Beiträge von ThorstenD

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Wir waren am Wochenende auswärts spazieren und da hat er so dermaßen gezogen, dass wir uns jetzt auf ein langwieriges, konsequentes "stop-and-go" mit der kurzen Leine entschlossen haben bis er es kann.

    Das hielt ich auch mal für eine tolle Idee. War es aber nicht, weil es den Hund (hier) halt massiv überfordert. Der Erfolg stellte sich erst ein als wir zwischen Übung = kurze Leine am Halsband und Freizeit = Leine am Geschirr unterschieden haben.
    Die Zeit am Halsband wurde mit der Zeit immer länger. Wichtig ist halt auch das der Hund begreift was der Mensch möchte. Zwischen a) generell nicht ziehen und b) laufen auf Höhe des Menschen liegen Welten.

    IB hilft dem Hund, das richtige Verhalten zu finden.
    KGS heisst, der Hund tut bereits das Richtige, soll nur das Verhalten länger zeigen.

    Genau das steht z.B. auf dieser Easy Dogs Seite halt nicht. Dort wird auch nur ein gewünschtes Verhalten das der Hund bereits zeigt mit der Brücke unterlegt und später gemarkert und belohnt. Ich sehe da nicht wo der Hund ein Verhalten dank dieser Brücke selbständig finden soll. Für mich ist das nur ein Marker für den bald kommenden Marker auf den wiederum eine Belohnung erfolgt :ka:

    Schleifen? Pokale? Urkunden? Oder was anderes? War ein großes Thema bei der Turnierplanung. Irgendwie haben alle "genug" Schleifen. Für die BH gibt es sie trotzdem nächsten Monat.
    Für Obi Klasse B-3 haben unsere fleißigen Bastler Schnüffelteppiche selbst gemacht.

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    Selten wurde so viel geflucht bei uns wie während der Zeit wo "mal kurz" ein Dutzend Teppiche gemacht werden sollte :D

    Gestern haben wir die Teams und Startreihenfolge für die BH festgelegt. Mein "ist mir egal" brachte mir Startplatz 1 im Team mit nem BC der Ablage echt langweilig findet. Wird schon werden.

    Beim Platzteil bin ich entspannt. Der Verzicht auf den Vorsitz nimmt mir den Druck noch was neu aufbauen zu müssen. Den Abzug nehme ich in Kauf. Ob und wie viel gezogen wird wenn Luna in der Gruppe etwas hinterherhängt wird von der LR abhängen. Ebenso wenn die LK wieder etwas übereifrig eingesprungen wird.
    Beim Verkehrsteil zeigte sie sich in den letzten 5 Einheiten immer von ihrer besten Seite - trotzdem hoffe ich auf schlechtes Wetter :pfeif:
    Diese und nächste Woche werden wir nur noch ein wenig an den 2 Schwachstellen arbeiten und das im Obi Thread beschrieben Prüfungstraining absolvieren. Immer nur in kurzen Einheiten. Nächste Woche dann der Probelauf und dann fahren wir das Programm runter bis zur Prüfung.
    Mal sehen wie nervös ich bei der Prüfung bin. Noch rede ich mir ein, dass das alles ganz easy wird, schließlich bin ich bei anderen Sportveranstaltungen auch schon vor Publikum aufgetreten und da war es mir tatsächlich egal :ugly:

    Nach dem dritten Durchgang hatte meine Knallschote das Spiel durchschaut und sich spätestens beim dritten Leckerchen einfach hingelegt und gewartet das ich fertig bin mit dem Zählen xD
    Da mir der Unterschied zwischen einem Keep Going Signal und einer intermediären Brücke nicht einleuchten will sind wir bei ersterem geblieben.

    Hier sind sowohl Clicker als auch Markerwort im Einsatz. Weder das eine noch das andere beendet eine Übung. Es wird lediglich das gewünschte Verhalten punktgenau markiert, daher können wir beides sowohl für stationäre Dinge (Gs, Sitz, Platz...) als auch für Übungen in der Bewegung wie Fußlaufen nutzen. Ein verbales Keep Going Signal haben wir unabhängig davon aufgebaut.
    Ich finde clickern sehr angenehm. Es ist schnell, punktgenau, klingt immer gleich und wurde bisher von allen Hunden die ich kenne schnell verstanden. Ein angenehmer Nebeneffekt ist auch, dass man sich von jemand anderem Clickern lassen kann im Training und so halt nicht auf den Hund schauen muss. Freies Formen ohne Clicker finde ich grauenhaft.

    Ein Trainer der auf nen Clicker für die Basisausbildung besteht würde mich genau so wenig wiedersehen wie einer der mit dem Click eine Übung beendet.

    Was aber keine Rolle spielt. Hunde können sich prima binden, ohne von Anfang an mit einer Person zu sein. Mein erster Hund hatte schon am ersten Tag eine Grundbindung zu mir und er war auch bereits 11 Monate alt.
    Meine Hündin war über ein Jahr alt als sie zu mir kam und hat schnell Bindung aufgebaut. Sie ist ebenfalls aus dem Auslandstierschutz. Das ein solcher Hund einen Kulturschock erfährt, wenn er nach Deutschland kommt und dann sich draußen nicht unbedingt an seinem Halter orientieren kann, sollte klar sein. Meine Hündin war die ersten Tage so vom Gebüsch (!) abgelenkt, dass sie minutenlang an einem Ästchen stand und dran rumschnüffelte. Eben weil es so neu war.

    Natürlich können Hunde sich prima binden, das habe ich auch gar nicht in Abrede gestellt. Der zusätzliche Hinweis auf die unterschiedliche Herkunft ist nur oftmals etwas das gefrustete Hundehalter die zu Quervergleichen neigen besser verstehen, als wenn man direkt über Rasseeigenschaften und co. argumentiert. Das Problem mit dem Vergleichen verschiedener Hunde und deren Lernfortschritt ist mir nicht neu. Habe ich sowohl in der Hundeschule als auch in der Basisgruppe erlebt.
    Vor knapp nem 3/4 Jahr kamen 2 junge Hundehalter mit ihren Border bzw. Bordermix in die Basisgruppe. Hunde und Menschen etwa gleich alt und gleich weit in der Erziehung. Der eine entwickelte sich prächtig, jede Woche große Fortschritte sowohl in der Alltagserziehung als auch im Sportbereich. Der andere brauchte für alles länger, viele Alternativen und es gab Rückschläge im Alltag. Als externer Beobachter konnte man trotzdem sehen wie sich auch dieser Hund entwickelte und welche Fortschritte Hund + Halter machten. Trotzdem saß die Halterin nach einer weniger guten Stunde in der Basisgruppe mit Tränen im Auto.
    2 Kaffee und 2 Kippen später war schnell klar, dass der Hauptgrund für den Frust aus den Vergleichen mit anderen Hunden, deren schnellere Entwicklung und dem Übersehen der eigenen Fortschritte zu Gunsten der bestehenden Baustellen herrührte.
    Das Verkennen der eigenen Fortschritteist mir nicht fremd, daher bin ich immer hellhörig wenn jemand gefrustet ist und sich mit anderen Hunden vergleicht.

    Du wirst eine gigantische Frustrationstoleranz haben in zwei Jahren

    Das kann ich bestätigen. Dank der Knallschote fühle ich mich bereit für die Pubertät meiner Tochter.. blöde nur, dass sie schon damit durch ist. Diesmal hätte ich gewonnen! xD

    Man darf aber auch nicht vergessen, dass die, die so ein Geschrei wegen der Hunde veranstalten, trotz allem in der Minderheit sind - man bloss die anderen rufen nie i-wo an, die marschieren da vorbei und gut (und bei solchen sind die Hunde auch eher ruhig, bis auf kurzes Anschlagen, HSH funktionieren wie Topfschlagen, sie spiegeln das wieder, was auf der anderen Seite vom Zaun passiert)

    Dank des Forums und der u.a. von dir betriebenen Aufklärung in Sachen HSH für Leute die damit nix zu tun haben freue ich mich immer über funktionierende HSH wenn ich mit Luna unterwegs sind. Da geht es immer an den eingezäunten Flächen ich zügigem Schritt mit eng geführtem und sich benehmenden Hund vorbei und wenn wir ein par Meter weg sind hört das Gebelle auf und ich denke mir: "Geil, wie im Forum beschrieben! xD "

    Infoschilder hängen hier bei vielen mobilen Schäfereien auch, manchmal jedoch direkt am E-Zaun. Die liest dann keiner wenn dahinter 2 oder mehr HSH ihren Job machen :ugly:

    @ThorstenD

    So wie du das beschreibst mache ich bei Mulder die Prüfungsvorbereitung und es war für uns der Durchbruch. Erst damit war er wirklich von Anfang bis Ende aufmerksam.

    Ich habe es in einem Buch von Denise Fenzi gelesen, die auch Übungen vorschlägt wie der Hund lernt aktiv Arbeiten zu fordern. Im englischen Sprachraum nennen Sie das Engagement. Aber bestimmt hat sich das auch schon unter anderen Hundetrainern herumgesprochen.

    In meinem Verein üben jetzt auch die Kandidaten für die BH Prüfung so. Zwar nicht das gesamte Fußschema, aber zumindest das Betreten des Platze und die ersten Schritte Fuß mit absoluter Aufmerksamkeit.
    Sonst halt "Schade", "oops" oder "erwischt!", weg vom Platz und neuer Versuch. MEGA Belohnung wenn's klappt.

    Von Denise Fenzi steht bei mir noch "Beyond the Back Yard" auf der Wunschliste.

    So einen Tag nach dem Training fand ich das schon recht beeindruckend und es wurde auch schon direkt festgemacht, dass das zukünftig immer wieder in kleinen Häppchen so gemacht wird.

    In unserer BH Gruppe sind auch einige in die Falle getappt, dass der Hund immer auf dem Platz aufgewärmt wurde. Da war für einige schnell klar Platz betreten = rumkasperln und zergeln, erst danach wird ordentlich gearbeitet. Versuch so mal die Gruppenarbeit oder die Chipkontrolle :ugly:

    Ich werde das Donnerstag und Sonntag nochmal antesten, gestern konnte ich mir kein ausreichendes Bild davon machen wie das auf Luna wirkt. Wir haben durchaus Hunde dabei wo die Kombination aus No Reward Marker und andauernder Wiederholung gestern eher zu massiven Stress geführt hat. Bei anderen wiederum hat es zwar auch länger gedauert, aber der Hund wollte es da unbedingt richtig machen und man hat richtig gesehen wie es dann "Klick" gemacht hat.

    Hierzu direkt was:

    Inzwischen wird es immer frustrierender weil wir sehen wie deutlich jüngere Hunde aus der Schule ungefähr 500mal weiter sind als wir, sodass wir uns mittlerweile die Frage stellen ob wir so zusammenpassen. (Ich hasse mich für diesen Gedanken)

    Das ist ein super Ansatz um sich selbst tierisch zu frusten. Hilfreich ist es nur überhaupt nicht. Ihr habt den Hund mit ~5 Monaten bekommen, zuvor war sie im Tierheim, davor in Griechenland. Die wichtigste Phase hinsichtlich Bindung hat sie also irgendwo, irgendwie mit irgendwem verbracht. Hinzu kommt die Rasse. Schäferhundmix aus Griechenland klingt immer lustig. Oftmals ist da irgendwas an HSH mit drin und die Halter wundern sich dann wo denn der Will to please ist wenn der Hund selbständig unterwegs ist.
    Ihr habt nen Einzelfall also bringen euch Vergleiche mit anderen Hunden herzlich wenig.
    Konzentriert euch lieber auf Eure Fortschritte, das hilft (aus Erfahrung) erheblich mehr, egal wie klein sie sind.

    Zu dem Rest fallen mir 2 Fragen/Dinge ein:


    zumal sie draußen auch Belohnungen nicht annimmt (weder Spielzeug noch Leckerlies noch sonst was)

    Klingt erstmal nach Stress, aber nimmt sie denn Belohnungen im Haus an? Gibt es dort etwas wofür sie "alles" machen würde?
    Könnt ihr überhaupt mit ihr spielen, mit einem entsprechenden Spielzeug? Es gibt genug Hunde die das niemals gelernt haben und dementsprechend egal ist ihnen ein Spielzeug drinnen und draußen. Ich musste meiner Knallschote auch erst das Spielen beibringen und dann haben wir gemeinsam ihr Lieblingsspielzeug gefunden für das sie inzwischen alles macht. Hat auch nur knapp 1 Jahr gedauert :pfeif:

    (Interessant hierbei ist, wenn wir uns draußen verstecken sucht sie uns sofort panisch).

    Im abgeleinten Zustand (bspw. auf einem umzäunten Gelände) entfernt sie sich immer sehr weit von uns sobald die Schleppleine ab ist und achtete ab diesem Zeitpunkt kein bisschen mehr auf uns bis zum dem Zeitpunkt an dem wir aus ihrem Sichtfeld verschwinden.

    Ein Hund der reagiert wenn ihr aus dem Blickfeld verschwindet achtet sehr wohl auf seine Menschen. Ist eher ein gutes Zeichen als etwas schlechtes.
    Wie stellst du dir das denn vor wie es sein sollte? Eher so Labradorklischee mäßig ständig in der Nähe und fiddelnd darauf warten das die Zweibeiner endlich einen Ball schmeißen?
    Oder geht es euch nur um den Radius in dem der Hund sich offline aufhält?

    Was macht der Hund denn überhaupt wenn er ohne Leine unterwegs ist? Zeitung lesen? Jagen? Mit anderen Hunden spielen? Reagiert sie auf andere Menschen, Tiere, Radfahrer im Freilauf?