Aron ist mir letztes Jahr im Sommer weggelaufen. Es war zu 100% mein Fehler und seitdem ist aber auch klar, dass dieser Hund niemals nie selbst in übersichtlichem Gelände wird freilaufen können.
Wir waren bei meiner Familie zu Besuch und da ihr Garten, direkt an ein Feld angrenzend nicht eingezäunt ist, hab ich ihn draußen immer an der Schleppleine angebunden. Als wir mal wieder raus sind, ist er an der Schleppleine so um mich herumgewuselt, dass ich dachte ,,Komm, einmal kurz zusammen toben und zergeln''. Mache ihn also von der Leine ab, er ist 2x fröhlich um mich herum gehüpft - dreht sich um und rennt weg. Zielstrebig zum nächsten wirklich winzigen Waldstück. Eigentlich nur eine Ansammlung von Bäumen. Aber natürlich war genau dort ein Reh, dass er dann gehetzt hat - quer über die Felder, weg war er. Natürlich ohne Tracker am Halsband, der war da gerade kaputt. Wir haben ihn alle über Stunden gesucht und ich war davon überzeugt ihn nie wieder zu sehen. Warum hätte er auch zurückkommen sollen? Die Wälder voller Rehe, unzählige Spuren zum hinterhergehen. Abends war dann doch ein Feuerwerk angesagt und Aron hat furchtbare Angst davor. Noch dazu war er ja mehr oder weniger ortsfremd, wir sind ja nur alle paar Monate mal dort. Das war die absolut schlimmste Nacht meines Lebens.
Am nächsten Morgen haben wir uns wieder bereit gemacht weiterzusuchen - da lag er völlig fertig auf der Terrasse und hat gewartet, dass ihn jemand reinlässt. Bin ihm heulend um den Hals gefallen und von da an war spätestens klar, wie sehr ich diesen Klappstuhl trotz seiner Macken liebe.