Beiträge von *Sascha*

    Im Falle des Rüden würden wir nach Frankreich fahren und ihn dort auch persönlich kennen lernen wollen, alles andere ist mir zu risikoreich.

    Und genau das würde ich jetzt tun. Wenn der Rüde für euch ehrlich eine Option ist und du dir durchaus auch vorstellen kannst, dass der bis zum Tod des Rüden der Eltern noch immer ein Zuhause sucht, dann sucht jetzt den Kontakt und fahrt jetzt hin und schaut, ob er in der Realität überhaupt eine echte Option wäre. Es macht doch keinen Sinn sich da immer wieder Gedanken zu machen, ob es passen würde oder nicht oder ob man nicht evtl. hätte doch.
    Wenn der Rüde wirklich so schwer vermittelbar ist, dann werden die Menschen im Tierheim sich über jeden Interessenten freuen, auch wenn diese den Hund nur evtl. und wenn dann erst in ein paar Monaten übernehmen würden. Das Risiko, dass sich dann bis dahin jemand anderes findet, hast du ja, ob du nun hinfährst oder nicht.

    Es gab bisher an jedem Hund Verhaltensweisen, die mir nicht so in den Kram passten, aber sie waren eben Teil der Beziehung zwischen dem jeweiligen Hund und mir. Ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob ein in allen Dingen für mich "perfekter" Hund für mich perfekt wäre, denn gerade die Arbeit an den "Problemstellen" ist bei mir wohl Teil einer Perfektion. Versteht man, was ich meine?
    Vor ein paar Wochen dachte ich tatsächlich kurz mal, ich hätte an keiner Stelle ein "Problem" mehr mit Timur, also keines, dass die Perfektion beeinträchtigt. Und irgendwie fehlte mir plötzlich etwas. Was war ich froh, als sich wieder ein Problem auftat. xD Auch wenn es dann natürlich wieder "nervt". xD

    Ich weiß nicht welche Motivation dahinter war XD

    Ja, ich empfinde meine Frage nämlich auch gar nicht als so einfach locker flockig beantwortbar.

    Für die meisten von uns gehören Hunde einfach zum Leben dazu, ohne Hunde ist vielen von uns wahrscheinlich ein Leben gar nicht mehr vorstellbar.

    Mein Frage ist aber eben genau die Frage nach dem "Warum?". Was ist es, was für jeden einzelnen von uns den Hund aus seinem Leben kaum noch wegdenkbar macht?

    Wenn ich versuche das für mich zu beantworten, dann ist es, glaube ich, tatsächlich das Gefühl nicht allein zu sein, immer einen Begleiter im Leben zu haben. Jemanden, der einfach immer da ist und für den ich immer da bin. Das Pferd hat sein eigenes Leben, die Katze auch, alle anderen Haustiere leben irgendwo bei mir, aber der Hund, der lebt MIT mir.

    Wenn Lilly nicht erfüllend genug ist, dann sollte man ihr fairerweise ein Zuhause suchen, wo man ihr gerne hilft.

    Man kann Tiere lieben und sie trotzdem als Belastung empfinden.

    Zu allem anderen werde ich nichts schreiben, da du dein Bild von der TS bereits gefestigt hast und das auch im vorherigen Thread deutlich zu erkennen war. Ich möchte nur noch anmerken, dass du die TS nicht kennst und nichts weiter als ein paar Beiträge aus einem Forum von ihr kennst. DAS ist keine Grundlage, um einen Menschen in diesem Umfang zu bewerten (abzuwerten).

    Eine einfache Frage?

    Erzählt mal, warum lebt ihr euer Leben mit einem Hund oder warum sind es sogar gleich mehrere?
    Wie kamt ihr dazu euren ersten Hund zu euch zu nehmen?

    Welche Erwartungen hattet ihr vor dem Kauf an das Leben mit einem Hund?
    Haben sich eure Erwartungen im Laufe der Zeit/mit den verschiedenen Hunden verändert?

    Warum lebt ihr nicht einfach ohne Hund?
    Welche eurer Bedürfnisse erfüllen eure Hunde oder haltet ihr eure Hunde aus rein altruistischen Gründen?
    Warum ein Hund und kein anderes Tier?

    Erzählt doch mal!

    Ich bin da ja der Typ, der da eiskalt einen Zaun durch die Wohnung ziehen würde und zwei dauerhaft und fest getrennte Bereiche schafft.

    Ich glaube, deshalb ecke ich hier im Thread u.a. so an. Ich bin eher der Typ Versorge sinnvoll und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln meine vorhandenen Tiere und Bürde denen keine weitere Belastung auf.

    Statt: ich hab aber jetzt Bock auf nen richtigen Hund wie aus insta und damit muss mein Umfeld halt klarkommen.

    Ich finde den Umgang mit der TS hier generell nicht schön. Klar ist sie noch immer zu naiv und hofft, dass sich für alles eine irgendwie einfache Lösung findet.

    Ich sehe aber auch, dass sie sich nach Kräften um das Wohlergehen ihres Mopses kümmert und sie ihr eben nicht egal ist.

    Aber auch die TS hat Wünsche und Träume und es ist eben absolut nicht absehbar wie lange sie diese noch zurückstellen muss, weil sie sich um Lilly kümmert. Ich verstehe auch nicht, warum man andauernd darauf herumhackt, dass sie Lilly nicht als "richtigen Hund" bezeichnet, weil sie von einem Hund etwas anderes erwartet als das, was Lilly bauartbedingt noch möglich ist. Das ist doch die Realität, dass dieser Hund eben die Dinge, die für andere Hunde selbstverständlich sind, nicht leisten kann und sich die Freizeit der TS in erster Linie um die Bedürfnisse von Lilly dreht. Wie man ihr da noch unterstellen kann, dass ihr Lilly egal ist, das ist mir echt schleierhaft.

    Im Übrigen muss man nicht immer von seiner eigenen Hundehaltung darauf schließen, dass sie die einzig selig machende ist. Ja, ich bin der Typ, der Lösungen findet, wo andere keine Lösungen sehen, aber die einzige, die da evtl. einmal drunter leidet, das bin ich, weil ich mir zu viel zugemutet habe, sonst niemand und schon gar kein Tier. Deswegen rate ich der TS auch keinesfalls dazu eine Lösung zu finden, ich sage ihr nur klipp und klar, wie eine solche Lösung aussehen müsste und dass sie sich keine Illusionen machen soll, dass es anders bzw. einfach so funktionieren könnte.

    Ich würde niemals einen Welpen zu einer älteren Mopsdame setzen, trotz HO nicht.

    Und genau das muss der TS klar sein. Sie hat dann zwei Hunde, die sie dauerhaft getrennt halten muss. Ich bin da ja der Typ, der da eiskalt einen Zaun durch die Wohnung ziehen würde und zwei dauerhaft und fest getrennte Bereiche schafft. Dafür muss man aber schon ein bisschen verrückt und kreativ sein. Dazu Ruheplätze etablieren und bei gemeinsamen Aktivitäten oder zeitgleicher Raumnutzung den Welpen/Junghund anleinen. Und das so lange bis der Junghund verstanden hat, dass die Mopsdame Tabu ist, immer. Das ist dann ein miteinander leben und kein Zusammenleben, kein Freund für den Mops. Ich würde da erstmal von zwei Jahren ausgehen bis das auch ohne Management harmonieren könnte. Will die TS das wirklich, kann sie sich so ein Leben vorstellen und geht das auch mit der Oma? Und nein, bitte nicht hoffen, dass es doch anders funktioniert, es ging schon einmal schief. Harte Wahrheiten und keine rosaroten Wolken bitte. Das wäre eine ganz hohe Belastung für BananaAnna, wenn es nicht zu einer unerträglichen Belastung für die Tiere werden soll.

    Und ich gehe davon aus, dass BananaAnna nach Zoe nun weiß, was ein Welpe bedeutet in ihrem Haushalt. Sie muss nur auch wissen, dass es bei einem neuen Welpen nicht einfacher wird, denn die echten noch größeren Probleme, die mit einem Dobermann auf sie zu gekommen wären, hat sie noch gar nicht erlebt.

    Ich sehe bei der TS keinen Hund der nach einer konsequenten Führung verlangt, weder mit noch nach Lilly. Vllt irgendwann mal mit viel mehr Erfahrung, aber nicht in nächster Zeit.

    Mir tut die Situation total leid, weil niemand absehen kann, wie lange die TS ihren Traum nach einem fitten und agilen Begleiter noch zurückstellen muss.

    Ganz unabhängig von Lilly musste ich bei den Wünschen der TS sofort an einen Kleinpudel denken. Ja, der ist lockig, aber bringt alles mit, was du dir wünschs, viel Tempo, viel Bock, Leichtführigkeit und er ist überall ein angenehmer Begleiter. Ansonsten vllt noch Sheltie oder auch Mittelspitz. Gerade der Spitz kann aber ziemlich eigen sein, das muss man mögen und du hast halt bei den beiden letzten Rassen jeweils eine gewisse "Kläffigkeit", die natürluch lenkbar ist, aber zur Rasse gehört und kein NoGo sein darf.

    Aber die Situation mit Lilly ist natürlich einfach total suboptimal. Ich mag das von außen nicht einschätzen. Du BananaAnna hast die Situation mit deinem letzten Welpen erlebt. Hast du eine Vorstellung davon, was du bei einem neuen Welpen direkt anders machen müsstest, würdest. Kannst du das wirklich konsequent umsetzen und was würde das trotzdem für Lilly bedeuten? Ich erinnere mich daran, dass du bei Zoe nicht einmal sicher trennen konntest, sondern Lilly dann in der Box saß. Ohne eine Möglichkeit die Hunde monatelang in der Wohnung getrennt halten zu können, wird das auf keinen Fall etwas. Sowohl der Welpe als auch Lilly brauchen ihren eigenen Bereich, in dem sie trotzdem zu jeder Zeit Sozialkontakte mit dir pflegen können und am Leben teilhaben. Spiel doch nochmal im Kopf durch, wie es mit Zoe war und wie man das besser und für alle zur Zufriedenheit lösen könnte. Denk darüber nach, was der Trainer dir für Aufgaben mit auf den Weg gab, welche Einschätzung er hatte. Geh davon aus, dass es bei einem anderen Welpen genau so umgesetzt werden muss. Ein Welpe und Lilly können nur dann ganz langsam aneinander geführt werden, wenn du zu 120% bei der Sache bist und du zu jeder Sekunde sofort eingreifen kannst. Dieser Prozess kann Monate dauern! Besprich das alles VORHER mit deiner Oma. Und solltest du dich trotz allen Widrigkeiten doch für einen Welpen entscheiden, dann bitte den Züchter dir den ruhigsten und vorsichtigsten aus dem Wurf rauszusuchen. Und ja, die haben noch genug Tempo bei den vorgeschlagenen Rassen.

    Ich werfe mal noch eine Überlegung ein:

    Wie geht es eigentlich weiter?

    Die Hündin ist jetzt ein Jahr alt und wird als freundlicher Hund und everybodys Darling vermittelt. Was, wenn sie im nächsten Jahr erwachsen und ernsthaft wird? Wenn sie in einem oder zwei Jahren von fremde Menschen und Hunden nichts mehr wissen will? Gibt der nächste Besitzer sie dann auch weiter? Ist das immer noch ganz problemlos?

    Wenn ich für mich der Meinung bin, dass man einen Hund, der die Erwartungen nicht erfüllt, problemlos verkaufen kann, kann ich ja nicht erwarten, dass der nächste und übernächste Besitzer das anders siehen.. Nehm ich den Hund dann zurück oder lass ich es einfach laufen?

    Ich gehe nicht davon aus, dass diese Hündin als einfacher braver Begleit- und Familienhund vermittelt werden würde. Ich kenne mich da nicht aus, aber scheinbar hat sie für den IGP-Sport die "falsche" Abstammung, das heißt aber nicht, dass sie kein Hund ist, der eine entsprechende Führung und passende andere Arbeit braucht.

    Nehme ich z.B. meine Hundehaltung. Würde ich z.B. einen ausgemusterten HSH aus einer Schafhaltung übernehmen, der an Schafen nicht einsetzbar ist, dann kann der trotzdem an meinen Pferden einen super Job machen. Er kann also entweder beim Schäfer ohne Tiere versauern oder anderswo eine Herde bekommen. Das Risiko liegt dann nach Übernahme natürlich bei mir. Hier geht es ja nicht darum, Hunde abzuschieben, weil sie es nicht bringen, sondern ganz im Gegenteil geht es darum tolle Hunde an Menschen zu vermitteln, die sich genau so einen Hund wünschen, anstatt sie bei sich aus "Verantwortungsgefühl" ein Leben lang irgendwie mitlaufen zu lassen.

    *Sascha* und Lionn das stellt doch niemand in Abrede, dass "Sport aus Gaudi" und "Sport als Leistungssport und lebensausfüllendes Hobby" unterschiedliche Dinge sind. Daraus resultieren halt die verschiedenen Ansichten und es muss sich doch kein "Lager" vor dem anderen rechtfertigen.

    Wie gesagt, mir ging es um die Abwertung des "nur ein Hobby". Ich würde da gar nicht nach Gaudi oder Leistungssport unterscheiden. Ich habe ja z.B. Pferde. Erst waren sie nur ein Hobby, nun auch Beruf. Die Wertigkeit die dieses Hobby in meinem Leben einnimmt hat sich dadurch nicht geändert und natürlich muss mein Hund in meinem Leben so glücklich werden, danach ist er ausgesucht und für eine zusätzliche zeitintensive Ersatzbeschäftigung einfach gar keine Zeit.

    Wenn sich die Freizeit der TS seit Kindheitstagen auf dem Hundeplatz abspielt und sie für den IGP-Sport brennt, dann ist dieses "nur ein Hobby", das kann man doch aufgeben, einfach nicht der Wertigkeit ihrer Freizeitbeschäftigung angemessen.
    Das finde ich halt nicht okay, da so dermaßen in die Lebensvorstellungen anderer Menschen hinein zu urteilen. Vllt wäre andersrum die TS sofort bereit für ihre Hunde den Job oder den Wohnort zu wechseln oder auf andere Dinge zu verzichten, die anderen wiederum elementar viel wichtiger erscheinen.