer 3 Windhunde immer einen Maulkorb wenn es im Freilauf zu Begegnungen mit kleinen Hunden kommt.
    Ein anderer Bekannter sichert seine beiden Barsoi im Freilauf grundsätzlich mit Maulkorb, auch wenn seit Jahren nichts passiert ist. Sicher ist sicher.
    Eine aus der RO Gruppe sichert ihren Hund auch grundsätzlich mit Maulkorb, weil der halt alles und hierbei meine ich alles, frisst was er in die Schnauze bekommt.

    Wenn ich der Meinung bin, richtig gehandelt zu haben, kann sich doch die ganze Welt das Maul zerreißen wie sie will.

    Als bekennender Hundewiesenfan kenne ich glaube ich ausreichend Geschichten, (üble) Nachrede und Geläster was die Anschaffungskosten und Art der Anschaffung angeht. Da ist von Geiz ist Geil bis zum Statusobjekt Hund, der nicht unter 2000€ kosten darf und die Verwandschaft 1. Grades mindestens 1 europäischen Titel auf irgendeiner Feld-, Wald- und Wiesenauststellung gewonnen haben muss, alles dabei. Nur um die Gesundheit ging es ganz, ganz selten.
    Hab ich nie verstanden, aber ich hätte auch fast 2000€ für nen Schweizer Schäferhund, Rüde, 13 Monate, mit Papieren, als Rückläufer einer Blindenführhundschule ausgegeben und es sehr wahrscheinlich nicht eine Sekunde bereut.

    Habt ihr anderen EHH (Einzelhundehalter ) das Gefühl, dass ihr mehr mit euren Hunden im Alltag macht, ihnen mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung schenkt als wenn ihr zwei oder mehr Hunde hättet?

    Definitiv, liegt aber daran, dass ich mir aktuell nicht vorstellen kann, einen einfachen Begleithund zu halten, der mit bisl Gassi zufrieden ist. Solch ein Hund wäre mit dem aktuellen Tagespensum, abseits vom Hundeplatz, sicherlich zufrieden, entspricht aber derzeit nicht meinem Beuteschema.

    Ich frage mich aber schon hin und wieder, ob bei zwei Hunden oder in meinem Fall einem zweiten Hund zusätzlich zu Luna, der Zugewinn an sozialer Interaktion zwischen den Hunden nicht ausreichend ist um das wenige an "Einzelhundzeit" was weg fällt, gut zu machen. Den Großteil macht man ja eh zusammen, wie Gassi oder ins Büro gehen :ka:

    Ich kenne Hundehalter die sich im Vorfeld so gut wie gar nicht über typische Rassekrankheiten informieren, dementsprechend den Welpen nach Optik und Preis aussuchen und beim Vermehrer landen. Einige haben das durchaus bereits bereut.

    Für nen Schweizer Schäferhund mit Papieren und entsprechend gesunder Abstammung hätte ich (in Deutschland) vor 2 Jahren zwischen 1000 € und 1300 € gezahlt. Ein Preis den ich für angemessen halte, da ich hier eine entsprechende Sozialisierung und gesunde Eltern voraussetze. Die Preise haben sich, bei den Züchtern die ich im Blick behalten habe, in den letzten 2 Jahren nicht verändert.

    Hajo, es war halt auch nicht der erste Besuch dieser Katze. Ist halt recht jung und zutraulich, evtl. zu viel als gut für sie ist. Bei letzten Mal saß sie auf der Fensterbank in der Küche und Luna saß verwirrt davor. Könnte mir durchaus vorstellen, dass Luna mit ner Katze im Haushalt klar kommt, aber bei unangemeldeten Besuchskatzen garantiere ich halt für nix.
    Allein die Tatsache, dass die Katze andauernd übers Dach läuft würde mich stören. Bei ~20m Fallhöhe helfen auch keine 9 Leben.

    Samstag Abend wurde Luna plötzlich unruhig. Ich dachte es liegt am Feuerwerk im Ort, aber das war schon ne halbe Stunde lang vorbei. Immer wieder ist sie Richtung Bad und Treppe zum Dachboden /Kinderzimmer. Nix dabei gedacht aber halt nachgeschaut. Nix gefunden, wieder auf die Couch und irgendwann war Ruhe und es ging ins Bett.
    Sonntag dann: Morgenrunde, Frühstück, Hund ausbürsten. Plötzlich rennt die Katze aus dem Schlafzimmer an uns vorbei, durch den Flur und die Treppe zum Dachboden rauf. Das Problem: Wir haben keine Katze. Hund hinterher, Aufregung², Hund zurückgerufen und im Badezimmer geparkt. Nen Badelaken geschnappt und auf Katzensuche gegangen :muede:
    Gesucht, gefunden, eingesammelt, ins Laken gewickelt, dem verwirrten Hund gezeigt und aus dem Bad befreit, Schuhe an und zum Nachbarn. Die noch völlig schlaftrunken auf den Hinweis hin, dass es evtl. nicht ganz so cool ist wenn das passiert und Luna alleine daheim ist: "Ist halt ne Katze, was sollen wir da machen?"
    :ugly:

    Ich hätte gerne 3 Hunde. Würde aber auch gerne im Lotto gewinnen oder nur noch 20h/Woche arbeiten, aufhören zu rauchen und mich gesünder ernähren. Gestern gab es Salat. Da man nicht alles haben kann bleibt es also beim Einzelhund :ka:

    Mein Wunsch nach mehr Hunden wird immer dann geheilt, wenn ich nen Besuchshund habe, da bin ich dann oftmals froh am Ende des Besuchs wieder nur meinen ruhigen Schäfi daheim zu haben.
    Vielleicht wird es irgendwann mal mehr, aber aktuell siegt der Verstand, denn Luna geht es gut, mir geht es gut, der Alltag ist geregelt, Notfallpläne A bis C funktionieren. Warum also das alles riskieren?

    Gasthund(e) gibt es hier zeitweise, meist nur für wenige Tage oder auch mal nur zur Übernachtung, aber irgendwie immer ungeplant bzw. ergibt sich das spontan.

    Da wären:
    Die beiden Mini-Aussies meiner Schwester. Beide zusammen mit Luna hat nicht gut funktioniert, da musste viel geregelt werden. Nur eine von beiden mit Luna hingegen klappt wunderbar, sowohl im Haus als auch draußen. Ist aber auch ein unfassbar einfach zu händelnder Hund.
    Der Chi meiner Tante. Najo. Er ist sehr interessiert an Luna, Luna ignoriert ihn komplett. Problemloses nebeneinander herleben alles in allem. Da es aber ein Taschenhund ist, der Leine und Halsband nur vom Tierarzt kennt, brauch ich das nicht all zu oft.
    Der Schäferhund-Mix und der HSH-Labbi Mix einer Freundin. Beides treue Seelen die für Fressen alles machen. Leider ist der HSH-Mix nicht mehr. Keinerlei Probleme im Zusammensein, weder draußen noch drinnen. Mit dem Schäfi-Mix wurde sogar schon das Körbchen geteilt.
    Die beiden Dackel meiner Ex. Ja, nein. Hyperaktiv und grenzenlos unterwegs. Luna hat eine seeeehr lange Zündschnur daheim, aber die 2 haben es geschafft, das ich sie trennen musste. Draußen war es dann kein Thema, da alle mit sich selbst beschäftigt waren und nur ich mit 3 Leinen zu kämpfen hatte.

    Alles in allem klappt das alles recht gut. Hatte mir vor dem ersten Besuchshund keine Gedanken gemacht, da ich sowas wie Ressourcenverteidigung nicht kannte. Inzwischen gibt es hier eine Routine. Essen weg, Kauzeug weg, Spielzeug weg, jeder Hund sein Körbchen in ner anderen Ecke des Wohnzimmers.
    Draußen gibt es nur Garten oder Leinenspaziergang, einzige Ausnahme hiervon ist der Mini-Aussie. Die hat nen Auto-Fuß-Schalter im Kopf :D

    Alles natürlich als Freundschaftsdienst. Futter und Kudde bringen die Hunde mit, Rest ist vorhanden.

    Spannend finde ich dennoch, dass viele ihre eigene rasse als so ultraspeziell betrachten.

    Finde gar nicht das viele ihre Rasse so als ultraspeziell darstellen, sondern eher, dass das erlebte Verhalten doch teilweise arg von Rassebeschreibungen oder erwartetem Verhalten abweicht und es deshalb erwähnt wird. Zumindest hier ist es so, sowohl hinsichtlich meines Hundes als auch der Rassevertreter die ich näher kenne.


    Anscheinend haaren ja nicht alle Hunde so sehr wie Schäferhunde Und sie sind weiß, man sieht sie sofort. Man kann es sich vielleicht nicht vorstellen, aber das stört mich tatsächlich, obwohl ja vorher 'klar' war, dass überall Haare rumfliegen werden. Aber überall, trotz (teilweise mehrfachem) täglichen Staubsaugen/-wischen, Abfusseln und regelmäßigem Bürsten; wir sind da wirklich hinterher - in frisch gewaschener Wäsche, in der Spülmaschine, teilweise im Essen, natürlich immer auf dem Boden, auf/in Teppichen, auf der Bettwäsche, auf den Tischen, in Schubladen, auf allen Klamotten...

    Das ist so ziemlich das einzige was hier genau so ist wie es erwartet wurde: Haarmageddon :shocked:

    Die ist aber total harmlos. Sobald der Hund wegschaut wird das Kommando recht scharf wiederholt. Ich kenne Vereine, da waere das schon zuviel und ich muesste es 'heimlich' tun. Was mAn absolut laecherlich ist, aber gut.

    Bitte was? Bei uns wird ja durchaus variabel und passend zum jeweiligen Hund korrigiert, aber Ablage ist Ablage und Gruppenarbeit ist Gruppenarbeit. Hier wird abkippen, schüffeln, rumglotzen direkt verbal unterbunden, ab der ersten Einheit.
    Evtl. fehlt mir da ja die Vorstellungskraft, aber wie macht man sowas denn in Wattebauschmethode?